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Salbei pflanzen: Aussaat & Standort

Alina-Sarah
Alina-Sarah
Alina-Sarah
Alina-Sarah

Ich studiere Agrarwissenschaften in Freising und war schon von klein auf am liebsten in der Natur draußen. Dabei habe ich ein großes Interesse für Pflanzen entwickelt. Neben dem Anbau von Obst und Gemüse bereitet mir auch deren Verarbeitung große Freude.

Lieblingsobst: Erdbeeren, Kirschen, Pomelo
Lieblingsgemüse: Tomaten, Bärlauch

Salbei ist eines der beliebtesten Heil- und Küchenkräuter – wir zeigen Ihnen, was es beim Anbau von Salbei zu beachten gibt.

Salbei im Topf ausgesät
Der Salbei ist ein echter Sonnenanbeter [Foto: YuliaDerid/ Shutterstock.com]

Salbei (Salvia) gehört zu der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Obwohl seine Heimat der mediterrane Mittelmeerraum ist, kann der Salbei in unseren kühleren Breiten ebenso erfolgreich kultiviert werden. Das lohnt sich nicht nur für die Küche, sondern auch für die Gesundheit. Denn schon seit der Antike ist die ausgeprägte Heilkraft von Salbei bekannt. Davon leitet sich sein Gattungsname Salvia ab, der vom Lateinischen salvare stammt – was so viel wie „heilen“ heißt. Um das Heilkraut ertragreich anzubauen, sind jedoch einige Punkte zu beachten.

Salbei säen

Wenn man den Salbei vorziehen möchte, kann der Salbeisamen bereits im Frühjahr in den Monaten März bis April ausgebracht werden. Die Anzucht der zierlichen Keimlinge sollte in jedem Fall in einem wärmenden Frühbeet oder noch besser auf der Fensterbank erfolgen. Zunächst füllt man Pflanztöpfchen mit einer nährstoffarmen Erde wie unserer Plantura Bio-Kräuter- & Aussaaterde, damit sich die Keimlinge gut entwickeln und die Wurzelbildung angeregt wird. Unsere Erde kann auch später bestens als Substrat für die Salbeipflanze verwendet werden und trägt zu einem aromatischen Geschmack bei.

Bio-Kräuter- & Aussaaterde 20 L
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Nun werden jeweils mehrere Salbeisamen in ein Anzuchttöpfchen dicht auf die Erde gesät und lediglich leicht angedrückt, da Salbei zu den Lichtkeimern gehört. Anschließend werden die Töpfe von oben besprüht oder von unten gegossen, um die Samen nicht wegzuschwemmen. Bis zur Keimung sollte man das Anzuchttöpfchen mit Klarsichtfolie bedecken, damit sich die Feuchtigkeit besser hält und beste Bedingungen zum Keimen vorherrschen. Allerdings muss regelmäßig gelüftet werden, um Fäulnis vorzubeugen. Für die Keimung von Salbei ist ein Standort mit einer Temperatur von 18 bis 22°C ideal und die Keimdauer beträgt hier zwischen 2 und 3 Wochen. Danach können die Sämlinge an einem etwas kälteren Ort mit circa 15 °C untergebracht werden.

Salbei Samen pflanzen
Sie können die Salbeisamen auch in einen Eierkarton säen [Foto: 682A IA/ Shutterstock.com]

Sobald das erste echte Blattpaar vorhanden ist, kann pikiert werden. Dabei werden je 4 bis 5 kräftige Jungpflanzen nacheinander vorsichtig in einen mit Substrat gefüllten Topf mit mindestens 20 cm Durchmesser gehoben. Dazu wird erst eine Mulde für jede Salbeipflanze gebildet, in welche die Pflanze anschießend sorgfältig eingesetzt wird. Nun wird die Erde um die Pflänzchen herum leicht angedrückt. Daraufhin sollte unbedingt gegossen werden, um ein gutes Anwurzeln zu gewährleisten. Wenn Mitte Mai alle Fröste überstanden sind, können Sie die Jungpflanzen ins Freie pflanzen. Um die Pflänzchen an die Freilandbedingungen zu gewöhnen, empfiehlt es sich, sie bereits 1 bis 2 Wochen vor dem Auspflanzen abzuhärten. Dazu werden die Salbeipflanzen tagsüber stundenweise an einen halbschattigen Ort im Freien gestellt und über Nacht wieder ins Haus geholt.

Entscheiden Sie sich hingegen für die Direktsaat, so entfallen das Vorziehen sowie das Pikieren. Dann kann die Salbeiaussaat von Anfang Mai, wenn mindestens Temperaturen von 18°C herrschen, bis Ende Juni vorgenommen werden. Die Aussaat erfolgt analog zur Voranzucht von Salbei. Sind die Pflänzchen dann gekeimt, vereinzelt man sie auf einen Abstand von circa 35 cm.

Tipp: Bei Aussaaten sollten Sie generell gut darauf achten, dass die Substratschicht immer schön feucht bleibt.

Neben der Aussaat ist auch die Vermehrung von Salbei durch Stecklinge, Ableger oder Teilen möglich. Mehr dazu können Sie in unserem Spezialartikel nachlesen.

Insektenfreundlicher Salbei
Seine Insektenfreundlichkeit ist noch ein Grund mehr, um Salbei anzubauen [Foto: Robin Bouchard/ Shutterstock.com]

Salbei anpflanzen

Sind die Eisheiligen Mitte Mai vorüber und keine Fröste mehr zu erwarten, so können die Salbeipflänzchen aus der Vorkultur nach draußen gepflanzt werden. Wir zeigen Ihnen im Folgenden, was es bei der Standortwahl von Salbei zu beachten gibt und wie Sie beim Pflanzen vorgehen.

Der ideale Standort für Salbei

Beim Platz stellt der Salbei mediterrane Ansprüche: Steinig und wasserdurchlässig sollte er sein, da die Pflanze nicht mit Staunässe zurechtkommt. Auch auf den pH-Wert des Bodens ist beim Salbei zu achten. Ist dieser zu sauer, sollte mit Kalk nachgeholfen werden, um ein passendes Umfeld zu bieten. Optimal ist ein neutraler Boden mit einem pH-Wert von 7. Generell mag das Kraut eher nährstoffarmes Substrat. Außerdem ist der Salbei ein Sonnenanbeter: Über einen geschützten Standort in voller Sonne freut er sich. Er dankt es mit einem üppigen Wuchs. Abwärme von nahegelegenen Wänden oder Mauern mag er ebenso.

Salbei im Topf
Nach den Eisheiligen geht es für die Jungpflanzen endlich ins Freiland [Foto: Roca Mharas/ Shutterstock.com]

Salbei pflanzen: So geht‘s

Um dem mediterranen Kraut beste Voraussetzungen zu schaffen, sollte zunächst der Boden gelockert und unerwünschtes Beikraut entfernt werden. Anschließend werden im Abstand von rund 35 cm Pflanzlöcher ausgehoben und die Salbeipflanzen so tief in die Erde gesetzt, wie sie zuvor im Topf standen. Um die Pflanzen herum wird das Substrat nun leicht angedrückt und gewässert.

Tipp: Salbei kann auch gut im Topf oder Balkonkästen kultiviert werden. Wählen Sie die Topfgröße so, dass der Salbei noch Platz hat, um zu wachsen. Hier empfiehlt es sich, den gesamten Topf den Winter über an einen warmen Ort wie zum Beispiel in ein Gewächshaus zu stellen. Außerdem sollten Sie eine Drainageschicht anlegen, um einen guten Wasserabfluss zu gewährleisten. Später wird die Pflanze dann mindestens alle 2 Jahre in einen größeren Topf und ein neues Substrat umgetopft.

Salbei im Balkonkasten pflanzen
Salbei lässt sich im Garten und auch im Topf oder Balkonkasten anbauen [Foto: Quelle/ Shutterstock.com]

Der von Salbei verströmte Duft soll verschiedenste Schädlinge fernhalten. Somit eignet sich das Kraut gut als Beetumrandung. Zudem profitieren folgende Gemüse besonders von dieser Eigenschaft und stellen somit gute Nachbarn des Salbeis dar: Bohnen (Phaseolus vulgaris), Erbsen (Pisum sativum), Möhren (Daucus carota) und Kohl (Brassica). Darüber hinaus kann Salbei das Aroma von Gemüse verstärken, so zum Beispiel bei Fenchel (Foeniculum vulgare) und Salat (Lactuca sativa).

Im Kräuterbeet können sich die verschiedenen Pflanzen durch ihren Duft gegenseitig vor Schädlingen schützen. Auch ähnliche Standortansprüche der Beetnachbarn sind von Vorteil. Unter diesen Aspekten sind als gute Nachbarn im Kräuterbeet Bohnenkraut (Satureja), Lavendel (Lavandula), Majoran (Origanum majorana), Oregano (Origanum vulgare) und Thymian (Thymus vulgaris) hervorzuheben.

Salbei in der Kräuterspirale pflanzen
In einer Kräuterspirale fühlt sich Salbei in der obersten Etage besonders wohl [Foto: Bildagentur Zoonar GmbH/ Shutterstock.com]

Nach dem Pflanzen steht das Pflegen an. Wir zeigen Ihnen in unserem gesonderten Artikel, was es bei der Pflege von Salbei zu beachten gibt.