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Cardy: Herkunft, Ursprung und Synonyme

Die Cardy wird seit Jahrhunderten angebaut. Wir informieren Sie über den Ursprung, die Herkunft und die Geschichte dieses gesunden Gemüses.

Cardy Kardone Artischocke

Man sieht der Cardy die Verwandtschaft zur Artischocke deutlich an. [Foto: peganuumCC BY-SA 2.0]

Die Cardy ist eine Verwandte der Artischocke und wird auch Distelkohl, spanische Artischocke, Gemüseartischocke oder Kardone genannt. Sie wurde schon zu Zeiten der alten Ägypter während des 4. Jahrhunderts v. Chr. verwendet. Zudem ist bekannt, dass sie als Nahrungsmittel bereits 500 v. Chr. angebaut wurde. Aus alten Schriftstücken geht hervor, dass die Kardone zu jener Zeit bereits von Griechenland bis in das heutige Italien als Gemüse geschätzt wurde. Es dauerte jedoch noch etwas länger, bis sich die wohlschmeckende Pflanze auch in französische und englische Gärten vorkämpfen konnte. Mit dem Beginn des 15. Jahrhunderts begann der Siegeszug der Kardone und bis Mitte des 16. Jahrhunderts war sie fast in ganz Europa anzutreffen. Auch in Deutschland wurde die Cardy in den vergangenen Jahrhunderten angebaut. Mit der Zeit hierzulande leider etwas in Vergessenheit geraten, wird sie  heute jedoch meistens nur noch von Hobbygärtern kultiviert. Die bevorzugten Gebiete zur Anpflanzung zeigen ganz deutlich, dass die Cardy ihren eigentlichen Ursprung im Norden Afrikas und ringsum das Mittelmeer hat. Größere Anbaugebiete liegen mittlerweile in den USA, Italien, Spanien und Frankreich.

Die Cardy auch heute noch beliebt

Bereits ab den letzten Wochen im September bis in den Dezember hinein, wird diese wohlschmeckende, dezent bittere und würzig-nussige Gemüsesorte angeboten. Die Gemüseartischocke ist sehr gesund und definitiv eine wahre Gemüsedelikatesse für Feinschmecker und Hobbygärtner.. In alten deutschen Kochbüchern finden sich noch unzählige Rezepte, um die Cardy geschmackvoll zuzubereiten. Denn bis zum Ersten Weltkrieg gehörte die Kardone auf den alltäglichen Speiseplan. Ein Hauptgrund, warum die Cardy in den letzten Jahrzehnten aus den deutschen Küchen nahezu verschwunden ist, ist die kurze Haltbarkeit, weshalb dieser Korbblütler im kommerziellen Vertrieb leider nur äußerst selten zu finden ist.

Mehr Regionalität fördert die Verbreitung der Cardy in deutschen Gärten

Sie gehört historisch auch zu den ältesten uns bekannten Nutzpflanzen überhaupt und kann sowohl geschmacklich als auch in Bezug auf ihre Nährstoffe voll und ganz überzeugen. Die Cardy im eigenen Garten anzubauen, bereichert den Hobbygärtner also nicht nur um eine schmackhaftes Gemüse, sondern fördert auch den Erhalt der Kardone in unserer Region.

Steffi

Ich studiere momentan im schönen Weihenstephan Agrarwissenschaften. Neben dem Gärtnern (ich baue vor allem Gemüse und Kräuter an) schlägt mein Herz auch besonders für die Tierwelt. Egal, ob Hund, Meerschwein, Igel oder Biene – alle sollen sich in meinem Garten wohlfühlen.
Lieblingsobst: Wassermelonen und Himbeeren
Lieblingsgemüse: Kartoffeln

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