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Ysop vermehren und pflegen

Ysop kann vielfältig verwendet werden und ziert mit einer langanhaltenden Blüte jeden Garten. Viele Gründe, ihn gut zu pflegen und selbst zu vermehren.

Ysop setzlinge

Die kleinen Stecklinge werden zunächst in einem speziellen Substrat vorgezogen [Foto: Max BaarsCC BY-SA 2.0]

Ysop vermehren: Aussaat, Steckling oder Teilung

Natürlich kann man fertige Ysop-Pflanzen (Hyssopus officinalis) im Gartenfachhandel kaufen. Noch mehr Freude hat man jedoch an dem, was im eigenen Garten oder auf dem Balkon wächst, wenn man es von Beginn an selbst großgezogen und sogar vermehrt hat. Den Ysop kann man einfach selbst vermehren. Dazu bieten sich auch noch mehrere Möglichkeiten an:

  • Aussaat

Hat man den Samen der Vorjahresblüte geerntet oder Ysop-Samen käuflich erworben, sollte man nicht zögern, das Gewürz durch Aussaat selbst zu vermehren. Vor Anfang Mai sollte der Samen jedoch nicht ins Freiland ausgesät werden. Im Haus kann man mit der Vorzucht bereits ab Mitte März starten und gestärkte Jungpflanzen Mitte Mai rauspflanzen. Bei Ysop handelt es sich um einen Lichtkeimer, weshalb der Samen nicht mit einer Substratschicht, die während der Keimung vor Austrocknung schützt, bedeckt werden sollte.

  • Stecklinge

Im Frühjahr oder Frühsommer können Stecklinge von einer Ysoppflanze entnommen und schnell bewurzelt werden. Die Stecklinge sollten eine Länge von circa 5 cm haben. Eine Blüte oder Blütenknospe ist idealerweise noch nicht zu sehen – so geht alle Kraft die Produktion der Wurzeln und nicht in die Blütenausbildung. Am besten wird spezielles Vermehrungssubstrat für Stecklinge verwendet und eine hohe Luftfeuchtigkeit gehalten, solange die Stecklinge noch keine Wurzeln ausgebildet haben. Das ist leicht mit einer Anzuchtschale mit durchsichtiger Haube zu erreichen, die in jedem Baumarkt erhältlich ist. Sobald sich erste Wurzeln bilden, werden die empfindlichen Stecklinge an „normale“ Luft gewöhnt, indem nach und nach die Haube immer länger abgenommen wird.

Ysop Sonnenuntergang mit Hummel

Romantik im Kräutergarten: Ysop mit Sonnenuntergang im Hintergrund [Foto: Max BaarsCC BY-SA 2.0]

  • Absenker

Manche Kräuter können einfach durch Teilung vermehrt werden. Für den Ysop bietet sich diese Methode jedoch nicht, da es sich um einen Halbstrauch handelt. Es ist quasi unmöglich die verholzte Basis des Ysops zu durchtrennen, ohne die würzige Pflanze in Lebensgefahr zu bringen. Allerdings kann der Ysop über Absenker vermehrt werden. Dazu wird ein Trieb, der relativ kräftig, aber dennoch biegsam ist, heruntergebogen, sodass er Bodenkontakt hat. Dort wird der Zweig beispielsweise mit einem Stück dicken Draht oder einem Hering fixiert und Erde wird angehäufelt. Die Triebspitze schaut allerdings senkrecht aus dem Boden heraus. An der Stelle mit Bodenkontakt werden dann Wurzeln ausgebildet. Nach einer Zeit kann der abgesenkte Trieb von der Mutterpflanze abgetrennt und im Garten oder in ein Pflanzgefäß umgesetzt werden.

Ysop pflegen: Schneiden und Überwintern

Wird der Ysop im eigenen Garten nicht regelmäßig geschnitten, so verliert der Halbstrauch seine Form und Attraktivität. Die Triebe werden lang und kahl und verholzen zunehmend. Erschwerend kommt hinzu, dass nicht in den verholzten Teil der Pflanze geschnitten werden darf, da der Ysop von hier nicht mehr austreiben kann. Deshalb ist es ratsam, den unverholzten Teil regelmäßig einzukürzen und den Ysop so in Zaum und Form zu halten.

Es kann zwar im Herbst geschnitten werden, doch dann werden sensible Schnittflächen geschaffen, in die in strengen Wintern der Frost einziehen und zu Schäden führen kann. Deshalb ist es besser, den Ysop erst im Frühjahr vor dem Neuaustrieb zu schneiden und bis kurz oberhalb des verholzten Pflanzenteils einzukürzen. Das fördert zudem die Verzweigung des würzigen Halbstrauches und steigert so auch die Ausbeute der Ernte.

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