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Olivenbaum düngen: Richtiger Dünger & Zeitpunkt

Sein mediterranes Flair entfaltet der Olivenbaum nur bei der richtigen Pflege. Wie, wann und womit man seinen Olivenbaum richtig düngt, zeigen wir hier.

Olivenbaum im Topf
Besonders bei Oliven im Topf ist eine regelmäßige Nährstoffversorgung essentiell [Foto: Ania K/ Shutterstock.com]

Olivenbäume (Olea europaea) wachsen im Mittelmeerraum ursprünglich auf kargen, nährstoffarmen und steinigen Böden. Sie sind sehr widerstandsfähig und ziemlich anspruchslos. Bedingt durch unser Klima werden in unseren Breiten die meisten Olivenbäume im Topf kultiviert. Hier ist das Erdvolumen und somit der Nährstoffvorrat stark begrenzt und eine regelmäßige Düngung wird auch bei den langsam wachsenden Gehölzen nötig. Bei der Düngung von Olivenbäumen müssen Sie sich auf individuelle Nährstoffansprüche des mediterranen Gewächses einstellen. Jahreszeit, Alter des Olivenbaums und der Standort bestimmen den Bedarf an Stickstoff, Kalium und Co. Eine angepasste Düngergabe zum richtigen Zeitpunkt ist essentiell für einen gesunden Wuchs und widerstandsfähige Pflanzen. Wann und mit welchen Düngemitteln Sie Ihren Olivenbaum am besten versorgen, erfahren Sie in diesem Artikel.

Wann düngt man Olivenbäume?

Das Düngen von Olivenbäumen erfolgt nur in der Wachstumsphase zwischen April und September. Bei der Überwinterung des Olivenbaums während der kalten Jahreszeit wird die Düngung gänzlich eingestellt. Olivenbäume sollten alle paar Jahre umgetopft und in frische, nährstoffreiche Pflanzerde umgesetzt werden. In den ersten Monaten nach dem Umtopfen des Olivenbaums ist keine Düngung notwendig, außer es treten Mangelsymptome auf. Bei in milden Klimaten ausgepflanzten Olivenbäumen reichen die Nährstoffe, die sich in der Erde befinden, meist aus, um den genügsamen Mittelmeerraumbewohner zu versorgen. Zeigt ein Olivenbaum keinerlei Mangelsymptome und besitzt gesundes Wachstum, muss er für gewöhnlich nicht gedüngt werden. Junge Olivenbäume bis zu einem Alter von zwei Jahren sollten, wenn überhaupt, nur stark reduziert gedüngt werden. Ihnen genügt ein Viertel bis ein Drittel der empfohlenen Düngermenge. Sämlinge und Stecklinge werden gar nicht gedüngt.

Tipp: Bei ausgepflanzten Bäumchen können Sie durch eine Herbstdüngung mit Kaliumdünger für eine gesteigerte Winterhärte sorgen. Das Kalium hilft beim Aushärten der Triebe und macht diese weniger empfindlich gegenüber Frost.

Auf einen Blick: Wann sollte man einen Olivenbaum düngen?

  • Olivenbäume im Topf werden in der Wachstumsphase zwischen April und Ende September gedüngt.
  • Frisch umgetopfte Olivenbäume benötigen in den ersten Monaten keinerlei Düngung.
  • Ausgepflanzte Olivenbäume benötigen in der Regel keine Düngergabe, eine Herbstdüngung mit Kaliumdünger steigert allerdings die Winterhärte.
  • Während der Winterruhe wird der Olivenbaum nicht gedüngt.
Gelbfärbung an Blättern des Olivenbaums
Eine zunehmende Gelbfärbung der Blätter kann auf einen Stickstoffmangel hinweisen [Foto: rudolfgeiger/ Shutterstock.com]

Mangelerscheinungen beim Olivenbaum erkennen

Auch die genügsamen Oliven können ein Nährstoffdefizit entwickeln. Meist handelt es sich dabei um einen Stickstoffmangel. Er macht sich durch eine Gelbfärbung der Blätter und kümmerliches Wachstum bemerkbar. Aber auch ein Übermaß an Wasser und Staunässe an den Wurzeln kann diese Symptome auslösen. Bevor also zum Dünger gegriffen wird, sollte überprüft werden, ob im Untersetzer seit Tagen das Wasser steht oder ob die Erde längere Zeit nass war. Wurde dazu seit längerem weder umgetopft noch gedüngt, ist ein Stickstoffmangel wahrscheinlich. Kaliummangel hingegen verursacht das Vertrocknen der Blattspitzen bis hin zum Absterben ganzer Triebe. Oliven bevorzugen einen leicht basischen Boden mit einem pH-Wert von 7 – 8. Ist der pH-Wert zu niedrig, kann Calcium-Mangel auftreten. Dieser äußert sich in einer Gelbfärbung der Blätter von der Spitze her. Zunehmend verfärbt sich das gesamte Blatt und auch die Adern hellen auf. Calciumhaltiger Kalk erhöht den pH-Wert und liefert gleichzeitig den fehlenden Nährstoff. Überprüfen Sie jedoch zunächst den pH-Wert des Bodens. Ein ausgeprägter Phosphormangel an Oliven und zeigt sich als rötliche Färbung der Blätter, ist aber ausgesprochen selten.

Olivenbäume düngen: Überdüngung erkennen

Eine Überdüngung stellt im Vergleich zur Mangelversorgung das weitaus höhere Risiko dar. Die Überdüngung zeigt sich oft in Form von Verbrennungssymptomen, dem sogenannten Nährstoffbrand. Die Blätter bekommen kurze Zeit nach der Düngung gelb-braune Spitzen und Ränder, die zunehmend nach Innen wandern und das ganze Blatt zum Vertrocknen bringen. Die Blätter können sich teils auch einrollen. Betroffene Blätter fallen meist zeitnah ab. Bei einer nur leichten Überdüngung mit Stickstoff entwickelt der Olivenbaum lange, dünne Triebe und bildet kaum Blüten, sondern vorwiegend Blätter. Abhilfe bei akuter Überdüngung, beispielsweise durch die schnellwirkenden Mineraldünger, ist das Umtopfen in frische Pflanzerde. Möglichst viel der überdüngten Erde sollte dabei vom Wurzelballen entfernt oder abgespült werden.

Dünger für Olivenbaum: Womit und wie viel düngen?

Spezielle Dünger für Olivenbaum, Zitrone und Co. besitzen eine optimale Zusammensetzung an Nährstoffen für mediterrane Gewächse. Sie sind meist unter dem Namen Zitrusdünger im Handel erhältlich. Wer keinen speziellen Olivenbaum-Dünger kaufen möchte, greift zu einem ausgewogenen NK-Dünger. Phosphor wird für Blüte und Fruchtbildung benötigt, ist aber meist in ausreichender Menge in hochwertigen Pflanzerden enthalten. Am besten sollte der verwendete Dünger auch weitere Nährstoffe in Spuren, wie Bor, Eisen, Mangan, Molybdän und Zink, enthalten. In qualitativ hochwertiger Pflanzerde sind auch diese Spurenelemente meist bis zum nächsten Umtopfen in ausreichenden Mengen vorhanden.

frisch umgetopfte Olivenbäume
Frisch umgetopfte oder noch sehr junge Olivenbäume benötigen in den ersten Monaten nach dem Umsetzen keinerlei Düngung [Foto: sylv1rob1/ Shutterstock.com]

Zu beachten ist auch, dass ein Olivenbaum, der ordentlich Licht und Wärme abbekommt, schneller wächst als an ungünstigeren Standorten. Somit verbraucht er hier auch mehr Nährstoffe, die sich in höherem Düngebedarf widerspiegeln. Auch die Art des Düngers ist entscheidend für die Häufigkeit der Düngung.

Zusammenfassung: Olivenbaum womit und wie viel düngen?

  • Spezielle Zitrusdünger eignen sich in der Zusammensetzung für Oliven und die meisten anderen mediterranen Pflanzen.
  • Alternativ können Universaldünger mit Betonung auf Stickstoff (N) und Kalium (K), bestenfalls mit weiteren Mikronährstoffen, verwendet werden.
  • Düngung hängt von Alter, Standort und Art des Düngemittels ab.

Olivenbaum vornehmlich organisch düngen

Gerade bei den genügsamen mediterranen Bäumen ist eine organisch betonte Nährstoffversorgung von Vorteil. Hierbei werden die Nährstoffe im Boden gespeichert und nach und nach den Wurzeln verfügbar gemacht. Dünger mit hohem Anteil an organischer Substanz, wie Kompost oder einfach auszubringende Flüssigdünger, etwa unser Plantura Bio-Zitrus- & Mediterrandünger, besitzen daher eine schonende Wirkweise. Nicht nur das Bodenleben profitiert von der Anwendung dieser Dünger, sondern auch das Risiko einer Überdüngung ist kaum vorhanden. Durch die Verwendung pflanzlicher Reststoffe aus der Lebensmittelindustrie werden Umwelt und wertvolle Ressourcen geschont. Düngen Sie Oliven mit unserem Flüssigdünger etwa alle zwei Wochen über das Gießwasser. Mischen Sie hierfür auf 5 Liter Wasser 15 – 25 ml des Düngers und wässern Sie den Olivenbaum anschließend bedarfsgerecht.

Plantura Bio-Zitrus- & Mediterrandünger
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Hochwirksamer Bio-Flüssigdünger
mit einem NK-Verhältnis von 3-4
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unbedenklich für Haus- & Gartentiere

Olivenbaum mineralisch düngen

Leidet der Olivenbaum unter starkem Stickstoffmangel, was unter anderem an Kümmerwuchs oder Blattfall nach Chlorose zu erkennen ist, können mineralische Dünger, wie Blaukorn, schnell Abhilfe schaffen. Die Nährstoffe sind hier wasserlöslich gebunden und in einer direkt für die Pflanze verfügbaren Form enthalten. Auf Dauer ist von der Gabe mineralischer Dünger jedoch abzuraten. Gerade bei genügsamen Pflanzen wie dem Olivenbaum ist das Überdüngungsrisiko hoch, die empfindlichen Pflanzenwurzeln können Schaden nehmen. Starkes Wässern oder Regen bergen zusätzlich das Risiko der Ausschwemmung der wasserlöslichen Düngemittel. Des Weiteren gehen mineralische Düngemittel zumeist mit hohem Energieaufwand und Kosten für die Umwelt einher.

Olivenbaum mit Hausmitteln wie Kaffeesatz düngen

Kaffeesatz fällt in vielen Haushalten täglich als Abfallprodukt an, besitzt aber noch einen hohen Stickstoffgehalt. In geringer Dosierung und oberflächlich eingearbeitet wird dieser langsam freigesetzt. Möchten Sie Ihren Olivenbaum mit Kaffeesatz düngen, sollten Sie jedoch bedenken, dass dieser bei der Zersetzung den pH-Werts des Bodens senkt. Abhilfe schafft bei Bodenversauerung eine Düngung mit zerstoßenen Eierschalen, die den Boden-pH-Wert steigern. Ungewöhnlichere Düngemittel wie Nägel und Haare können im Garten übrigens als Ersatz für Hornspäne eingesetzt werden. Zu den Hausmitteln gehören ebenfalls Pflanzenauszüge wie Brennnesseljauche. Nebst zahlreichen Mikronährstoffen besitzen gegorene Brühen oftmals nicht unbedeutende Stickstoff-Mengen und können unverdünnt sogar gegen Schädlinge wie Blattläuse (Aphioideae) eingesetzt werden. Bei ausgepflanzten Exemplaren kann außerdem im Herbst eine Jauche aus Beinwell (Sympthytum officinale) als Kaliumquelle zur Erhöhung der Winterfestigkeit dienen.

Eine weitere wichtige Pflegemaßnahme bei Olivenbäumen ist der richtige Schnitt. Wie und wann man Olivenbäume schneiden sollte, erfahren Sie in diesem Artikel.

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