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Olivenbaum düngen: Richtiger Dünger & Zeitpunkt

Sein mediterranes Flair entfaltet der Olivenbaum nur bei der richtigen Pflege. Wie, wann und womit man seinen Olivenbaum richtig düngt, zeigen wir hier.

junge Olivenbäume in Töpfen

Bei Olivenbäumen darf gerade im Topf eine gelegentliche Düngung nicht fehlen [Foto: redzen2/ Shutterstock.com]

Olivenbäume (Olea europaea) wachsen im Mittelmeerraum auf kargen, nährstoffarmen und steinigen Böden. Sie sind sehr widerstandsfähig und anspruchslos. In Olivenanbaugebieten ist der größte ertrag-limitierende Faktor keineswegs die Nährstoffversorgung, sondern in den meisten Fällen ungenügende Wasserversorgung. Wenn überhaupt, benötigen Olivenbäume manchmal etwas mehr Stickstoff als im Boden verfügbar. Wie Sie Ihren Olivenbaum trotzdem im richtigen Maß unterstützen und düngen können damit dieser besonders gut wächst, erfahren Sie im Folgenden.

Olivenbaum düngen

Bei der Düngung von Olivenbäumen heißt es sich individuell  auf die Bedürfnisse Ihres Lieblings einzustellen, denn die Düngemenge hängt bei den an karge Verhältnisse angepassten und somit schnell überdüngbaren Gehölzen von Standort und Alter ab. Eine gekonnte und eher geringe Düngergabe zum richtigen Zeitpunkt ist daher das A und O für einen gesunden Wuchs und eine widerstandsfähige Pflanze.

Olivenbaum wann düngen?

Olivenbäume oder -bäumchen wachsen in unseren Breiten meist in fruchtbarer Pflanzerde, die oft schon mit Kompost oder einem anderen Langzeitdünger angereichert ist. Theoretisch dürfte es in dieser Erde also zumindest in den ersten Monaten nach dem Kauf der Pflanze oder dem Umtopfen keinen Nährstoffmangel oder Düngebedarf geben. Bei ausgepflanzten Olivenbäumen reichen die Nährstoffe, die sich in der Erde befinden, meist vollständig aus, um den genügsamen Mittelmeerraumbewohner zu versorgen. Zeigt ein Olivenbaum keinerlei Mangelsymptome und wächst schön, kann dieser bei der regelmäßigen, obligatorischen Pflanzendüngung getrost ausgelassen werden. Bedingt durch unser Klima werden Olivenbäume jedoch meist im Topf kultiviert. Hier ist das Erdvolumen stark begrenz und eine gelegentliche Düngung wird auch bei den langsam wachsenden Gehölzen nötig. Dabei wird während der Wachstumsperiode von April bis Ende September alle zwei bis drei Wochen gedüngt. Organische Dünger haben eine Langzeitwirkung und brauchen nur einmal jährlich im Frühjahr verabreicht werden. So sparen Sie sich regelmäßige Düngergabe. Bei der Überwinterung während der kalten Jahreszeit wird die Düngung auch bei Olivenbäumen im Topf eingestellt. Bei ausgepflanzten Bäumchen können Sie durch eine Herbstdüngung mit Kaliumdünger für eine gesteigerte Winterhärte sorgen. Das Kalium hilft beim Aushärten der Triebe und macht diese weniger empfindlich gegenüber Frost.

Zusammenfassung Olivenbaum wann düngen:

  • Die Pflanzerde von Olivenbäumchen ist oft schon mit Langzeitdünger angereichert
  • Ausgepflanzte Olivenbäume benötigen in der Regel keine Düngergabe, eine Herbstdüngung mit Kaliumdünger steigert allerdings die Winterhärte
  • Olivenbäume im Topf werden von April bis Ende September alle zwei bis drei Wochen gedüngt; mit organischen Düngern nur einmal jährlich im Frühjahr
  • Während der Überwinterung wird nicht gedüngt
Große alte Olivenbäume

Olivenbäume sind an sehr karge Bedingungen angepasst und benötigen ausgepflanzt meist keine zusätzliche Düngung [Foto: JGA/ Shutterstock.com]

Mangelerscheinungen beim Olivenbaum erkennen

Auch die genügsamsten Pflänzchen können unter kargen Bedingungen ein Nährstoffdefizit entwickelt. So auch der silbrig schimmernde Olivenbaum. Dabei handelt es sich in der Regel um einen Stickstoffmangel. Dieser macht sich durch eine Vergilbung der Blätter bemerkbar. Zu bedenken ist jedoch, dass nicht nur ein Mangel an Nährstoffen dafür verantwortlich sein kann. Auch ein Übermaß an Wasser kann diese Symptome auslösen. Dies ist bei den staunässeempfindlichen Pflanzen sogar wesentlich wahrscheinlicher. Bevor also zum Stickstoffdünger gegriffen wird, sollten überprüft werden wie oft die Wurzeln in letzter Zeit in einem seichten See aus Wasser verweilt haben. Auch bestimmte Schädlinge oder Pilze können Ursache der Vergilbung sein.

Olivenbäume düngen: Überdüngung erkennen

Gerade bei Pflanzen die nur eine geringe Zufuhr von Düngemittel benötigen, ist es eine hohe Kunst die Balance zwischen ausreichender Düngung und Überdüngung zu halten. Wobei eine Überdüngung im Vergleich zu einer Mangelversorgung das weitaus höhere Risiko darstellt. Bei einer Überdüngung mit Stickstoff kränkeln die Pflänzchen schnell, entwickeln lange, schwache Zweige und auch die Olivenernte leidet.

Dünger für Olivenbaum: Womit und wie viel düngen?

Dünger für mediterrane Pflanzen ist speziell an die Nährstoffbedürfnisse von Olivenbäumen und Co. angepasst. Aber auch Zitruspflanzendünger eigenen sich hervorragend für die Versorgung des genügsamen Bäumchens. Wer keinen speziellen Olivenbaum-Dünger kaufen möchte, greift zu einem stickstofflastigen NPK-Dünger. Am besten sollte der verwendete Dünger auch ein wenig Magnesium enthalten. Dies sorgt fördert das Blattgrün Ihrer immergrünen Gewächse.  Wichtig ist auch die Versorgung mit anderen Mineralstoffen und Spurenelementen besonders Bor, Kupfer, Eisen, Mangan, Molybdän und Zink. Diese sollten jedoch in qualitativ hochwertiger Pflanzerde bis zum nächsten Umtopfen in ausreichenden Mengen vorhanden sein. Sie sollten gerade bei Pflanzen die sehr wenig Nährstoffe brauchen, lieber auf einen organischen als einen mineralischen Dünger zurückgreifen. Denn die organische Variante wird viel schonender und über einen langen Zeitraum ins Erdreich abgegeben. Dabei ist ein vermindertes Überdüngungsrisiko nicht der einzige Vorteil bei organischen Düngern:

  • Das Bodenleben wird gefördert, da die Nährstoffe erst durch dieses aufgeschlossen werden müssen; so wird die Bodenqualität verbessert
  • Es wird weniger Dünger ins Grundwasser geschwemmt, denn die Nährstoffkomplexe sind nicht wasserlöslich und werden im Boden gespeichert
  • Die Herstellung ist mit einem wesentlich geringeren Ressourcenverbrauch verbunden und somit nachhaltiger
  • Die Inhaltstoffe sind nicht nur verträglicher für das Bodenleben sondern auch unbedenklich für Kinder und Tiere
Olivenbaum vor Töpfen

Organische Dünger haben gegenüber mineralischen Düngern viele Vorteile [Foto: macbeer/ Shutterstock.com]

Unser Plantura Bio-Universaldünger bietet aufgrund der überwiegenden Verwendung organischer Bestandteile genau diese Vorteile und versorgt Ihren Olivenbaum dabei mit allen für ihn wichtigen Nährstoffen. Wenn Sie Ihren Olivenbaum mit weichem Leitungswasser gießen sollten Sie im April und Juni über eine Kalkgabe nachdenken. Denn der mediterrane Baum ist kalkliebend und braucht einen Boden-pH zwischen 7 und 8. Meist reicht es jedoch einfach beim Gießen auf hartes Leitungswasser umzusteigen.

Wie viel Dünger Sie Ihrem Olivenbaum zuführen müssen hängt letztendlich von einer ganzen Menge Faktoren ab. Denn es spiel nicht nur eine Rolle, ob Ihr Bäumchen sich ausgepflanzt großflächig der Gartenerde bedienen kann oder im Topf gepflanzt wurde. Auch das Alter des Olivenbaumes spielt eine wichtige Rolle. So sollten Sie junge Olivenbäume bis zu einem Alter von zwei Jahren wenn überhaupt nur sehr stark reduziert düngen. Es reicht ein Viertel bis ein Drittel der empfohlenen Düngermenge aus. Ansonsten schwächen Sie die Pflanzen nur.  Sämlinge und Stecklinge werden gar nicht gedüngt.  Zu beachten ist auch, dass ein Olivenbaum der ordentlich Licht und Wärme abbekommt, schneller wächst als an ungünstigeren Standorten. Somit verbraucht er hier auch mehr Nährstoffe, die sich im Düngerbedarf wiederspiegeln. Zu guter Letzt ist natürlich die Düngerwahl entscheidend für die Menge und Häufigkeit der Düngung. Wobei der größte Unterschied zwischen mineralischen, kurzfristig wirkenden Düngern und meist organischen Langzeitdüngern liegt.

Zusammenfassung: Olivenbaum womit und wie viel düngen?

  • Speziellen Dünger für mediterrane Pflanzen oder Zitruspflanzen können verwendet werden
  • Alternativ: Stickstofflastiger NPK-Dünger am besten mit Magnesiumanteil
  • Düngermenge hängt ab von Alter des Olivenbaumes sowie von Standort und Düngertyp
Olivenbaum in Tontopf

Wie viel Dünger ein Olivenbaum braucht, hängt von seinem Alter, dem Standort und dem Düngertyp ab [Foto: Ron Zmiri/ Shutterstock.com]

Olivenbaum organisch düngen

Organische Dünger sind eine sichere und ökologisch einwandfreie Methode Ihren Olivenbaum mit den nötigen Nährstoffen zu versorgen. Gerade bei den genügsamen Südländern ist die schonende Freigabe der Nährstoffe von Vorteil. Denn so wird das Risiko einer Überdüngung minimiert. So können Naturdünger auch bei ausgepflanzten Olivenbäumen verabreicht werden, um dem Baum ein wenig zu revitalisieren.

Organische Dünger müssen nur einmal im Jahr am besten im Frühjahr verabreicht werden. Dabei werden sie vorsichtig in die obere Erdschicht eingearbeitet und mit einer frischen Schicht Erde bedeckt. Die Ausbringung von Naturdüngern ist bei Topfpflanzen allerdings etwas schwierig. Daher eignen sie sich besonders gut bei einer Neupflanzung und beim Umtopfen. Eine besser anzuwendende, aber dennoch etwas geruchslastige Alternative ist eine Brennnesseljauche. Diese wird alle 4 Wochen 1:10 verdünnt als Gießwasser gegeben.  Bei ausgepflanzten Exemplaren kann außerdem im Herbst einen Jauche Beinwell als Kaliumquelle für den Winter dienen.

Organische Langzeitdüngung: Anleitung und Dosierungsmengen für Olivenbaum

Gut anzuwenden, geruchsfrei und ebenso umweltfreundlich ist die Verwendung eines organischen Volldüngers aus dem Handel. Wie einfach eine fachgerechte Düngung funktioniert, zeigt unser Plantura Bio-Universaldünger. Dieser bietet eine Rundumversorgung Ihres Olivenbaums und verzichtet dabei fast gänzlich auf mineralische Bestandteile.

Olivenbaum mit Plantura Bio-Universaldünger

Unser Plantura Bio-Universaldünger bietet eine Rundumversorgung Ihres Olivenbaums

Gehen Sie bei der Düngung Ihres Olivenbaumes folgendermaßen vor:

  1. Vor der Pflanzung oder beim Umtopfen 100 – 150 g/ m² (gut gefülltes 0,2 L Glas) unseres Plantura Bio-Universaldüngers in die obere Bodenschicht einarbeiten
  2. Boden und frisch eingesetzten Olivenbaum gut angießen, damit sich das Granulat gut lösen kann
  3. Bei der Pflegedüngung im Frühjahr sollten Sie 80 – 120 g/ m² (0,2 L Glas) pro Pflanze düngen
Plantura Bio-Universaldünger
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Effektive Langzeitwirkung, gut für den Boden, unbedenklich für Mensch, Tier & Natur
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inkl.MwSt.

Olivenbaum mineralisch düngen

Falls Ihr Olivenbaum tatsächlich einmal unter einer Mangelversorgung leidet, sein hübsches Blätterkleid sich einem gelben Farbton zuwendet oder kümmerlich wächst, bietet ein mineralischer Dünger schnelle Abhilfe. Ein organischer Dünger ist hier wegen seiner langsamen Nährstofffreigabe eher ungeeignet. Ist der Mangel jedoch behoben, kann zukünftiger Stickstoffmangel gut vorsorglich mit regelmäßigen Gaben eines organischen Düngers vermieden werden. Denn auf Dauer ist von der Gabe eines mineralischen Düngers wie Blaukorn abzuraten. Gerade bei genügsamen Pflanzen wie dem Olivenbaum ist das Überdüngungsrisiko ansonsten sehr hoch. Außerdem tun Sie mit der Wahl eines organischen Düngers nicht nur Ihren Pflanzen sondern auch der Umwelt einen Gefallen. Wer über ein mildes Gartenklima und einen sich darin befindlichen, ausgepflanzten Olivenbaum verfügt, kann diesen mit einer Herbstdüngung mit Patentkali fit für die kühle Jahreszeit machen. Denn das enthaltene Kalium sorgt für ein zügiges Ausreifen der Triebe. Das enthaltene Magnesium unterstütz zusätzlich ein besonders kräftiges und ganzjähriges Blattgrün.

Olivenbaum mit Hausmitteln wie Kaffeesatz düngen

So einiges was im modernen Haushalt im Müll landet, kann ohne Probleme weiter verwendet werden. Nutzen Sie zum Beispiel ganz nach „Zero Wast Manier“ Nägel und Haare als Hornspäneersatz. Das sollte besonders die Gegner tierischer Produkte freuen. Wer als Stickstoffdünger Kaffeesatz verwendet, sollte bedenken, dass dieser den Boden-pH senkt. Abhilfe schaffen zerstoßene Eierschalen. Diese sorgen für das basische Bodenmilieu, dass Olivenbäume lieben.

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