skip to Main Content

Petunien düngen: Wann, wie & womit?

Als Starkzehrer benötigt die Petunie viele Nährstoffe. Wir zeigen, wann und wie man Petunien mit Hausmitteln und Co. richtig düngt.

Petunien düngen
Petunien benötigen ausreichend Nährstoffe, um viele Blüten hervorbringen zu können [Foto: Bochkarev Photography/ Shutterstock.com]

Leuchtende Petunien (Petunia) mit ihren zahlreichen, trichterförmigen Blüten sind häufig in den heimischen Gärten und auf Balkonen anzutreffen. Ursprünglich stammen die Nachtschattengewächse (Solanaceae) aber aus Südamerika, wo sie gerne felsige Hanglagen besiedeln. Es gibt verschiedene stehende und hängende Petunien-Sorten, die sich sowohl für die Beet- als auch für die Topfpflanzung eignen. Allen gemeinsam ist, dass sie in der Pflege relativ anspruchslos und robust sind. Wer sich an vielen, bunten Blüten erfreuen möchte, sollte seine Petunien allerdings regelmäßig mit Nährstoffen versorgen. Wie Sie Ihre Petunien mit der richtigen Düngung optimal in ihrer Entwicklung unterstützen und so zu Höchstleistungen bringen können, stellen wir Ihnen in diesem Artikel vor.

Petunien düngen

Petunien zeichnen sich durch ihr starkes Wachstum aus und müssen dafür viele Nährstoffe aus dem Boden aufnehmen. Eine bedarfsgerechte Düngung ist deshalb sehr wichtig. Bei günstiger Wetterlage und der richtigen Pflege werden Ihre Petunien Sie dann bis in den Herbst hinein mit ihrer Blütenpracht erfreuen. Wann und womit Sie Ihre Petunien im Beet und im Topf am besten düngen, erklären wir Ihnen nachfolgend.

Wann werden Petunien gedüngt?

Eine bedarfsgerechte Düngung von Petunien beginnt bereits beim Einpflanzen. Grundsätzlich bevorzugen die kleinen Sommerblüher sonnige Standorte mit leicht sauren Böden (pH-Wert von 5,5 bis 6). Um der Pflanze gute Startbedingungen zu verschaffen, geben Sie am besten bereits beim Einpflanzen (Mitte Mai) etwas reichhaltige Kompost- oder Blumenerde mit in das Pflanzloch. Zudem sollten Sie auf einen ausreichenden Pflanzabstand (mindestens 15 Zentimeter) achten, damit es zu keiner Platz- und Nährstoffkonkurrenz kommt. Zusätzlich können Sie bei der Pflanzung von Petunien auch gleich einen Langzeitdünger mit in den Boden einarbeiten. Greifen Sie hierzu am besten auf Dünger mit organischer Langzeitwirkung wie unseren Plantura Bio-Blumendünger zurück. Dieser ist besonders umweltschonend für Menschen, Pflanzen und Tiere im Garten.

Petunien eingepflanzt mit Dünger
Bereits beim Pflanzen kann etwas Dünger in den Boden eingearbeitet werden [Foto: Konoplytska/ Shutterstock.com]

Generell freuen sich Petunien über regelmäßige Düngegaben von Mai bis Oktober. Alternativ zu Langzeitdüngern können Sie zu Beginn der Wachstumsperiode monatlich einen phosphorbetonten Flüssigdünger über das Gießwasser verabreichen, der Ihre Petunien mit ausreichend Nährstoffen versorgt. Während der Blüte können Sie dann alle zwei Wochen oder sogar wöchentlich düngen, um der Pflanze zu einer reichen und langen Blüte zu verhelfen. Meist werden Petunien nur einjährig kultiviert und wandern dann im Herbst auf den Kompost. Mit ein bisschen Aufwand können Sie Ihre Petunien aber problemlos über den Winter bringen. Nähere Informationen zur Überwinterung von Petunien finden Sie hier. In puncto Nährstoffversorgung sollten Sie beachten, dass während der Winterruhe (September bis Februar) nicht gedüngt wird. Erst im Frühjahr (März) wird das alte Substrat gegen neues ausgetauscht und wenn die Petunien Mitte Mai zurück ins Beet wandern, darf auch wieder gedüngt werden.

Ein Aspekt, der ebenfalls von Beginn an bedacht werden sollte, ist, dass die wüchsigen Petunien oftmals an Eisenmangel leiden, wenn beispielsweise regelmäßig mit kalkreichem Wasser gegossen wird und der pH-Wert im Boden dadurch ansteigt. Im schlimmsten Fall färben sich die Blätter gelb und zeigen nur noch grüne Blattadern. Schon beim Pflanzen können Sie einem solchen Eisenmangel mit der Verwendung einer speziellen Petunienerde entgegenwirken. Im Bedarfsfall können Sie auch Eisendünger oder einen eisenhaltigen Petuniendünger verabreichen.

Wann werden Petunien gedüngt?

  • Kompost- oder Blumenerde mit in das Pflanzloch geben
  • Dünger mit organischer Langzeitwirkung einarbeiten
  • Alternativ Flüssigdünger zuerst monatlich, dann wöchentlich verabreichen
  • Während der Winterruhe nicht düngen
  • Altes Substrat im Frühjahr gegen frisches tauschen
  • Eisenmangel mit spezieller Petunienerde entgegenwirken
  • Im Bedarfsfall Eisendünger verabreichen
Petunien mit Flüssigdünger düngend
Flüssigdünger können während der Blütezeit wöchentlich verabreicht werden [Foto: ViktoriaIvanets/ Shutterstock.com]

Womit werden Petunien optimal gedüngt?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Sie Ihren Petunien ausreichend Nährstoffe zuführen können. Nachfolgend erläutern wir Ihnen die Vor- und Nachteile der einzelnen Düngemethoden und erklären Ihnen, was es bei der Düngung von Petunien im Topf zu beachten gilt.

Petunien vornehmlich organisch düngen: Das richtige Vorgehen

Unter Umständen fallen in Ihrem Garten bereits wertvolle Naturdünger an, die ideal für die Nährstoffversorgung von Petunien geeignet sind. Ein gutes Beispiel hierfür ist reifer Kompost, der vor der Pflanzung in die Erde eingearbeitet werden kann. Auch verrotteter Stallmist (zum Beispiel Pferdemist) findet so eine gute Verwendung im Garten. Wem keine Naturdünger zur Verfügung stehen, der trifft mit einem Bio-Dünger mit organischer Langzeitwirkung wie unserem Plantura Bio-Blumendünger die richtige Wahl. Dieser bringt einige Vorteile mit sich.

Welche Vorteile hat ein Bio-Dünger mit organischer Langzeitwirkung?

  • Langfristige Nährstoffversorgung durch andauernde Zersetzung über Mikroorganismen im Boden
  • Förderung eines aktiven Bodenlebens (gut für Regenwürmer, Mikroorganismen & Co.) und nachhaltige Verbesserung der Bodenstruktur
  • Schonung der Umwelt durch den Verzicht auf Chemie

Unser Plantura Bio-Blumendünger wird überwiegend aus organisch pflanzlichen Reststoffen aus der Lebens-, Futter- und Genussmittelindustrie hergestellt. Die Zusammensetzung des Düngers eignet sich ideal für die Nährstoffversorgung Ihrer Petunien. Ein hoher Stickstoffanteil fördert vor allem im Frühjahr das Pflanzenwachstum sowie die Blattbildung. Genügend Phosphor und Kalium sorgen zudem im weiteren Verlauf des Jahres für eine reiche Blüte. Bei der Düngung kommt es aber natürlich nicht allein auf die optimale Zusammensetzung, sondern auch auf die richtige Menge an Nährstoffen an. Damit Sie Ihre Petunien mit der richtigen Düngermenge versorgen, haben wir nachfolgend eine genaue Anleitung für Sie vorbereitet.

Organische Langzeitdüngung: Anleitung & Dosierungsmengen für Petunien

  1. Bei der Pflanzung ins Beet etwa 100 – 150 g/m² (8 bis 12 gehäufte Esslöffel) unseres Plantura Bio-Blumendüngers leicht in die obersten Bodenschichten einarbeiten
  2. Frisch eingesetzte Petunien gut angießen, damit sich das Granulat lösen kann
  3. Nach 2 Monaten noch einmal 80 – 120 g/m² (6 bis 10 gehäufte Esslöffel) nachdüngen
  4. Bei der Kultivierung im Topf etwa 4 bis 6 g pro Liter (1 bis 2 Teelöffel) bei der Pflanzung düngen, nach 2 Monaten noch einmal etwa 4 g pro Liter nachdüngen
Plantura Bio-Blumendünger
Unser Plantura Bio-Blumendünger mit organischer Langzeitwirkung eignet sich ideal für die Nährstoffversorgung Ihrer Petunien

Petunien mineralisch düngen

Blaukorn, Flüssigdünger & Co. werden immer noch gerne von Hobbygärtnern als Universalmittel im Garten eingesetzt. Die Nährstoffe liegen in Mineraldüngern in Reinform vor und sind somit direkt für die Pflanze verfügbar. Die Düngewirkung ist dadurch aber meist nur von kurzer Dauer. Zudem ist aufgrund der einfachen Löslichkeit der Nährsalze eine erhöhte Gefahr der Überdüngung gegeben. Bei unsachgemäßer Anwendung können diese sogar in tiefere Bodenschichten ausgewaschen werden, wo sie zu Verunreinigungen im Grundwasser führen. Vornehmlich organische Dünger wirken zwar wesentlich langsamer, da sie von den Mikroorganismen im Boden erst zersetzt werden müssen, sie sind jedoch deutlich schonender für die Umwelt und fördern die Entwicklung Ihrer Petunien nachhaltiger.

Petunien mit Hausmitteln düngen

Ein idealer Dünger für Petunien, der in beinahe jedem Haushalt anfällt, ist Kaffeesatz. Denn das eigentliche Abfallprodukt enthält lebensnotwendige Pflanzennährstoffe wie zum Beispiel Stickstoff, Phosphor und Kalium. Das Einbringen von organischem Material verbessert zudem die Bodenstruktur und zieht nützliche Bodenlebewesen an, die die Erde lockern und durchlässig machen.

Petunien mit Kaffeesatz gedüngt
Kaffeesatz ist als saurer Naturdünger ideal für Petunien geeignet [Foto: Nor Gal/ Shutterstock.com]

Für Petunien ist der saure Kaffeesatz zudem ideal geeignet, weil er den pH-Wert im Boden beziehungsweise im Substrat senkt. Egal ob für Beet- oder Topfpflanzen, Kaffeesatz als Dünger ist ganz einfach in der Anwendung. Am besten trocknen Sie den Sud zunächst, damit es zu keiner Schimmelbildung kommt. Streuen Sie dann gelegentlich (alle paar Monate) etwas von dem Pulver rund um die Pflanze und arbeiten Sie es leicht in die Erde ein. Kleinere Mengen können Sie auch mit reichlich Wasser verdünnen und über das Gießwasser verabreichen. Eine ausschließliche Düngung mit Kaffeesatz ist nicht zu empfehlen, am besten Düngen Sie zusätzlich mit einem vornehmlich organischen Dünger, um dem hohen Nährstoffbedarf der Petunien gerecht zu werden.

Wenn Sie eher unter die Kategorie der Teetrinker fallen, können Sie auch Grünen Tee zur Düngung Ihrer Petunien heranziehen. Im Gegensatz zu Kaffeesatz enthält Tee sehr viel Eisen und ist daher ideal für die regelmäßige Düngung von Petunien geeignet. Bereiten Sie ganz einfach einen starken Grüntee zu und lassen diesen abkühlen. Anschließend verdünnen Sie ihn mit Wasser und gießen die Pflanze damit. Auch den Teesatz können Sie verwenden. Am besten trocknen Sie diesen und mischen ihn gelegentlich unter die Erde. Nach und nach wird er dann von den Bodenorganismen zersetzt und gibt die enthaltenen Nährstoffe für die Petunie frei.

Petunien im Topf düngen: Das sollten Sie beachten

Petunien sind nicht nur im Gartenbeet wunderschön anzusehen, sondern eignen sich auch wunderbar für die Pflanzung in einen Topf. Hängende Sorten zieren beispielsweise Balkonkästen oder Blumenampeln. Aber auch in Kisten, Fässern oder Trögen kommen Petunien bestens zur Geltung. Füllen Sie das ausgewählte Pflanzgefäß ganz einfach mit nährstoffreicher Beet- oder Balkonpflanzenerde. Gegebenenfalls können Sie auch etwas Moorbeeterde untermischen, um für einen niedrigeren pH-Wert zu sorgen. Wer bereit ist, etwas wer mehr Geld in die Hand zu nehmen, kann auch auf spezielle eisenhaltige Petunienerde aus dem Fachhandel zurückgreifen. Um Nährstoffkonkurrenz zu vermeiden, sollten Sie aber in jedem Fall darauf achten, ein ausreichend großes Pflanzgefäß auszuwählen und nicht zu viele Pflanzen in einen Topf zu pflanzen. In einen großen Balkonkasten sollten maximal fünf Petunien und in Blumenampeln maximal zwei bis drei Petunien gesetzt werden.

Petunien im Topf düngen
Petunien machen auch im Topf gepflanzt ordentlich was her [Foto: Sia Sia/ Shutterstock.com]

Damit die frisch eingesetzten Petunien gut anwachsen können, empfiehlt es sich bereits bei der Pflanzung, einen Dünger mit organischer Langzeitwirkung – wie beispielsweise unseren Plantura Bio-Blumendünger in das Substrat einzuarbeiten. Da die Nährstoffaufnahme durch das Topfvolumen begrenzt ist, sollte zudem regelmäßig nachgedüngt werden. Wenn Sie mit hartem, kalkreichem Leitungswasser gießen, ist besonders darauf zu achten, dass der Petunie immer ausreichend Eisen zur Verfügung steht. Im Handel sind zum Beispiel spezielle Eisen- und Petuniendünger erhältlich, die über das Gießwasser oder als Blattdüngung verabreicht werden können. Um einem Mangel entgegenzuwirken, sollten Sie Ihre Petunien außerdem jährlich umtopfen und das Substrat austauschen.

Was es beim Pflegen von Petunien sonst noch zu beachten gibt, haben wir Ihnen in diesem Spezial-Artikel zusammengefasst.

Back To Top