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Fliegende Ameisen in Haus & Garten loswerden

Emile
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Ich habe Gartenbauwissenschaften im Bachelor studiert und spezialisiere mich in meinem Master auf Prozess- und Qualitätsmanagement in Landwirtschaft und Gartenbau. Ganz besonders interessiere ich mich für moderne und nachhaltige Ansätze beim Anbau von Obst und Gemüse. Meine Faszination für Obst und Gemüse stammt von meiner Leidenschaft fürs Kochen. In meiner Freizeit bin ich am liebsten draußen, egal ob zu Hause oder auf Reisen. Besuche in Parks und botanischen Gärten sowie Naturspaziergänge auf dem Land sind für mich ein wahrer Genuss.

Lieblingsobst: Erdbeere, Pfirsich und Nektarine
Lieblingsgemüse: Tomate, Pak Choi und grüner Spargel

Fliegende Ameisen sind im Sommer in großen Schwärmen unterwegs und verirren sich ab und zu in unsere Innenräume. Wir erklären, was es damit auf sich hat.

Geflügelte Ameise
Bei den fliegenden Ameisen tragen nur geschlechtsreife Männchen und Weibchen Flügel [Foto: Javi Roces/ Shutterstock.com]

Bei Ameisen mit Flügeln handelt es sich bei uns in den allermeisten Fällen um heimische Ameisenarten aus der Insektengruppe der Hautflügler (Hymenoptera), wie die Schwarze Wegameise (Lasius niger) oder die Gelbe Wiesenameise (Lasius flavus). Woher fliegende Ameisen kommen, ob sie gefährlich für Menschen sind und wie man verhindern kann, dass sich ein Nest im Haus und Garten bildet, erklären wir Ihnen hier.

Fliegende Ameisen: Steckbrief und Lebensweise

Fliegende Ameisen oder auch Flugameisen sind herkömmliche Ameisen, welche bei ihrer Geburt Flügel tragen und ein wenig größer sind. Dabei handelt es sich nicht um die sterilen Arbeiterinnen, Wächterinnen oder Soldatinnen, sondern um geschlechtsreife Männchen und Weibchen. Diese wurden bei der Geburt ausgewählt und tragen Flügel, um sich zu verbreiten. Ab Mai und je nach Ameisenart und Wetterbedingungen begeben sich die beflügelten Ameisen auf einen sogenannten Hochzeitsflug oder Schwarmflug. Dieser findet synchron in mehreren Kolonien statt und dauert in der Regel wenige Stunden, kann aber auch zwei bis drei Tage andauern. Hierfür warten die Ameisen auf ideale Wetterbedingungen: Trocken, warm und windstill. Die Weibchen paaren sich dann mit den Männchen. Nach der Befruchtung sterben die männlichen Ameisen, während die weiblichen Ameisen ihre Flügel ablegen, um entweder Königinnen in neuen Kolonien zu werden oder zurück in ihre Herkunftskolonie zu kehren. In ihren Kolonien legen die neuen Königinnen Eier, um die Population des Volkes aufrechtzuerhalten. In den kalten Wintermonaten gibt es keine fliegenden Ameisen, zu dieser Jahreszeit ziehen sich die Insekten in ihr Nest zurück.

Braune Flugameise
Der Hochzeitsflug von Ameisen findet synchron in mehreren Kolonien statt [Foto: Tacio Philip Sansonovski/ Shutterstock.com]

Sind fliegende Ameisen gefährlich?

Flugameisen sind in der Regel nicht gefährlich. Bei uns handelt es sich in den meisten Fällen um herkömmliche heimische Ameisenarten, die nicht aggressiv sind. Fliegende Ameisen stechen nicht und beißen auch nicht.

Welche Arten von Flugameisen gibt es?

Flugameisen gehören also zu den herkömmlichen Ameisenarten, die zur Vermehrung mit Flügeln ausgestattet sind. Die drei wichtigsten Ameisenarten und eine Art, auf die man besonders achten sollte, finden Sie hier.

Schwarze Wegameise (Lasius niger): Diese Ameisenart ist bei uns heimisch und sehr häufig anzutreffen. Die geflügelten Weibchen sind 8 bis 9 mm lang, hingegen sind die Männchen nur 3,5 bis 4,5 mm lang. Die Farbe der Schwarzen Wegameise variiert zwischen Braun und Schwarz. Außerdem besitzen sie feine, silbrig schimmernde Haare am Hinterleib.

Schwarze Ameisen
Die Schwarze Wegameise besitzt feine Haare am Hinterleib [Foto: Ant Cooper/ Shutterstock.com]

Gelbe Wiesenameise (Lasius flavus): Die Gelbe Wiesenameise gehört zu den meistverbreiteten Ameisenarten Mitteleuropas. Die weiblichen Königinnen sind mit ihren 7 bis 9 mm besonders groß, wohingegen die Männchen nur 3 bis 4 mm lang sind. Deren Farbe schwankt von einem zarten Gelb bis zu Braungelb, wobei die geflügelten Ameisen etwas dunkler gefärbt sind.

Gelbe Ameise
Die Gelbe Wiesenameise ist bei uns heimisch und weit verbreitet [Foto: Holger Kirk/ Shutterstock.com]

Glänzendschwarze Holzameise (Lasius fuliginosus): Die Glänzendschwarze Holzameise fällt durch ihren starken Glanz mit einer tiefschwarzen Färbung gut auf. Diese ist bei uns heimisch und weit verbreitet. Die Königinnen dieser Ameisenart sind etwa 6 bis 6,5 mm lang, während die Männchen mit einer Länge von 4,5 bis 5 mm kleiner ausfallen.

Schwarze Ameisen auf Baumstamm
Die Glänzendschwarze Holzameise fällt durch ihre tiefschwarze Färbung sehr auf [Foto: Bizkit HD/ Shutterstock.com]

Sollte man Fliegende Ameisen bekämpfen?

Da es sich bei den meisten nicht um Schädlinge handelt, ist es nicht notwendig, die fliegenden Ameisen zu bekämpfen. Jedoch kann es passieren, dass die Flugameisen während des Schwarmfluges sich in Innenräume rein verirren. Hierfür gibt es keine festen Gründe. Teilweise kann es sein, dass ein Haus dem Schwarm im Weg steht und dieser sich so aus Versehen dort hinein begibt. Manchmal können die Ameisen aber auch durch Licht angezogen werden. Deshalb sollte man zu Zeiten des Hochzeitsfluges im Mai bei offenem Fenster, wenn möglich, Lichter abschalten. Außerdem kann man, um dieser Situation vorzubeugen, Fenster und Türen mit Fliegengittern schützen.

Fliegende Ameisen im Haus: Was kann man tun?

Sollten Flugameisen einen Weg in das Haus hineingefunden haben, sollte man verhindern, dass die fliegenden Ameisen im Haus nisten. Hierfür kann man erst einmal die Flugameisen ganz einfach nach draußen befördern. Mögliche Nistplätze sollte man finden und beseitigen. Oft dienen morsches Holz oder undichte und leicht feuchte Stellen im Haus als geeigneter Nistplatz für Ameisen. Findet man ein Nest, lässt sich durch das Absperren aller Fluchtwege bis auf einen und dem Einsatz von Klebefallen am letzten übrigen Fluchtweg das Problem beheben. Ebenfalls reagieren die Ameisen sensibel auf Gerüche, sodass sich Essigessenz als gutes Hausmittel gegen Ameisen nutzen lässt. Alternativ lässt sich auch mithilfe eines Staubsaugers das Problem des Nestes im Haus beheben. Wichtig ist hierbei, die Königinnen, welche die Eier legen, mit zu entfernen. Haben diese Methoden nicht den erwünschten Effekt erzielt, lassen sich noch Ameisenmittel an Zugängen zum Nest sowie an Laufwegen und um ehemalige oder noch bestehende Nahrungsquellen herum anwenden. Wir empfehlen hier unser Plantura Ameisenmittel, welches sowohl im Haus als auch im Garten, auf Terrassen und Balkonen anwendbar ist. In unserem Spezialartikel geben wir weitere Tipps, wie man mit Ameisen im Haus umgehen kann.

Große fliegende Ameise und kleine Ameise ohne Flügel
Flügeltragende Ameisen sind ein wenig größer als herkömmliche Ameisen [Foto: Andi111/ Shutterstock.com]

Flugameisen im Rasen loswerden

Wer die Flugameise im Garten loswerden will, kann hierfür ein Sortiment an Kräutern anbauen. Beispielsweise Majoran (Origanum majorana), Basilikum (Ocimum basilicum), Lavendel (Lavandula), Thymian (Thymus vulgaris), Salbei (Salvia) oder Pfefferminze (Mentha × piperita) lassen sich hier nutzen, um den Geruchssinn der Ameisen zu irritieren. Man kann auch Zimtöl oder Zimt gegen Ameisen einsetzen, hierzu sollte man dieses auf die Ameisenstraßen auslegen.

Als weitere chemiefreie Alternative bietet sich der Einsatz unserer Plantura SF-Nematoden gegen Trauermücken, Apfelwickler und Ameisen an. Nematoden (Nematoda) sind sehr kleine Fadenwürmer, die mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen sind. Diese Nützlinge sind nur auf bestimmte Schädlinge spezialisiert, sie befallen ausschließlich deren Larven und töten diese ab. Dafür werden die Nematoden in Wasser aufgelöst und verdünnt, bevor man sie mit einer Gießkanne an den betroffenen Stellen verteilt. Sie wirken zuverlässig sowie schonend für den Boden und bieten sich damit gut an, um eine fliegende Ameisenplage zu bekämpfen.

SF-Nematoden gegen Trauermücken, Apfelwickler & Ameisen
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Falls Sie weitere Tipps und Hilfe zur Bekämpfung von Ameisen benötigen, hilft Ihnen unser Spezialartikel zum Thema Ameisen bekämpfen weiter.