Schnecken im Gewächshaus: So wird man sie los

Katharina Heynen
Katharina Heynen
Masterstudentin Nutzpflanzenwissenschaften
Katharina Heynen
Katharina Heynen
Masterstudentin Nutzpflanzenwissenschaften

Pflanzen und Natur haben mich schon immer begeistert, deshalb studiere ich Nutzpflanzenwissenschaften. Mein besonderes Interesse gilt dem Pflanzenschutz, Biodiversität und Ökosysteme. Das Zusammenspiel von Pflanzen und Tieren mit ihrer Umwelt finde ich unglaublich spannend. In meiner Freizeit bin ich gerne im Freien, genieße die Natur und sammle Inspiration für Kreativprojekte. Mein Traum ist es, irgendwann einmal einen großen Gemüsegarten zu haben.

Schnecken können auch im Gewächshaus zu einem großen Problem für Pflanzen werden. Wie du dein Gewächshaus vor Schnecken schützen kannst, erfährst du hier.

Nacktschnecken an Gewächshaus-Pflanze
Schnecken können auch im Gewächshaus zu einem Problem werden [Foto: Masianya/ Shutterstock.com]

Im Frühjahr werden Schnecken im Garten zu einem großen Problem. Aber auch vor Gewächshäusern machen Schnecken keinen Halt und vertilgen dort gerne jegliche Pflanzen. Die Schnecken, die bei uns im Garten, im Beet oder im Gewächshaus Schaden anrichten, sind insbesondere Wegschnecken (Arionidae) und Ackerschnecken (Agriolimacidae). Wie du Schnecken im Gewächshaus bekämpfen und einen Befall vorbeugen kannst, erfährst du hier.

Was hilft gegen Schnecken im Gewächshaus?

Schnecken sind hartnäckige Schädlinge, die einen großen Schaden im Gewächshaus anrichten können. Deswegen ist rechtzeitiges Handeln bei einem Schneckenbefall wichtig, um die Verluste möglichst gering zu halten. Bei leichtem Befall sollten als erste Maßnahmen alle Schnecken eingesammelt und entsorgt werden. Wichtig hierbei ist darauf zu achten, dass nur die schädlichen Schnecken entfernt werden, da es auch einige geschützte und nützliche Schneckenarten gibt.

Beim Einsammeln kann eine Schneckenfalle helfen, alle Schnecken aufzuspüren. Von einer Bierfalle, die oft empfohlen wird, ist jedoch abzuraten. Der Geruch des Biers ist so stark, dass sogar Schnecken aus benachbarten Gärten angelockt werden können und sich das Schneckenproblem so nur verstärkt. Besser ist der Einsatz einer Salatfalle: Einfach ein Salatblatt unter einem feuchten und schattigen Unterschlupf, wie einem Brett, einem Dachziegel oder einem Sack platzieren. Die Schnecken sammeln sich dort und können einfach entfernt werden.

Der Einsatz von Nützlingen kann ebenfalls dabei helfen, Schnecken im Gewächshaus zu bekämpfen. Nematoden der Art Phasmarhabditis hermaphrodita parasitieren Schnecken und töten diese in kürzester Zeit ab. Die winzigen Fadenwürmer arbeiten dabei äußerst effektiv, wirken jedoch vor allem gegen Ackerschnecken. Andere schädliche Schnecken, wie zum Beispiel die spanische Wegschnecke, werden kaum oder gar nicht durch die Nematoden geschädigt. Bei einem starken Befall und wenn die anderen Maßnahmen nicht helfen, kann auch ein Pflanzenschutzmittel ausgebracht werden. Schneckenkorn ist eine sichere und effektive Möglichkeit, Schnecken zu bekämpfen. Unser Plantura Schneckenkorn mit Power-Wirkstoff (für den biologischen Landbau zugelassen gemäß VO (EU) 2018/848) schützt zuverlässig vor Schnecken, ohne dabei Nützlinge oder Haustiere zu gefährden.

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Gewächshaus vor Schnecken schützen

Um einem Schneckenbefall im Gewächshaus vorzubeugen, hilft es zunächst einmal zu verstehen, wo die Schädlinge überhaupt herkommen. Viele Schnecken kommen von außen ins Gewächshaus. Sie werden von dem Geruch der Pflanzen angezogen und kommen durch Türen, Fenster oder andere kleine Öffnungen ins Gewächshaus. Allerdings kann man die Schädlinge versehentlich auch selbst einschleppen. So kann es vorkommen, dass Schneckeneier in Erde oder Kompost vorhanden sind. Deswegen ist es wichtig, vor dem Ausbringen die Erde und den Kompost genau zu untersuchen und gegebenenfalls zu durchsieben. Wenn dabei kleine, weiße Schneckeneier sichtbar werden, können diese direkt entsorgt werden. Auch mit Pflanzen, die außerhalb angezogen wurden, kann man sich Schnecken ins Gewächshaus einschleppen. Deshalb sollte man am besten den Wurzelballen auf Schneckeneier kontrollieren.

Schnecken im Substrat
Oft kommen Schneckeneier über Erde ins Gewächshaus [Foto: Floki/ Shutterstock.com]

Schnecken im Gewächshaus erfolgreich vorbeugen

Damit Schnecken gar nicht erst ihren Weg ins Gewächshaus finden und die Pflanzen befallen, gibt es auch einige vorbeugende Maßnahmen gegen Schnecken. Zunächst ist es sinnvoll, physische Barrieren zu errichten. Am Eingang oder anderen offenen Bereichen kann ein Schneckenzaun aufgestellt werden, der die Schnecken daran hindert, hineinzukommen. So ein Schneckenzaun kann außerdem, genauso wie ein Schneckennetz oder Kupferring, direkt um bestimmte Pflanzen gelegt werden, die anfällig für Schnecken sind. Auch gibt es verschiedene Materialien, die Schnecken wegen ihrer austrocknenden oder groben Eigenschaften vermeiden. Zum Beispiel können Mulch, Eierschalen, Löschkalk, Asche oder Kaffeesatz am Eingang des Gewächshauses oder kreisförmig um die anfälligen Pflanzen gelegt werden. Dies kann allerdings nur bedingt Schnecken von den Pflanzen fernhalten.

Netz als Schneckenschutz für Gewächshaus
Ein Schneckennetz kann dabei helfen Schnecken vom Gemüse fern zu halten [Foto: Th_Gim/ Shutterstock.com]

Durch die richtige Gewächshauspflege kann das Auftreten von Schnecken ebenfalls minimiert werden. Zum einen ist es wichtig, tote Pflanzenteile zu entfernen, da diese Schutz für Schnecken bieten. Auch ist eine Bodenbearbeitung im Spätherbst sinnvoll. So bringt man Schneckeneier an die Oberfläche, wo sie entweder eingesammelt und entfernt oder von Nützlingen gefressen werden können. Generell ist die Förderung von Nützlingen eine weitere wichtige Maßnahme, um Nacktschnecken im Gewächshaus einzuschränken. So werden Schnecken oder Schneckeneier gerne von Laufkäfer, Hundertfüßer, Igel, Amphibien oder dem Tigerschnegel gefressen. Schnecken lieben die Feuchtigkeit und sind deshalb eingeschränkt, wenn der Boden trocken ist. Deshalb sollte am besten immer morgens gegossen werden, damit der Boden zum Abend wieder trocken ist und die Schnecken weniger aktiv werden können.

Mit Pflanzen das Gewächshaus vor Schnecken schützen

Eine weitere wichtige Maßnahme, um Schnecken im Gewächshaus vorzubeugen, ist das richtige Anbaumanagement. Pflanzen die bei Schnecken sehr beliebt sind, wie beispielsweise Salat (Lactuca sativa), Zucchini (Cucurbita pepo) oder Erdbeeren (Fragaria) sollten nicht zu dicht beieinander gepflanzt werden, da dies die Schnecken nur anlockt. Besser ist es, wenn die Pflanzen ein wenig durchmischt werden und zwischendurch abschreckende oder auch schneckenresistente Pflanzen eingebaut werden.

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Auch können Köderpflanzen in eine Ecke des Gewächshauses gesetzt werden. Das sind Pflanzen, die bei Schnecken besonders beliebt sind und diese anlocken. So sind die Schnecken vom Gemüse abgelenkt. Pflanzen, die bei Schnecken äußerst beliebt sind und als Köder dienen können, sind zum Beispiel die Studentenblume (Tagetes), Lupine (Lupinus) oder Rittersporn (Delphinium).

Fenchel gegen Schnecken im Gewächshaus
Fenchel ist bei Schnecken sehr unbeliebt

Die Nutzung deines Gewächshauses ist keineswegs auf die Sommermonate beschränkt. Auch in den anderen Jahreszeiten können Nutzpflanzen gezogen werden. Wie du dein Gewächshaus im Winter nutzen kannst, erfährst du in diesem Artikel.

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