Chinaschilf schneiden: Wann & wie?
Das Chinaschilf ist mitunter dank seines geringen Pflegeaufwands so beliebt. Dennoch ist es wichtig, Chinaschilf jährlich zu schneiden.

Chinaschilf (Miscanthus sp.) ist ein sommergrünes, ausdauerndes Ziergras, welches sehr hoch werden kann. Damit die Pflanze wieder optimal austreibt, muss man das Chinaschilf schneiden. Welcher Zeitpunkt dafür am besten geeignet ist und wie dabei vorgegangen wird, erfahren Sie in diesem Artikel.
Inhaltsverzeichnis
Muss man Chinaschilf schneiden?
Der Rückschnitt des Chinaschilfs eine Pflegemaßnahme, die auf jeden Fall durchgeführt werden sollte: Je nachdem, welche der Chinaschilf-Arten und -Sorten in Ihrem Garten steht, kann die Pflanze sehr hoch wachsen. Das bedeutet, dass über den Herbst und Winter viel organisches Material anfällt. Bis diese Masse von selbst verrottet, kann es also lange dauern. Außerdem können die stabilen, vertrockneten Triebe vom Vorjahr den neuen Austrieb der Pflanze behindern.

Wann sollte man Chinaschilf schneiden?
Theoretisch kann man Chinaschilf auch im Herbst schneiden, mehrere Gründe sprechen allerdings dafür, das Gras erst im Frühjahr zu schneiden. Zum einen bilden die meisten Chinaschilf-Arten sehr stabile Halme, die mit ihren fahnenartigen Samenständen auch über den Herbst und Winter noch attraktiv aussehen und weiterhin Sichtschutz bieten. Zum anderen bieten die vertrockneten Halme Schutz vor Nässe und kalten Temperaturen, die dem Wurzelballen der Pflanze sonst womöglich schaden könnten.
Damit die Halme durch Regen, Sturm oder Schnee nicht abknicken oder auseinander fallen, können sie im Herbst mit einer Schnur zusammengebunden werden. Der Rückschnitt sollte also optimalerweise im Zeitraum von Februar bis März vor dem Neuaustrieb des Miscanthus stattfinden.

Chinaschilf zurückschneiden: So geht es
Für das Schneiden des Chinaschilfs wird eine saubere Gartenschere benötigt. Außerdem empfehlen wir Handschuhe zu tragen, da die Blätter sehr scharfkantig sind. Falls Sie ein Riesen-Chinaschilf im Garten haben oder eine andere Sorte, welche sehr dicke und harte Halme bildet, kann es auch notwendig sein zu einer Hecken- oder Astschere zu greifen. Bevor Sie sich an die Arbeit machen, kann es nicht schaden das Chinaschilf vorsichtig zu inspizieren um auszuschließen, dass sich Tiere dort zum Winterschlaf eingenistet haben. Falls dies der Fall ist, sollte mit dem Rückschnitt abgewartet werden, bis die Tiere die Pflanze verlassen haben.
Am einfachsten funktioniert der Rückschnitt, wenn die Halme büschelweise in die Hand genommen und abgeschnitten werden. Das Chinaschilf sollte bis auf eine Höhe von etwa 15 bis 25 cm zurückgeschnitten werden. Falls bereits ein Neuaustrieb sichtbar ist, sollte natürlich nur darüber abgeschnitten werden. Nach dem Rückschnitt können die restlichen abgestorbenen Pflanzenteile, die in den Horst gefallen sind, mit der Hand heraus gesammelt werden.

Tipp: Die vertrockneten Pflanzenteile müssen nicht entsorgt werden. Sie können für verschiedene Zwecke noch weiterverwendet werden: In gehäckselter Form kann das Chinaschilf zum Beispiel hervorragend als Mulchmaterial oder Einstreu für Tiere genutzt werden. Auch für die Auflockerung von Erden kann Miscanthus eine Option sein. In speziellen Pflanzerden wird Chinaschilf als Torfersatz verwendet. Mit größeren, stabilen Halmen, die innen hohl sind kann zum Beispiel auch ein Insektenhotel gebastelt werden.
Ein weiteres Ziergras, das sehr häufig in der Gartengestaltung genutzt wird, ist das Lampenputzergras (Pennisetum sp.). In unserem Pflanzenportrait erfahren Sie alles zu den Eigenschaften, der Pflanzung und Pflege dieser Pflanze.
















