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Kumquat anpflanzen & pflegen: Tipps vom Experten

Die kleinen, äußerst gesunden Kumquat-Früchte stammen meist aus Asien, Afrika oder Amerika. Wie Sie Ihre eigenen Kumquats anbauen und pflegen, erfahren Sie hier.

Kumquat-Baum mit orangenen Früchten
Kumquats sind die kleinsten bekannten Zitrusfrüchte und am Baum ein äußerst dekorativer Anblick [Foto: janaph/ Shutterstock.com]

Die Pflanze mit dem merkwürdigen Namen „Kumquat“ (Fortunella) ist ein echter Hingucker. Die kleinen orangen Zitrusfrüchte sind nicht nur äußerst dekorativ, sondern auch ein geschmacklicher Genuss. Die Kumquat trägt die kleinsten bekannten Zitrusfrüchte überhaupt und hat sich daher als Zwergorange einen Namen gemacht. Wie Sie selbst eine Kumquat als Zimmerpflanze halten und reichlich Zwergorangen verzehren können, erklären wir Ihnen hier.

Herkunft und Eigenschaften der Kumquat

Mitte des 19. Jahrhunderts brachte ein englischer Botaniker eine besonders hübsche Zitrusart aus Asien nach Europa: Die Kumquat. Sein Name war Robert Fortune – und so erhielten die Kumquats ihren wissenschaftlichen Namen Fortunella. Wie immer bei den Zitrusfrüchten ist das mit den Namen jedoch nicht ganz so leicht, denn als Synonym für das Gewächs gilt auch Citrus japonica. Es besticht besonders durch seine kleinen orangen Früchte. Diese sind nicht nur äußerst dekorativ, sondern auch ein wahrer Genuss. Geschmacklich erinnern sie etwas an säuerliche Orangen, allerdings fällt das lästige Schälen weg, denn Kumquats werden mit Schale und Kernen verzehrt.

Aufgeschnittene Kumquat neben einer Schale Kumquats
Bei Kumquats kann man sich das Schälen bequem sparen – sie werden als ganze Frucht verzehrt [Foto: Andrelix/ Shutterstock.com]

In der Natur werden Kumquat-Bäume bis zu fünf Meter hoch, als Zierpflanze eher etwa eineinhalb Meter. Ihr Erscheinungsbild ist mit den ovalen, immergrünen Blättern ganz ähnlich dem anderer Zitrusbäume. Häufig sind Kumquat-Bäume sogar mehr oder weniger bedornt. Etwa im Juli oder August erscheinen dann bei richtiger Pflege für zwei bis drei Wochen große, duftende Blüten, aus denen sich später die kleinen orangen Früchte entwickeln.

Kumquat anpflanzen

Für ein glückliches Kumquat-Bäumchen und eine erfolgreiche Ernte ist der Standort das alles Entscheidende. Kumquats lieben es warm und sonnig. Bevor Sie sich also einen Kumquat-Baum zulegen, sollten Sie Wohnung und Terrasse auf einen solchen Ort hin überprüfen. Beobachten Sie auch den Tagesverlauf der Sonne und wählen Sie den Ort aus, der die längste Sonneneinstrahlung genießt. Dort ist der richtige Standort für die Kumquat. Als Substrat bevorzugt das Gewächs durchlässige und leicht saure Erde. Optimal ist ein Gemisch aus Sand und humusreicher Gartenerde. Haben Sie eine Kumquat erworben, setzen Sie sie in einen etwa vier Zentimeter größeren Topf mit dem genannten Substrat. Der Topf sollte unbedingt ein Abflussloch für überschüssiges Wasser aufweisen. Ist das Eintopfen erledigt, sollten Kumquats etwa alle zwei bis drei Jahre nach den gleichen Prinzipien umgetopft werden.

Kumquat-bäumchen in einem Blumentopf
Kumquats lassen sich im Topf wunderbar als Zimmerpflanze oder auf der Terrasse halten [Foto: NeydtStock/ Shutterstock.com]

Sie können sich Kumquats auch selbst ziehen, indem Sie die Samen einer Frucht etwa zwei bis drei Tage trocknen lassen und dann in feuchte Erde stecken. Unter hoher Luftfeuchte und bei circa 22 °C entwickelt sich nach einiger Zeit eine junge Pflanze. Bis diese jedoch blüht und Früchte trägt, vergehen ein paar Jahre.

Kumquat pflegen

Was die Pflege angeht, entsprechen Kumquats im Groß und Ganzen anderen Zitrusarten. Über den Sommer zieht die Pflanze gern nach draußen, sofern sie vor den ersten Frösten an einen sicheren Überwinterungsplatz gebracht wird.

Kumquat gießen

Wenn Kumquats etwas gar nicht leiden können, dann ist es Staunässe. Gießen Sie Ihre Kumquat daher erst, wenn die Erde oberirdisch abgetrocknet ist. Die Fingerprobe hilft hier bei einer besseren Einschätzung. Wenn Sie gießen, dann sollten Sie dies allerdings durchdringend tun, damit die Wurzeln auch gut etwas abbekommen. Nur im Winterquartier sollten Sie das Gießen weitestgehend einstellen.

Kumquat düngen

Während der Wachstumszeit genießen Kumquats eine regelmäßige Düngung. Zwischen April und Mai können Sie der Pflanze eine gute Portion organischen Langzeitdünger, etwa unseren Plantura Bio-Tomatendünger, zukommen lassen. Eine zweite Gabe wird dann allenfalls im Frühsommer nochmals fällig. Ab Herbst sollten Sie jedoch unbedingt auf eine weitere Düngung verzichten, damit sich die Pflanze auf den Winter vorbereiten kann. Eine genaue Anleitung zur Düngung von Zitrusbäumen erhalten Sie in unserem Spezial-Artikel.

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Kumquat schneiden

Eigentlich wachsen Kumquats eher langsam und gemütlich, geschnitten werden müssen die Bäumchen daher eher nicht. Möchten Sie dennoch Triebe kürzen, sollten Sie dies im Februar tun, wenn die Pflanze noch nicht im Saft steht. Schneiden Sie aber zurückhaltend, um die Pflanze nicht zu schädigen. Verdorrte Äste können Sie das gesamte Jahr über herausnehmen.

Kumquat überwintern

Wie auch andere Zitrusbäume im Winter überstehen Kumquats keine Fröste, denn sie sind in unseren Breiten nicht winterhart. Dennoch brauchen sie ein kühles Winterquartier, um ihre Winterruhe einzuhalten. Optimal für die Überwinterung ist daher ein helles und kühles Plätzchen bei Temperaturen zwischen knapp über 0 °C und 10 °C. Geeignet sind beispielsweise helle Garagen oder unbeheizte Wintergärten und Flure. Generell gilt: Je wärmer der Ort ist, desto heller sollte er sein. Steht die Kumquat zu dunkel oder zu feucht, droht leider ein Blattverlust.

  • Im Winterquartier benötigt die Pflanze keinen Dünger. Auch gießen sollten Sie sie nur sehr sparsam. Erst gießen, wenn die Erde oberflächlich abgetrocknet ist
  • Während des Sommerhalbjahrs regelmäßig mit biologischem Dünger düngen
  • Während des Winters Düngung einstellen und Gießen stark reduzieren
  • Moderater Rückschnitt bei Bedarf im Februar
  • Helle Überwinterung zwischen 1 °C und 10 °C

Kumquats ernten und lagern

Nach etwa einem Jahr Reifezeit können die kleinen orangenen Früchtchen direkt vom Baum gepflückt werden. Da die Pflanze jedoch alterniert, also nur alle zwei Jahre reichlich Früchte trägt, sollten Sie die Früchte besonders genießen. Möchten Sie die Kumquats nicht frisch genießen, können sie auf ganz unterschiedliche Art und Weise verarbeitet werden: Sie schmeckt hervorragend als Marmelade oder Chutney, lässt sich aber auch einlegen – etwa in Grappa oder Rum. Getrocknet ist sie aber ebenfalls ein wahrer Genuss. Möchten Sie die Kumquat-Früchte unverarbeitet aufbewahren, können Sie sie in einer Dose in den Kühlschrank stellen. Dort halten sie etwa 14 Tage. Außerhalb des Kühlschranks sind Kumquats einige Tage haltbar.

Kumquat-Marmelade im Glas
Kumquats lassen sich zu allerlei Leckereien verarbeiten – etwa Marmelade oder Chutney [Foto: 279photo Studio/ Shutterstock.com]

Alles Weitere zum richtigen Verzehr von Kumquats, erfahren Sie in diesem Artikel.

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