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Skimmie: Pflanzen, Pflege & Vermehren der Skimmia

Die Skimmie ist mit ihren roten Blütenknospen, weißen Blüten und roten Beeren sowohl im Sommer als auch im Winter ein schöner Anblick im Garten.

Skimmia-Blüten
Die auffällig rot gefärbten Blütenknospen von Skimmia japonica [Foto: beton studio/ Shutterstock.com]

Es gibt nur wenige Pflanzen, die auch im Winter einen Zierwert besitzen. Skimmia japonica gehört auf jeden Fall dazu. Die auffällig rot gefärbten Blütenknospen, die roten Beeren und das dunkelgrüne Laub bleiben den ganzen Winter erhalten. Im Frühling versprühen die vielen weißen Blüten einen angenehmen Duft.

Skimmie: Blüte, Herkunft und Eigenschaften

Skimmien gehören zu der Familie der Rautengewächse (Rutaceae) zu der auch Zitrusgewächse wie Orangen oder Zitronen zählen. Die wohl bekannteste Gattung ist Skimmia japonica (Synonym: Skimmia fragrans), die auch unter den Namen Japanische-, Zwerg- oder Blüten-Skimmie bekannt ist. Skimmien stammen aus dem östlichen Asien und wachsen an schattigen und kühl-feuchten Standorten in den Wäldern von China, Korea und Japan. Die Pflanzen haben dunkelgrüne, lorbeerartige Blätter und erreichen eine Höhe von ca. 1,5 m. Sie gehören zu den wenigen immergrünen Ziergehölzen und besitzen auch im Winter einen hohen Zierwert. Im Herbst bilden die Sträucher Blütenknospen in Rispen aus, die meist eine kräftig rote Farbe besitzen und den ganzen Winter erhalten bleiben. Zwischen Mai und April öffnen sich die kleinen Einzelblüten, die angenehm duften. Die Blütenfarbe ist weiß bis rosa.

Die meisten Skimmien sind zweihäusig, das heißt es gibt Pflanzen, die nur männliche Blüten besitzen, und Pflanzen, die nur weibliche Blüten besitzen. Beide Typen produzieren die typischen Blütenknospen, jedoch entstehen nur an den weiblichen Pflanzen die ca. 1 cm großen Beeren, die sich im Sommer langsam rot färben. Damit diese Beeren entstehen können, ist auch eine männliche Pflanze in der Nähe nötig, die die benötigten Pollen produziert. Ob Sie eine männliche oder weibliche Skimmia-Pflanze besitzen, erkennen Sie bei genauerem Betrachten der Einzelblüten. Weibliche Blüten besitzen einen zentralen Stempel in der Mitte der Blüte, wobei männliche Blüten meist vier Staubblätter besitzen, die auf einem kurzen Stiel, dem Filament, sitzen. Wenn Sie Skimmien im Garten pflanzen und von ihnen Beeren ernten wollen, benötigen Sie mindestens eine männliche Pflanze. Nur so können sich an den weiblichen Skimmien auch Beeren entwickeln.

Weibliche Skimmia-Blüte
Weibliche Skimmia-Blüten besitzen einen Stempel in der Mitte [Foto: Iva Villi/ Shutterstock.com]

Tipp: Die im Handel verkauften Sorten sind entweder männlich oder weiblich. Männliche Skimmia Sorten werden als Blütenskimmien und weibliche Sorten als Fruchtskimmien verkauft.

Die schönsten Skimmia-Sorten und -Arten

  • Skimmia japonica ‘Rubella’: Diese Sorte gehört zu den Blütenskimmien, also zu den rein männlichen Sorten. Die Blütenknospen sind dunkelrot und die Blüten sind leicht rosa.
  • Skimmia japonica ‘Temptation’: Es handelt sich um eine weibliche Sorte oder Fruchtskimmie. Wenn die weißen Blüten befruchtet werden, entstehen aus ihnen von August bis September knallrote kleine Beeren.
  • Skimmia japonica ‘Veitchii’: Die Sorte ist ebenfalls eine Fruchtskimmie mit roten Früchten. Die Blüten sind weiß bis rosa gefärbt.
  • Skimmia reevesiana: Diese Skimmia-Art bildet männliche und weibliche Blüten aus. Eine Pflanze alleine ist also in der Lage Früchte zu bilden. Die Blüten von Skimmia reevesiana sind hellrosa und die Beeren rot.
Männliche Skimmia-Blüten
Männliche Blüten, wie die der Sorte ‘Rubella’ besitzen vier Staubblätter mit Pollen [Foto: Iva Villi/ Shutterstock.com]

Skimmia pflanzen: Standort, Zeitpunkt und Vorgehen

Skimmien gedeihen am besten an einem geschützten und schattigen Standort mit wenig direkter Sonneneinstrahlung. Sie können Skimmien als einzelnen Strauch oder in der Gruppe pflanzen. Bei einer Pflanzung als Einzelstrauch sollte ein Abstand von 1,5 m eingehalten werden. Bei einer Gruppenpflanzung sollten nicht mehr als drei Pflanzen pro Quadratmeter gepflanzt werden. Sie können Skimmien ganzjährig bei frostfreiem Wetter pflanzen, jedoch eignet sich der Herbst am besten, um ein gutes Anwachsen sicherzustellen. Die Sträucher lieben einen humusreichen, nährstoffreichen und leicht sauren Boden mit einem pH-Wert von 4,8 – 5,2. Gute Nachbarpflanzen sind unter anderem Rhododendron oder Heidegewächse. Ist der Boden zu basisch, empfiehlt sich die Beimischung einer sauren Erde. Unsere Plantura Bio-Saure Erde ist mit einem pH-Wert von 4,6 bis 5,4 ein idealer Weg, um den pH-Wert an der gewünschten Stelle zu reduzieren.

Die Erde sollte dauerhaft feucht gehalten werden. Heben Sie dazu pro Pflanze ein Loch aus, das in etwa doppelt so groß und tief ist wie der Wurzelballen, und befüllen Sie es zur Hälfte mit der sauren Erde. Nun sollten Sie die Erde ausgiebig wässern und mithilfe einer Schaufel die Pflanzerde und die Erde des Loches gut mischen. So kann der enthaltene Torf das Wasser aufnehmen und quellen. Anschließend kann die Skimmie in die Mitte des Lochs gesetzt und das Pflanzloch mit der sauren Erde aufgefüllt werden. Drücken Sie die Erde fest an und gießen Sie die Pflanze nach dem Einpflanzen erneut reichlich. In den ersten Wochen nach der Pflanzung sollte der Boden stets feucht gehalten werden.

Skimmien im Kübel
Skimmien können das ganze Jahr eingepflanzt werden [Foto: beton studio/Shutterstock.com]

Zusammenfassung: Skimmien pflanzen

  • Pflanzung in saurem Boden, falls nötig Zumischung saurer Erde
  • Pflanzloch ausheben und gegebenenfalls zur Hälfte mit saurer Erde befüllen
  • Mit reichlich Wasser alles mischen („Einsumpfen“)
  • Pflanze in Pflanzloch setzten und mit saurer Erde auffüllen
  • Erde nicht zu fest andrücken, nochmals reichlich gießen

Skimmie im Kübel pflanzen:

  • Ausreichend großen Topf mit leicht saurem Pflanzsubstrat füllen
  • Im Sommer sollte regelmäßig gegossen werden
  • Im Winter muss der Kübel vor Frost geschützt werden
  • Skimmien sind als Zimmerpflanzen nicht geeignet: Sie benötigen eine kühle und feuchte Umgebung sowie eine kalte Winterruhe
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Pflege der Skimmia: Schneiden, gießen und düngen

Skimmien vertragen auch kältere Temperaturen. In der Pflege gibt es ebenfalls nicht viel zu beachten.

Gießen und düngen

Jungpflanzen sollten mindestens alle zwei Wochen gegossen werden. Ausgewachsene Pflanzen müssen nur bei längeren Trockenperioden gegossen werden. Eine Gabe Langzeitdünger pro Jahr im Frühling ist völlig ausreichend für ein gutes Wachstum. Sauer wirkende Dünger senken den pH-Wert auf basischen Böden.

Skimmie mit roten Beeren
Die roten Beeren werden von Vögeln verschmäht und bleiben so lange hängen [Foto: Peter Turner Photography/ Shutterstock.com]

Skimmia schneiden

Skimmien benötigen kaum Schnittmaßnahmen. Verblühte Blütenstände können entfernt werden. Weibliche Blütenstände sollten dabei stehengelassen werden, damit sich die roten Beeren entwickeln. Ungünstig wachsende Triebe können problemlos gekürzt werden.

Gelbe Blätter an der Skimmie: Was tun?

In der Regel wachsen Skimmien ohne große Probleme. Zeigen sich gelbe Blätter, stimmt etwas nicht.

  • Zu viel Sonne/Trockenheit: Skimmien können bei zu viel Sonneneinstrahlung und zu trockener Luft gelbe Flecken auf den Blättern bilden. Es ist wichtig, für ausreichend Schattierung und feuchte Erde an der Wurzel der Skimmie zu sorgen.
  • Ungünstiger Boden: Eine weitere Ursache könnte ein zu basischer oder kalkhaltiger Boden sein, denn aus einem solchen kann die Skimmie nur schwer Nährstoffe aufnehmen. Mit saurer Erde oder sauer wirkenden Düngern kann der pH-Wert des Bodens um die Pflanzen herum gesenkt werden.
  • Nährstoffmangel: Liegt ein Nährstoffmangel vor, liegt das häufig an den Nährelementen Eisen, Magnesium oder Stickstoff. Bei einem Stickstoff-Mangel erscheinen zuerst die älteren Blätter hellgrün bis gelb, je nach Ausprägung des Mangels. Dabei sind die Blätter gleichmäßig gefärbt. Bei Magnesiummangel sind ebenfalls die älteren Blätter zuerst betroffen, allerdings bleiben die Blattadern lange grün. Eisenmangel wiederum erscheint zuerst and en jüngeren Blättern, es bleiben aber ebenfalls die Blattadern grün. Ist der Boden der Skimmie zu basisch, kann es auch zu Kombinationen von Magnesium- und Kaliummangel kommen. Ein sauer wirkender Dünger kann helfen, den pH-Wert zu senken. Unser Plantura Bio-Hortensiendünger eignet sich auch für Skimmien und andere Moorbeet-Pflanzen, denn er senkt den pH-Wert und enthält Eisen, um Mängel im Boden auszugleichen.
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Zusammenfassung: Gelbe Blätter an Skimmien beheben

  • Schattigen Platz auswählen
  • In saures Substrat pflanzen
  • Speziellen Dünger für Moorbeetpflanzen mit saurer Wirkung verwenden
  • Stets mit saurem Regenwasser gießen, Leitungswasser vermeiden
Skimmie mit gelben Blättern
Gelbe Blätter können durch Wasser- oder Nährstoffmangel entstehen [Foto: Tom Curtis/ Shutterstock.com]

Skimmie vermehren

Skimmien können recht einfach vermehrt werden. Am einfachsten geht das mit Stecklingen. Dabei behalten die neuen Pflanzen das Geschlecht der Mutterpflanze. Schneiden Sie dafür zwischen Juni und September ca. 15 – 20 cm lange Triebe ab und entfernen Sie die unteren 3 – 4 Blätter. Stecken Sie die Stecklinge in einen Topf mit saurer Erde, die sie mit einem Drittel Sand gemischt haben, und gießen Sie die Stecklinge kräftig an. Sorgen Sie in der Anwachsphase für dauerhaft feuchtes Substrat. Die Skimmien sollten an einem frostfreien Ort überwintert werden.

Überwinterung: Ist die Skimmia winterhart?

Die meisten Skimmien-Sorten sind winterhart und vertragen problemlos Temperaturen von – 20 °C. Ausgewachsene Exemplare brauchen in den meisten Regionen keinen Winterschutz, jedoch sollten gerade frisch gepflanzte und jüngere Pflanzen im Winter geschützt werden. Am besten bedecken Sie diese Pflanzen mit einer Schicht aus Laub, Tannenzweigen oder Stroh.

Pflanzen im Kübel sollten an einem kühlen, aber frostfreien Ort überwintert werden. Dabei sollten die Pflanzen wenigstens etwas Licht abbekommen.

Skimmie im Winter
Auch eine Schneeschicht schadet Skimmien nicht [Foto: Henry Oude Egberink/ Shutterstock.com]

Ist die Skimmia giftig?

Alle Teile von Skimmien gelten als leicht giftig. Sie enthalten Alkaloide, die in geringen Mengen vor allem Übelkeit verursachen. Für Haustiere wirken die Pflanzen meist nicht besonders interessant. Die roten Beeren sind jedoch gern gesehenes Futter für Vögel im Winter.

Skimmien sind nicht die einzigen schönen Ziersträucher, die gut in saurer Umgebung gedeihen. Auch Rhododendren bevorzugen saure Böden und zeigen dort während des Sommers ihre üppigen Blüten. Wie Sie Rhododendren pflanzen und pflegen, erfahren Sie in diesem Artikel.

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