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Lavendel gießen: Wann & wie viel ist nötig?

Lavendel ist an das mediterrane Klima angepasst und benötigt wenig Wasser. Was Sie trotzdem beim Gießen von Lavendel beachten sollten, erfahren Sie hier.

Lavendel mit Gießkanne

Der wärmeliebende Lavendel bevorzugt es trocken [Foto: Thomas Klee/ Shutterstock.com]

Lavendel (Lavandula) ist in der Kultivierung relativ anspruchslos und pflegeleicht. Kälte und Feuchtigkeit verträgt das mediterrane Kraut jedoch gar nicht gut. Im schlimmsten Fall kann Staunässe dazu führen, dass die Wurzeln faulen und andere Pflanzenteile zu schimmeln beginnen. Trotzdem braucht Ihr Lavendel natürlich ausreichend Wasser, um gut wachsen und gedeihen zu können. Die Kunst besteht also darin, beim Gießen das richtige Maß für Ihren Liebling zu finden.

Lavendel gießen

Wann, wie viel und wie oft Sie Ihren Lavendel gießen müssen, hängt vor allem von den äußeren Bedingungen und der Kultivierungsform ab. Wir erklären Ihnen nachfolgend, was es zu beachten gilt.

Lavendel im Sommer gießen

Dank seiner langen Pfahlwurzel und einem gut ausgeprägten Wurzelgeflecht ist der Lavendel ausgepflanzt im Beet in der Lage, sich selbst mit ausreichend Wasser und Nährstoffen aus tieferen Erdschichten zu versorgen. Bei der Kultivierung im Gartenbeet müssen Sie Lavendel daher nur während langanhaltender Trockenperioden gießen. Blüten und Blätter sollten dabei so wenig wie möglich mit dem Gießwasser in Berührung kommen. Am besten gießen Sie frühmorgens, denn so kann das Wasser über den Tag hinweg verdunsten.

Lavendel im Beet

Im Gartenbeet muss Lavendel kaum gegossen werden [Foto: hraska/ Shutterstock.com]

Tipp vom Profi: Gießen Sie bodennah, damit Blüten und Blätter möglichst nicht mit Wasser benetzt werden. Andernfalls kann es zu Pilzbefall kommen, wenn die Pflanzen nicht schnell abtrocknen.

Lavendel im Winter gießen

In einer Topfkultivierung muss der Lavendel regelmäßiger gegossen werden als im Freiland. Gießen Sie Topflavendel in den kalten Monaten jedoch trotzdem nur in Maßen und achten Sie darauf, dass überschüssiges Wasser abfließen kann. Im Gartenbeet sollten Sie Ihren Lavendel im Winter nur bei Bedarf mit Wasser versorgen, wenn der Boden frostfrei und durchlässig ist. Andernfalls könnten die Wurzeln Schaden nehmen, wenn das Wasser im Boden aufgrund der kalten Temperaturen wieder gefriert. Weitere Tipps und Tricks für die erfolgreiche Überwinterung von Lavendel finden Sie in unserem Spezialartikel.

Tipp vom Profi: Auf das Mulchen sollten Sie beim Lavendel verzichten, denn organisches Material speichert Wasser und kann die Schimmelbildung begünstigen. Besser geeignet ist eine Schicht aus Kieselsteinen oder Sand, welche den Boden trocken hält und gleichzeitig für zusätzliche Wärme sorgt.

Lavendel im Topf gießen

Wie bereits erwähnt, muss bei einer Topfkultivierung regelmäßig, aber dennoch mit Bedacht bewässert werden. Sorgen Sie am besten bereits beim Einpflanzen für eine optimale Topfdrainage, indem Sie eine Schicht Drainagematerial – wie zum Beispiel Kieselsteine – in den Topf geben und erst darüber die Erde verteilen. Ein Abflussloch an der Unterseite sowie ein passender Untersetzer ermöglichen zudem das Abfließen von überschüssigem Gießwasser.

Lavendel eintopfen

Ausreichend Drainagematerial hilft dabei, Staunässe im Topf zu vermeiden [Foto: Robert Przybysz/ Shutterstock.com]

Das Substrat sollte bei einer Topfkultivierung zwar feucht, aber nie nass gehalten werden. Gießen Sie am besten erst, wenn die oberste Erdschicht abgetrocknet ist, und achten Sie dabei darauf, dass möglichst kein Gießwasser in den Untersetzer läuft. Passiert dies doch einmal, sollten Sie das Wasser aus diesem möglichst schnell entfernen, denn bei Staunässe neigt der mediterrane Halbstrauch zur Wurzelfäule.

Weitere Informationen zum Schneiden, Düngen und Gießen von Lavendel finden Sie in unserem Pflege-Spezialartikel.

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