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Liebstöckel pflanzen: Anbau des Maggikrauts in Topf & Beet

Der Geschmack von Liebstöckel, auch Maggikraut genannt, ist sehr beliebt. Wir zeigen, warum es sich lohnt, die würzige Staude im eigenen Garten anzubauen.

Liebstöckel kann sowohl im Topf als auch im Beet angebaut werden (Anzeige: Herzlichen Dank an Floragard)

Ausdauernd mehrjährig und krautig – Liebstöckel (Levisticum officinale) ist eine klassische Staude. Der Vertreter der Doldenblütengewächse (Apiacea) ist aufgrund seines charakteristischen Aromas auch als Maggikraut bekannt. Die gleichnamige Würzsauce enthält allerdings nicht eine Spur von Liebstöckel. Deshalb wird er in der Küche auch gerne als Alternative des Fertiggewürzes zum Abschmecken von Suppen, Fleischgerichten, Ei- oder Pilzspeisen verwendet. Bei der frischen Ernte ist Liebstöckel trotz seiner Blätter, die denen der glattblättrigen Petersilie zum Verwechseln ähnlich sehen, dennoch nicht zu übersehen: Die Staude überragt im Kräutergarten bei weitem alles andere. Bis zu 2,5 m kann das Kraut, wenn es sich wohl fühlt, jedes Jahr aufs Neue in die Höhe schießen.

Liebstöckel pflanzen

Der Anbau von Liebstöckel kann jedem gelingen. Es gilt jedoch auf einige Punkte wie den richtigen Standort, das passende Substrat und eine angemessene Pflege zu achten. Mit folgenden Tipps gelingt der Anbau des Maggikrauts jedoch garantiert.

Der richtige Standort für Liebstöckel in Topf und Beet

Liebstöckel bevorzugt eindeutig einen sonnigen bis halbschattigen Standort im Garten – er mag es gerne hell und warm. Bei der Standortwahl ist vor allem zu beachten, dass Liebstöckel mehrere Jahre braucht, bis er ausgewachsen ist, und in dieser Zeit sehr groß und breit wird. Da es sich bei Liebstöckel um einen Starkzehrer handelt, sollte im Beet für ein nährstoffreiches und kalkhaltiges Substrat mit hohem pH-Wert gesorgt werden. Zudem darf der Boden nicht zu Staunässe neigen und sollte einen gewissen Anteil an Sand oder Kies aufweisen.

Bei der Kultivierung im Topf ist ein ausreichend großes Pflanzgefäß zu wählen. Hier gilt: Lieber gleich einen etwas größeren Topf nehmen, denn Liebstöckel wächst schnell und so spart man sich allzu häufiges Umtopfen. Auch im Topf sollte ein gut durchlässiges, aber dennoch wasserspeicherndes Substrat verwendet werden, um das Wurzelwerk des Liebstöckels zu schonen und den Durst der Pflanze zu stillen.

Zusammenfassung: Der perfekte Standort für Liebstöckel

  • Sonniger bis halbschattiger Standort
  • Viel Abstand zu anderen Pflanzen halten
  • Nährstoffreiches, kalkhaltiges Substrat
  • Durchlässiger, sandiger Boden

An einem sonnigen Standort fühlt sich der Liebstöckel wohl [Foto: A.Bulano/ Shutterstock.com]

Vorgehen beim Pflanzen von Liebstöckel

Liebstöckel wird am besten im Sommer direkt ins Beet ausgesät. Alternativ kann man Ende März auch Jungpflänzchen im Gewächshaus oder Anzuchtkasten auf der Fensterbank vorziehen und diese dann später nach draußen umziehen. Dabei sollte man es beim Pflanzen von Liebstöckel nicht übertreiben: Denn schon eine einzelne Staude wird über die Jahre sehr groß und reicht locker für den Bedarf einer Familie aus. Setzen Sie die Pflanzen deshalb immer in einigem Abstand zu ihren Nachbargewächsen. Vor dem Pflanzen beziehungsweise der Aussaat sollte dann der Boden gut aufgelockert und eventuell mit organischem Dünger oder Kompost aufbereitet werden. Anschließend wird der Liebstöckel gut angegossen, um das Anwachsen/die Keimung zu beschleunigen.

Liebstöckel nach dem Pflanzen pflegen

Beim Anbau von Liebstöckel ist darauf zu achten, dass weder zu viel noch zu wenig gegossen wird. Staunässe verabscheut das Maggikraut und auch drastische Trockenheit führt bei ihm zu vermeidbarem Stress. Deshalb sollte eine gesunde Mitte gefunden und gleichmäßig gegossen werden.

Beim Liebstöckel ist das richtige Gießen besonders wichtig [Foto: c12/ Shutterstock.com]

Vor allem bei der Kultur im Topf benötigt die Pflanze zusätzliche Wassergaben, deren notwendige Häufigkeit natürlich vom Volumen des Pflanzgefäßes abhängt. Im Beet ist eine Düngegabe eigentlich nicht erforderlich. Es genügt, zu Jahresbeginn etwas organischen Dünger in den Boden einzuarbeiten. Steht der Liebstöckel im Topf, wird empfohlen, ungefähr alle vier Wochen mit dem Gießwasser einen Vollnährstoffdünger zuzugeben.

Genauere Informationen zur Pflege und Überwinterung von Liebstöckel finden Sie in unserem Spezialartikel.

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