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Schopflavendel-Pflege: Tipps zum Schneiden, Überwintern & Co.

Der Schopflavendel erfreut bei richtiger Pflege mit auffälligen Blütenständen. Wir zeigen, wie man Schopflavendel richtig schneidet und überwintert.

Schopflavendelfeld in der Sonne
Um die schönen Blüten des Schopflavendels genießen zu können, ist ein wenig Pflege vonnöten [Foto: janaph/ Shutterstock.com]

Der Schopflavendel (Lavandula stoechas) gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Artverwandt ist er mit dem berühmten Echten Lavendel (Lavandula angustifolia) und dem Speiklavendel (Lavandula latifolia). Dennoch sticht der Schopflavendel dank seiner auffälligen, großen Hochblätter an der Spitze des Blütenstandes heraus. Je nach Sorte können diese in reinem Weiß, kräftigem Purpur oder strahlendem Violett erscheinen. Dabei können sie sich farblich auch von den eigentlichen, in Ähren angeordneten Blüten abgrenzen und je nach Sorte im Verlauf der Blüte ein echtes Farbspektakel loslassen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie durch die richtigen Pflegemaßnahmen lange von der Blüte des Schopflavendels profitieren.

Schopflavendel pflegen: So entsteht eine üppige Blüte

Normalerweise erfreut uns der Schopflavendel bis in den August oder sogar in den September hinein durch seine Blütenpracht. Doch manchmal will er einfach nicht blühen und es erscheinen nur wenige, kleine oder gar keine der zierenden Blütenstände. Das kann verschiedene Gründe haben und ist bei der richtigen Pflege durchaus vermeidbar. Besonders ein regelmäßiger Schnitt, um das Verholzen der Triebe zu verhindern und ab und zu eine kleine Düngegabe sind essentiell für eine reichhaltige Blüte. Aber auch der richtige Standort sollte gegeben sein, denn der Schopflavendel bevorzugt kalkarme Böden.

Alles zum richtigen Standort und dem Pflanzen von Schopflavendel erfahren Sie hier.

Schopflavendel schneiden

Der Schopflavendel ist ein mediterraner Strauch. Er neigt dazu, im unteren Teil der Pflanze zu verholzen. Wird das Lippenblütengewächs nicht regelmäßig durch einen Schnitt in Form gehalten, so bleiben nur alte, holzige und kahle Triebe zurück. Der Strauch wird mit den Jahren formlos und verliert die Kraft für eine reichliche und schöne Blüte. Der beste Zeitpunkt, um den Schopflavendel in Form zu halten, ist das zeitige Frühjahr. Sobald er austreibt, sollte die Hälfte bis zwei Drittel der Trieblänge mit einer scharfen Handheckenschere abgeschnitten werden. Dabei ist jedoch darauf zu achten, dass nicht bis in den stark verholzten, kahlen Teil der Pflanze zurückgeschnitten wird. Dann kann es nämlich sein, dass der Schopflavendel nicht mehr austreibt.

Schopflavendelblüten lila mit Hintergrund
Mit einem regelmäßigen Schnitt bleibt die Blühkraft des Schopflavendels erhalten [Foto: Wow Pho/ Shutterstock.com]

Im Herbst sollte keinesfalls geschnitten werden – so verringert man nur die eh schon eher geringe Winterhärte des Schopflavendels, indem durch die Schnittstellen einfache Eintrittsstellen für den Frost geschaffen werden. Bildet der Schopflavendel im Sommer nur wenige Blüten, kann durch einen Sommerschnitt die Blütenbildung kurzfristig angeregt werden. Hierbei gilt: Maximal ein Drittel der Trieblänge abschneiden und schnell treiben junge Triebe kraftvoll aus.

Tipp: Entfernen Sie die verblühten Blütenstände des Schopflavendels immer direkt – das kann sich verlängernd auf die Blütezeit auswirken.

Schopflavendel gießen und düngen

Beim Anbau im Beet muss der Schopflavendel außer während länger anhaltender Trockenperioden nicht oder kaum gegossen werden. Wird er im Topf kultiviert, so muss merklich regelmäßiger gegossen werden. Dabei gilt es, das Substrat gleichmäßig feucht, aber nicht nass zu halten. Im Beet wird im Frühjahr vor dem Austrieb einmal etwas organischer Langzeitdünger wie Hornspäne, Dung oder Knochenmehl in den Boden eingearbeitet. Eine Mangelernährung wird vor allem durch weniger Blüten sichtbar. Damit dies nicht passiert, kann zu Beginn des Austriebs mit unserem vornehmlich organischen Plantura Bio-Universaldünger nachgeholfen werden, der den Schopflavendel langfristig mit Nährstoffen versorgt.

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Schopflavendel überwintern

Der Schopflavendel ist im Vergleich zu seinen Artverwandten aus der Gattung Lavandula weniger winterhart. Nur mit Glück übersteht er Temperaturen unterhalb -5 °C. Deshalb sollte man sich frühzeitig Gedanken machen, wie man seinen Schopflavendel über den Winter bringt, damit er auch im nächsten Jahr mit seinen Blüten begeistern kann. Am besten eignet sich da ein kühler, aber möglichst heller Platz im Haus.

Schopflavendel im Schatten nah

Da Schopflavendel es eher warm mag, sollte er über den Winter nach drinnen ziehen [Foto: Svetlana Zhukova/ Shutterstock.com]

Zu sehr sollte man den frostempfindlichen Schopflavendel allerdings nicht verwöhnen. Sofern der gröbste Frost überstanden ist und die Sonnenstrahlen schon wieder deutlich an Kraft gewinnen, kann dem Schopflavendel zumindest tagsüber im Freien nichts mehr passieren. Dennoch sollte er vor allem nachts – sowie generell, wenn kein geeigneter geschützter Platz zur Überwinterung verfügbar ist – mit Vlies oder Tannenzweigen geschützt werden. Nimmt man sich das Kälteproblem des Schopflavendels zu Herzen, verwöhnt ihn aber gleichzeitig nicht zu sehr, schafft man eine robuste Pflanze, welche die fürsorgliche Pflege nach der überstandenen Kältezeit garantiert mit einer langen und reichhaltigen Blühte belohnt.

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