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Begonien pflanzen: Alles zu Pflanzzeit, Standort & Vorgehen

Bei der großen Auswahl an verschiedenen Begonien ist für jeden was dabei. Hier erfahren Sie, was Sie beim Pflanzen von Begonien beachten sollten.

Begonie wächst in Topf
[Foto: Pirunpon/ Shutterstock.com]

Begonien (Begonia) sind unglaublich vielseitig: Mit ihren farbenfrohen Blüten bringen sie sommerliche Frische in Ihre Wohnung oder schmücken die schattigen Ecken Ihres Gartens. Einige der Gewächse lieben sogar die volle Sonne und können Ihren Balkon zum Leuchten bringen. Und damit die tropischen Schönheiten auch bei Ihnen optimal gedeihen, ist das richtige Pflanzen der erste Schritt.

Begonien: Herkunft und Eigenschaften

Begonien entstammen größtenteils den Regen- und Bergwäldern der Tropen und Subtropen. Die heiße tropische Sonne wird über diesen abgefangen von den großen Blattdächern der Bäume. Dort, in der unteren Schicht des Waldes, auf den mächtigen Ästen alter Bäume oder an Felsen und Gewässern, fügen sich die auffällig schiefen Blätter der Begonien in das üppige Grün der Vegetation. Ganzjährig ist es dort feucht und die Temperaturen fallen nur in den Bergwäldern häufiger etwas tiefer. Unter diesen Bedingungen fühlt die Begonie sich wohl. Um eine Begonie also zu einer prächtigen Blüte anzuregen, sollten Sie alles tun, damit die Pflanze sich wie zu Hause fühlt.

Schon beim Kauf der Begonie können Sie auf einige Dinge achten, um die Erfolgschancen zu erhöhen. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Spezial-Artikel.

Begonien wachsen in den Tropen
Hier ist ein Großteil der Begonien zu Hause: in den feuchten Wäldern der Tropen und Subtropen [Foto: Tearsze2712/ Shutterstock.com]

Wann pflanzt man Begonien?

Wollen Sie Ihre Begonie ins Freiland setzen, dann tun Sie dies am besten nicht vor dem 16. Mai. Denn obwohl sie mehrjährig sind, überleben ausgepflanzte Begonien mit Ausnahme einiger weniger Arten den hiesigen Winter nicht. Selbst die sogenannte Eisbegonie (Begonia semperflorens) ist nicht frosttolerant. Warten Sie also lieber die Eisheiligen ab, ehe Sie das empfindliche Gewächs in die Erde pflanzen. Um die Pflanzen dann über den Winter zu bringen, müssen Sie die Gewächse also im Herbst vor dem ersten Frost wieder ausgraben. Die einzige Ausnahme bildet hier das Japanische Schiefblatt (Begonia grandis var. evisiana), das an geschützten Orten auch Minusgrade übersteht und somit zu den winterharten Begonien zählt.

Der richtige Standort für Begonien

Begonien umfassen eine unglaubliche Artenvielfalt. Kein Wunder also, dass auch die Ansprüche an den Standort vielfältig sind. Der Boden beziehungsweise das Substrat sollte leicht sauer sein und einen pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5 aufweisen. Da viele Begonien reichlich blühen, brauchen sie ausreichend nährstoffreiches Substrat. Humose Gartenerde mit einem guten Zusatz von Kompost entspricht ganz den Wünschen der Pflanzen. Was das Licht angeht, so mögen es die Begonien zwar gerne hell, allerdings nicht allzu sonnig. Sie entstammen tropischen Wäldern, wo die Sonne zwar intensiver scheint, die Gewächse allerdings vor starker Sonneneinstrahlung geschützt sind. Ein Standort im Halbschatten oder teilweise sogar im Schatten ist deshalb genau das Richtige. Sie können die Pflanzen auch unter Bäume oder Sträucher setzen, um sie vor der prallen Sonne zu schützen. Nur die Eisbegonien sind hier eine Ausnahme: Sie gedeihen auch in der direkten Sonne prächtig, ohne Schäden davonzutragen. Gut so, denn so sind sie prädestiniert für sonnige Balkons und schattenlose Terrassen. Tatsächlich werden sie mit ausreichender Wasserversorgung in der Sonne sogar schöner als im Halbschatten oder Schatten.

Begonien wachsen unter Baum
Begonien bevorzugen größtenteils eher schattige Plätzchen. Nur die Eisbegonie genießt lieber ein wohliges Sonnenbad [Foto: Ancha Chiangmai/ Shutterstock.com]

Das richtige Vorgehen beim Pflanzen von Begonien

Sie können Begonien in Ihren Garten auspflanzen, im Kübel halten oder auch als Zimmerpflanze kultivieren. Setzen Sie die Pflanzen ins Freie, so sollten Sie einen bewölkten Tag dafür wählen. Haben Sie die Gewächse nicht bei sich im Haus überwintert, so wurden sie in großen Gewächshäusern angezogen. Die Strahlung der direkten Sonne sind die Pflanzen deshalb nicht gewöhnt. In der Mittagssonne holen sie sich da schnell mal einen Sonnenbrand. Eisbegonien, die in die Sonne gepflanzt werden sollen, können Sie auch erst für ein paar Tage draußen in den Schatten stellen, denn selbst dort ist die Strahlung schon höher als im Haus.

Verwenden Sie zum Pflanzen der Begonie nährstoffreiche und humose Gartenerde, bestenfalls angereichert mit einer guten Portion Kompost. Auch ausgepflanzte Begonien profitieren davon, wenn Sie in das ausgehobene Loch noch etwas gute Komposterde geben, bevor Sie die Pflanze hineinsetzen. Falls Sie das Gewächs in einen Kübel oder Topf setzen, so sollten Sie unbedingt darauf achten, dass dieser ein Abflussloch für überschüssiges Wasser besitzt. Nach dem Einpflanzen oder Eintopfen sollten Sie die Erde leicht andrücken, damit die Begonie sicher steht. Abschließend fehlt dann nur noch das Angießen.

Begonien um Stamm gepflanzt
Lassen Sie zwischen den einzelnen Pflanzen jeweils etwa 20 cm Platz, damit sie sich zu einem gesunden Blütenmeer entwickeln können [Foto: Nancy Salmon/ Shutterstock.com]

Begonien nach dem Pflanzen pflegen

Nach dem Pflanzen ist die Begonie die ersten Wochen mit Nährstoffen aus der frischen Erde gut versorgt. Fangen Sie frühestens nach zwei Wochen mit dem Düngen wieder an. Durstig ist die Pflanze natürlich trotzdem und sollte regelmäßig gegossen werden. Alles zur richtigen Pflege von Begonien erfahren Sie hier.

Beliebte Begonien-Arten sind etwa Eisbegonien (Begonia semperflorens)und Elatior-Begonien (Begonia x hiemalis), die wir Ihnen in unseren Spezialartikeln näher vorstellen.

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