Peperomia obtusifolia: Pflege, Vermehrung & Giftigkeit

Laura
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Meine Faszination für die Pflanzenwelt hat mich dazu gebracht, Gartenbau an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf zu studieren. Seien es Nutzpflanzen oder Ziergewächse, in den Tropen vorkommend oder bei uns heimisch – jede Pflanze birgt ihre eigene Besonderheit.
In botanischen Gärten lasse ich mich gerne von der unglaublichen Vielfalt inspirieren und versuche, möglichst viel Natur in meine Wohnung und auf meinen Balkon zu bringen.

Lieblingsobst: Mango, Banane
Lieblingsgemüse: Knoblauch, Aubergine

Wunderbar geeignet für Zimmerpflanzen-Anfänger – die fleischige Peperomia obtusifolia ist relativ anspruchslos und verzeiht den ein oder anderen Pflegefehler.

Peperomia obtusifolia im Topf
Die Peperomia obtusifolia ist ideal für Zimmerpflanzen-Anfänger [Foto: TShaKopy/ Shutterstock.com]

Für die Peperomia obtusifolia mit ihrem kleinen Wuchs findet man in jedem Raum Platz. Obwohl sie ursprünglich im Regenwald bodennah wächst, kann man sie bei uns wunderbar als Zimmerpflanze kultivieren. Wir erklären Ihnen hier, wo sie sich am wohlsten fühlt und wie man Peperomia obtusifolia ganz einfach pflegt und vermehrt.

Peperomia obtusifolia: Herkunft und Eigenschaften

Peperomia obtusifolia wird auch als Fleischige Peperomie oder Pfeffergesicht bezeichnet – nicht ohne Grund, denn die tropische Pflanze gehört zu der Familie der Pfeffergewächse (Piperaceae) und ist mit dem allbekannten Pfeffer (Piper) verwandt. Die Gattung Peperomia ist sehr vielseitig und birgt sogar essbare Arten. Peperomia obtusifolia ist in der Karibik, in Florida und in Mexiko beheimatet, wo sie teppichbildend zur Krautschicht in den tropischen Regenwäldern gehört. Ihre Blätter erscheinen glänzend, oval und sattgrün. Wasser kann sie durch ihr Wasserspeichergewebe in den Blättern sehr lange speichern. Insgesamt erreicht die aufrecht wachsende Peperomia obtusifolia eine Höhe und Breite von je überschaubaren 25 bis 30 cm. Die fleischige Peperomia blüht zwischen April und Dezember mit zarten, weißen Blütenständen.

Blätter der Peperomia obtusifolia
Durch ihre sattgrünen und glänzenden Blätter eignet sie sich sehr gut als Blattschmuck-Zimmerpflanze [Foto: Uut_Eco.J/ Shutterstock.com]

Die schönsten Sorten

Die buschige und meist kompakt wachsende Zimmerpflanze lässt sich gut mit ihren Artgenossen kombinieren. In unserem Spezialartikel stellen wir Ihnen weitere Peperomia-Arten vor. Doch auch Peperomia obtusifolia bietet einige Sorten, die absolut sehenswert sind.

  • Peperomia obtusifolia Variegata‘ ist wohl die bekannteste Sorte und überzeugt mit einer schön marmorierten Blattmusterung. Die Ränder sind dabei cremeweiß bis hellgrün und im Inneren strahlt sie in saftigem Grün.
Peperomia obtusifolia mit panaschierten Blättern
Die Peperomia obtusifolia ‘Variegata’ besticht mit ihren gemusterten Blättern [Foto: Jus_Ol/ Shutterstock.com]
  • Peperomia obtusifolia ‘Albo marginata’ ist bei uns eine weniger bekannte Sorte. Sie entwickelt vergleichsweise große Blätter.
  • Peperomia obtusifolia ‘Bohemian Bravour’ ähnelt der ursprünglichen Art sehr. Sie besitzt dunkelgrüne und glänzende Blätter.
  • Peperomia obtusifolia ‘Greengold’ hat Blätter, die bei einem helleren Standort zu einem großen Anteil cremeweiß bis hellgrün werden.
Peperomia obtusifolia 'Greengold'
Auch die Peperomia obtusifolia ‘Greengold’ besitzt gefleckte Blätter [Foto: awindrunner/ Shutterstock.com]
  • Peperomia obtusifolia ‘Golden Genua’ weist ebenso gemusterte, jedoch rundere Blätter auf.
Peperomia obtusifolia 'Golden Genua'
Die Peperomia obtusifolia ‘Golden Genua’ hat rundliche, panaschierte Blätter [Foto: Traveller70/ Shutterstock.com]

Fleischige Peperomie pflanzen: Standort, Erde und Co.

Peperomia obtusifolia bevorzugt einen mäßig hellen Standort mit indirektem Sonnenlicht – ein bisschen Morgensonne verträgt sie gut. Außerdem sollte es relativ warm sein, Temperaturen von 18 °C sind ideal. Im Winter darf sie kühler stehen, mindestens aber bei 10 °C. Wie so viele Zimmerpflanzen mag auch die Peperomia obtusifolia keine kühle Zugluft. Als Substrat eignet sich eine lockere und gut drainierte Erde, da Staunässe zu Wurzelfäule führen kann. Die relativ anspruchslose Zimmerpflanze wächst zwar in nährstoffärmeren und sandigeren Substraten, wobei ein organisches und nährstoffreicheres sie besser gedeihen lässt. Unsere Plantura Bio-Universalerde beispielsweise enthält die benötigten Nährstoffe und ist zudem torffrei. Außerdem ist diese locker genug, um eine schädigende Staunässe zu vermeiden.

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Pflanzen Sie nun Ihre Peperomia obtusifolia in den Topf, befüllen die Zwischenräume mit Erde und gießen die Pflanze zuletzt gut an. In einem Hängetopf wächst die Fleischige Peperomie mit der Zeit dekorativ Winter dürfen Sie die Wassergaben reduzieren. Gießen Sie Ihre Zimmerpflanze nicht zu häufig und achten Sie auf einen ausreichenden Wasserabzugüber den Rand.

Tipp: Peperomia obtusifolia wächst langsam – wählen Sie daher einen nicht zu großen Topf. Ansonsten staut sich in dem nicht bewurzelten Substrat Wasser. Ein Wasserabzugsloch sollte in jedem Fall vorhanden sein.

Peperomia wird in Topf gesetzt
Wählen Sie für Peperomia obtusifolia keinen allzu großen Topf [Foto: Boyloso/ Shutterstock.com]

Pflege der Peperomia obtusifolia

Bei Peperomia obtusifolia gilt, erst zu gießen, wenn die Oberfläche angetrocknet ist. Im Winter dürfen die Wassergaben reduziert werden. Gießen Sie Ihre Zimmerpflanze nicht zu häufig und achten Sie auf einen ausreichenden Wasserabzug. Ansonsten könnte Wurzelfäule an der Peperomia obtusifolia provoziert werden. Auch der Nährstoffbedarf ist nicht sonderlich hoch. Da das Substrat jedoch mit der Zeit immer weniger Nährstoffe enthält, sollten Sie die Pflanze gelegentlich düngen. Unser Plantura Bio-Zimmer- & Grünpflanzendünger ist beispielsweise ideal geeignet und kann bequem über das Gießwasser ausgebracht werden. Das leicht kaliumbetonte NK-Verhältnis von 3 zu 4 sorgt für stabile Triebe, die weniger anfällig sind für Schädlinge und Schadpilze. Dies unterstützt außerdem das Wachstum der Peperomia obtusifolia. Ab dem Frühjahr bis zum Herbst reichen Düngergaben alle 4 Wochen, im Winter muss nicht gedüngt werden.

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Durch ihre tropische Herkunft bevorzugt Peperomia obtusifolia eine hohe Luftfeuchtigkeit, wächst allerdings auch bei normaler Raumluftfeuchtigkeit noch hinreichend gut.

Tipp: Entstauben Sie Ihre Peperomia obtusifolia regelmäßig. Das führt nicht nur zu kräftig glänzenden Blättern, es fördert auch die Photosynthese.

Blätter der Peperomia obtusifolia werden entstaubt
Mit einem feuchten Tuch lassen sich die Blätter entstauben [Foto: bearmoney/ Shutterstock.com]

Durch ihr langsames Wachstum reicht es in der Regel, die Peperomia obtusifolia alle 4 Jahre umzutopfen. Tauschen Sie jedoch gerne alle 2 Jahre das bisherige Erdreich gegen ein frisches und damit nährstoffreicheres und lockeres Substrat aus. Sobald die Wurzeln aus dem Topf beziehungsweise aus dem Wasserabzugsloch wachsen, ist es höchste Zeit, diese in ein größeres Gefäß zu pflanzen. Der beste Zeitpunkt hierfür ist das Frühjahr vor der Vegetationszeit. Zur gleichen Zeit können auch die Triebspitzen abgeschnitten werden, was zu einem buschigeren Wuchs führt.

Peperomia obtusifolia ist generell sehr robust und nicht anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Spinnmilben, Wollläuse und Schildläuse können jedoch eine nicht optimal gepflegte Pflanze befallen.

Peperomia obtusifolia verliert Blätter: Dies ist meist ein Zeichen der Überwässerung oder der falschen Standort- und Umgebungsbedingungen. Als Gegenmaßnahme sollte man wie oben beschrieben eine Drainageschicht einbauen und den Topfuntersetzer nach dem Gießen ausleeren. Kontrollieren Sie außerdem, ob der gewählte Standort hell genug ist und die passende Luftfeuchtigkeit bietet.

Peperomia obtusifolia draußen
Im Sommer kann das Pfeffergesicht auch an einem Schattenplatz im Freien stehen [Foto: CHARINRUT/ Shutterstock.com]

Fleischige Peperomie vermehren

Die Fleischige Peperomie zu vermehren, ist einfach und ganzjährig möglich. Besonders erfolgversprechend funktioniert dies mit Kopfstecklingen.

  • Nehmen Sie ein sauberes und scharfes Messer zur Hand.
  • Ein circa 13 cm langer und junger Trieb wird oberhalb eines Blattes abgeschnitten.
  • Jetzt wird der geschnittene Trieb unterhalb des ersten Blattes – von der Schnittstelle aus gesehen – erneut abgeschnitten.

Tipp: Am besten trennt man gleich mehrere Stecklinge ab, da womöglich nicht alle Wurzeln bilden.

  • Entfernen Sie die Hälfte der unteren Blätter und stecken den Trieb in Anzuchterde.
  • Unsere Plantura Bio-Kräuter- & Aussaaterde ist ideal für Pflanzenstecklinge, da diese nährstoffärmer ist und damit das Wurzelwachstum anregt.
  • Um Fäule des jungen Triebes zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Anzuchterde mit circa 30 % Sand anzureichern.
  • Drücken Sie das Substrat gut an und befeuchten dieses.
  • Um eine optimale Luftfeuchtigkeit zu gewährleisten, stülpt man einfach eine Plastiktüte über den Topf.
  • Der Steckling kann nun an einen hellen und warmen Ort mit 18 °C gestellt werden.
  • Lüften Sie die Abdeckung einmal pro Tag, um Schimmelbildung zu vermeiden.

War die Vermehrung erfolgreich, sollten sich nach circa 3 bis 6 Wochen Wurzeln an dem Peperomia obtusifolia-Trieb gebildet haben.

Jungpflanze der Peperomia obtusifolia
Hier wurde eine junge Peperomia obtusifolia erfolgreich vermehrt [Foto: Boyloso/ Shutterstock.com]

Ist Peperomia obtusifolia giftig?

Nein, Peperomia obtusifolia ist nicht giftig – weder für uns Menschen noch für Hunde oder Katzen. Da es sich hier allerdings um eine Zimmerpflanze und keine Nutzpflanze handelt, sollte sie eigentlich nicht verzehrt werden.

Zuckerbüsche (Protea) entstammen ebenfalls tropischen Gebieten, in diesem Fall in Afrika. Im Gegensatz zu Peperomia werden diese wunderschönen Pflanzen bis zu 10 m hoch. Für die Wohnung bietet die Gattung jedoch auch Arten, die niedriger wachsen.

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