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Komposttoilette: Funktion & Anleitung zum Selberbauen

Komposttoiletten verbrauchen kein Wasser und schonen die Umwelt. Mit unseren Tipps können Sie ein Kompostklo selber bauen oder mehr darüber erfahren.

Toilettenhäuschen im Garten
Umweltschonende Komposttoiletten eignen sich auch für den eigenen Garten [Foto: Predrag Milosavljevic/ Shutterstock.com]

Die Komposttoilette – wie gern wird sie als krude Idee der Ökobewegung abgetan und gerade einmal als Urlaubs- oder Kleingarten-Alternative akzeptiert. Kaum jemand aber weiß, dass sich die Komposttoilette im 19. Jahrhundert parallel zum Wasserklosett entwickelte. Moderne Komposttoiletten sind zudem hygienisch und können genauso ansprechend aussehen wie ein Wasserklosett. Der nachfolgende Artikel behandelt Aufbau, Funktion und Nutzen von Komposttoiletten, außerdem geben wir Ihnen eine Kurzanleitung zum Selbstbauen und stellen einige Hersteller vor.

Komposttoilette: Was ist das?

Die Komposttoilette – auch Trockentoilette oder Humustoilette genannt – wird in der Regel komplett ohne Wasser betrieben. Das Ziel ist immer die Rückführung der menschlichen Hinterlassenschaften in den Nährstoffkreislauf, denn diese enthalten wertvolle Pflanzennährstoffe, die als Dünger nutzbar und kompostierbar sind. Darin unterscheiden sich Humustoiletten von der Chemietoilette oder dem Plumsklo, denn in diesen Modellen wird der menschliche Kot ungenutzt entsorgt. Die Idee der Komposttoilette ist ökologisch und ökonomisch sehr sinnvoll: Statt unseren Wasserkreislauf erst mit Kot zu verunreinigen und dann aufwendig und mühevoll in Kläranlagen zu säubern, könnten Nährstoff- und Wasserkreislauf mithilfe von Komposttoiletten ständig getrennt bleiben. Hinzu kommt, dass der aufwendige – und an manchen Standorten unmögliche – Anschluss an die Schmutzwasserkanalisation entfällt. Aus ebendiesem Grund setzt man in Skandinavien bereits seit Jahrzehnten an felsigen, gewässernahen und einsamen Standorten auf die Komposttoilette.

Tipp: Die Geschichte der Komposttoilette umfasst bereits einige Kapitel: Der britische Pfarrer Henry Moule erfand und patentierte schon 1860, im Viktorianischen Zeitalter, das sogenannte Erden-Klosett. Über dieses können Sie hier mehr erfahren. Lange Zeit wurden auch in vielen deutschen Städten Trenntoiletten betrieben – der Urin wurde hinausgeleitet, wo er auf eine sogenannte Lehmwand traf. Diese nahm die Flüssigkeit auf und nach der Verdunstung des Wassers blieb auskristallisierter Kalksalpeter (Calciumnitrat) zurück. Vom sogenannten Salpeterer wurde dieser regelmäßig entfernt und gewinnbringend an Düngemittelhersteller oder Munitionshersteller verkauft – denn zu Kaliumnitrat konvertiert diente es der Herstellung von Schwarzpulver. Hier finden Sie ein Video, das die Arbeit der Salpeterer vorstellt.

Komposttoiletten in der Wildnis
Besonders an einsamen Standorten sind Komposttoiletten von Nutzen [Foto: sljones/ Shutterstock.com]

Zusammenfassung: Was ist eine Komposttoilette?

  • Eine Komposttoilette wird ohne Wasser betrieben, weshalb man sie auch Trockentoilette nennt
  • Wasser- und Nährstoffkreislauf sollen von vornherein getrennt bleiben
  • Die Exkremente werden anschließend nicht entsorgt, sondern genutzt
  • Grund für die Nutzung können ein ökologischer Anspruch, ein fehlender Anschluss an die Kanalisation oder der Wunsch nach Wassereinsparung sein

Komposttoilette: Aufbau und Funktion

Komposttoiletten werden in zwei verschiedene Kategorien unterteilt – die „Sammeltoiletten“ und die „Trockentrenntoiletten“. Wie jede Toilette besitzen sie natürlich einen Sitz, eine Brille und einen Deckel. Anders als WCs verfügen sie zudem über ein Abluftsysten. Dieses sorgt für eine gute Belüftung des Kompostgutes und über eine Sogwirkung – ähnlich wie bei dem Schlot eines Kamins – für gute Luft am Kompostklo. Auch die Verwendung von sogenanntem Strukturmaterial ist in jedem Fall wichtig. Rindenmulch, Stroh oder Holzhäcksel – Naturmaterialien mit weitem C/N-Verhältnis, also einem weiten Verhältnis von Kohlenstoff zu Stickstoff – sollen überschüssige Flüssigkeit aufsaugen, das Kompostgut lockern und eine Kohlenstoffquelle für die kompostierenden Mikroorganismen bieten. Wenn Sie noch einmal genau nachlesen wollen, was es mit dem C/N-Verhältnis und dem Kohlenstoff auf sich hat, können wir Ihnen diesen Spezialartikel zur Humuswirtschaft ans Herz legen.

Die konventionelle Komposttoilette oder „Sammeltoilette“

In diesem Modell wird Festes und Flüssiges nicht von vornherein getrennt, sondern gemeinsam in einem Behälter aufgefangen. Je nach Bauart geht es damit anschließend unterschiedlich weiter:

  1. Der Behälter wird mit Festem und Flüssigem gefüllt und dann entleert – das wird häufig durch die Entnahme eines kompostierbaren Sackes gelöst. Alles gemeinsam kann dann in einem Komposter kompostiert werden.
  2. Unter dem Toilettensitz befindet sich ein Komposter, in dem feste Fäkalien kompostiert werden. Flüssiges sickert nach unten, wird hinaus und in die Kanalisation geleitet oder stark verdünnt als Flüssigdünger verwendet. Der Komposter wird über die Entnahmeklappe allmählich geleert, Frisch- und Fertigkompost können entnommen werden.
  3. Festes und Flüssiges wird in einen Kombitank geleitet. Beides wird dann getrennt so lange aufbewahrt, bis es schließlich entleert wird.
Rindenmulch
Die Verwendung von Strukturmaterial wie Rindenmulch ist von großer Bedeutung [Foto: Alex Polo/ Shutterstock.com]

Die Komposttoilette mit Urintrennung oder „Trockentrenntoilette“ (TTC):

Bei der Trockentrenntoilette werden Urin und Exkremente von Anfang an getrennt aufgefangen. Der Urin wird entweder in die Kanalisation geleitet oder in einem Kanister aufgefangen und stark verdünnt als Flüssigdünger verwendet. Die festen Bestandteile werden hingegen entweder in einem unter dem Trockentrenntoilette befindlichen Behälter direkt kompostiert oder trocken gesammelt und regelmäßig zum Komposter gebracht. Eine Klappe kann den Blick von oben in den Komposter versperren.

Wie benutzt man eine Komposttoilette?

Wie eine Komposttoilette benutzt wird, kann sich wahrscheinlich jeder selbst denken. Doch der Betrieb einer Komposttoilette umfasst daneben noch weitere Aspekte:

  • Das „Abstreuen“ mit Rindenmulch, Rindenhäcksel oder Holzspänen
  • Unter Umständen das Sauberspülen des Urinabtrenners mit ein wenig Wasser
  • Das Leeren des Urinkanisters in regelmäßigen Abständen (bei den meisten Modellen) – je nach Volumen des Kanisters und Anzahl der Benutzenden
  • Die Entnahme des festen Teils – entweder zur Kompostierung oder als fertiger Kompost – je nach Modell

Tipp: Es ist eigentlich absurd, den Urin völlig ungenutzt zu entsorgen. Da dieser große Mengen Stickstoff und andere Pflanzennährstoffe enthält, ist er als Dünger geeignet. Mehr über das Für und Wider der Urindüngung können Sie hier nachlesen.

Mensch sitzt auf Komposttoilette
Bei der Benutzung ist das Abstreuen mit Rindenmulch besonders wichtig [Foto: Erin McGrady/ Shutterstock.com]

Komposttoilette im Haus, auf dem Boot, beim Camping?

Komposttoiletten können vielfältig zum Einsatz kommen. Wir haben die verschiedenen Orte für das besondere stille Örtchen nachfolgend für Sie zusammengetragen.

Komposttoilette im Haus

Wenn Sie eine Komposttoilette im Wohnhaus installieren wollen, bietet sich eine Trockentrenntoilette an. Denn eine Toilette mit direkt angeschlossener Kompostierung würde bedeuten, dass ein großvolumiger Komposter fest im Haus und unter dem stillen Örtchen installiert werden müsste. Da eine Toilette im Wohnhaus sich auch in das Design des Badezimmers einfügen soll, ist der Eigenbau die Regel. Hierbei kommen Bausätze zum Einsatz, die den funktionellen Kern der Toilette bilden. Der Umfang eines solchen Sets kann dabei variieren. Rundherum kann man das Klo dann nach den eigenen Wünschen gestalten. Hier können Sie Genaueres zum Bau einer Komposttoilette am Dauerwohnsitz und zu den hierbei verwendeten Bausätzen nachlesen.

Komposttoilette im Wohnmobil

Auch im Wohnmobil oder an Bord eines Schiffes lässt sich eine Komposttoilette betreiben. Erneut empfiehlt sich die Trockentrenntoilette, denn bei Abtrennung des Urins verlängert sich das Entleerungsintervall deutlich. Auch entwickeln sich unangenehme Gerüche nur, wenn Urin und Exkremente zusammenkommen. Sollte eine Reise länger als drei Wochen dauern oder sollten mehr Personen an Bord sein, kann der Sack mit den trockenen Exkrementen im Rest- oder Biomüll entsorgt werden. Ist auch ein solcher nicht aufzufinden, ist im äußersten Notfall das Vergraben des Sackes möglich, sodass die Natur sich der Verwertung annehmen kann. Flüssiges muss gesammelt und bei Gelegenheit entsorgt werden. Hier finden Sie ein Beispiel für eine Trenntoilette, die gut für die Verwendung im Wohnmobil geeignet ist.

Komposttoilette im Kleingarten und am Sommerhaus

Wenn die Einrichtung der Toilette in einem seperaten Toilettenhäuschen angedacht ist, kann man die Kompostierung direkt an eine Sammeltoilette anschließen. Hierzu muss die Toilette entsprechend hoch stehen, sodass darunter ausreichend Platz für einen Komposter ist. Eine solche Dimensionierung ist jedoch meist gar nicht nötig. Kleine bis mittelgroße, kombinierte Modelle sind käuflich zu erwerben und müssen nur noch in einem vorhandenen Häuschen installiert werden. Hier finden Sie ein Beispiel für eine komplette Sammeltoilette mit direkter Kompostierung.

Toilettenhäuschen im Garten
Sammeltoiletten mit Kompostierung sind im Handel erhältlich und können in ein Häuschen integriert werden [Foto: aijaphoto/ Shutterstock.com]

Rechtliche Vorgaben zur Komposttoilette

Die Betreibung von Komposttoiletten bewegt sich in Deutschland in vielen Bereichen in rechtlichen Grauzonen. Während die eigene Verwertung im privaten Ziergarten rechtlich unproblematisch ist, gibt es für gemeinschaftlich genutzte Gärten – etwa von Mehrfamilienhäusern – keine passenden Vorgaben. Auf gewerblich gärtnerisch oder landwirtschaftlich genutzten Flächen ist die Ausbringung von menschlichen Exkrementen untersagt. Sind sie jedoch auf einem Recyclinghof kompostiert worden, sind sie zu hygienischen Kompost umgewandelt und verwendbar.

In unseren Hinterlassenschaften finden sich schließlich für Menschen gefährliche Krankheitserreger. Sollen sie auf Flächen verwendet werden, die der Nahrungserzeugung dienen, müssen sie zuvor „hygienisiert“ werden. Hierfür kommen die Hygienisierung durch Kompostierung oder durch Pasteurisierung infrage. Erstere sollte laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) mindestens zwei Jahre andauern, letzteres lässt sich innerhalb von etwa zwei Stunden in einem hinreichend dimensionierten Ofen durchführen.

Auch von Bedeutung kann sein, ob für die Errichtung einer freistehenden, stationären Komposttoilette ein Bauantrag gestellt werden muss. Dies sollten Sie vor der Errichtung auf jeden Fall abklären. Die nötigen Kompostierungsanlagen sind in Deutschland übrigens bis zu einem Tagesdurchsatz von zehn Tonnen genehmigungsfrei.

Komposttoilette selber bauen

Je nachdem, wo Sie eine Komposttoilette aufstellen wollen, eignen sich die oben vorgestellten Modelle besser oder schlechter. Grundsätzlich verlangt ein höherer Komfort oder ästhetischer Anspruch immer nach Eigenarbeit, denn fast alle fertigen Komposttoiletten bestehen vollständig aus Plastik und sind eher in einem funktionellen Design gehalten. Falls Sie mit dem Gedanken spielen sollten, sich eine Komposttoilette selber zu bauen, empfehlen wir Ihnen die Verwendung von Bausätzen für die Grundelemente. Im nächsten Abschnitt finden Sie eine Übersicht mit einzelnen Schritten, nach denen Sie beim Bau ein eigenen Kompostklos vorgehen können. Wir gehen in diesem Fall von der Verwendung eines Separett-Privy-Modells aus. Das Ergebnis ist dann eine Trockentrenntoilette. Bedenken Sie aber bitte, dass zur Installation eines Abluftrohres ein Wanddurchbruch nötig ist. Sehr kleine Toiletten kommen dagegen auch ohne Belüftung aus.

Komposttoilette
Bei den meisten Komposttoiletten steht die Funktion an erster Stelle [Foto: Filtered Photons/ Shutterstock.com]

Anleitung zum Selberbauen einer Komposttoilette

Was Sie brauchen:

  • Separett-Privy-Bausatz (beispielsweise Separett Privy 500)
  • Einen Eimer für das Feste, einen Kanister mit Deckel für das Flüssige
  • Baumaterial und Werkzeug für Unterschrank und Deckplatte. Wir gehen in dieser Anleitung von einer Unterkonstruktion aus Holz aus. Natürlich sind auch andere Baumaterialien möglich
  • Rohr mit mindestens 75 mm Durchmesser zur Installation der Abluft, welches aus dem Raum hinaus ins Freie führen muss. Eventuell Bögen, Dichtungen und Rohrgleitmittel, um dies zu realisieren
  • Spätestens zur ersten Leerung benötigen Sie einen Komposter oder zumindest eine Bio- oder Restmülltonne

Nachfolgend haben wir die verschiedenen Arbeitsschritte für Sie zusammengetragen:

  1. Am Anfang steht der Bau eines Unterschrankes, in dem die beiden Auffangbehälter für Festes und Flüssiges später Platz haben werden. Bauen Sie hierbei in einer Höhe, die ein angenehmes Sitzen ermöglicht. Auch angeschrägte oder runde Designs können den Sitzkomfort erhöhen. Bei sehr hohen Auffangbehältern kann ein erhöhter Tritt zum Abstellen der Füße nötig werden. Wichtig ist auch die Installation einer verschließbaren Tür, hinter der sich die Behälter und andere Toilettenutensilien verbergen lassen.
  2. Dann folgt das Einfügen des Toilettensitzes in die Deckplatte des Unterschrankes. Hierzu einfach ein passendes Lock hineinsägen und den Sitz dann – möglichst unter der Verwendung von Schaumstoffdichtband – einsetzen. Beachten Sie auch hier die spätere Sitzposition: Gerade für kleinere Benutzer sollte der Sitz möglichst weit vorn an der Kante liegen. Dichten Sie den Sitz ringsum mit Silikon ab.
  3. Weiter geht es mit der Installation des Abluftrohres. Hierzu wird ebenfalls ein passendes Loch in die Deckplatte oder die Rückwand gesägt, das Rohr bis zur Position des Auffangbehälters eingeführt und fixiert. Mit Bögen und weiteren Rohren wird das Abluftrohr nun bis zum Wanddurchbruch verlängert. Außen muss es mit einem Regenschutz abgedeckt sein. Das Rohr wird dabei mit Halterungsschellen fixiert und am Eintritt in den Unterschrank abgedichtet. Sie sollten natürlich auch den Wanddurchbruch dicht und isoliert gestalten. Das gesamte Abluftrohr zu isolieren kann mit dem Verstecken hinter einer Verkleidung einhergehen und verhindert, dass das Rohr den gesamten Raum mit Außenluft kühlt.
  4. Positionieren Sie nun den Auffangbehälter für Festes unter dem Toilettensitz. Dieser wird mit einem kompostierbaren Beutel ausgekleidet. Der Schlauch des Urinabtrenners muss in einen Kanister gelegt werden. Auch hier sollten Sie auf Dichtigkeit achten: Führen Sie den Schlauch am besten durch ein Loch im Deckel ein. Ein zweiter Deckel ohne Loch kann für den Transport des Kanisters übrigens sehr nützlich sein.
  5. Jetzt ist Ihr Kompostklo fast einsatzbereit. Wir empfehlen Ihnen, die Unterkonstruktion wasserbeständig zu ölen oder zu lackieren, um die regelmäßige Säuberung angenehm zu gestalten. Auch benötigen Sie natürlich noch einen Behälter für Strukturmaterial und eine kleine Schaufel oder Kelle zum Aufstreuen.

Komposttoilette mieten

Sie planen eine Veranstaltung und benötigen Toiletten? Neben dem Dixie haben Sie auch die Möglichkeit, Komposttoiletten zu mieten.

Ecotoiletten hat gleich mehrere Modelle anzubieten: Von ganz klein bis ganz groß und komfortabel. Die großen Modelle sehen jedenfalls überhaupt nicht mehr nach Hippie- oder Ökobewegung aus und bieten alles, was man für eine „angenehme Notdurft“ benötigt.

Die Ökolocus GmbH bietet ebenfalls die langfristige Miete eines Lokus an, wobei dem Aufstellungsort fast keine Grenzen gesetzt sein sollen: Durch das Baukastenprinzip können auch die verstecktesten Ecken als „Örtchen“ dienen.

Das Unternehmen Kompotoi führt im Bereich Kompostklo einen Rundumschlag aus: Nicht nur Mobiltoiletten, sondern auch die gesamte Planung und Durchführung von individuellen, stationären Kompostklos in Ein- oder Mehrfamilienhäusern, Almhütten oder Ferienhäusern bieten sie an.

Neben diesen drei Anbietern gibt es allerdings noch viele weitere, die Ihre Sommerfeier, Ihr Zeltlager oder Ihre Hochzeit sicher gern mit nachhaltigen und wohlriechenden Toiletten ausstatten.

Kompost aus Komposttoilette entsorgen

Wie bereits im Abschnitt zu den rechtlichen Fragen erwähnt, ist die Verwendung von kompostierten Exkrementen im Ziergarten unbedenklich. Falls Sie noch Tipps für das richtige Kompostieren benötigen, finden Sie diese hier. Vor der Ausbringung im Nutzgarten ist allerdings eine zweijährige Kompostierung oder eine zweistündige Pasteurisierung bei 70 °C nötig. Urin können Sie verdünnt ausbringen oder in die Kanalisation ableiten.

Kompost
Bevor man die Exkremente im Nutzgarten verwendet, müssen sie ausreichend lange kompostiert worden sein [Foto: JurateBuiviene/ Shutterstock.com]

Wenn Sie Ihre eigenen Hinterlassenschaften nicht selbst nutzen möchten, können Sie sie zudem in der Biotonne entsorgen. Ihr ökologischer Vorteil ist dann noch immer enorm und durch die weitere Verarbeitung auf dem Recyclinghof wird der Nährstoffkreislauf geschlossen. Die heiße Rotte garantiert hierbei übrigens die vollständige Hygienisierung, sodass die Übertragung von Krankheiten ausgeschlossen ist. Vielleicht treffen Sie bei einem zukünftigen Bummel über den Markt auf Gemüse, das mit dem Kompost Ihres Düngers herangezogen wurde.

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