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Bärlauch erkennen: 13 Unterschiede zu Maiglöckchen & Herbstzeitlosen

Beim Sammeln von Bärlauch sollten Sie diesen nicht mit den giftigen Doppelgängern Maiglöckchen & Herbstzeitlose verwechseln. Aber wie erkennt man Bärlauch?

Bärlauch erkennen: Unterschied zu giftigen Doppelgängern

Bärlauch ist nicht nur lecker und gesund, sondern soll auch Bärenkräfte wecken. Beim Sammeln muss man jedoch seine giftigen Doppelgänger erkennen können. Denn jedes Jahr vergiften sich in Deutschland mehrere Dutzend Personen an Herbstzeitlosen oder Maiglöckchen. Während das Blattwerk der Doppelgänger dem des Bärlauchs zum Verwechseln ähnlich ist, dienen das Aussehen der Blüten und der Geruch als klare Unterscheidungsmerkmale. Wir haben die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale mit Bildern nachfolgend für Sie zusammengestellt. Damit steht einer leckeren und gefahrenlosen Bärlauchernte nichts im Wege.

Bärlauch am Waldboden
Im Frühjahr können ganze Waldabschnitte mit Bärlauch bewachsen sein [Foto: anitram/ Shutterstock.com]

Unterscheidung: Bärlauch und Maiglöckchen

Folgende Merkmale von Bärlauch und Maiglöckchen können Ihnen helfen, die beiden Pflanzen voneinander zu unterscheiden:

Bärlauch:

  • Vorkommen: Au-, Laub- und Mischwälder
  • Blüte: April bis Juni
  • Geruch: Intensiver Knoblauchgeruch
  • Matte Blattunterseite
  • Zartes Blattwerk
  • Blätter wachsen an einzelnen Stängeln aus dem Boden
  • Größere / ältere Blätter hängen nach unten
  • Riecht intensiv nach Knoblauch
blühender Bärlauch
Die Bärlauchblüten sind sternförmig und in einer Dolde angeordnet [Foto: Peter Turner Photography/ Shutterstock.com]

Maiglöckchen:

  • Vorkommen: Wälder und Gärten
  • Blüte: Mai bis Juni
  • Geruch: Blätter neutral, Blüten intensiv duftend, kein Knoblauchgeruch
  • Blattunterseite der Blattoberseite recht ähnlich; nicht matt
  • Festeres Blattwerk
  • Pro Stiel wachsen zwei Blätter
  • Aufrechter Wuchs der Blätter
  • Riecht nicht nach Knoblauch
blühendes Maiglöckchen
Austreibende Maiglöckchen wachsen aufrecht und mit zwei Blättern pro Stiel [Foto: Juga2014/ Shutterstock.com]

Unterscheidung: Bärlauch und Herbstzeitlose

Auch die Herbstzeitlose weist einige Merkmale auf, anhand derer man sie von Bärlauch differenzieren kann:

Herbstzeitlose:

  • Vorkommen: Wiesen, selten in Wäldern
  • Blüte: Erst im Herbst
  • Geruch: Blätter neutral, kein Knoblauchgeruch
  • Blätter: Aufrecht wachsend; mehrere Blätter kommen aus einem Stiel aus dem Boden; umhüllen die Fruchtkapsel im Inneren
Herbstzeitlose mit Blütenknospe
In der Blattscheide der Herbszeitlosen befindet sich eine große Blütenknospe [Foto: theapflueger/ Shutterstock.com]

Zusammenfassung: Bärlauch erkennen und unterscheiden

Das einfachste Unterscheidungsmerkmal zwischen Bärlauch und seinen giftigen Doppelgängern ist der Geruch. Während die Bärlauchblätter intensiv nach Knoblauch riechen, sind die Blätter des Maiglöckchens und der Herbstzeitlosen neutral im Geruch. Die Blüten des Maiglöckchens duften intensiv und angenehm, während die des Bärlauchs allenfalls nach Knoblauch riechen. Allerdings kann der Geruch auch trügerisch sein, wenn ein Laie unter seine Bärlauchernte auch Blätter seiner giftigen Doppelgänger untergemischt hat. Dann ist unser Geruchssinn meistens gesättigt und schnell überfordert.

Bärlauch erkennen: Meistens kommt die Pflanze in Au-, Laub- und Mischwäldern vor. Die kleinen, weißen Blüten erscheinen zwischen April und Juni. Schon wenig Druck hinterlässt auf den Bärlauchblättern Druckstellen, welche auch seinen intensiven Knoblauchgeruch freisetzen. Im Gegensatz zu seinen Doppelgängern ist die Blattunterseite matt. Pro Stiel wächst jeweils nur ein Blatt. Besonders im April hängen die weiterentwickelten und größeren Blätter leicht nach unten.

Maiglöckchen erkennen: Maiglöckchen sind hauptsächlich in Wäldern und Gärten anzutreffen. Die intensiv duftenden Blüten erscheinen zwischen Mai und Juni. Die Blätter riechen neutral und vor allem nicht nach Knoblauch. Die Blattoberseite ist der Unterseite recht ähnlich und nicht matt. Das Blattwerk ist fester und auf Druck deutlich unempfindlicher als das des Bärlauchs. Aus jedem Stiel entspringen zwei Blätter, deren Wuchs auch im fortgeschrittenen Entwicklungszustand aufrecht und nicht hängend ist.

Herbstzeitlose erkennen: Diese kommen vor allem auf Wiesen vor und äußerst selten in Wäldern. Umgekehrt findet man den Bärlauch nicht auf freien Wiesen. Bei Herbstzeitlosen entspringen mehrere Blätter aus dem Boden/pro Stiel und umschließen die im inneren liegende Fruchtkapsel, welche erst im Herbst erblüht. Der Geruch der Herbstzeitlosen ist neutral und nicht knoblauchartig.

Gehen Sie beim Sammeln von Bärlauch lieber auf Nummer sicher, am besten, indem Sie das leckere Gemüse selbst anbauen. Wie man im eigenen Garten Bärlauch anpflanzen kann, erfahren Sie in diesem Artikel.

Das Plantura-Team wünscht eine erfolgreiche Bärlauchernte mit vielen leckeren Gerichten.

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