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Bärlauch erkennen: 13 Unterschiede zu Maiglöckchen & Herbstzeitlosen

Beim Sammeln von Bärlauch sollten Sie diesen nicht mit den giftigen Doppelgängern Maiglöckchen & Herbstzeitlose verwechseln. Aber wie erkennt man Bärlauch?

Bärlauch erkennen: Unterschied zu giftigen Doppelgängern

Bärlauch ist nicht nur lecker und gesund, sondern soll auch Bärenkräfte wecken. Beim Sammeln muss man jedoch seine giftigen Doppelgänger erkennen können. Denn jedes Jahr vergiften sich in Deutschland mehrere Dutzend Personen an Herbstzeitlosen oder Maiglöckchen. Während das Blattwerk der Doppelgänger dem des Bärlauchs zum Verwechseln ähnlich ist, dienen das Aussehen der Blüten und der Geruch als klare Unterscheidungsmerkmale. Wir haben die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale mit Bildern nachfolgend für Sie zusammengestellt. Damit steht einer leckeren und gefahrenlosen Bärlauchernte nichts im Wege.

Unterscheidung: Bärlauch und Maiglöckchen

Wie unterscheidet man Bärlauch vom Maiglöckchen?

Bärlauch im Wald

Im Frühjahr können ganze Waldabschnitte mit Bärlauch bewachsen sein. [Foto: AndrewCC BY 2.0]

Bärlauch:

  • Vorkommen: Au-, Laub- und Mischwälder
  • Blüte: April bis Juni
  • Geruch: Intensiver Knoblauchgeruch
  • Matte Blattunterseite
  • Zartes Blattwerk
  • Blätter wachsen an einzelnen Stängeln aus dem Boden
  • Größere / ältere Blätter hängen nach unten
  • Riecht intensiv nach Knoblauch

Maiglöckchen:

  • Vorkommen: Wälder und Gärten
  • Blüte: Mai bis Juni
  • Geruch: Blätter neutral, Blüten intensiv duftend, kein Knoblauchgeruch
  • Blattunterseite der Blattoberseite recht ähnlich; nicht matt
  • Festeres Blattwerk
  • Pro Stiel wachsen zwei Blätter
  • Aufrechter Wuchs der Blätter
  • Riecht nicht nach Knoblauch

Unterscheidung: Bärlauch und Herbstzeitlose

Wie unterscheidet man Bärlauch vom Maiglöckchen?

Herbstzeitlose:

  • Vorkommen: Wiesen, selten in Wäldern
  • Blüte: Erst im Herbst
  • Geruch: Blätter neutral, kein Knoblauchgeruch
  • Blätter: Aufrecht wachsend; mehrere Blätter kommen aus einem Stiel aus dem Boden; umhüllen die Fruchtkapsel im Inneren

Zusammenfassung Bärlauch erkennen und unterscheiden

Das einfachste Unterscheidungsmerkmal zwischen Bärlauch und seinen giftigen Doppelgängern ist der Geruch. Während die Bärlauchblätter intensiv nach Knoblauch riechen, sind die Blätter des Maiglöckchens und der Herbstzeitlosen neutral im Geruch. Die Blüten des Maiglöckchens duften intensiv und angenehm, während die des Bärlauchs allenfalls nach Knoblauch riechen. Allerdings kann der Geruch auch trügerisch sein, wenn ein Laie unter seine Bärlauchernte auch Blätter seiner giftigen Doppelgänger untergemischt hat. Dann ist unser Geruchssinn meistens gesättigt und schnell überfordert.

Bärlauch erkennen: Meistens kommt die Pflanze in Au-, Laub- und Mischwäldern vor. Die kleinen, weißen Blüten erscheinen zwischen April und Juni. Schon wenig Druck hinterlässt auf den Bärlauchblättern Druckstellen, welche auch seinen intensiven Knoblauchgeruch freisetzen. Im Gegensatz zu seinen Doppelgängern ist die Blattunterseite matt. Pro Stiel wächst jeweils nur ein Blatt. Besonders im April hängen die weiterentwickelten und größeren Blätter leicht nach unten.

Maiglöckchen erkennen: Maiglöckchen sind hauptsächlich in Wäldern und Gärten anzutreffen. Die intensiv duftenden Blüten erscheinen zwischen Mai und Juni. Die Blätter riechen neutral und vor allem nicht nach Knoblauch. Die Blattoberseite ist der Unterseite recht ähnlich und nicht matt. Das Blattwerk ist fester und auf Druck deutlich unempfindlicher als das des Bärlauchs. Aus jedem Stiel entspringen zwei Blätter, deren Wuchs auch im fortgeschrittenen Entwicklungszustand aufrecht und nicht hängend ist.

Herbstzeitlose erkennen: Diese kommen vor allem auf Wiesen vor und äußerst selten in Wäldern. Umgekehrt findet man den Bärlauch nicht auf freien Wiesen. Bei Herbstzeitlosen entspringen mehrere Blätter aus dem Boden/pro Stiel und umschließen die im inneren liegende Fruchtkapsel, welche erst im Herbst erblüht. Der Geruch der Herbstzeitlosen ist neutral und nicht knoblauchartig.

Gehen Sie beim Sammeln von Bärlauch lieber auf Nummer sicher. Wie man Bärlauch auch im eigenen Garten pflanzen kann, finden Sie übrigens hier.

Das Plantura-Team wünscht eine erfolgreiche Bärlauchernte mit vielen leckeren Gerichten.

Felix

Ich bin studierter Wirtschaftsingenieur, aber im Herzen schon immer ein begeisterter Hobbygärtner. Seit über zehn Jahren baue ich Obst und Gemüse im eigenen Garten an, dabei liegt meine Leidenschaft vor allem bei seltenen und besonderen Sorten.
Lieblingsobst: Rotfleischige Pfirsiche und Pluots (Kreuzung Aprikose und Pflaume)
Lieblingsgemüse: Palmkohl, Tomaten und Kardonen

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