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Lebensmittelmotten: Die Motten in der Küche erkennen & bekämpfen

Die Larven und Falter von Küchenmotten hat niemand gerne in seinen Lebensmitteln. Wir verraten, wie man Lebensmittelmotten erkennt, ihnen vorbeugt und sie erfolgreich bekämpft.

Plodia interpunctella
Die Küchenmotten besitzen im Gegensatz zu den Kleidermotten immer einige Flecken oder braune Muster [Foto: Tomasz Klejdysz/ Shutterstock.com]

Die Begriffe „Lebensmittelmotte“, „Küchenmotte“ oder „Speisemotte“ umfassen mehrere Schädlinge. Im engeren Sinne gehören zu den Lebensmittelmotten die Dörrobstmotte (Plodia Interpunctella), die Mehlmotte (Ephestia kuehniella) und die Speichermotte (Ephestia elutella). Wir können Ihnen an dieser Stelle aber schon mal verraten, dass für die Vorbeugung und Bekämpfung nicht zwingend eine Unterscheidung der Mottenarten erforderlich ist. Ein Befall durch Lebensmittelmotten kann zum Beispiel durch kontaminierte Lebensmittel zustande kommen, die leider hin und wieder über den Handel in Umlauf geraten. Eine andere Möglichkeit ist der Zuflug von erwachsenen Küchenmotten durch geöffnete Fenster, die daraufhin die gelagerten Lebensmittel befallen. In beiden Fällen ist es nicht zwingend notwendig, dass Sie auch die erwachsenen Motten zu Gesicht bekommen. Denn der eigentliche Schaden an den Lebensmitteln wird durch die Larven der Lebensmittelmotte angerichtet.

Lebensmittelmotten erkennen: So sehen die Larven und Falter aus

Die verschiedenen Lebensmittelmotten sehen zwar nicht alle gleich aus, aber sie lassen sich trotzdem gut von den ebenfalls bekannten Kleidermotten unterscheiden. Das nötige Wissen liefert Ihnen unser Spezialartikel zur Unterscheidung von Lebensmittel- und Kleidermotten. Anders als die tagaktiven Schmetterlinge halten sie im Sitzen ihre Flügel stets am Körper gefaltet. Die unterschiedlichen Küchenmotten können eine Größe von 0,4 bis 1,4 cm erreichen.

Mehlmotte
Mehlmotten haben eine grau-schwarze Flügelzeichnung [Foto: Tomasz Klejdysz/ Shutterstock.com]

Zur frühzeitigen Erkennung und Identifikation eignen sich Mottenfallen wie unsere Plantura Lebensmittel-Mottenfallen hervorragend. Diese ermöglichen eine rechtzeitige Bekämpfung, bevor der Befall zu stark wird. Die dafür eingesetzten Pheromon-Tafeln enthalten einen für männliche Motten unwiderstehlichen Geruchsstoff. Der Lockstoff zieht spezifisch nur Lebensmittelmotten an und hilft damit auch bei der Unterscheidung von anderen Motten-Arten. In der Natur werden Pheromone von Weibchen ausgeschieden, damit die Männchen sie finden können. Von den Pheromonen der Falle angelockt, bleiben männliche Lebensmittelmotten an den mit Leim bestrichenen Tafeln kleben.
Wir möchten an dieser Stelle aber auch darauf hinweisen, dass mit den Pheromonfallen ein Befall nur entdeckt und überwacht werden kann. Für eine effektive Bekämpfung eignen sich die Mottenfallen nicht, da stets einige wenige Männchen übrigbleiben und sich paaren – durch die hohe Anzahl gelegter Eier pro Mottenweibchen kann auf diese Weise trotzdem ein starker Befall entstehen.

Plantura Lebensmittel-Mottenfallen
Plantura Lebensmittel-Mottenfallen
Pheromonfallen zur frühzeitigen Befalls-
erkennung mit 6-wöchiger Wirkungsdauer,
geruchlos, insektizid- & giftfrei

Wie bereits erwähnt, sind es die Larven der Speisemotten, die den eigentlichen Schaden verursachen. Erwachsene Motten legen ihre Eier in die Nähe oder direkt in geeignete Vorräte und die schlüpfenden Larven ernähren sich während ihrer Entwicklung von den sie umgebenden Lebensmitteln. Anschließend verpuppen sie sich an einem möglichst dunklen und trockenen Ort. Die neuen, erwachsenen Falter können daraufhin entweder im gleichen Vorrat ihre Eier ablegen oder auch weite Strecken zu neuen Nahrungsquellen zurücklegen. Je nach Art der Lebensmittelmotten können zwischen 50 und 400 Eier gelegt werden. Ein einzelnes Weibchen vermag also bereits zu großen Problemen in der Speisekammer zu führen.

Dörrobstmotten-Larven
Die Eier der Dörrobstmotten entwickeln sich bald zu gut sichtbaren Raupen [Foto: Tomasz Klejdysz/ Shutterstock.com]

Tipp: Die verschiedenen Lebensmittelmotten können naturbelassene, gemahlene und verarbeitete Getreideprodukte, Nüsse, Hülsenfrüchte, Kakao und Schokolade, Tee und Gewürze, Trockenobst und frisches Obst, trockenes und frisches Gemüse, im Freiland Heu und Stroh sowie in Sonderfällen sogar Tabak befallen, verdauen und verunreinigen.

Einen Befall mit Lebensmittelmotten erkennt man übrigens sehr gut an den Gespinsten. Hängen zum Beispiel einige Getreidekörner wie durch Zauberhand an der Verpackung oder bilden sich Klumpen im Mehl oder Getreide, ist das ein sicheres Zeichen für vorhandene Gespinste. Aber auch die Larven selbst sind in den Lebensmitteln gut zu sehen. Nur direkt nach dem Schlüpfen sind sie noch so klein, dass sie für das menschliche Auge im Prinzip nicht sichtbar sind. Die Raupen entwickeln sich aber rasch weiter und sind dann bei Längen von bis zu 1,7 cm gut erkennbar. Sie werden aber keine schönen Raupen finden, wie man es von Schmetterlingen gewohnt ist. Die unscheinbaren Larven der Lebensmittelmotten ähneln viel eher unspektakulären Maden. Die optimale Entwicklungstemperatur der Larven liegt übrigens bei 30 °C, weshalb die Schädlinge hauptsächlich in den warmen Sommermonaten auftreten.

Lebensmittelmotten-Gespinste
Gespinste weisen eindeutig auf einen Mottenbefall hin [Foto: Jsep/ Shutterstock.com]

Zusammenfassung – Speisemotten erkennen:

  • Adulte Tiere: 0,4 bis 1,4 cm große Falter mit braun gefleckten Flügeln
  • Larven: Madenartige Raupen von bis zu 1,7 cm
  • Gespinste: Erkennbar anhand von verklumpten Lebensmitteln
  • Befallen gerne Getreide, Mehl, Nüsse oder Tee und etliche andere Lebensmittel
  • Treten hauptsächlich in den warmen Sommermonaten auf
  • Mottenfallen wie unsere Plantura Lebensmittel-Mottenfallen helfen bei der einfachen, frühzeitigen und zuverlässigen Befallserkennung

Wie entstehen Lebensmittelmotten?

Lebensmittelmotten können in jedem Haushalt auftreten und sind nicht unbedingt Ausdruck mangelnder Hygiene.Doch wenn Lebensmittel ungeschützt aufbewahrt werden, können Motten und Larven schnell einen Zugang finden und die Lebensmittel ungenießbar machen.

Larven Lebensmittelmotte in Rosinen
Die Larven der Motten richten den eigentlichen Schaden an den Lebensmitteln an [Foto: Inga Gedrovicha/ Shutterstock.com]

Die häufigste Ursache für einen Befall sind dabei Lebensmittel, die in ihren Ursprungsverpackungen verbleiben. Plastikfolien oder Papier- und Pappverpackungen stellen kein Hindernis da. Dort wird von den Larven einfach ein kleiner Zugang gefressen, um an die Lebensmittel zu gelangen. Es kann natürlich auch vorkommen, dass die Küchenmotten bereits beim Einkauf in den Lebensmitteln stecken – zum Glück passiert dies aber nur sehr selten.

Tipp: Nicht die Larven machen befallene Lebensmittel ungenießbar, denn diese sind an sich völlig ungiftig – vielmehr sind es der Larvenkot und die Gespinste der Larven, die Ihre Vorräte kontaminieren. Außerdem können sich durch den Kot und die Gespinste auch noch weitere Schädlinge ansiedeln, zum Beispiel Pilze und Milben. Da unter den Pilzen auch giftige Schimmelpilze sein können, gehören die befallenen Lebensmittel direkt in die Mülltonne.

Lebensmittelmotten vorbeugen

Um einen Befall mit Speisemotten zu verhindern, sollten Lebensmittel nicht in den Verkaufsverpackungen, sondern in luftdicht schließenden Glas-, Keramik- oder dicken Plastikbehältern verwahrt werden. Nur so können Sie die gefräßigen Larven von Ihren Lebensmitteln fernhalten. Selbst ein einfacher Gewindeverschluss bietet keinen hundertprozentigen Schutz, da die kleinen Larven auch diesen überwinden können. Außerdem hilft das regelmäßige Entfernen von Krümeln aus Schränken und von Arbeitsflächen sowie das Anbringen von Fliegengittern an den Fenstern.

Mit unseren Plantura Lebensmittel-Mottenfallen lässt sich ein Befall zwar nicht verhindern, aber schon in einem sehr frühen Stadium erkennen. So kann man schnell Bekämpfungsmaßnahmen ergreifen und den Großteil seiner Lebensmittel retten.

Lebensmittel in Weckgläsern
Luftdicht verschlossen sind Ihre Nahrungsmittel gut geschützt vor Mehlmotten [Foto: Chris Grube/ Shutterstock.com]

Zusammenfassung – Küchenmotten vorbeugen:

  • Lebensmittel, die längere Zeit gelagert werden, vorher in luftdicht schließende Glas-, Keramik- oder dicke Plastikbehälter umfüllen
  • Pheromon-Mottenfallen anbringen, um einen Befall frühzeitig zu erkennen

Lebensmittelmotten bekämpfen: So wird man sie los

Wurde ein Befall entdeckt, sollten zunächst alle Lebensmittel auf Larven und Gespinste kontrolliert werden. Betroffene Lebensmittel sollten Sie grundsätzlich entsorgen. Weil sich die Tiere aber im Hausmüll weiterhin entwickeln können, sollten sie vorher abgetötet werden. Das geschieht am besten in der Tiefkühltruhe. Dort müssen die Lebensmittel für drei Tage eingefroren werden und erst danach können die Lebensmittel dem Hausmüll zugeführt werden. Um Lebensmittelmotten in Ihrer Küche nachhaltig zu bekämpfen, sind allerdings weitere Schritte nötig, die wir Ihnen im Folgenden nun vorstellen möchten.

Schlupfwespen gegen Lebensmittelmotten

Ein großes Problem stellen die Eier der Motten dar. Da diese für uns aufgrund der winzigen Größe nicht sichtbar sind, ist es sinnvoll, sich Hilfe bei der Beseitigung ins Haus zu holen. Schlupfwespen der Gattung Trichogramma haben sich dabei als wertvolle Nützlinge erwiesen, da sie hoch spezialisiert sind und gezielt nach den kleinen Motteneiern suchen, um ihre eigenen Eier darin abzulegen. Die Larven der Schlupfwespen nutzen die Motteneier als Lebensraum und Nahrungsquelle zugleich, wodurch diese absterben. Die Schlupfwespen selbst sind dabei so klein, dass sie kaum zu sehen sind und nach ihrer kurzen Lebensdauer praktisch zu Staub verfallen. Befallene Lebensmittel sollten natürlich auch bei dieser Methode zuallererst entsorgt werden.

Auch unsere Plantura Schlupfwespen gegen Lebensmittelmotten gehören zur Gattung Trichogramma, genauer gesagt zur Art Trichogramma evanescens. Sie ermöglichen eine chemiefreie und biologische Bekämpfung von Speisemotten. Sie erhalten die kleinen Nützlinge zu je 2000 Stück als Eier auf Kärtchen geliefert, die Sie in den betroffenen Bereichen auslegen können. Die Menge der benötigten Karten richtet sich dabei nach der Größe des betroffenen Bereichs. Bei einem Mottenbefall in einer normal großen Küche empfehlen wir vier Karten.

Plantura Schlupfwespen gegen Lebensmittelmotten
Plantura Schlupfwespen gegen Lebensmittelmotten
Heimische Trichogramma-Schlupfwespen
zur zuverlässigen & chemiefreien
Bekämpfung von Lebensmittelmotten

Um eine erfolgreiche und dauerhafte Bekämpfung der Motten zu erzielen, ist es wichtig, die Schlupfwespen regelmäßig und so lange auszubringen, bis alle Eier vernichtet sind – für eine endgültige Beseitigung von Lebensmittelmotten empfehlen wir vier Wiederholungen. Damit Sie zum richtigen Zeitpunkt immer frische Schlupfwespen zuhause haben, liefern wir Ihnen daher alle zwei Wochen Ihre Karten bequem nach Hause. Die Schlupfwespen sind natürlich völlig unschädlich für Sie und Ihre Haustiere, denn sie können nicht stechen und kümmern sich nur um ihre Eiablage. Nach einer erfolgreichen Bekämpfung stirbt die letzte Generation einfach ab, da sie sich ohne neue Motteneier nicht mehr fortpflanzen kann. Um den Bekämpfungserfolg zu überprüfen, empfehlen wir ebenfalls Pheromon-Mottenfallen wie unsere Plantura Lebensmittel-Mottenfallen. Sie helfen dabei zu erkennen, ob Ihre Küche wirklich mottenfrei ist und bleibt.

Zusammenfassung – Wie werden Schlupfwespen gegen Küchenmotten angewendet?

  1. Den Befall feststellen: z.B. durch Larven- und Gespinstfunde oder adulte Tiere auf Mottenfallen
  2. Plantura Schlupfwespen gegen Lebensmittelmotten bestellen (eine Karte pro Quadratmeter oder geschlossenem Schrankfach)
  3. Lebensmittelvorräte kontrollieren und befallene Lebensmittel erst einfrieren und dann entsorgen
  4. Plantura Schlupfwespen-Karten auslegen
  5. Wiederholen: Sie bekommen automatisch alle 2 Wochen eine neue Lieferung
  6. Jubeln: Nach 4 Wiederholungen sind die kleinen Schädlinge vernichtet
  7. Schränke mit einem feuchten Tuch abwischen, um letzte Spuren zu beseitigen
Erzwespen
Erzwespen sind natürliche Gegenspieler der Lebensmittelmotten [Foto: Tomasz Klejdysz/ Shutterstock.com]

Hausmittel gegen Lebensmittelmotten

Wer sein Glück mit Hausmitteln versuchen möchte, kann zur Allzweckwaffe Essig greifen. Mit einer Essig-Wasser-Mischung sollten die Vorratsschränke oder die Vorratskammer gründlich geputzt werden, wodurch die Eier der Küchenmotte abgetötet werden. Es ist allerdings schwierig, bei diesem Prozess wirklich alle Eier zu erwischen, und man läuft Gefahr, dass sich die Schädlinge nach einer Zeit wieder ausbreiten. Schlupfwespen garantieren hier eine effektivere Beseitigung.

Bei warmen Temperaturen entwickeln sich die Falter außerdem wesentlich schneller, während bei kalten Temperaturen die Entwicklung stark verzögert werden kann. Je nach Art kann die Entwicklung daher unter niedrig einstelligen Temperaturen auch komplett gestoppt werden. Denn besonders die Dörrobstmotte und die Mehlmotte sind eher an wärmere Regionen wie den Mittelmeerraum angepasst. Auch hier gilt es, alle befallenen Lebensmittel vorher zu entsorgen. Denn selbst, wenn die Schädlinge abgetötet wurden, können die Gespinste und die Hinterlassenschaften der Larven die Lebensmittel verderben.

Essig gegen Lebensmittelmotten
Essigreiniger ist ein gutes Hausmittel gegen die Eier der Lebensmittelmotten [Foto: Brian A Jackson/ Shutterstock.com]

Weitere Mittel gegen Lebensmittelmotten

Natürlich könnten auch Insektensprays oder andere chemische Spritzmittel gegen Lebensmittelmotten helfen, doch davon raten wir Ihnen ab. Denn Sie müssten die Mittel in unmittelbarer Nähe zu Ihren Lebensmitteln benutzen und würden während der Anwendung auch direkt mit den oft schädlichen Inhaltsstoffen in Kontakt kommen. Eine biologische Bekämpfung mit Schlupfwespen bietet dagegen eine ungefährliche und nachhaltige Alternative.

Schlupfwespen können übrigens nicht nur gegen Lebensmittelmotten, sondern auch gegen Kleidermotten eingesetzt werden. Wie Sie die beiden Schädlinge voneinander unterscheiden, erfahren Sie in unserem passenden Artikel zum Unterschied zwischen Kleider- und Lebensmittelmotten.

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