banner

Pflanzen, Saatgut, Dünger, Pflanzenschutz & mehr!

Goldregen pflanzen, pflegen & schneiden

Alina
Alina
Alina
Alina

Seit mehreren Jahren pflanze ich hobbymäßig in meiner Freizeit viel verschiedenes Gemüse an, wodurch ich letztendlich zu dem Studiengang Gartenbau an der Hochschule in Freising gefunden habe. Ich bin davon fasziniert, die Pflanzen vom Samen bis zur Frucht wachsen zu sehen und am Ende die Ernte zu verarbeiten.

Lieblingsobst: Kirschen und Erdbeeren
Lieblingsgemüse: Kartoffeln, Tomaten und Knoblauch

Den Goldregen zu pflanzen ist nicht schwer. Und auch die Pflege des schönen Ziergehölzes ist mit unserer Anleitung leicht.

Blüten eines gepflegten Goldregen
Die strahlende Blütenpracht des Goldregens bietet einen hübschen Anblick [Foto: Iva Vagnerova/ Shutterstock.com]

Mit seinen langen, goldgelben Blütentrauben ist der Goldregen (Laburnum spec.) für jede Anlage und Privatgarten eine optische Bereicherung. Wenn man sich die Pflanze jedoch in den Garten setzen möchte, sollte man darüber im Klaren sein, dass der Goldregen giftig ist. In diesem Artikel erfahren Sie unter anderem mehr über das Pflanzen und Schneiden des Goldregens.

Goldregen pflanzen

Da der Goldregen keine besonders hohen Ansprüche an den Boden stellt, in den er gepflanzt wird, kann dabei nicht viel schiefgehen. Jedoch sollte man sich mit dem ausgewählten Platz recht sicher sein, da der Goldregen ein Umpflanzen nicht gut verträgt.

Der richtige Standort

Ein geeigneter Standort für den Goldregen befindet sich optimalerweise in einer wärmebegünstigten Lage. Der Platz sollte sonnig bis halbschattig sein. Im Winter kann vor allem eine geschützte Stelle zur Vitalität des Gehölzes beitragen. Bevorzugt wächst der Goldregen auf mäßig trockenen bis frischen, durchlässigen und leichten Gartenböden.

Es lohnt sich also, den eigenen Gartenboden etwas aufzuwerten, falls er schwer und verdichtet ist. Er wird hierzu tiefgründig aufgelockert und zu einem Volumenanteil von mindestens 30 % mit Sand vermengt, um die benötigte Durchlässigkeit zu gewährleisten. Da der Goldregen oft auf kalkreicheren Böden vorkommt, kann es hilfreich sein, den Gartenboden mit etwas Kalk anzureichern, wenn nicht schon genügend vorhanden ist. Dafür kann beispielsweise unser hochwertiger Plantura Bio-Rasen- & Gartenkalk verwendet werden, welcher neben der Bodenfruchtbarkeit auch die Wasserdurchlässigkeit verbessert.

Bio-Rasen- & Gartenkalk 15 kg
Bio-Rasen- & Gartenkalk 15 kg
star-placeholder star-placeholder star-placeholder star-placeholder star-placeholder
star-rating star-rating star-rating star-rating star-rating
(4.5/5)
  • Hochwertiger, fein gekörnter Rasen- & Gartenkalk für eine verbesserte Bodenfruchtbarkeit
  • Gegen Unkraut und Moos: Bringt übersäuerte Böden wieder ins Gleichgewicht
  • Streuwagengeeignet & leicht auszubringen - unbedenklich für Haus- & Gartentiere
13,99 €
Grundpreis: 0,93 €/kg

Um die optimale Ausgangssituation für den Goldregen zu schaffen, sollten vor der Bodenverbesserung der pH-Wert und die Bodenart bestimmt werden. Der optimale Boden-pH-Wert für den Goldregen liegt im Bereich von 6,5 bis 8. Dabei ist anzumerken, dass der anspruchslose Goldregen auf nicht optimal angepassten Böden ebenfalls zurechtkommt.

Kann der Goldregen im Kübel kultiviert werden? Die Kultur des Goldregens im Kübel ist zwar möglich, jedoch deutlich anspruchsvoller und aufwändiger in der Pflege und Überwinterung als die Kultur im Freiland. Des Weiteren sollte dabei nicht unterschätzt werden, welche Wuchshöhen der Goldregen erreichen kann. In dem Fall wäre möglicherweise die Kultivierung als Bonsai eine interessante Alternative.

Goldregen pflanzen: Anleitung

Freilandpflanzung:

  • Optimaler Zeitpunkt: Frühjahr
  • Pflanzloch in doppelter Größe des Wurzelballens ausheben
  • Boden bei Bedarf verbessern
  • Goldregen mit Erdballen ebenerdig einpflanzen
  • Erde andrücken und angießen
Loch wird für Goldregen gegraben
Das Pflanzloch sollte in doppelter Größe des Wurzelballens ausgehoben werden [Foto: omphoto/ Shutterstock.com]

Kübelpflanzung:

  • Pflanzgefäß mit großem Durchmesser und Abflussmöglichkeit für Wasser wählen
  • Am Gefäßboden circa 3 cm hohe Drainageschicht aus Blähton einfüllen
  • Mit einem durchlässigen, hochwertigen Substrat befüllen, das mit mindestens 30 % Sand vermengt wurde
  • Durchdringend angießen

Tipp: Im Gegensatz zum Goldregen im Freiland benötigt das Gehölz im Kübel einen Überwinterungsschutz, damit die Wurzeln nicht beschädigt werden. Alternativ kann er in einem hellen, frostfreien Raum überwintert werden.

Pflege von Goldregen

Das Pflegen des Goldregens im Freiland erweist sich als denkbar einfach. Trotzdem gibt es ein paar Dinge zu beachten, mit denen man für das optimale Wohlbefinden des Gehölzes sorgen kann. Im Kübel gepflanzte Exemplare benötigen, wie bereits erwähnt, deutlich mehr Aufmerksamkeit.

Gepflegter Goldregen
Die Wuchshöhe des Goldregens muss im Kübel deutlich reguliert werden [Foto: marilyn barbone/ Shutterstock.com]

Gießen und Düngen

Hat sich der Goldregen erstmal gut im Garten etabliert, übersteht er auch sommerliche Trockenphasen. Wenn diese allerdings länger anhalten und der Boden vollständig austrocknet, sollte man auf jeden Fall nachhelfen und den Untergrund wieder durchdringend befeuchten. Dabei darf nur keine Staunässe erzeugt werden, denn die verträgt der Goldregen nicht.
Im Kübel dagegen muss regelmäßig zur Gießkanne oder zum Gartenschlauch gegriffen werden. Das Substrat sollte stets leicht frisch sein, damit sich der Goldregen wohlfühlt.

Das Gehölz hat keinen besonders hohen Nährstoffbedarf, weshalb es gern auf stickstoffärmeren bis mäßig stickstoffreichen Böden wächst. Eine Kompostgabe im Frühjahr sollte deswegen als Düngung vollkommen ausreichen. Da das verwendete Substrat für die Kübelpflanzung in den meisten Fällen bereits einige Nährstoffe enthält, muss dieses erst im nächsten Frühjahr wieder aufgewertet werden. Dazu kann eine Komposterde verwendet werden, die unter das alte Substrat gemischt wird. Unsere torffreie Plantura Bio-Komposterde zum Beispiel mit ihrem pH-Wert von 6,9 und ihrem hohen Anteil an Phosphat und Kalium für die Blütenbildung stellt eine gute Grundlage für den Goldregen dar.

Bio-Komposterde 62,5 L
Bio-Komposterde 62,5 L
star-placeholder star-placeholder star-placeholder star-placeholder star-placeholder
star-rating star-rating star-rating star-rating star-rating
(4.9/5)
  • Ideal für alle Zier- & Nutzpflanzen mit einem hohen Nährstoffbedarf & für’s Hochbeet
  • Für eine verbesserte Bodenqualität & ein gesundes Wurzelwachstum
  • Torffrei & klimafreundlich: CO2-reduzierte Bio-Erde hergestellt in Deutschland
24,99 €
Grundpreis: 0,40 €/l

Tipp: Da der Goldregen zu den Schmetterlingsblütlern (Faboideae) gehört, ist er in der Lage, eine Symbiose mit den sogenannten Knöllchenbakterien einzugehen, durch die Stickstoff im Boden fixiert wird.

Goldregen schneiden

Aufgrund seiner von Natur aus schönen Wuchsform ist es eigentlich nicht notwendig, den Goldregen zu schneiden. Doch Schnittmaßnahmen können gerade bei Kübelpflanzungen oder räumlich begrenzten Standorten sehr wichtig sein, um den Goldregen klein zu halten. Als geeigneter Zeitpunkt bietet sich in dem Fall der Frühsommer nach Abschluss der Blüte an.

Goldregen blüht nicht: Was tun?

Die einfachste Erklärung für das Ausbleiben der Blüte des Goldregens ist das Alter der Pflanze. Wurde der Goldregen aus Samen gezogen, dauert es etwa 5 bis 10 Jahre bis zur Blüte. Bei Pflanzen, die mit Ablegern vermehrt wurden braucht es nur etwa 3 bis 5 Jahre. Der Standort kann auch ein Faktor für das Ausbleiben der Goldregenblüte sein, dafür muss dieser allerdings schon sehr ungeeignet sein. Das könnte bedeuten, dass der Boden zu schwer oder extrem verdichtet ist oder sich der Platz zum Beispiel in starkem Schatten befindet. In dieser Situation ist ein Standortwechsel und eine Bodenaufwertung angebracht.

Goldregen blüht nicht
Mit einer Blüte ist vor allem in jüngeren Jahren noch nicht unbedingt zu rechnen [Foto: simona pavan/ Shutterstock.com]

Während der Goldregen hier schon häufiger in Gärten oder im öffentlichen Grün anzutreffen ist, sieht man den Seidenbaum (Albizia julibrissin) bisher eher selten. Er gehört ebenfalls zur Familie der Hülsenfrüchtler und fällt besonders durch seine hübschen Blüten und die Blätter, die einer Mimose (Mimosa pudica) ähneln, auf.