Schlangenhaut-Kiefer: Pflanzen, Pflege & die schönsten Sorten

Elisabetta
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Durch mein Studium der Agrarwissenschaften in Hohenheim konnte ich meine Begeisterung für Pflanzen vertiefen und viel faszinierendes Wissen über die Pflanzenwelt gewinnen. Meine Freizeit verbringe ich gerne in der Natur, denn dort fühle ich mich am wohlsten und komme zur Ruhe. Aus diesem Grund gedeihen auf meinem Balkon neben einer Weinrebe auch viele Sommerblumen und verschiedene Kräuter, an denen ich meine Pflanzenliebe ausleben kann.

Lieblingsobst: Heidelbeere
Lieblingsgemüse: Spinat, Tomaten

Die Schlangenhaut-Kiefer ist ein stattliches Ziergehölz aus dem Balkangebirge. Im eigenen Garten kann sich die Kiefer ebenso prächtig entfalten und ihr Nadelkleid präsentieren.

Schlangenhautkiefer im Beet
Die Zwergform der Schlangenhaut-Kiefer passt perfekt ins Beet [Foto: Olga Vasilek/ Shutterstock.com]

Ihr schöner Wuchs und das dichte Nadelkleid machen die Schlangenhaut-Kiefer (Pinus heldreichii) heute zu einem beliebten Baum in Steingärten, Heidegärten und Naturgärten. Wie Sie die Pinus heldreichii erfolgreich im Garten pflanzen, pflegen und welche besonders schönen Sorten es gibt, erfahren Sie in diesem Artikel.

Schlangenhaut-Kiefer: Herkunft und Eigenschaften

Die auch als Bosnische Kiefer bekannte Schlangenhaut-Kiefer stammt ursprünglich aus dem Balkangebirge. Aufgrund ihrer Robustheit und ihrer pflegeleichten Eigenschaften ist die Pflanze in vielen Gärten beliebt. Dank ihrer Herkunft aus einer Region mit trockenen Böden ist sie gegenüber Trockenheit tolerant. Da die Schlangenhaut-Kiefer robust, trocken- und hitzeverträglich ist, zählt sie zu den sogenannten Klimabäumen.

Ihre auffällige Gestalt erstreckt sich kegelförmig. Mit einem maximalen Zuwachs von etwa 40 cm pro Jahr gehört sie zu den eher langsam wachsenden Gartengehölzen. Eine Wuchshöhe von ungefähr 20 m erreicht die Schlangenhaut-Kiefer lediglich in ihrer Heimat. In unseren Breiten wird sie nur halb so groß, wobei die bis zu 3 m hohen Zwergformen äußerst beliebt sind. Eine immergrüne Schlangenhaut-Kiefer hat dunkelgrüne und scharfspitzige Nadeln, die dicht beieinander wachsen. Die Borke der Kiefer zeigt eine schlangenhautartige Struktur. Der Baum blüht im Mai – die männlichen Blütenzapfen in einem Hellgelb und die weiblichen in einem Purpurrot. Ihre eiförmigen Zapfen erscheinen zuerst veilchenfarben und nehmen später bei der Reife eine gelblich-braune Farbe an.

Tipp: Ein Synonym für Pinus heldreichii ist Pinus leucodermis. Oft wird die Schlangenhaut-Kiefer auch als Pinus heldreichii var. leucodermis bezeichnet, da Pinus leucodermis eine Varietät darstellt – eine solche umfasst mehrere Populationen, die sich nur in wenigen Merkmalen von der Typform unterscheiden.

Krone der Schlangenhautkiefer
Die Schlangenhaut-Kiefer hat einen dekorativen und immergrünen Wuchs [Foto: Nahhana/ Shutterstock.com]

Die schönsten Sorten

Die vielen Varianten der Schlangenhaut-Kiefer unterscheiden sich vor allem in ihrer Größe und Breite. Ihre Nadelfarbe ist meist dunkelgrün. Wir stellen im Folgenden die schönsten Sorten vor:

  • Pinus heldreichii ‘Compact Gem’: Die Sorte ‘Compact Gem’ wird etwa 350 cm hoch und 200 cm breit. Der kleine Strauch ist somit gedrungen und kompakt. Seine Nadeln erstrahlen in Dunkelgrün bis Schwarzgrün und werden bis zu 10 cm lang.
Schlangenhautkiefer-Sorte Compact Gem
Die Neuaustrieb der Sorte ‘Compact Gem’ zeigt sich einem zarten Weiß [Foto: agatchen/ Shutterstock.com]
  • Pinus heldreichii ‘Malinki’: Mit einer Höhe von etwa 120 und einer Breite von 100 cm bleibt diese kegelförmige Zwerg-Schlangenhaut-Kiefer ‘Malinki’ klein und eignet sich deshalb für kleinere Gärten.
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  • Pinus heldreichii ‘Schmidtii’: ‘Schmidtii’ bleibt in einer kompakten Zwergform. Sie wird maximal 80 cm hoch und 50 cm breit. Auch ihre Nadeln erstrahlen in Dunkelgrün.
Pinus heldreichii Schmidtii
Die Sorte ‘Schmidtii’ bleibt sehr klein und kompakt [Foto: Ground Picture/ Shutterstock.com]
  • Pinus heldreichii ‘Little Dracula’: Die Zwerg-Schlangenhaut-Kiefer ‘Little Dracula’ wächst stämmig und kompakt. Die Sorte erreicht eine Höhe von etwa 2 m und eine Breite von bis zu 1,5 m.

Richtig pflanzen

Wird die Kiefer als Containerpflanze angeboten, ist eine Pflanzung grundsätzlich das ganze Jahr über möglich. Als Ballenware eignen sich die Monate von September bis Anfang April. Bevor man die Schlangenhaut-Kiefer pflanzt, sollte man den richtigen Standort wählen. Dieser ist idealerweise sonnig und bietet eine durchlässige, eher trockene, nährstoffarme und kalkhaltige Erde. Im Freiland sollte je nach Sorte etwa 0,5 bis 3 m² Platz eingeplant werden. Verwenden Sie zum Pflanzen eine hochwertige Pflanzenerde wie beispielsweise unsere Plantura Bio-Universalerde. Dieses Substrat ist mit Holzfasern angereichert, wodurch sich die feinen Wurzeln der Schlangenhaut-Kiefer problemlos ausbreiten können. Eine Pflanzung im Topf ist ebenfalls möglich. Achten Sie hierbei auf einen ausreichend großen Pflanztopf, denn die Schlangenhaut-Kiefer ist ein Tiefwurzler. Am besten eignet sich ein Gefäß von etwa 45 cm Breite und mindestens 40 cm Tiefe, beispielsweise ein kelchförmiges Pflanzgefäß. Unter passenden Bedingungen im Beet kann die Pfahlwurzel der Schlangenhaut-Kiefer bis zu 7 m tief wurzeln.

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Schlangenhaut-Kiefer im Beet pflanzen

  • Erde auflockern
  • Pflanzloch ausheben, das 1,5 bis 2 mal so breit und tief wie der Wurzelballen ist
  • Bei zu Verdichtung neigenden Böden Drainageschicht anlegen, zum Beispiel aus Kies
  • Etwa 3 – 5 L Pflanzerde in das Pflanzloch geben
  • Den Wurzelballen vor der Pflanzung in ein Wasserbad tauchen
  • Topf entfernen und die Wurzeln der Schlangenhaut-Kiefer (nur wenn die Topfpflanze sehr gut durchwurzelt ist) an 3 – 4 Stellen mit einem Messer oder einer Gartenschere leicht anritzen
  • Das Gehölz auf der richtigen Höhe (der Stamm sollte in den Boden treffen und etwas über dem umgebenden Bodenniveau liegen) in das Pflanzloch stellen
  • Hohlraum mit einer Mischung aus Aushub und Pflanzerde auffüllen und andrücken
  • Bei Ballenware das Pflanzloch so weit mit lockerer Erde füllen, dass der Wurzelballen mit dem Oberboden abschließt, danach die Pflanze gerade in das Loch stellen und das Ballentuch entfernen
  • Mulchschicht von etwa 5 – 15 cm auftragen

Schlangenhaut-Kiefer im Topf pflanzen

  • Gefäß von mindestens 45 cm Breite, 40 cm Tiefe und mit einem Wasserablaufloch wählen
  • Drainageschicht aus Blähton auf dem Topfboden verteilen
  • Schlangenhaut-Kiefer in strukturstabile Pflanzerde pflanzen
  • Nach Pflanzung direkt angießen
  • Alle zwei Jahre umtopfen
Nadeln der Schlangenhautkiefer
Die Nadeln der Schlangenhaut-Kiefer haben eine stechende Spitze [Foto: IvanaStevanoski/ Shutterstock.com]

Schlangenhaut-Kiefer pflegen

Die Schlangenhaut-Kiefer ist ein robustes Ziergehölz, welches nur wenig Pflege benötigt. Sie kommt prinzipiell mit äußerst wenig Düngung zurecht. Wenn Sie die Schlangenhaut-Kiefer düngen möchten, dann am besten zwischen März und August. Im Beet muss nicht zwingend ein Dünger verabreicht werden, wenn der Boden genug Nährstoffe bietet. Prinzipiell reicht eine Beetdüngung zweimal jährlich, während im Kübel eine Düngergabe etwa alle zwei Wochen sinnvoll sein kann – denn hier werden die Nährstoffreserven schneller verbraucht. Idealerweise düngt man die Schlangenhaut-Kiefer im Topf mit einem Flüssigdünger wie zum Beispiel unserem Plantura Bio-Zimmer- & Grünpflanzendünger. Durch die enthaltenen Bacillus amyloliquefaciens verbessert dieser Dünger nicht nur die Bodenqualität, sondern macht auch die Nährstoffe besser verfügbar.

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Die Kiefer muss man nicht schneiden, denn ihre schöne Wuchsform erreicht sie ganz von selbst. Da die Schlangenhaut-Kiefer bis zu -30 °C winterhart ist, benötigt sie im Beet keinen Frostschutz. Im Topf sollte sie jedoch vor sehr starken Frösten geschützt werden, denn das ganze Topfvolumen kann durchfrieren. Hierfür stellen Sie das Pflanzgefäß am besten an die geschützte Hauswand und umwickeln es beispielsweise mit Vlies oder Jute. Achten Sie darauf, dass der Erdboden im Winter stets feucht bleibt und nie ganz austrocknet.

Rinde der Schlangenhautkiefer
Die Rindenstruktur erinnert an eine Schlangenhaut [Foto: Simone Morris/ Shutterstock.com]

Im Topf sowie im Beet ist die Schlangenhaut-Kiefer ein schönes und pflegeleichtes Ziergehölz. Auch die Zuckerhut-Fichte (Picea glauca ‘Conica’) ist mit ihren zierenden Nadeln und dem pyramidalen Wuchs hervorragend zur Dekoration im Garten geeignet.

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