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Kräuter ganz einfach nachwachsen lassen: Video & Anleitungen

Raus aus dem Supermarkt, rein in die Tonne? Nein! Wir zeigen Ihnen, wie Sie Basilikum, Minze, Koriander & Zitronengras einfach zu Hause nachwachsen lassen.

 

Frische Kräuter geben vielen Gerichten erst den richtigen Pfiff. Doch oft braucht man nur eine Kleinigkeit, der Rest landet im Abfall. Das muss nicht sein! Viele Kräuter lassen sich einfach im Topf nachwachsen. Der Grund: Die meisten Kräuter lassen sich ganz einfach über Stecklinge vermehren. Obwohl Minze, Koriander, Basilikum und Zitronengras sehr unterschiedlich wirken, haben sie doch eines alle gemeinsam: Aus der scheinbar ausgedienten alten Pflanze, lassen sich durch Stecklinge neue Jungpflanzen züchten. Und das geht nicht nur ganz einfach sondern freut auch Umwelt und Geldbeutel.

Basilikum nachwachsen lassen

Was wäre die italienische Küche ohne Basilikum? Aber was macht man mit den übrig gebliebenen Kräutern? Die Antwort ist ganz einfach: Man schneidet die Triebspitzen etwa auf eine Länge von 5 bis 7 cm ab. Danach entfernt man die unteren Blätter und stellt die Stecklinge für etwa sieben Tage in Wasser. Hier bilden die Basilikumstecklinge neue Wurzeln aus. Haben diese eine Länge von etwa 4 bis 5 cm ausgebildet, sind sie bereit zum Einpflanzen. Dazu das Basilikum einfach bis etwa 1 cm vor dem untersten Blattpaar in die Erde setzten und kräftig angießen. Jetzt braucht es nur noch etwas Geduld und ab und zu ein bisschen Wasser aus der Gießkanne und schon wird aus Ihrem Steckling eine stattliche Pflanze.

Basilikum Steckling in Topf

Aus den Triebspitzen lassen sich schnell kleine Stecklinge gewinnen

Hier noch einmal eine kurze Zusammenfassung, wie Sie Basilikum nachwachsen lassen können:

  1. Stecklinge von 5-7 cm Größe abschneiden
  2. Die unteren Blätter der Stecklinge entfernen
  3. 7 Tage in Wasser stellen
  4. Stecklinge in einen Topf mit Blumenerde pflanzen

Minze nachwachsen lassen

Bei der Minze gleicht sich das Vorgehen mit dem Basilikum. Zuerst sollten die Stecklinge auf eine Länge von 5 bis 7 cm gekürzt werden. Danach entfernen Sie die unteren Blätter, lassen Sie nur die ersten zwei bis drei Blätterpaare an der Triebspitze stehen. Die übrigen Blätter bilden für die Pflanze eine zu große Verdunstungsfläche und würden dafür sorgen, dass sie trotz wässern vertrocknet und eingeht. Nun können die vorbereiteten Stecklinge in einem Glas Wasser auswurzeln. Haben sich nach etwa sieben Tagen die Wurzeln weit genug ausgebildet, ist der Steckling bereit für den Topf. Hier kann er am besten in angefeuchtete und torffreie Erde gepflanzt werden, damit er schon bald wächst und gedeiht.

Minze Steckling in Glas mit Wasser Minze nachwachsen lassen

Lassen Sie die vorbereiteten Stecklinge in einem Glas Wasser auswurzeln.

Hier noch einmal eine kurze Zusammenfassung, wie Sie Minze nachwachsen lassen können:

  1. Die einzelnen Minztriebe auf eine Länge von 5-7 cm kürzen
  2. Den unteren Teil der Stecklinge entlauben
  3. Etwa eine Woche lang in Wasser stellen
  4. Der Steckling ist bereit zum Einpflanzen

Koriander nachwachsen lassen

Koriander wird, anders wie Basilikum oder Minze, durch Wurzelstecklinge vermehrt. Daher sollte hier beim Schneiden auf eine Länge von etwa 5 bis 7 cm nicht die Wurzeln, sondern der obere Teil der Pflanze samt Blättern zurückgeschnitten werden. Als grobe Richtung ist ein Schnitt etwa 2 cm über dem Bereich, an dem die Pflanze den Boden verlassen würde, ideal. Danach sollte die Pflanze etwa sieben Tage in frischem Wasser stehen lassen. Hat er genügend Wurzeln gebildet, kann der Koriander wieder eingepflanzt werden, vorzugsweise in einen Blumentopf mit torffreier Erde.

Koriander in Glas mit Wasser nachwachsen lassen

Koriander wird, anders wie Basilikum oder Minze, durch Wurzelstecklinge vermehrt.

Hier noch einmal eine kurze Zusammenfassung, wie Sie Koriander nachwachsen lassen können:

  1. Koriander oberhalb der Wurzeln auf eine Gesamtlänge von 5-7 cm kürzen
  2. Etwa eine Woche in frisches Wasser stellen
  3. In torffreie Blumenerde einpflanzen

Zitronengras nachwachsen lassen

Ähnlich wie beim Koriander ist auch beim Zitronengras nicht die Triebspitze, sondern der untere Teil der Pflanze interessant. Diesen sollten Sie auf eine Länge von 2 bis 4 cm kürzen und dann über die Dauer einer Woche in frisches Wasser stellen. Hier sollte sich das Zitronengras bereits gut bewurzeln, bevor es seine Reise in die Erde antritt. Nach Ablauf der Woche können sie den Zitronengrassteckling in einen Topf mit torffreier Blumenerde verpflanzen, wobei mindestens die Hälfte des Stecklings oberhalb der Erde liegen sollte.

Zitronengras in Topf nachwachsen lassen

Das Zitronengras sollte vor dem Einpflanzen gut bewurzelt sein.

Hier noch einmal eine kurze Zusammenfassung, wie Sie Zitronengras nachwachsen lassen können:

  1. Unteren Teil der Pflanze auf 2-4 cm kürzen
  2. Etwa 7 Tage zum Auswurzeln in ein Gefäß mit Wasser stellen
  3. Einpflanzen, dabei sollte mindestens die Hälfte der Pflanze oberhalb der Erde sein

Profi-Tipps für das Nachwachsenlassen von Kräutern

Wer seinen Kräuterstecklingen den Start ins Leben noch etwas erleichtern möchte, kann ihnen mit ein paar Tricks unter die Arme greifen. Zuerst einmal sollten sie bei der Auswahl ihrer Stecklinge auf den Zustand der Triebe achten. Stark welke oder gar vertrocknete Triebe schaffen es oft trotz großer Bemühungen nicht, noch einmal die Kurve zu bekommen und zu einer neuen Pflanze auszureifen. Stattdessen sollten Sie die gesündesten und am stärksten wirkenden Triebe Ihrer Pflanze für die Vermehrung auswählen.

Sind die Stecklinge geschnitten, sollte man beim Anwurzeln im Wasserglas folgendes beachten: Das optimale Klima für Stecklinge ist warm, gerne gepaart mit einer hohen Luftfeuchtigkeit. Dieses lässt sich in sogenannten Anzuchtschalen mit transparenter Haube gut erreichen, ein Platz auf der Fensterbank genügt in den meisten Fällen aber auch. Jedoch sollte darauf geachtet werden, dass die Stecklinge im Halbschatten stehen, also nicht von der prallen Sonne beschienen werden. Um das Wurzelwachstum anzuregen, kann man das Glas mit Alufolie umwickeln und so abdunkeln. Wichtig ist auch, das Wasser regelmäßig zu wechseln. So wird die Pflanze mit neuen Nährstoffen versorgt. Wem das nicht reicht, kann auch eine Messerspitze Wurzelaktivator ins Wasser geben, sollte aber darauf achten, die jungen Pflanzen nicht zu überdüngen.

Kräuter im Topf Basilikum Minze Koriander Zitronengras

Kräuter aus dem Supermarkt können zu Hause ganz einfach nachwachsen

Beim Einpflanzen empfiehlt sich die Wahl von Anzuchterde. Durch ihre lockere Struktur lässt sie ein gutes Wurzelwachstum zu und speichert Wasser, so dass die Stecklinge optimal versorgt werden. Gleichzeitig ist sie eher nährstoffarm, was die Pflanzen dazu anregt, ihr Wurzelwachstum zu fördern, um selbst an andere Nährstoffe zu gelangen. Wichtig ist auch, nach dem Einpflanzen regelmäßig zu gießen. Mediterrane Kräuterarten brauchen dabei weniger Wasser als einheimische Kräuter – an heißen Sommertagen sollte trotzdem bis zu zweimal gegossen werden. Staunässe gehört allerdings in jedem Fall vermieden. So bleiben Ihre Kräuter noch lange frisch und bereichern Ihre Küche.

Tipps zum Nachwachsenlassen von Kräutern im Schnelldurchlauf:

  1. Starke Triebe für Stecklinge auswählen
  2. Warmes Klima, hohe Luftfeuchtigkeit und Halbschatten sind ideal
  3. Glas abdunkeln zum Anregen des Wurzelwachstums
  4. Wasser regelmäßig tauschen
  5. Beim Einpflanzen Aufzuchterde verwenden
  6. Auch nach dem Einpflanzen regelmäßig gießen (bis zu 2x täglich)
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Frederike

Ich bin Studentin der Agrarwissenschaften und ein richtiges Dorfkind. Zuhause habe ich einen kleinen Gemüsegarten, den ich hege und pflege, und verbringe die Zeit am liebsten draußen. Wenn ich nicht gerade im Freien bin, schreibe ich leidenschaftlich gerne. Meine Liebe gilt aber nicht nur Pflanzen und dem Schreiben, sondern auch ganz besonders der Tierwelt.

Lieblingsobst: Johannis- und Himbeeren.
Lieblingsgemüse: Schwarzwurzeln, Wirsing und Kartoffeln.

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