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Frühlingszwiebeln: Ernte, Lagerung und haltbar machen

Frühlingszwiebeln dürfen im Garten nicht fehlen: Wir zeigen alles von der Ernte, über das richtige Lagern bis hin zum Haltbarmachen durch Einfrieren.

Frühlingszwiebeln in Kiste

Frühlingszwiebeln bilden nur kleine Verdickungen aus [Foto: LIDCC BY 2.0]

Bei der richtigen Anbaumethode können Sie frische Frühlingszwiebeln über die ganze Gartensaison ernten. Weil die Frühlingszwiebel, auch Winterhecke oder Lauchzwiebel genannt, winterhart ist und ausdauernd wächst, können Sie nur die Blätter und den oberen Teil des Schaftes abschneiden. Dann wächst die Frühlingszwiebel wieder nach und Sie können das Beet das ganze Jahr über beernten. Eine andere Methode ist der Satzanbau. Dafür wird jede zweite Woche nur eine oder zwei Reihen Frühlingszwiebeln ausgesät. Durch den zeitlichen Versatz, den Sie natürlich variieren können, haben Sie immer frische Frühlingszwiebeln, die dann auch komplett geerntet werden sollten. Mit genau dieser Anbaumethode sorgen die Gemüsebauern für eine kontinuierliche Versorgung mit frischen Gemüse.

Erntezeitpunkt bei der Frühlingszwiebel

Weil die Frühlingszwiebel in der gesamten frostfreien Zeit ausgesät werden kann, gibt es keinen festen Erntezeitpunkt. Bei warmer Witterung und einem gut gewählten Standort braucht die Frühlingszwiebel 3 Monate von der Aussaat bis zur ersten Ernte. In der Regel werden die Pflanzen dann bei einer Größe von 25 cm geerntet. Bei der Ernte selbst muss nicht viel beachtet werden. Die Zwiebeln werden einfach vorsichtig aus der Erde gezogen. Außerdem sollten Sie die Frühlingszwiebeln putzen, bevor sie gelagert werden. Entscheiden Sie sich für das Schneiden der Frühlingszwiebeln, achten Sie darauf, dass Sie mindestens 5 cm vom Schafft über dem Boden stehen lassen.

Haltbarkeit und Lagerung der Frühlingszwiebel

Leider verlieren Frühlingszwiebeln relativ schnell ihre knackige Konsistenz und ihr Aroma beim Lagern. Das liegt daran, dass die Frühlingszwiebel keine schützende Schale besitzt, wie zum Beispiel Kartoffeln. Generell ist Blattgemüse nicht sehr lange lagerfähig. Theoretisch ist es möglich, Frühlingszwiebeln auch etwas länger als eine Woche im Kühlschrank aufzubewahren, allerdings ist dann schon oft die Hälfte der Blätter unansehnlich geworden. Sie sollten immer versuchen, Frühlingszwiebeln frisch zu ernten und dann auch in den nächsten ein bis zwei Tagen zu essen. Denn wenn Sie sich schon die Mühe machen und die Frühlingszwiebeln selbst anbauen, dann sollten sie auch frisch auf den Teller kommen. Ob die Lauchzwiebeln in dieser Zeit in den Kühlschrank kommen oder lieber mit den restlichen Wurzeln in ein Wasserglas gestellt werden ist dabei eher eine Glaubenssache. Unserer Meinung nach eignen sich beide Methoden gut, um die Frühlingszwiebeln kurzzeitig frisch zu halten.

Tipp: Sie können einen Teil der Frühlingszwiebeln auch einfach länger auf dem Beet belassen.

Frühlingszwiebel in Wasserglas

Viele schwören darauf die Pflanze in ein Glas Wasser zu stellen, allerdings mit großen Aromaverlusten [Foto: JoyCC BY 2.0]

Frühlingszwiebeln einfrieren?

Ja, auch das geht! Ist die Ernte doch mal zu üppig ausgefallen, dann empfehlen wir das Einfrieren. Durch die niedrigen Temperaturen bleiben die wertgebenden Inhaltsstoffe fast komplett erhalten und dadurch sind eingefrorene Frühlingszwiebeln weiterhin sehr gesund. Zum Einfrieren wird die Frühlingszwiebel gründlich geputzt und anschließend abgetrocknet. Nun können die Frühlingszwiebeln bereits in kleine Ringe oder Stangen geschnitten werden, so sparen Sie Platz in der Kühltruhe. Zwar bleiben die Inhaltsstoffe durch das Einfrieren erhalten, allerdings ist die Konsistenz nach dem Auftauen leider nicht mehr ganz so knackig wie wir es  von einer frischen Frühlingszwiebel gewohnt sind. Unserer Meinung nach sind eingefrorene Frühlingszwiebeln deswegen als rohe Zugabe zum Salat oder Quark nur zweite Wahl. Für Kochgerichte eignen sie sich aber genauso gut wie frische Frühlingszwiebeln.

Frühlingszwiebel klein geschnitten in der Küche

Klein geschnitten entfaltet die Frühlingszwiebel ihr wunderbares Aroma [Foto: Tamaki SonoCC BY 2.0]

David

Ich bin Student der Gartenbauwissenschaften und zudem gelernter Zierpflanzengärtner. Das Thema Anbau lässt mich seit meiner Kindheit einfach nicht los: Egal, ob auf der kleinen Stadtfensterbank oder im großzügigen Garten - Gärtnern muss ich auch in meiner Freizeit immer und überall.
Lieblingsobst: Himbeeren
Lieblingsgemüse: Brokkoli

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