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Johannisbeeren düngen: Anleitung & bester Dünger

Wer eine reiche Ernte erwartet, sollte seine Johannisbeeren zur rechten Zeit ausreichend düngen. Wir verraten Ihnen, worauf es beim Düngen ankommt.

Johannisbeerstrauch im Garten

Lässt die Ernte nach den ersten Jahren nach, benötigen auch Johannisbeeren Dünger [Foto: AlexanderDubr/ Shutterstock.com]

Auch wenn man den Eindruck hat, dass Johannisbeeren (Ribes) sowieso jedes Jahr wieder wie von selbst ihre leckeren Früchte hervorbringen, stimmt das nicht so ganz. Sowohl rote Johannisbeeren (Ribes rubrum) als auch schwarze Johannisbeeren (Ribes nigrum) müssen permanent neue Triebe bilden und benötigen sowohl dafür als auch zur Ausbildung ihrer Früchte Nährstoffe aus dem Boden. Auf einem nährstoffreichen Boden, der während der Pflanzung vielleicht noch mit Kompost verbessert wurde, kommen Johannisbeeren vielleicht einige Jahre ohne Dünger aus. Doch irgendwann ist auch dieser Boden ausgelaugt. Das Triebwachstum lässt nach, die Triebe werden schwächer, Ertrag und Fruchtqualität lassen immer weiter nach. Damit es nicht soweit kommt, verraten wir Ihnen, was es bei der Düngung zu beachten gilt.

Johannisbeeren düngen

Wann sollte man Johannisbeeren düngen? Welche Dünger sind geeignet und wie geht man bei der Düngung am besten vor? Die Antworten darauf haben wir in diesem Artikel für Sie zusammengefasst.

Johannisbeeren düngen: Der beste Zeitpunkt

Das vegetative Wachstum, also das Wachstum der Triebe, setzt bei Johannisbeeren zeitig im Frühjahr ein. Dafür wird von den Pflanzen bereits Stickstoff benötigt. Da organischer Dünger normalerweise eine Weile braucht, bis dessen Nährstoffe pflanzenverfügbar sind, werden Johannisbeeren sehr frühzeitig gedüngt, am besten Anfang Februar. Bei einer Düngung ausschließlich mit Kompost empfehlen wir eine Gabe im Spätherbst, damit sich das organische Material bereits etwas zersetzen kann und die Johannisbeeren mit dem zeitigen Austrieb direkt aus neuen Nährstofflagern zehren und durchstarten können. Im zeitigen Frühjahr gesellen sich dann noch ein oder zwei weitere Kompostgaben hinzu. Bei Düngern mit höherer Nährstoffdichte wie Stallmist oder organischen Handelsdüngern ist das nicht zwingend notwendig, sie werden einmal im Frühjahr (März) ausgebracht. Verwenden Sie hierfür am besten organische Langzeitdünger wie beispielsweise unseren Plantura Bio-Universaldünger. Dieser ist besonders schonend für Pflanzen, Boden und Tiere in Ihrem Garten. Eine zweite, kleinere Düngegabe kann zudem Ende April zur Unterstützung der Blüten- und Fruchtbildung erfolgen.

Jungpflanze Johannisbeere

Organische Langzeitdünger werden im März ausgebracht [Foto: Khrabretsova_Inna/ Shutterstock.com]

Zusammenfassung: Wann Johannisbeeren düngen?

  • Kompost im Spätherbst bzw. zeitigem Frühjahr
  • Grunddüngung im Frühjahr (März) mit organischem Langzeitdünger
  • Zweite Düngegabe zur Blüten- und Fruchtbildung (Ende April)

Tipp vom Profi: Stallmist sollte einige Wochen oder besser Monate gut verrottet sein, damit er für eine Düngung geeignet ist. Ob der Mist gut verrottet ist, erkennt man am Geruch. Rottemist riecht nicht mehr nach seinen Inhaltsstoffen.

Johannisbeeren und ihr Nährstoffbedarf

Johannisbeeren brauchen für das ständige Erneuern ihrer Triebe viel Stickstoff. Außerdem haben sie einen erhöhten Bedarf an Kalium. Ein Kaliummangel zeigt sich bei Johannisbeeren an den braunen Blatträndern, die sich nach oben einrollen. Johannisbeeren wollen daneben auch mit Magnesium versorgt sein, wobei es sich hier um sehr geringe Mengen handelt, die in organischen Düngern wie unserem Plantura Bio-Universaldünger normalerweise ohnehin enthalten sind.

Geeignete Dünger für Johannisbeeren

Solange früh genug im Frühjahr gedüngt wird, sind organische Dünger am besten für Johannisbeeren geeignet. Sie wirken über lange Zeit und versorgen die Johannisbeeren deshalb andauernd gut mit Nährstoffen. Jedoch eignen sich nicht alle organischen Dünger für Johannisbeeren.

Johannisbeeren organisch düngen

Stickstoffbasierte Hornmehl- und Hornspäne-Produkte enthalten zu wenig Kalium und Magnesium und versorgen Johannisbeeren daher nicht ausreichend. Bei Rottemist oder Kompost sind genaue Empfehlungen für Düngemengen schwierig, da die Nährstoffe je nach Inhalt des Komposts, nach Kompostierungsvorgehen sowie Strohgehalt im Mist stark schwanken. Grundsätzlich sind Johannisbeeren aber sehr dankbar über reichlich Nährstoffe. Es versteht sich ja von selbst, dass die Düngermenge an die Größe der Pflanze anzupassen ist. Was bei Johannisbeeren zusätzlich für eine andauernde, kleine Nährstoffnachlieferung sorgt, ist das Mulchen mit Rasen- oder Kleeschnitt. Wir empfehlen dies bei Johannisbeeren besonders, weil es den Boden schön feucht hält – genau so, wie es die Beeren mögen. Außerdem verhindert Mulch, dass unter den Johannisbeeren Gras oder Unkräuter wachsen, welche den Pflanzen Nährstoffe rauben würden. Trotzdem sollte zusätzlich zum Grasmulch einmal im Jahr ein organischer Langzeitdünger ausgebracht werden. Je nachdem, wie viel gemulcht wurde, hält man sich dann bei der Anwendungsmenge etwas zurück.

Johannisbeerbaum pflanzen

Mulchen mit Rasenschnitt ist auch eine Möglichkeit des organischen Düngens [Foto: azem/ Shutterstock.com]

Sowohl aus wissenschaftlicher als auch speziell aus nachhaltiger Sicht sprechen viele Gründe für die Verwendung eines organischen Langzeitdüngers im Garten. Diese weisen auch bei der Düngung von Johannisbeeren viele Vorteile auf, so zum Beispiel:

  • Andauernde Zersetzung durch Mikroorgansimen und somit langfristige Nährstoffversorgung der Johannisbeere
  • Aktives, gesundes Bodenleben wird gefördert (gut für Mikroorganismen, Regenwürmer und Co.)
  • Besonders schonend für Mensch, Haus- und Gartentiere infolge des Verzichts auf Chemie
Johannisbeerzweig

Zur Unterstützung der Blüten- und Fruchtbildung kann Ende April nochmal mit organischem Langzeitdünger gedüngt werden [Foto: Peeraphat/ Shutterstock.com]

Unser Plantura Bio-Universaldünger besteht zu einem großen Teil aus organischen, pflanzlichen Ausgangsstoffen und ist daher ideal für die Düngung Ihrer Johannisbeeren geeignet. Ein hoher Anteil an Stickstoff fördert das Pflanzenwachstum sowie die Blattbildung. Genügend Phosphor und Kalium sorgen weiterhin für eine reiche Blüte und viele Früchte. Zudem ist die Herstellung des Düngers aus Reststoffen der Lebens-, Futter- und Genussmittelindustrie besonders nachhaltig und ressourcenschonend.

Johannisbeeren richtig düngen: Anleitung zur idealen Ausbringung

Wird Ihre Johannisbeere zu wenig gedüngt, wirkt sich dies natürlich negativ auf den Ertrag aus. Eine Überdüngung oder eine unausgewogene Düngung sind jedoch auch nicht wünschenswert, da sie die Anfälligkeit gegenüber Pflanzenkrankheiten erhöhen. Damit Sie Ihre Johannisbeere mit der optimalen Menge an Nährstoffen versorgen, haben wir nachfolgend für Sie eine genaue Düngeanleitung vorbereitet.

Organische Langzeitdüngung: Anleitung und Dosierungsmengen für Johannisbeeren

  1. Vor der Pflanzung: 80 – 160 g/m² (6 bis 13 gehäufte Esslöffel) unseres Plantura Bio-Universaldüngers in die oberen Bodenschichten einarbeiten
  2. Den eingesetzten Strauch gut angießen, damit sich das Granulat lösen kann
  3. Jedes Frühjahr (März) 90 – 140 g pro Pflanze (7 bis 11 gehäufte Esslöffel) düngen
  4. Eine kleine Düngegabe zur Blüten- und Fruchtbildung (Ende April) versorgt Ihre Pflanze nochmals optimal
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Letztes Update am Februar 25, 2019 6:06 pm

Johannisbeeren mineralisch düngen

Blaukorn, Flüssigdünger und Co. werden gerne im Garten eingesetzt, da die enthaltenen Nährstoffe in Reinform direkt von der Pflanze aus der Bodenlösung aufgenommen werden können. Das sorgt zwar für einen schnellen Nährstoffschub, gleichzeitig erhöht die einfache Löslichkeit der Nährsalze jedoch auch die Gefahr der Auswaschung in den Boden. Dies kann im schlimmsten Fall zu Verunreinigungen im Grundwasser führen. Organische Dünger wirken im Gegensatz dazu zwar langsamer, fördern durch die andauernde Zersetzung durch Mikroorganismen aber das Bodenleben und sorgen für eine nachhaltig verbesserte Bodenstruktur. Außerdem besteht bei organischen Düngern kaum eine Gefahr der Überdüngung, da die Nährstoffe nicht so konzentriert wie in Mineraldüngern vorliegen.

Johannisbeeren düngen

Die einfache Löslichkeit der Nährsalze mineralischer Dünger erhöht die Gefahr der Auswaschung in den Boden [Foto: photowind/ Shutterstock.com]

Sabine

Aktuell studiere ich Agrar- und Ernährungswirtschaft an der BOKU in Wien. Das Gärtnern macht mir unheimlich viel Spaß und nimmt sicherlich den größten Teil meiner Freizeit in Anspruch. Vor einigen Jahren wurde außerdem mein Interesse für Kräuter geweckt, weshalb ich 2018 die Ausbildung zur zertifizierten Kräuterpädagogin abgeschlossen habe.
Lieblingsobst: Äpfel, Kirschen
Lieblingsgemüse: Erdäpfel/Kartoffeln, Fenchel

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