Erdbeeren düngen: Wann & welcher Dünger eignet sich?

Sebastian
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Als Gartenbaustudent an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf habe ich mich vor allem mit Nutzpflanzen und Anbautechniken auseinandergesetzt. Es fasziniert mich immer wieder, wie sich aus kleinen, oft ähnlich anmutenden Samen so zahlreiche verschiedene Pflanzen entwickeln.

Lieblingsobst: Heidelbeeren, Trauben, Himbeeren, Birnen
Lieblingsgemüse: Pilze, Paprika, Kohlrabi, Zwiebel, Knoblauch

Damit Erdbeeren möglichst ertragreich gedeihen, benötigen sie Nährstoffe. Wir zeigen, welche Dünger geeignet sind und wann überhaupt gedüngt werden sollte.

Eine Handvoll Dünger
Gerade im Pflanzjahr ist es wichtig, Erdbeeren mit genug Nährstoffen zu versorgen [Foto: zlikovec/ Shutterstock.com]

Damit die Erdbeeren (Fragaria) im eigenen Garten vital sind und Früchte tragen, sollten sie ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden. Eine bedarfsgerechte Düngung unterstützt sie in ihrer Entwicklung. Die richtige Düngung von Erdbeeren will gelernt sein, schließlich ist sowohl ein Mangel als auch ein Überschuss an Nährstoffen nicht optimal. Wann, wie und womit Sie Ihre Erdbeeren am besten düngen, erklären wir Ihnen in diesem Artikel.

Wann sollte man Erdbeeren düngen?

Am besten sollte bereits bei der Pflanzung von Erdbeeren das erste Mal mit einem vornehmlich organischen Langzeitdünger oder reifem Kompost gedüngt werden. Im Gegensatz zu vielen anderen gärtnerischen Kulturen wird die Pflanze nicht im Frühjahr gedüngt, da sie dann bereits Blüten angelegt hat. Die Blütenknospen werden nämlich bei Erdbeeren bereits im Vorjahr gebildet, wodurch der Düngezeitpunkt ein anderer ist. Wenn Sie die Erdbeeren mehrjährig anbauen wollen, sollten Sie die Pflanzen direkt nach der Ernte düngen. Bei einmaltragenden Erdbeersorten reicht diese Düngung nach der Ernte, bei immertragenden können Sie auch während des Jahres in regelmäßigen Abständen kleine Düngergaben geben.

Erdbeeren beim Pflanzen düngen
Die erste Düngung erfolgt beim Pflanzen [Foto: Vikentiy Elizarov/ Shutterstock.com]

Tipp: Die ursprünglich im Wald beheimatete Erdbeere bevorzugt leicht saure und humusreiche Böden, weshalb sie sich über eine Mulchschicht aus Stroh oder Grasschnitt freut. Diese sollten Sie erst ausbringen, wenn sich der Boden bereits deutlich erwärmen konnte, und aufgrund der langsamen Zersetzung von Zeit zu Zeit erneuern.

Zusammenfassung: Wann Erdbeeren düngen?

  • Bei der Pflanzung: Vornehmlich organischen Langzeitdünger einarbeiten
  • Düngung direkt nach der Ernte
  • Bei immertragenden Erdbeeren kleinere Düngergaben über das Jahr
  • Mulchschicht aus Stroh oder Grasschnitt

Der richtige Erdbeerdünger

Erdbeeren sind etwas empfindlich in Hinblick auf ihre Nährstoffansprüche. Gerade bei mineralischen Düngern oder Haushaltskompost können deren hohe Salzgehalte zu Schäden an der Pflanze führen. Für eine reichliche Blüten- und Fruchtbildung empfehlen wir organische Dünger wie Laubhumus, Rindenkompost, Hornspäne oder vornehmlich organische Langzeitdünger wie zum Beispiel unseren Plantura Bio-Tomatendünger.

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Erdbeeren organisch düngen

Organische Dünger wie Laubhumus oder Rindenkompost fördern das Bodenleben und verbessern die Bodenstruktur nachhaltig. Besonders für die Herbstdüngung der Erdbeeren haben sie sich bewährt. Vornehmlich organische Langzeitdünger aus dem Handel oder Horndünger eignen sich ebenfalls gut zum Düngen von Erdbeeren.

Unser Plantura Bio-Tomatendünger, der auch Tomaten (Solanum lycopersicum) und Kartoffeln (Solanum tuberosum) optimal versorgt, ist ideal für die Düngung Ihrer Erdbeeren. Er besteht hauptsächlich aus organischen, pflanzlichen Ausgangsstoffen, die langsam von den Mikroorganismen im Boden zersetzt werden. Der hohe Anteil an Kalium und Phosphor unterstützt Ihre Pflanze bei der Blüten- und Fruchtbildung. Der enthaltene Stickstoff fördert außerdem das Pflanzenwachstum sowie die Blattbildung.

Erdbeerblüten
Nährstoffe wie Kalium und Phosphor sind zur Blüten- und Fruchtbildung wichtig [Foto: dobryj/ Shutterstock.com]

Damit Sie Ihre Erdbeeren mit der optimalen Menge an Nährstoffen versorgen, haben wir nachfolgend eine genaue Düngeanleitung für Sie vorbereitet:

Vornehmlich organische Langzeitdüngung: Anleitung und Dosierungsmengen für Erdbeeren

  1. Vor der Pflanzung: 60 – 110 g/ m² (5 bis 9 Esslöffel) unseres Plantura Bio-Tomatendüngers in die obersten Bodenschichten einarbeiten
  2. Den Boden und die frisch eingesetzten Pflanzen gut angießen zum Lösen des Granulats
  3. Im Herbst nach der Ernte und im Frühjahr je 40 – 70 g pro Pflanze (3 bis 5 gehäufte Esslöffel) düngen

Flüssigdünger für Erdbeeren

Erdbeeren können gut mit einem bestenfalls organischen Flüssigdünger gedüngt werden. Besonders bei der Kultur von Erdbeeren auf dem Balkon oder in Töpfen auf der Terrasse vereinfacht sich so das Einbringen von Nährstoffen. Flüssigdünger wirken rasch und können daher auch bei akuten Mangelsymptomen zum Einsatz kommen. Unser Plantura Bio-Tomaten- & Gemüsedünger ist zum Beispiel ein organischer Flüssigdünger, der ganz einfach per Gießanwendung ausgebracht wird und nicht extra in den Topf eingearbeitet werden muss.

Flüssigdünger für Erdbeeren
Flüssigdünger kann einfach per Gießanwendung ausgebracht werden [Foto: Iryna Inshyna/ Shutterstock.com]

Erdbeeren düngen mit Hornspänen

Hornspäne zählen zu den organischen Düngemitteln und werden gerne im biologischen Anbau angewendet. Sie bestehen aus den Hörnern und Hufen von Rindern und sind sehr stickstoffhaltig. Da Erdbeeren aber vor allem viel Kalium benötigen, eignen sich Hornspäne oder Hornmehl nur bedingt für deren Nährstoffversorgung. Daher sollten man sie, wenn möglich, nur in Kombination mit anderen organischen Düngemitteln verwenden.

Erdbeeren mit Kaffeesatz düngen

Die Verwendung von Kaffeesatz als Dünger wird immer beliebter. Kein Wunder, schließlich hat fast jeder von uns diesen bereits zu Hause. Kaffeesatz ist leicht sauer, weshalb er sich ideal für Erdbeeren und andere Pflanzen mit Vorliebe von leicht sauren Böden eignet. Obwohl Kaffeesatz viel Stickstoff enthält, passt er nicht als alleiniger Dünger für Erdbeeren, da kaum andere Nährstoffe enthalten sind.

Pflanze wird mit Kaffeesatz gedüngt
Ab und an können Topfpflanzen auch mit ein wenig Kaffeesatz gedüngt werden [Foto: Monthira/ Shutterstock.com]

Erdbeeren mineralisch mit Blaukorn und Co. düngen

Blaukorn und Co. zählen zu den mineralischen Mehrnährstoffdüngern. Diese enthalten sehr hohe Konzentrationen an Nährsalzen, welche direkt von den Pflanzen aus der Bodenlösung aufgenommen werden können. Besagte Nährsalze können sich aber negativ auf Pflanzenwurzeln und Umwelt auswirken, wenn man sich nicht strikt an die Aufwandmenge hält. Obwohl mineralische Dünger schneller wirken, ist hier auch die Gefahr der Auswaschung deutlich erhöht. Daher empfehlen wir organische oder vorwiegend organische Dünger. Diese schonen Ressourcen, benötigen deutlich weniger Energie in der Herstellung, sind erheblich sicherer in der Anwendung und fördern zudem das Bodenleben, da sie organische Substanz mit in den Boden einbringen.

Nachdem Sie jetzt Ihre Erdbeeren perfekt düngen können, ist es natürlich wichtig zu wissen, wie man bei einer reichen Ernte Erdbeeren pflückt und haltbar macht. In unserem Spezialartikel können Sie mehr dazu lesen.

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