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Weißer Lavendel: Eigenschaften & Ansprüche im Überblick

Denkt man an Lavendel, kommen einem sofort die Farben Blau und Violett in den Sinn. Doch kennen Sie schon weißen Lavendel? Wir stellen die Kuriosität vor.

Ein ungewohnter Anblick: Ein Feld weißen Lavendels [Foto: Nneirda/ Shutterstock.com]

Ganz anders als seine Brüder zeigt sich der weiß blühende Lavendel (Lavandula angustifolia) frisch, aufhellend und vielfältig einsetzbar in den Blumenkästen und Staudenbeeten. Erst trat der Farbwandel nur zufällig unter den violetten Lavendelsorten auf, seit einiger Zeit sind aber nun endlich auch selektierte weiß blühende Sorten auf dem Markt erhältlich. Im Folgenden präsentieren wir Ihnen die Sorte ‚Nana Alba‘.

Weißer Lavendel: Eigenschaften von Lavandula angustifolia ‚Nana Alba‘

‚Nana Alba‘ ist eine der ersten stabil weiß blühenden Sorten von Lavandula angustifolia und wächst äußerst kompakt und niedrig bis in eine Höhe von etwa 35 cm. DDie Sorte ist so hervorragend geeignet für die Bepflanzung von Töpfen und Balkonkästen oder als Unterpflanzung in Staudenbeeten. Durch das langsame Wachstum braucht ‚Nana Alba‘ allerdings recht lange bis zur vollen Entwicklung. Die Pflanze ist bis -28 °C frosthart und verträgt sich auch mit anderen Pflanzen im Verbund.

Die Menge an Farbstoffen, beim Lavendel der sogenannten Anthocyane, bestimmt dabei die Ausfärbung der Blüten. Hohe Gehalte zeigen sich in einer tiefvioletten Farbe, geringe in rosafarbenen Varianten. Wird allerdings durch einen Gendefekt gar kein Farbstoff gebildet, erscheint die Blüte wie in diesem Fall weiß. Der Duft und das Aroma bleiben davon aber völlig unberührt. So kann auch der weiße Lavendel wie gewohnt getrocknet oder in Salben und Tees verarbeitet werden. Und so ein weiß gefülltes Lavendelsäckchen ist ja auch etwas Besonderes. Werden die verblühten Blütenstiele im August abgeschnitten, bildet der weiße Lavendel eine zweite Blüte im Frühherbst aus. So erfreut er uns lange bis in den Herbst hinein mit seinen zierlichen Blütenstielen.

Zusammenfassung Weißer Lavendel:

  • Sehr kompakter, aber niedriger Wuchs
  • Ideal als Unterpflanzung
  • Extrem winterhart
  • Weiße Blüten mit typischem Lavendelduft

Auch der weiße Lavendel kann getrocknet und verarbeitet werden [Foto: images72/ Shutterstock.com]

Standort und besondere Ansprüche des Weißen Lavendels

Ebenso wie herkömmliche Lavendelsorten verlangt ‚Nana Alba‘ eher trockenere Standorte mit gut durchlässigen Böden, nur mäßiger Nährstoffversorgung und einen Platz an der Sonne. Staunässe sollte man unbedingt vermeiden und daher nur sehr sparsam gießen. Ideale Pflanzpartner sind solche, die sich im mediterranen Raum ebenso wohlfühlen, aber ‚Nana Alba‘ nicht zu sehr bedrängen. Niedrige Thymiansorten (Thymus sp.), Oregano (Origanum vulgare) oder der langsam wachsende Rosmarin (Rosmarinus officinalis) eignen sich dafür hervorragend.

Weitere Einzelheiten zum Anbau und zur Pflege von Lavendel finden Sie hier.

Weißen Lavendel kaufen

Beim Kauf des weißen Lavendels sollten Sie unbedingt auf die botanische Bezeichnung Lavandula angustifolia achten, denn viele weiße „Lavendelsorten“ im Handel sind Hybride des Lavandins (Lavandula x intermedia), welcher bei uns nicht winterhart ist und deutlich stärker wächst. Die Baumschule Horstmann sowie die Staudengärtnerei Gaißmayer bieten ‚Nana Alba‘ beispielsweise in ihrem Sortiment an.

Die Bestäubung durch Insekten bedroht das Vorkommen des weißen Lavendels [Foto: Poopee/ Shutterstock.com]

Die Vermehrung kann im Hausgarten dann auch über Stecklinge erfolgen. Zur Erhaltung der weißen Blüte ist dies unbedingt notwendig, denn durch die natürliche Einkreuzung violetter Sorten durch Insekten können Sämlinge ihre einzigartige Farbe und den kompakten Wuchs nämlich wieder einbüßen.

Regina

In Freising studiere ich Gartenbauwissenschaften am WZW und pflanze in meiner Freizeit auf einem Stück Acker alles an was Wurzeln hat. Das Thema Selbstversorgung und saisonale Ernährung liegt mir dabei besonders am Herzen.
Lieblingsobst: Quitte, Kornelkirsche und Heidelbeere
Lieblingsgemüse: Erbsen, Tomaten und Knoblauch

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