Rosmarin: Steckbrief, Blüte & Herkunft

Franziska
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Ich studiere ökologische Landwirtschaft an der Uni Hohenheim und bin sehr pflanzen- und naturverbunden. Zuhause bewirtschaften wir einen kleinen Biobetrieb mit einigen Tieren, verschiedenen Ackerfrüchten und etwas Wald. Die Gewinnung von gesunden Lebensmitteln im Einklang mit der Natur begeistert mich jedes Mal wieder aufs Neue.

Lieblingsobst: Apfel, Birne und Zwetschge
Lieblingsgemüse: Kartoffel, Kürbis und Spinat

Rosmarin ist ein beliebtes Gewürzkraut, das mit seinem intensiven Aroma jedem Gericht eine mediterrane Note verleiht. Alles zur Herkunft und den Eigenschaften des Rosmarins erfahren Sie hier.

Rosmarin
Rosmarin zeichnet sich durch seinen intensiven Duft aus

Rosmarin (Rosmarinus officinalis) gehört in vielen Gärten zur Grundausstattung des Kräuterbeetes. Er ist ein beliebtes Küchenkraut mit einem gewissen mediterranen Flair. Hier haben wir die wichtigsten Informationen über Rosmarin für Sie zusammengefasst.

Rosmarin: Herkunft

Rosmarin kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, doch sogar bei uns ist Rosmarin heute aufgrund der wärmeren Bedingungen ein beliebter Bestandteil des Kräuterbeetes. Der Name Rosmarin bedeutet so viel wie „Tau des Meeres“. Früher wurde das Kraut nicht nur als Gewürz verwendet, sondern auch in kulturellen Zeremonien, weshalb es ebenfalls Weihrauchkraut genannt wird. Außerdem findet es schon seit langer Zeit Anwendung als Heilpflanze.

Rosmarinstrauch
Seine Heimat hat der Rosmarin im Mittelmeerraum [Foto: Daniela Pelazza/ Shutterstock.com]

Aussehen und Eigenschaften von Rosmarin

Rosmarin gehört botanisch zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und erreicht eine Wuchshöhe von 0,5 bis 2 m. Der intensiv duftende, immergrüne, verholzende und verzweigte Strauch trägt sehr schmale, längliche Blätter, die an Tannennadeln erinnern. Die Blattoberfläche ist mit einer dicken Epidermis, also einer Art Wachsschicht, überzogen und tiefgrün gefärbt. Die Blattunterseite erscheint durch eine dichte Behaarung weißlich. Durch die nach unten gerollten Blattränder schützt sich der Strauch zusätzlich vor dem Austrocknen. Die Blüten des Rosmarins stehen an den Ästen zu Scheinquirlen zusammen. Sie können einen violetten, rosa oder weißen Farbton annehmen und werden ungefähr 1 cm groß. Nach der Blüte entwickeln sich dort Samenkapseln, in denen die rotbraunen Rosmarinsamen entstehen. Sie keimen häufig sehr unzuverlässig und benötigen dafür eine lange Zeit. Zudem entwickelt Rosmarin ein tiefes, weitläufiges und stark verzweigtes Wurzelsystem.

Tipp: Rosmarin bietet eine große Sortenvielfalt. Mehr zu den beliebtesten Rosmarinsorten erfahren Sie in unserem Spezialartikel.

Blätter des Rosmarin
Die duftenden Rosmarinblätter erinnern an Tannennadeln [Foto: Maren Wulf/ Shutterstock.com]

Wann hat Rosmarin Blütezeit?

Bei uns blüht Rosmarin von Mitte März bis Ende Mai. Wird der Strauch danach komplett zurückgeschnitten, ist eine zweite Blüte im Juli und August möglich. In mediterranen Regionen, wo der Rosmarin beheimatet ist, fällt die Blütezeit auf den Oktober. Falls Ihr Rosmarin zwar kerngesund aussieht, aber einfach nicht blühen möchte, liegt das meist an einer zu warmen Überwinterung. Das Kraut benötigt einen ausreichenden Kältereiz, um Blüten auszubilden.

Rosmarin-Blüte
Von März bis Mai taucht der Rosmarin das Kräuterbeet in ein helles Blau [Foto: Hobby M H/ Shutterstock.com]

Ist Rosmarin mehrjährig?

Rosmarin ist mehrjährig. Trotzdem muss er im Winter gut gegen Frost geschützt werden. Im Beet deckt man Rosmarin am besten mit Streu oder einem Vlies ab, um ihn von der Kälte abzuschirmen. Kultivieren Sie Ihren Rosmarin im Blumentopf, stellen Sie diesen am besten an einen kühlen, hellen Ort zum Überwintern und gießen die Pflanze ab und zu. Genaueres zum Thema Rosmarin überwintern erfahren Sie hier.

Tipp: Mehr Infos zum richtigen Schneiden und Ernten von Rosmarin haben wir in diesem Artikel für Sie zusammengefasst.

Rosmarin im Winter
Selbst im Winter ist der Rosmarin grün [Foto: hotblacksea/ Shutterstock.com]

Ist Rosmarin bienenfreundlich?

Rosmarin ist bienenfreundlich. Er liefert mittlere Gehalte an Nektar und Pollen und bietet daher eine gute Nahrungsquelle für Bienen, aber auch für weitere Insekten. Wenn Sie Ihren Rosmarin nach der ersten Blüte radikal zurückschneiden, blüht er sogar noch ein zweites Mal und dient erneut als Bienenweide.

Biene an Rosmarin
Auch Bienen lassen sich den Nektar der Rosmarinblüten schmecken [Foto: Sara Mountain/ Shutterstock.com]

Rosmarin-ähnliche Pflanzen

Rosmarin sollte nicht mit Rosmarinheide (Andromeda polifolia) verwechselt werden. Sie ist botanisch nicht mit Rosmarin verwandt, doch vor allem die Blätter der beiden Pflanzen ähneln sich stark. Rosmarinheide ist in allen Pflanzenteilen giftig, weshalb Sie nicht mit Rosmarin verwechselt werden darf. Zur sicheren Unterscheidung sollten Sie eine Geruchsprobe machen, denn nur Rosmarin verströmt den typischen, intensiv aromatischen Duft.

Auch Currykraut (Helichrysum italicum) sieht dem Rosmarin ähnlich. Hier führt ebenfalls vor allem die ähnliche Blattform zu Verwechslungen. Currykraut ist nicht giftig und wird, wie der Name schon vermuten lässt, ebenso gerne als Gewürz verwendet.

giftige Rosmarinheide
Rosmarinheide ist giftig und sollte nicht mit Rosmarin verwechselt werden [Foto: Grigorii Pisotsckii/ Shutterstock.com]

Sind Sie neugierig geworden und möchten auch Ihren eigenen Rosmarin anbauen? Alles rund um die Themen Rosmarin pflanzen und Rosmarin pflegen erfahren Sie in unseren Spezialartikeln.

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