Rosmarin-Sorten: Kriechende, hängende & Co. im Überblick

Franziska
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Franziska

Ich studiere ökologische Landwirtschaft an der Uni Hohenheim und bin sehr pflanzen- und naturverbunden. Zuhause bewirtschaften wir einen kleinen Biobetrieb mit einigen Tieren, verschiedenen Ackerfrüchten und etwas Wald. Die Gewinnung von gesunden Lebensmitteln im Einklang mit der Natur begeistert mich jedes Mal wieder aufs Neue.

Lieblingsobst: Apfel, Birne und Zwetschge
Lieblingsgemüse: Kartoffel, Kürbis und Spinat

Rosmarin ist ein beliebtes Kraut in der Küche und im Kräuterbeet. Zudem ist eine große Sortenvielfalt mit unterschiedlichen Eigenschaften und Wuchsformen geboten.

Rosmarin im Beet
Rosmarin ist eine der beliebtesten Kräuterpflanzen

Rosmarin (Rosmarinus officinalis) gehört genau wie Lavendel (Lavandula angustifolia) und Salbei (Salvia officinalis) zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und reiht sich damit in die Gruppe populärer mediterraner Kräuter ein. Auf dem Markt bereichern verschiedene Rosmarin-Sorten mit unterschiedlichen Wuchsformen und Aromaeigenschaften die Vielfalt. Wir stellen Ihnen die wichtigsten und interessantesten Vertreter des würzigen Halbstrauches vor.

Aufrecht wachsende Rosmarin-Sorten

Der klassische Rosmarin ist ein in die Höhe wachsender Halbstrauch. Die besten Sorten dieser Wuchsform haben wir hier für Sie aufgelistet.

  • ‘Blauer Toskaner‘: Ausgesprochen aufrecht und stark wachsend ist diese Sorte mit auffällig großen Nadeln. Sie kann eine Wuchshöhe von bis zu 1,5 m erreichen.
  • ‘Blaulippe‘: Dank des gedrungenen Wuchses ist sie gut für die Kultur im Topf geeignet. Der Rosmarin erreicht eine Höhe zwischen 0,5 und 1 m.
  • ‘Gorizia‘: Strahlende, blau-purpurne Blüten zieren diese hochwachsende Sorte, die im Winter gut geschützt werden muss. Die Halbstaude wird bis zu 1,5 m hoch.
  • ‘Majorca Pink‘: Pinke Blüten schmücken die spanische Sorte mit kompaktem Wuchs, einer Höhe von bis zu 0,5 m und ausgesprochen kurzen Nadeln. Im Winter muss sie unbedingt vor Frost geschützt werden.
  • ‘Rex‘: Diese üppig hellblühende Sorte, die auch auf schlechteren Böden gut gedeiht und ausgesprochen robust ist, wird zwischen 0,5 und 1,5 m hoch.
  • ‘Salem‘: Die bis zu 1 m hohe Sorte mit optisch sehr schönen, tiefblauen Blüten ist äußerst anfällig für Frostschäden und deshalb nur in milderen Gegenden anzubauen. Die Sorte zeichnet sich durch besonders dicht stehende, hellgrüne Blätter aus.

Tipp: Alles rund um das Thema Rosmarin schneiden und ernten können Sie hier nachlesen.

rosa Rosmarin
Manche Rosmarin-Sorten blühen in Rosa- oder Pinktönen [Foto: PILAR G.ABADIAS/ Shutterstock.com]

Kriechende und hängende Rosmarin-Sorten

  • ‘Boule‘: Die bodennah kriechende Sorte zieren auffällig hellblaue Blüten. Außerdem zeichnet sie sich durch einen ausgesprochen guten Geschmack aus. Die Sorte ist vergleichsweise winterhart und wird bis zu 60 cm hoch.
  • ‘Französischer Rosmarin‘: Sehr schnell wachsende Sorte aus Frankreich, die sich auch gerne flächig ausbreitet. Sie ist sehr robust, besitzt hellblaue Blüten und ein intensives Aroma. Sie erreicht eine Höhe von circa 20 cm.
  • ‘Santa Barbara‘: Jene kriechend wachsende Rosmarin-Sorte wird nur 30 cm hoch. Sie ist gut für sommerwarmes und winterkaltes Klima geeignet und blüht reichlich in strahlendem Tiefblau.

Tipp: Um Rosmarin erfolgreich anzubauen, folgen Sie einfach unserer Anleitung zum Rosmarin einpflanzen.

hängender Rosmarin
Rosmarin wächst manchmal auch hängend oder kriechend [Foto: crystaldream/ Shutterstock.com]

Winterharte Rosmarin-Sorten

Es gibt mittlerweile einige Rosmarin-Sorten, die gut mit leichten Frösten und niedrigen Temperaturen bis circa –15 °C umgehen können. In unserem Spezialartikel erfahren Sie mehr über das Thema Rosmarin überwintern.

  • ‘Arp‘: Die relativ winterharte Sorte, welche durch eher gräuliche Nadeln auffällt und sich durch eine hellblaue Blüte abhebt, wächst in die Breite.
  • ‘Blue Winter‘: Die wahrscheinlich unempfindlichste Rosmarin-Sorte verträgt Temperaturen bis –20 °C.
  • ‘Hill Hardy‘: Als Selektion aus Texas verfügt diese Variante über eine ausgezeichnete Winterhärte und ein gutes Aroma.
  • ‘Veitshöchheim‘: In der bayerischen Versuchsanstalt für Gartenbau in Veitshöchheim wurde diese Sorte nach dem rauen örtlichen Klima selektiert und ist deshalb gut an den Winter in unseren Regionen angepasst. Sie ist besonders robust gegenüber Krankheiten und rasch wachsend.
  • ‘Weihenstephan‘: Diese Auslese aus dem Staudengarten der FH Weihenstephan mit graugrünem Laub duftet intensiv. Die Rosmarin-Sorte kann zwischen 50 und 100 cm hoch werden.
winterharte Rosmarin-Sorte
Winterharte Sorten kommen mit Frost und Schnee besser zurecht [Foto: BarthFotografie/ Shutterstock.com]

Haben Sie hier Ihre Lieblings-Rosmarin-Sorte gefunden? Dann können Sie die Pflanze ganz einfach zum Beispiel über Stecklinge vermehren. Wie das geht und alles Weitere zum Vermehren von Rosmarin erfahren Sie in unserem Spezialartikel.

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