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Gärtnern macht gesund: Warum Gartenliebe gut für uns ist

Richtig durchgeführt unterstützt Gartenarbeit die körperliche und seelische Gesundheit. Warum genau das Gärtnern uns so gut tut, erfahren Sie hier.

Person recht Laub im Herbst
Die Arbeit im Garten hält sowohl physisch, als auch psychisch gesund [Foto: Firma V/ Shutterstock.com]

Was viele Gartenfreunde schon immer spüren ist auch in Studien aus verschiedensten Ländern belegt: Gartenarbeit hat viele positive Effekte auf uns Menschen. Hierzu zählt nicht nur die Förderung der körperlichen, sondern auch die der seelischen Gesundheit. Wir zeigen Ihnen, wie die Arbeit im Garten auf den Gärtner wirkt und wie gesunde und sichere Gartenarbeit gelingen kann. So tun Sie nicht nur Ihrem Garten etwas Gutes, sondern auch sich selbst.

Gärtnern kann die körperliche Gesundheit fördern

Bewegung an der frischen Luft hilft, gesund zu bleiben. Das gilt natürlich nur, wenn Sie dabei tatsächlich aktiv werden: Lustloses Herumzupfen im Beet und das Anstellen des Rasensprengers allein zählen nicht. Schwingen Sie den Spaten, schichten Sie Ihren Kompost um oder verteilen Sie einen Kubikmeter Mulch in den Beeten. Es wird Ihnen bestimmt entlohnt, wie wir im Folgenden zeigen.

Person arbeitet mit Spaten im Garten
Das aktive Gärtnern fördert die Gesundheit [Foto: alicja neumiler/ Shutterstock.com]

Wie Sonnenlicht die Gesundheit fördert

Die Einwirkung von Sonnenlicht hat klar nachweisliche Effekte auf unsere körperliche Gesundheit. Die Bildung des lebenswichtigen Vitamins D, die Senkung des Blutdruckes und die Stärkung des Immunsystems sind nur einige bekannte Effekte. Sonnenlicht sorgt zudem dafür, dass unsere innere Uhr funktioniert: Wer viel draußen ist, dem fallen Aufwachen und Einschlafen leichter. Außerdem wirkt sich das Licht der Sonne positiv auf die Haut aus und kann bei Ekzemen und Neurodermitis zu Linderung führen.

Effekte auf Kreislauf und Bewegungsapparat

Leichte bis mittlere Aktivität trainiert das Herz-Kreislauf-System, was bei regelmäßiger Betätigung zu einem dauerhaft niedrigeren Blutdruck und Cortisol-Spiegel führen kann. Dies beugt nachweislich Herzleiden vor. Cortisol hat außerdem Einfluss auf die Verwertung von Kohlenhydraten und Fetten. Über den Kalorienverbrauch hinaus kann regelmäßige Gartenarbeit daher vor Übergewicht und Typ-2-Diabetes schützen. Durch die vielfältigen Bewegungsabläufe wird auch die Beweglichkeit von Gelenken gefördert, was Gelenkbeschwerden verhüten kann. Auch den Knochen kommt Gartenarbeit zugute: Studien belegen, dass durch Gartenarbeit Osteoporose vorgebeugt wird. Sie ist außerdem ein gesunder Ausgleich für Menschen, die während der Arbeit einseitigen körperlichen Belastungen ausgesetzt sind. Wer etwa viel sitzt, steht oder auch schwer hebt, besitzt oft eine ungleichmäßig ausgebildete Muskulatur. Die variablen Bewegungen bei der Gartenarbeit helfen, dies auszugleichen und Haltungsfehler zu verhindern. Gerade ältere oder eingeschränkte Personen können stark von Gartenarbeit profitieren: Sie kann ihnen ausreichend Aktivität bieten, um im Rahmen ihrer Möglichkeiten in Form zu bleiben.

Schaufel steckt in der Erde
Bei der Gartenarbeit werden verschiedenste Bewegungen ausgeführt [Foto: Georgy Dzyura/ Shutterstock.com]

Effekte auf den Sehsinn

Sogar für unseren Sehsinn ist die Arbeit im Garten wertvoll: Wer sich viel in Räumen aufhält und lange auf Bildschirme schaut, neigt sehr viel stärker zur Kurzsichtigkeit. Die Bewegung im Freiraum sorgt hingegen dafür, dass Ihre Augen sich auch auf weit entfernte Objekte einstellen müssen und damit die Verschlechterung des Sehsinns gebremst wird.

Effekte auf das Immunsystem

Das Immunsystem wird im Garten nicht nur vom Sonnenlicht gestärkt. Durch den Kontakt zu Boden und Pflanzen kommt der Gärtner mit diversen Mikroorganismen in Berührung. Bodenbakterien haben zum Teil einen überraschend großen Einfluss auf unser Immunsystem. So stimulieren einige offenbar unsere Abwehrmechanismen und machen uns somit weniger anfällig gegenüber Krankheiten.

Gesundes Obst, Gemüse und Kräuter selbst erzeugen

Wer einen Nutz- oder Kräutergarten betreibt, produziert gesunde Lebensmittel. Das führt häufig zu einer Verbreiterung des Nahrungsspektrums. Studien zufolge neigen Nutzgarten-Betreiber dazu, insgesamt mehr Obst und Gemüse zu verzehren, was ihnen ein großes Plus in Sachen Herz- und Stoffwechsel-Gesundheit einbringt. Auch sind die Produkte des eigenen Gartens in der Regel frei von Pestiziden. Frische Heilkräuter aus dem Garten zu verwenden, um kleinere Beschwerden zu behandeln, ist meist wirksamer als getrocknetes Kraut in Form von Tees oder Kapseln zu kaufen.

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Zwei Hände pflücken frische Kräuter aus dem Garten
Kräuter aus dem eigenen Garten sind wirksamer und schmackhafter als getrocknete [Foto: Pawel_Brzozowski/ Shutterstock.com]

Sicher und gesund gärtnern

Das Gärtnern ist für uns nur dann ein Gewinn, wenn es sicher und gesund durchgeführt wird. Damit Sie die Vorzüge nutzen können, ohne Schaden zu nehmen, haben wir die wichtigsten Tipps für ein sicheres und gesundes Gärtnern für Sie zusammengestellt.

  • Jeder, der sich im Garten bewegt, sollte eine bestehende Tetanus-Impfung aufweisen.
  • Je nach Art der Arbeit sollten Sie die passende Schutzkleidung anlegen. Sie verhindert, dass Sie bei der Arbeit mit oder ohne Geräten Schaden nehmen.
  • Schützen Sie sich vor übertragbaren Krankheiten, indem Sie Stiche von Insekten und Zecken vermeiden.
  • Schützen Sie sich vor Sonnenbrand und großer Hitze.
  • Arbeiten Sie mit motorisierten oder elektronischen Geräten nur, wenn diese einwandfrei funktionieren und handeln Sie stets nach den Vorgaben des Herstellers! Scheuen Sie nicht, jemanden um Rat und Hilfe zu bitten, wenn Sie sich im Umgang mit dem Gerät nicht sicher fühlen. Gleiches gilt für den Umgang mit Chemikalien und Düngemitteln. Sorgloser Umgang mit beidem kann Ihnen und anderen Schaden zufügen.
  • Gehen Sie achtsam mit dem eigenen Körper um. Heben Sie achtsam und nie aus der Kraft des Rückens. Bitten Sie um Hilfe, statt sich infolge von Selbstüberschätzung zu verletzen. Hocken Sie statt zu knien oder verwenden Sie konsequent Kniepolster.

Gärtnern kann die seelische Gesundheit fördern

Sicher kennen Sie den Ausdruck, ein seelisch ausgeglichener Charakter sei „geerdet“. Nicht nur die Erfahrung zeigt, dass Gartenarbeit glücklich macht. Auch die Wissenschaft ist diesem Phänomen auf der Spur, sodass die Gartentherapie inzwischen ein anerkannter Baustein in vielen sozialen Projekten und psychischen Behandlungskonzepten ist.

Frau arbeitet im Garten bei Sonnenschein
Gärtner wissen: Garten macht einfach glücklich. Das interessiert auch die Wissenschaft [Foto: Joshua Resnick/ Shutterstock.com]

Auswirkungen auf die Psyche

Die Verbindung zur Natur und eine Beziehung zur konsumierten Nahrung ist nachweislich eine zuverlässige Quelle für Zuversicht, Zufriedenheit, Entspannung und Glück im Allgemeinen. Gründe dafür konnten bisher zumindest bruchstückhaft aufgedeckt wurden:

  • Unser Körper produziert mithilfe von Sonnenenergie Vitamin D. Eine ausreichende Versorgung damit macht die Entwicklung einer Depression unwahrscheinlicher.
  • Die Aktivität im Garten konnte in Experimenten mit dem Abbau von Stress in Verbindung gebracht werden. Wer regelmäßig gärtnert, neigt daher auch in geringerem Maße zu Krankheiten, die mit Stress in Verbindung stehen.
  • Das Gärtnern animiert zu kreativem und handlungsorientiertem Denken, so lindert und verlangsamt es nachweislich die Entwicklung von Demenz-Krankheiten.

Erlebte Produktivität

Im heutigen Arbeitsleben ist die eigene Produktivität häufig nur noch schwer greifbar. Arbeiten auszuführen, die zu einem selbst erzeugten Produkt führen, das angefasst, erlebt oder sogar verzehrt werden kann, ist daher für viele Menschen nicht mehr selbstverständlich. Gartenarbeit wird aus diesem Grund oftmals als sehr sinnstiftend und befriedigend erlebt. Nicht nur körperlich, geistig oder seelisch eingeschränkte Menschen, sondern auch ganz normale „Schreibtischtäter“ können so den Stolz erleben, etwas mit den eigenen Händen zu schaffen. Das generiert neue Erfahrungen und Selbstbewusstsein.

Gärten verbinden Menschen

Häufig hat die Gartenarbeit auch einen sozialen Aspekt. Sich am Gartenzaun mit dem Nachbarn auszutauschen, mit Fremden und Freunden über den Tausch von Sämereien, Jungpflanzen oder Stauden-Teilstücken ins Gespräch zu kommen oder überschüssiges Gemüse abzugeben – der Garten liefert immer wieder Anlässe, sich mit dem Umfeld auszutauschen, und fördert so auch unsere gesellschaftliche Vernetzung. Da wir soziale Lebewesen sind, ist auch dies für uns bedeutsam, um seelisch und körperlich gesund zu bleiben.

Gruppe von Leuten pflanzt einen Baum im Garten
Mitunter kann die Gartenarbeit verschiedenste Menschen zusammenbringen [Foto: Rawpixel.com/ Shutterstock.com]

Falls Sie jetzt gleich losgärtnern wollen, bei all den Vorteilen, die die Gartenarbeit hat, haben wir hier einen Artikel zum Gärtnern mit Kindern. Denn auch Kinder profitieren von der Zeit und Erfahrung im Garten ungemein.

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