Blattläuse bekämpfen: Wirksame Hausmittel und Spritzmittel

Blattläuse sind nicht zu unterschätzen! Wir zeigen Ihnen, wie Sie einen Befall erkennen, ihn effektiv bekämpfen und für die Zukunft vorbeugen können.

massiver Blattlausbefall Blattläuse auf Pflanze

Der Albtraum für jeden Gärtner: Ein massiver Blattlausbefall [Foto: Scot NelsonCC BY-SA 2.0]

Symptome und Schadbild: Blattläuse erkennen

Blattlaus ist nicht gleich Blattlaus. Auf der Welt sind heutzutage ungefähr 3000 Arten bekannt und davon kommen alleine 850 Arten in Mitteleuropa vor. Es ist aber zum Glück nicht wichtig, die einzelnen Arten auseinander zu halten. Denn das Bekämpfen der Blattläuse läuft immer gleich ab, dazu später aber mehr. Damit Maßnahmen zur Beseitigung der Plage eingeleitet werden können, muss der Schädling erstmal richtig identifiziert werden. Von der Blattlaus kann so ziemlich jede Pflanze befallen werden, auch wenn die einzelnen Blattlausarten ihre bevorzugten Wirtspflanzen haben. Es kann also Zimmerpflanzen wie Orchideen, Palmen und den geliebten Olivenbaum treffen oder auch Freilandpflanzen wie Rosen, Minze, Hibiskus und Basilikum.

Ein Befall von ein paar Blattläusen fällt meisten gar nicht auf, da sie sich unter den Blättern recht gut verstecken. Erst wenn es zur Massenvermehrung kommt, sind unzählige der kleinen Plagegeister zu sehen. Sie befinden sich dann teilweise auch auf den Blättern und besonders gerne an den frisch gebildeten Blüten- und Blattansätzen. Die meist 1 – 3 Millimeter kleinen Pflanzensauger können bei einem starken Befall zum Einrollen der Blätter führen. Gerade frisch gebildete Blätter reagieren sehr empfindlich auf Blattläuse und entwickeln stark fehlerhafte Blätter. Weil die Blattläuse den Pflanzensaft als Nahrungsquelle benutzen, schwächen sie die Pflanzen teilweise stark. Dadurch können Ertrag und Qualität der Früchte leiden, wie zum Beispiel bei Tomaten, Paprika, Salat und Gurken. Der viel größere Schaden entsteht aber meistens durch weitere Infektionen an den Pflanzen:

  • Blattläuse übertragen Pflanzenviren:

Für viele Viren, die Pflanzen als Wirte benutzen, sind Blattläuse ein echter Segen. Saugt eine Blattlaus an einer mit Viren infizierten Pflanze, dann nimmt auch die Blattlaus den Virus auf. Wechselt die Laus nun die Wirtspflanze und beginnt an der neuen Pflanze zu saugen, dann wird durch den Saugrüssel der Virus übertragen. Eine einzelne Blattlaus kann so zu einem gefährlichen Virusüberträger werden. Zum Beispiel kann eine Blattlaus die wirtschaftlich gefährlichen Kartoffelviren, Kartoffelblattvirus und Kartoffel-Y-Virus übertragen. Häufige Symptome von Pflanzenviren sind gelbgrüne mosaikartige Blattverfärbungen oder andere auffällige Blattveränderungen. Aber keine Sorge: Für uns Menschen sind Pflanzenviren nicht gefährlich.

  • Blattläuse fördern Schwärze- und Rußtaupilze:

Wenn Blattläuse den zuckerhaltigen Pflanzensaft aufsaugen, scheiden sie immer einen großen Teil des Zuckers in Form von Honigtau wieder aus. Dieser ist nicht nur für Ameisen ein Festmahl. Fällt der Honigtau auf weiter untenliegende Blätter bildet sich dort eine klebrige Schicht. Diese lässt sich gut erfühlen und ist ein weiteres Indiz für einen Blattlausbefall. Problematisch ist aber, dass sich auf der süßen Schicht pflanzenschädliche Pilze entwickeln können. Diese Schwärze- und Rußtaupilze können die durch Blattläuse befallenen Pflanzen weiter schwächen, indem sie zum Beispiel die Photosyntheseleistung der Pflanzen einschränken. Erntegut, welches mit diesen Pilzen bewachsen ist, sollte nicht mehr verzehrt werden.

Ein Steckbrief zu der Blattlaus

Von den Blattläusen ganz generell interessieren uns besonders die Pflanzenläuse (Sternorrhyncha). Diese artenreiche Unterordnung besteht ausschließlich aus Läusen, die sich von Pflanzensaft ernähren. Um an den Pflanzensaft zu gelangen, besitzen die Blattläuse einen Stechrüssel. Auch wenn es oft danach aussieht, als ob die Blattläuse wahllos an der Pflanze saugen, wissen sie genau, wo sie zustechen müssen. Die meisten der pflanzensaugenden Läuse sind sogenannte Phloemsauger. Bei dem Phloem handelt es sich um ein Leitgewebe bei Pflanzen, in dem der besonders zuckerhaltige Saft transportiert wird. Weil die Blattläuse aber auch noch andere Nährstoffe wie Eiweiß brauchen, müssen Sie extrem viel des Pflanzensafts aufnehmen, da in diesem kaum Proteine vorhanden sind. Vom aufgenommenen Zucker kann dabei nur ein Bruchteil verwertet werden. Der größte Anteil wird daher wieder als Honigtau ausgeschieden. Am Honigtau erfreuen sich neben Ameisen und Pilzen auch Imker – so besteht der bekannte Waldhonig komplett aus Honigtau.

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Blattläuse gelangen durch ihren Stechrüssel an den Pflanzensaft [Foto: Ryan HodnettCC BY-SA 2.0]

Neben der Nahrungsaufnahme ist auch die Lebensweise der Blattläuse sehr interessant. Viele Blattlausarten wechseln zwischen einem Winter- und Sommerwirt. Der Winterwirt dient oft nur als Schutz für die nächste Generation an Blattläusen. Meistens überstehen nur die Eier der Blattläuse den Winter. Bleiben die Temperaturen über die kalte Jahreszeit aber mild, können auch ausgewachsene Blattläuse überleben. Nach so einen milden Winter kann es bereits im zeitigen Frühjahr zu wahren Blattlausplagen an Bohnen, Erbsen und anderen krautigen Pflanzen kommen. Die Blattläuse machen sich dann zur Nahrungssuche im Frühjahr auf und suchen ihre Sommerwirte. Damit größere Strecken zurückgelegt werden können, besitzen viele Blattlausarten zu diesem Zeitpunkt noch Flügel. Ist ein Wirt gefunden, ändert sich aber oft auch die Lebensweise.

Es kommt zu einem Generationswechsel und es werden ungeflügelte Weibchen gebildet, die zur Jungfernzeugung fähig sind. Bei dieser Vermehrungsart ist keine Befruchtung durch ein Männchen nötig. Die Jungfernweibchen können pausenlos neue Jungfernweibchen gebären. Übrigens schlüpfen diese Weibchen nicht aus Eiern, sie werden lebend geboren. Das ist meistens auch der Zeitpunkt, wo Blattläuse für den Hobbygärtner zum Problem werden. Durch die hohe Nachkommenschaft können teilweise ganze Pflanzen mit Blattläusen übersäht werden. Ist die Nahrungsquelle erschöpft, werden wieder geflügelte Weibchen gebildet, welche erneut Pflanzen befallen. Die geschlechtliche Fortpflanzung geschieht oft nur im Herbst, dann schlüpfen auch einige Männchen und die befruchteten Eier überwintern dann am Winterwirt.

Drei bekannte Blattlausarten und ihre Eigenschaften:

  • Erbsenblattlaus (Acyrthosiphon pisum)

Eine mit 2 – 4 mm Länge recht große Blattlausart, die wie der Name schon sagt besonders gerne Hülsenfrüchte wie Erbsen befällt. Sie bildet meistens keine riesen Kolonien und befällt bevorzugt junge Triebspitzen und Blüten sowie Hülsen von Erbsen und anderen Schmetterlingsblütler. Häufig verkümmern die befallenen Triebe und Hülsenfrüchte enthalten weniger Samen und der Ertrag kann deutlich sinken. Viel interessanter sind aber die verschiedenen Farbausprägungen von gelb über grün bis zu rot. Forscher fanden vor einiger Zeit heraus, dass es sich bei dem roten Farbstoff um Anthocyane handelt, ein Farbstoff der ausschließlich von Pflanzen und Pilzen gebildet wird. Durch Versuche konnte herausgefunden werden, dass die Erbsenblattlaus Gene von Pilzen aufgenommen haben müssen und nun selbst in der Lage sind, den Farbstoff zu produzieren. Wie das in der Natur passieren konnte, ist auch heute noch ein Rätsel.

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Die Erbsenblattlaus ist im Vergleich eine recht große Laus [Foto: pisum S. ReaCC BY 2.0]

  • Grüne Pfirsichblattlaus (Myzus persicae)

Hier handelt es sich mit maximal 2 mm Größe um einen kleineren Vertreter der Blattläuse. Die flugunfähigen Läuse sind grün gefärbt, während die flugfähige Generation schwarzbraun bis schwarz gefärbt ist. Überwintert wird, wie der Name verrät, auf einem Pfirsichbaum. Zu den Sommerwirten gehört auch die Kartoffel und andere krautige Pflanzen. Der Schaden an den Pflanzen wird vor allem durch eingerollte und vergilbte Blätter sichtbar. Das größte Problem bei dieser Blattlausart sind aber die übertragenen Viren.

  • Schwarze Bohnenlaus (Aphis fabae)

Bei dieser Blattlausart handelt es sich um mattschwarze, teilweise auch dunkelgrüne 1,7 – 2,7 mm große Läuse. Sie überwintern ausschließlich auf dem Pfaffenhütchen oder am Gewöhnlichen Schneeball. Von dort befallen sie ab dem Frühling krautige Pflanzen wie die Ackerbohne, Kartoffeln und auch Rüben. Die Kolonien können riesig werden, so dass Pflanzen durch die Lauspopulation komplett schwarz aussehen. Auch hier rollen sich die Blätter bei einem Befall häufig ein und Viren werden übertragen.

Blattläusen vorbeugen

In unseren Gärten gibt es überall Blattläuse. Der Zuflug von den kleinen Saugern lässt sich leider nicht verhindern. Allerdings muss nicht jede Blattlauskolonie auch zu einem Problem werden. Denn Blattläuse haben viele natürliche Fressfeinde, wozu Marienkäfer, Schlupfwespen, Florfliegen, Gallmücken und andere Nützlinge zählen. In einem naturnahen Garten, der viele Rückzugsmöglichkeiten für Nützlinge bietet und wo keine nützlingsschädigenden Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden, kann die Anzahl der Blattläuse natürlich reguliert werden und es entsteht ein gesundes Gleichgewicht zwischen Räubern und Blattläusen.

Neben der natürlichen Regulierung durch Nützlinge gibt es auch einige Punkte, die die Pflanze selbst betrifft. Wenn Sie Blattläuse von Ihren Rosen oder anderen Pflanzen fernhalten wollen, dann sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Eine stickstoffbetonte Düngung fördert den Befall durch Blattläuse
  • Ein optimaler Standort sorgt für widerstandsfähigere Pflanzen, welche seltener befallen werden
  • Halten Sie genügen Abstand zwischen Ihren Pflanzen ein, durch das gute Lichtangebot werden die Zellwände verstärkt
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Auch die Springspinne ist ein natürlicher Nützling gegen Blattläuse [Foto: Rolf Dietrich BrecherCC BY-SA 2.0]

Wenn Sie generell Probleme mit Blattläusen haben, dann empfiehlt sich der Einsatz von einem pflanzenstärkenden Mittel. Das Sprühen von Schachtelhalmextrakt stärkt die Pflanzenzellen durch die enthaltene Kieselsäure. Der Blattlaus wird es dadurch erschwert, mit dem Stechrüssel in die Pflanze einzudringen. Es wird aber nur eine effektive Schutzwirkung erreicht, wenn die Schachtelhalmspritzung ungefähr jede Woche wiederholt wird. Manchmal begünstigt die Witterung das Wachstum der Blattläuse aber so stark, dass alle vorbeugenden Maßnahmen versagen. Wenn das eintrifft, hilft nur noch eine direkte Bekämpfung der kleinen Biester.

Blattläuse bekämpfen

Gegen Blattläuse gibt es eine Vielzahl von Bekämpfungsmöglichkeiten. Einige Mittel funktionieren gut, andere hingegen sind weniger effektiv. Hier finden Sie eine Übersicht über den gezielten Nützlingseinsatz, Hausmittel, biologische Spritzmittel und auch die Chemiekeule:

  • Blattläuse natürlich mit Nützlingen bekämpfen:

Neben den Nützlingen, die sowieso schon natürlich im Garten vorkommen, können Nützlinge auch gekauft werden und zum Bekämpfen von Blattläusen eingesetzt werden. Der Nützling, der die meisten Blattläuse vertilgen kann, ist tatsächlich der Marienkäfer. Auch der wenig beliebte Asiatische Marienkäfer trägt zu der Dezimierung von Blattlauspopulationen bei. Am gefräßigsten sind die Larven, welche im Zeitraum ihrer Entwicklung problemlos bis zu 600 Läuse vertilgen können. Zum Einsatz kommen verschiedene Marienkäferarten wie der Zweipunkt-Marienkäfer (Adalia bipunctata) oder der Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata).

Ein weiterer recht brutal anmutender Nützling ist die Schlupfwespe. Sie legt mit einem Stachel, der sich an ihrem Hinterleib befindet, jeweils ein Ei in eine Blattlaus. Aus dem Ei entwickelt sich eine neue Schlupfwespe, welche die Laus als Nahrung nutzt. Die Laus stirbt so ab und nach ungefähr 7 Tagen kommt die neue Schlupfwespe aus einem kleinen Loch aus der Laus hervor. Von einer Schlupfwespe können im Optimalfall viele Hundert von Blattläuse parasitiert werden. Eine Schlupfwespe mit einem breiten Beutespektrum ist Aphelinus abdominalis. Es gibt aber viele weitere Schlupfwespenarten und es werden auch schon Nützlingsmischungen aus verschiedenen Arten angeboten, damit möglichst viele Blattlausarten erfasst werden.

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Die Schlupfwespe nutzt die Blattlaus als lebendigen Brutkasten [Foto: John FlanneryCC BY-SA 2.0]

Zuletzt sollte noch die Florliege (Chrysoperla carnea) erwähnt werden. Die erwachsene Florfliege selbst ist hier nicht der Nützling, denn sie ernährt sich teilweise sogar von Honigtau. Es sind vielmehr ihre gefräßigen Larven, die zudem sehr anspruchslos an die Umweltbedingungen sind. Findet eine Larve eine Blattlaus wird die Laus angestochen und im Nu ausgesaugt, so können durch eine Larve viele Blattläuse an einem Tag beseitigt werden. Wird das Nahrungsangebot allerdings knapp dann werden auch andere Nützlinge gefressen, auch Kannibalismus ist dann keine Seltenheit.

Wichtige Regeln zum Nützlingseinsatz:

  • Nützlinge sind teilweise hoch spezialisierte Räuber und fressen oft nur eine bestimmte Blattlausart. Lassen Sie sich deswegen vor einem Nützlingseinsatz immer vom jeweiligen Nützlingsversender beraten.
  • Ein Nützlingseinsatz ist nur sinnvoll, wenn Sie den Nützlingen ein gutes Klima (Temperatur und Luftfeuchtigkeit) für eine schnelle Vermehrung bieten können.

Folgende Produkte bieten Nützlingen ein ideales Zuhause:

  • Blattläuse mit Hausmitteln natürlich bekämpfen:

Auch bei den allseits beliebten Hausmitteln gibt es sinnvolle und nutzlose Mittel. Folgende Hausmittel eignen sich definitiv nicht für die Bekämpfung von Blattläusen:

  • Essig
  • Tabak
  • Haushaltsseife und Spülmittel

Der Essig wirkt nicht befriedigend und kann je nachdem wie er konzentriert ist auch zu starken Blattschäden führen. Zum Entfernen von Blattläusen eignet er sich nicht. Ein Sud aus Tabak würde gegen Blattläuse tatsächlich helfen, dennoch ist diese Bekämpfungsmethode viel zu gefährlich. Das enthaltene Nervengift Nikotin kann in Wasser gelöst durch die Haut aufgenommen werden und zu schweren Vergiftungen führen. Jedes heutzutage zugelassene chemische Insektizid ist höchstwahrscheinlich um einiges weniger giftig als ein Tabaksud. Nicht ohne Grund wurden Tabakprodukte aus dem Pflanzenschutz verbannt.

Haushaltsseife und Spülmittel sind ein guter Ansatz für die Bekämpfung von Blattläusen, aber nicht die richtige Wahl. Was wirklich hilft, ist eine Spritzbrühe aus Kaliseife (Schmierseife). Als Faustregel gilt hier: 150 – 300 g Schmierseife mit 10 l Wasser mischen und direkt auf die Blattläuse spritzen. Dieses Spritzmittel hilft allerdings nicht immer; zudem empfehlen wir eine wiederholte Anwendung. Bei einigen Zimmerpflanzen wie der Orchidee können befallene Blätter vorsichtig mit einem feuchten Lappen abgewischt werden. Eine Spritzbehandlung ist hier oft überflüssig.

  • Blattläuse mit biologischen Mittel natürlich bekämpfen:

Biologische Mittel erfreuen sich großer Beliebtheit, da die Rückstände der natürlichen Spritzmittel für Menschen ungiftig sind oder sehr schnell abgebaut werden. Beim Bekämpfen von Blattläusen kommen zwei biologische Mittel in Frage:

  • Pyrethrum (aus Chrysanthemenblüte gewonnen)
  • Neem (aus Samen des Niembaumes gewonnen)

Der Wirkstoff Pyrethrum befindet sich in vielen biologischen Spritzmitteln, so auch bei den biologischen Insektiziden von Neudorff. Oft wird noch Rapsöl zum Pflanzenschutzmittel gegeben, um die Wirkung zu verbessern. Mittel mit Pyrethrum wirken als Kontaktgift und müssen direkt auf die Blattläuse gesprüht werden. Dafür tritt die Wirkung sofort ein (knock-down-Effekt). Allerdings wird der Wirkstoff sehr schnell abgebaut und öfters sind weitere Spritzungen erforderlich. Das Mittel sollte nur am Morgen oder Abend gespritzt werden, da UV-Strahlung den Wirkstoff sehr schnell zerstört.

Kapuzinerkresse Blattläuse Blattlausbefall

Handeln Sie schnell, bevor die Blattläuse die Überhand erlangen [Foto: F DelventhalCC BY 2.0]

Spritzmittel auf Neembasis lassen sich aus Neemöl oder Neemschrot selbst herstellen. Alternativ gibt es auch fertig Neempräparate zu kaufen. Beim Auftragen der Spritzbrühe sollten die Blattläuse direkt besprüht werden, vergessen Sie deswegen auch nicht die Blattunterseiten. Neem wirkt allerdings anders als das Pyrethrum aus der Chrysantheme. Die Wirkung tritt hier langsamer ein, da die Entwicklung der Blattläuse gestört wird. Dafür hält die Wirkung von Neem, je nach Witterung, auch länger an. Trotzdem empfehlen wir auch hier eine wiederholte Behandlung der Pflanzen, um wirklich alle Blattläuse loszuwerden. Zusammenfassend können wir sagen, dass die Bekämpfung von Blattläusen mit biologischen Mitteln sehr erfolgsversprechend ist, wenn die Pflanzenschutzanwendungen wiederholt werden. Auch ein Wechsel der beiden Wirkstoffe kann zum Erfolg führen.

Folgende Mittel wirken natürlich biologisch gegen Blattläuse:

  • NEUDORFF Spruzit AF Schädlingsfrei: Bekämpft zuverlässig saugende und beißende Insekten (auch Larven und Eier) an Zierpflanzen Obst und Gemüse; nicht bienengefährlich
  • NEUDORFF Neudosan AF Blattlausfrei: Zur gezielten Bekämpfung von saugenden Insekten und Spinnmilben; schont Nützlinge und ist nicht bienengefährlich
  • NEUDORFF Neem Plus: Spritzmittel auf rein pflanzlicher Basis (Neem-Schrot + Rapsöl), welches neben dem Buchsbaumzünsler gut gegen andere Schädlinge (Blattläuse, etc.) verwendet werden kann
  • Blattläuse mit chemischen Mitteln bekämpfen:

Nicht jedes Mal lassen sich alle Blattläuse mit natürlichen Mitteln bekämpfen. Die Gründe dafür können sehr vielseitig sein und sind doch oft unergründlich. An diesem Punkt müssen Sie sich die Frage stellen, ob sie den Befall verkraften können oder ob eine Bekämpfung mit der Chemiekeule erforderlich ist. Gerade wenn Blattläuse einen potentiell gefährlichen Pflanzenvirus übertragen können, macht ein konsequenter Pflanzenschutz Sinn. Dieses Problem haben oft aber nur kommerzielle Betriebe, da dort oft eine große Anzahl an gleichen Pflanzen wachsen. Ein Virus, der sich dort von Pflanze zu Pflanze ausbreitet, hätte fatale Folgen für den Pflanzenbestand. Im Privatgarten eignen sich besonders chemische Mittel mit Pyrethroiden. Dieses synthetische Insektizid hat sein Vorbild aus der Natur (Pyrethrum aus Chrysanthemen). Es wirkt allerdings besser und durch bestimmte Zusätze kann es auch Blattläuse bekämpfen, welche nicht direkt von dem Spritzmittel getroffen werden.

Dominic

Ich studiere Gartenbauwissenschaften und gehöre natürlich den passionierten Hobbygärtnern an. Meine ersten Wassermelonen habe ich bereits im Alter von 7 Jahren geerntet. Momentan finde ich Themen in Bezug auf die Interaktion von Pflanzen mit anderen Lebewesen und der Umwelt besonders interessant.
Mein Lieblingsobst: Ganz klar Avocados
Mein Lieblingsgemüse: Eigentlich alles, außer Rosenkohl

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