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Die 20 besten Teichpflanzen für jede Wassertiefe

Ein Teich ist ein toller Hingucker – aber erst mit den richtigen Pflanzen wird er zum wahren Blickfang. Wir zeigen, welche Pflanzen sich am besten eignen.

Seerosen blüht auf Wasseroberflöche
Erst Pflanzen verwandeln den Teich in einen wahren Hingucker [Foto: Marinodenisenko/ Shutterstock.com]

Ob kleines Wasserspiel oder großer Schwimmteich – besonders im Sommer ist ein Gartenteich  der Mittelpunkt jedes Gartens und zieht alle Aufmerksamkeit auf sich. Damit das kühle Nass jedoch nicht fehl am Platz wirkt, ist eine schöne Teichbepflanzung essentiell, denn erst diese macht den Teich zu einem richtigen Schmuckstück.

Die besten 20 Teichpflanzen für Ihren Garten

Doch genau wie im restlichen Garten ist auch bei Teichpflanzen der richtige Standort essentiell, schließlich sind die Ansprüche an die Sonne wie auch die richtige Wassertiefe zu beachten, wenn man seine Pflanzen platziert. Welche Teichpflanzen bei Ihnen nicht fehlen dürfen und für welche Tiefen sie geeignet sind, verraten wir Ihnen hier.

5 Teichpflanzen für die Feuchtzone

Die Feuchtzone ist der äußerste Bereich eines jeden Teiches und wird daher bei der Erwähnung von Teichpflanzen oft vergessen, da er nicht sichtbar ist und unter Wasser steht. Trotzdem ist die Bepflanzung dieser Zone mit dauerfeuchter Erde wichtig, um aus Ihrem Teich einen Hingucker zu machen. Die Feuchtzone erstreckt sich vom Wasserspiegel bis zur sogenannten Kapillarsperre, also der Stelle, bis zu welcher die Teichfolie hochgezogen wurde.

1. Hängende Segge

Äußerst dekorativ und gleichzeitig herrlich unkompliziert – diese beiden Eigenschaften sorgen dafür, dass die Hängende Segge (Carex pendula) als perfekte Teichpflanze gilt. Die robuste Staude wird bis zu 1,50 Meter hoch und zieht mit ihrem überhängenden Wuchs und den zierlichen Blütenähren alle Blicke auf sich. Zusätzlich ist die Hängende Segge immergrün, sodass sie auch im Winter attraktive Akzente setzt.

2. Etagenprimel

Mit ihren zauberhaften Blütenständen, die aussehen, als seien sie auf Etagen verteilt, ist die Etagenprimel (Primula bulleyana) ein attraktiver Blickfang. Besonders ihre edlen Blüten und ihr hoher Wuchs von bis zu 70 Zentimetern sorgen dafür, dass die Pflanze in ihrer Blütezeit von Juni bis Juli alle Aufmerksamkeit auf sich zieht. Leider ist die Etagenprimel oftmals nicht besonders langlebig. Doch keine Sorge – die Pflanze sät sich zuverlässig selber wieder aus.

3. Dreimasterblume

Eigentlich ist die Garten-Dreimasterblume (Tradescantia x andersoniana) eher als Gartenpflanze bekannt – Sie können sie jedoch auch wunderbar in der Feuchtzone eines Teiches anpflanzen. Besonders für den Übergang zwischen Gartenbeet und Teichbepflanzung ist die Dreimasterblume ideal geeignet: Mit ihren auffälligen, radförmigen Blüten und ihrem borstigen Wuchs zieht die Pflanze alle Blicke auf sich.

Dreimasterblume mit violetten Blüten
Die Dreimasterblume fällt mit ihren Blüten auf [Foto: Nikolay Kurzenko/ Shutterstock.com]

4. Blutweiderich

Für Farbe im Beet sorgt in jedem Fall der Blutweiderich (Lythrum salicaria) mit seinen rosa, roten oder sogar dunkelvioletten Blütenständen. Als heimische Wildstaude aus Sumpfgebieten ist die attraktive Pflanze nicht nur perfekt an das Leben in der Feuchtzone angepasst, sondern gilt auch als extrem schmetterlingsfreundlich und überzeugt zusätzlich mit ihrer umfangreichen Wasserreinigungsfähigkeit. Aufgrund ihrer Wuchshöhe von bis zu 80 Zentimetern eignet sich die Pflanze aber eher als Hintergrundbepflanzung – ansonsten stiehlt sie allen anderen schnell den Auftritt.

5. Schachbrettblume

Wohl kaum eine Pflanze hat solch eine außergewöhnliche Blüte wie die Schachbrettblume (Fritillaria meleagris) – die rundlichen Glockenblumen mit dem einzigartigen Muster in kräftigem Purpur sind ein wahrer Blickfang. Doch die Blüten sind nicht nur ein attraktiver Schmuck, sie bieten auch noch Nützlingen wie Hummeln und Bienen einen reich gedeckten Tisch. In der Feuchtzone oder am äußeren Rand der Sumpfzone gefällt es der Blume besonders gut, sodass sich die Pflanze mit etwas Glück sogar von selbst verbreitet.

Rosa gemusterte Blüten der Schachbrettblume
Ihr ungewöhnliches Muster macht die Schachbrettblume zum absoluten Hingucker [Foto: Birute Vijeikiene/ Shutterstock.com]

5 Teichpflanzen für die Sumpfzone

Als Sumpfzone wird der Teil des Teiches bezeichnet, der an die Feuchtzone anschließt und langsam Richtung Teichmitte führt. Charakteristisch für diese Zone ist ein schwankender Wasserstand, sodass sich nicht alle Pflanzen für dieses Gebiet eignen. Im Allgemeinen geht man davon aus, dass in der Sumpfzone eine Wassertiefe von 0 bis 10 Zentimeter herrscht.

1. Sumpfdotterblume

Ein echter Klassiker in der Sumpfzone ist die Sumpfdotterblume (Caltha palustris): Mit ihrer Vielzahl an kleinen gelben Blüten und ihren glänzenden Blättern ist die Pflanze ein Muss für jeden Gartenteich. Besonders aus Teichen, die eher im Schatten liegen, ist die Sumpfdotterblume kaum noch wegzudenken, denn sie bildet auch an eher dunklen Plätzen ihre ganze Schönheit aus. Zusätzlich hat die Sumpfdotterblume eine wasserreinigende Wirkung.

2. Froschlöffel

Der Froschlöffel (Alisma plantago-aquatica) gehört wohl zu den interessantesten Pflanzen in der Sumpfzone und ist dabei deutlich attraktiver, als der Name vermuten lässt. Besonders der Kontrast zwischen den löffelartigen Blättern und den überaus filigranen Blütengebilden macht die Pflanze so bezaubernd. So gilt der Froschlöffel auch als besonders guter Wasserreiniger, denn er nimmt überflüssige Nährstoffe aus dem Wasser auf und sorgt somit für eine gleichbleibend gute Wasserqualität.

3. Sumpfiris

Die Sumpfiris (Iris versicolor) ist am Teich besonders als extravagante Schönheit bekannt: Ihre prächtigen blau-violetten Blüten mit den filigranen Zeichnungen sind wahre Augenweiden und verzaubern im Juni und Juli ihre Betrachter. Neben ihrer Schönheit beeindruckt die Sumpfiris allerdings auch mit ihrer zähen Art – die krautige Pflanze gilt als frostfest und ist mehrjährig.

Sumpfiris mit lila Blüte
Die Sumpfiris überzeugt mit ihrer tollen Blüte [Foto: Bruce MacQueen/ Shutterstock.com]

4. Wasserminze

Wer denkt, dass Teichpflanzen zwar schön, aber nicht nützlich sind, ist noch nicht der Wasserminze (Mentha aquatica) begegnet: Mit ihrem frischen, typisch minzigen Geruch verwöhnt die Pflanze nicht nur die Nase, sondern zieht auch noch allerlei Nützlinge an. Menschen mögen die Wasserminze vor allem als Tee, da sie etwas milder als ihre Schwester, die Pfefferminze (Mentha x piperita), ist. Doch auch optisch kann die Wasserminze punkten, denn mit ihren zahlreichen kugelförmigen Blütenständen ist sie ein wahrer Hingucker.

5. Sumpfcalla

In der freien Natur ist die Sumpfcalla (Calla palustris) mittlerweile leider selten geworden. Umso schöner ist es, dass immer mehr Teichbesitzer die attraktive Sumpfpflanze für sich entdecken. Besonders durch ihr markantes Hochblatt, das auf der Innenseite weiß gefärbt ist, zieht die eindrucksvolle Pflanze alle Blicke auf sich. Doch auch die roten, beerenartigen Früchte, die sich aus den unscheinbaren Blüten entwickeln, sind eine tolle Dekoration. Nur in Haushalten mit kleinen Kindern ist die schöne Pflanze mit Vorsicht zu genießen: Alle Pflanzenteile sind leicht giftig.

Sumpfcalla mit weißen Blüten und großen Blättern
Selten, aber wunderschön: die Sumpfcalla [Foto: Klaus Wagenhaeuser / Shutterstock.com]

5 Teichpflanzen für die Flachwasserzone

Pflanzen in der Flachwasserzone zeichnen sich durch ihre besondere Robustheit und Härte aus. Kein Wunder, schließlich stellt diese Zone den Übergang von der Sumpfzone zum Tiefwasser dar und hat durchschnittlich einen Wasserstand von 10 bis 40 Zentimetern.

1. Rohrkolben

Der Breitblättrige Rohrkolben (Typha latifolia) gehört wohl zu den bekanntesten Uferbewohnern und ist mit seinen samtigen Blütenständen eine wahre Schönheit. Doch mit einer Größe von über zwei Metern und einem enorm hohen Nährstoffbedarf ist er kaum für kleinere Teiche geeignet. Hier sollte man lieber auf den Zwergrohrkolben (Typha minima) zurückgreifen: Der kleine Bruder des Rohrkolbens wird nur etwa 60 Zentimeter hoch, bildet aber auch den beliebten Kolben aus und ist damit ein attraktiver Ersatz. Auch in seiner Wasserreinigungsfunktion ist der Zwergrohrkolben den größeren Pflanzen nicht unterlegen und erweist sich als wahrer Geheimtipp im Kampf gegen Algen.

Rohrkolben wächst am Ufer
Der Rohrkolben gehört wohl zu den bekanntesten Uferbewohnern [Foto: spetenfia/ Shutterstock.com]

2. Nadelsimse

Zugegeben, mit ihren langen, spitzen Stängeln sieht die Nadelsimse (Eleocharis acicularis) auf den ersten Blick eher unscheinbar aus. Doch bei genauerer Betrachtung hat die Pflanze durchaus ihren optischen Reiz. So punktet die Nadelsimse mit einem interessanten Farbspiel, das von einem Hellgrün an den Spitzen bis zu einem Purpur an der Blattbasis reicht. Neben ihrem Aussehen hat die Nadelsimse außerdem noch zwei weitere große Vorteile: Zum einen eignet sie sich hervorragend zur Befestigung von Uferrändern, zum anderen ist sie eine ausgezeichnete Wasserreinigerin, die besonders den Algen das Leben schwer macht.

3. Igelkolben

Extravagante Blüten und ein horstiger Wuchs – der Igelkolben (Sparganium erectum) verwandelt sich im Garten schnell zum absoluten Hingucker. Besonders seine Blütenkugeln, die wie grünlich-weiße Morgensterne aussehen, machen die Teichpflanze besonders attraktiv. Aber auch ihre Früchte, die wie zusammengerollte Igel aussehen und der Pflanze ihren Namen verliehen haben, machen sie zu einem der interessantesten Wasserbewohner und zu einem Muss für jeden Gartenteich.

4. Schwanenblume

Wenn die Schwanenblume (Butomus umbellatus) von Juni bis in den August ihre Blüten präsentiert, weiß man genau, woher ihr Name kommt: Elegant und liebreizend wie ein Schwan sitzen die filigranen Blütenstände auf der Pflanze und verzaubern ihre Betrachter. Auch ihr honigsüßer Duft und ihre Anziehungskraft auf Insekten machen die Pflanze so überaus beliebt. Mit einer Wuchshöhe von bis zu 120 Zentimetern ist die Schwanenblume damit der unangefochtene Blickfang im Gartenteich.

Schwanenblume blüht in weiß und violetten Blüten
Mit ihren eleganten Blüten ist die Schwanenblume eine echte Schönheit [Foto: Manfred Ruckszio/ Shutterstock.com]

5. Hechtkraut

Nicht immer müssen es Blüten sein – doch wenn eine Blattschmuckpflanze auch noch mit dekorativen Blüten daherkommt, ist es umso besser. Das Hechtkraut (Pontederia cordata) kann genau mit dieser Eigenschaft punkten: Bereits seine herzförmigen Blätter sind äußerst dekorativ, doch wenn er ab Juni seine Ähren zeigt, die mit lauter kleinen, blauen Blüten besetzt sind, zeigt er seine ganze Pracht.

5 Teichpflanzen für die Tiefwasserzone

Die Tiefwasserzone ist das Herzstück eines jeden Teiches und hat eine Wassertiefe von mindestens 40 Zentimetern. Besonders schwimmende Pflanzen sind hier gerne gesehen, weshalb diese Zone auch Schwimmblattzone genannt wird. Doch auch andere Pflanzen fühlen sich in diesem Bereich wohl.

1. Wassersalat

Salat auf dem Wasser? Tatsächlich passt der Name des Wassersalates (Pistia stratiotes) wie die Faust aufs Auge – die Schwimmpflanze sieht mit ihren hellgrünen, muschelartigen Blättern einem Salatkopf tatsächlich zum Verwechseln ähnlich. Doch neben ihrer Attraktivität als Blattschmuckpflanze überzeugt der Wassersalat auch durch seine nützliche Wirkung. So ist die Pflanze perfekt für die Algen-Prophylaxe und dient zusätzlich als Indikator für das biologische Gleichgewicht im Teich. Nur den deutschen Winter mag die exotische Pflanze nicht, denn sie ist leider nicht frostfest.

2. Schwimmfarn

Der Schwimmfarn (Salvinia natans) gehört wohl zu den pflegeleichtesten und robustesten Pflanzen, die man in seinem Teich kultivieren kann. Der unkomplizierte Wasserbewohner fühlt sich ab 10 Zentimeter Wassertiefe bis in die Tiefwasserzone hinein wohl und benötigt so gut wie keine Pflege. Mit ihren elliptischen Blättern, die auf der Oberseite kleine Borsten haben und deshalb einen interessanten Lotus-Effekt aufweisen, ist die Pflanze aber auch optisch nicht zu verachten.

3. Seekanne

Leuchtend gelbe Blüten mit faszinierendem Fransenschmuck sind das Markenzeichen der Seekanne (Nymphoides peltata). Die heimische Wasserpflanze ist ein wahrer Geheimtipp, wenn es um tollen Blütenschmuck in der Tiefwasserzone geht. Doch nicht nur ihre Optik macht die Pflanze zu einer perfekten Ergänzung für jeden Teich: Durch ihre Hydropoten filtert die Pflanze zuverlässig das Teichwasser und ihr üppiges Blattwerk sorgt für ausgeglichene Wassertemperaturen.

4. Tannenwedel

Wer einen auffälligen Kontrast zu den gängigen Teichpflanzen sucht, wird bei dem Tannenwedel (Hippuris vulgaris) fündig: Mit ihren nadelartigen Blättern und den rötlich-braunen Blüten erinnert die Pflanze an die Miniaturversion mächtiger Nadelbäume, die sich aus einem skandinavischen See erheben. Dass die Blätter des Tannenwedels auch im Winter grün bleiben, verstärkt diesen Eindruck noch deutlicher. Ebenso macht ihre wasserreinigende Wirkung die Pflanze so beliebt – besonders bei Teichen mit Fischbesatz verhindert sie übermäßigen Algenbewuchs.

Tannenwendel wächst im Wasser
Der Tannenwedel sorgt für skandinavisches Flair am Gartenteich [Foto: Luka Hercigonja/ Shutterstock.com]

5. Seerose

Sie ist der Klassiker unter den Teichpflanzen – die Seerose (Nymphaea) ist eine wahre Schönheit und ein absolutes Muss für jeden Teich. Die schwimmenden Pflanzen mit ihren großen, auffälligen Blüten sind ein echter Augenschmaus und bezaubern mit ihrem lieblichen Charme. Besonders erfreuen sich Gärtner allerdings an der enormen Vielfalt der Pflanzengattung: Von kleinen Zwerg-Seerosen (Nymphaea pygmaea), die nur eine Wassertiefe von 10 bis 30 Zentimetern brauchen, bis zur Riesenseerose (Victoria), die ausschließlich in tropischen Gebieten gedeiht und einen Blattdurchmesser von bis zu drei Metern entwickeln kann, ist für beinahe jeden Teich etwas dabei.

Was Sie beim Kauf und der Pflege der verschiedenen Teichpflanzen beachten sollten, verraten wir Ihnen hier.

Zwergseerose mit hellrosa Blüte
Die Zwergseerose ist auch für kleine Teiche geeignet [Foto: Eudyptula/ Shutterstock.com]
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