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Insektenfreundlicher Garten: Gestaltung & Tipps

Insekten gehören zu einem gesunden Garten einfach dazu. Was Sie beachten müssen, um Ihren Garten insektenfreundlich zu gestalten, erfahren Sie hier.

Schmetterling auf lilaner Blume
Insekten gehören zu einem gesunden Garten dazu [Foto: Marek Mierzejewski/ Shutterstock.com]

Ob als Bestäuber für allerlei Pflanzen, als Nützlinge gegen ungeliebte Pflanzenfresser oder als Nahrung für Vögel und Igel – Insekten erfüllen eine Vielzahl von wichtigen Aufgaben in der Natur und natürlich auch in unseren Gärten. Doch leider haben es die kleinen Tiere immer schwerer: In den letzten Jahren ist die Anzahl vieler Insektenpopulationen dramatisch gesunken. Ein besonders prominentes Beispiel für die schwierige Lage der Insekten ist wohl das Bienensterben, aber auch andere Insektenarten wie Schmetterlinge oder Hummeln kämpfen um ihr Überleben. Glücklicherweise ist es jedoch gar nicht so schwer, den Insekten etwas Gutes zu tun: Wer den Tieren im eigenen Garten einen Rückzugsort bietet, hilft den kleinen Helfern enorm und kann so für eine größere Artenvielfalt sorgen. Wie Sie Ihren Garten besonders insektenfreundlich gestalten können, erfahren Sie in diesem Artikel.

Für Leben im Garten sorgen Insekten allemal. Wer den schönen und faszinierenden Tieren den Rücken stärken will, sollte auf jeden Fall diese sechs Tipps beachten.

1. Einen insektenfreundlichen Garten anlegen

Um einen insektenfreundlichen Garten anzulegen braucht man viel Arbeit und eine Menge Platz? Das stimmt zum Glück nicht: Tatsächlich können auch kleine Gärten und sogar ein Balkon insektenfreundlich gestaltet werden. Dabei ist der erste Schritt meistens der schwierigste – wo soll man nur beginnen? Am besten man fängt mit einer kleinen Inventur an und schreibt auf, was bereits auf Garten und Balkon vorhanden ist. Dabei ist es wichtig, auch die Standortbedingungen mit aufzuschreiben, damit alle Pflanzen später an geeignete Stellen gesetzt werden.

Garten wird umgestaltet
Jeder Garten kann insektenfreundlich umgestaltet werden [Foto: DeepGreen/ Shutterstock.com]

Nun beginnt die eigentliche Planung: Hier heißt es zu überlegen, welche Bereiche überhaupt umgestaltet werden sollen und welche Beete zu ihrem persönlichen Lebensstil passen. Eine Wildblumenwiese eignet sich beispielsweise eher für Menschen, die einen besonders pflegeleichten Garten möchten. Selbstversorger mögen dagegen nicht auf ihr Gemüsebeet verzichten, andere wiederum bevorzugen ein blühendes Staudenbeet. Besonders insektenfreundlich wird der Garten, wenn man auch „wilde Ecken“ mit Laubhaufen, Trockensteinmauern oder einem kleinen Wasserlauf einplant. Nun kann auch schon mit der Vorauswahl der neuen Pflanzen beginnen: Dabei gilt es, insektenfreundliche Pflanzen im Garten zu belassen und weniger insektenfreundliche Pflanzen durch geeignetere Alternativen zu ersetzen. Bedenken Sie auch die unterschiedlichen Blühzeitpunkte der Pflanzen – damit sich Biene, Schmetterling und Co. wohlfühlen, sollte der Garten möglichst so bepflanzt werden, dass die Tiere vom Frühjahr bis in den späten Herbst Nahrung finden. Ist der Pflanzplan erst einmal angelegt, kann auch schon die eigentliche Arbeit beginnen.

2. Was fressen Insekten? Die richtige Pflanzenwahl

Der Garten ist in voller Blüte – das muss doch ein Festessen für Insekten sein? Leider nicht, denn tatsächlich bestechen viele Pflanzen zwar durch ihre tollen Blüten, produzieren aber kaum Nektar. Bedauerlicherweise sind einige dieser Pflanzen bei vielen Gartenfreunden besonders beliebt: Geranien (Pelargonium) und Dahlien (Dahlia) sind zwar wahre Augenweiden, lassen nützliche Insekten aber leer ausgehen. Auch gefüllte Rosensorten (Rosa) oder Astern (Aster) sind für eine Insektenweide nicht optimal. Besser geeignet sind dagegen insektenfreundliche Blumen, wie der altbekannte Löwenzahn (Taraxacum officinale). Auch bienenfreundliche Kräuter eignen sich für jeden Garten und machen Nützlingen und Menschen Freude. Selbst auf blühende Staudenbeete muss niemand verzichten, denn man kann sie wunderbar mit insektenfreundlichen Stauden und Sträuchern bestücken.  Zusätzlich sind Obstbäume bei den Insekten gefragte Nahrungsspender – bienenfreundliche Bäume sollten deshalb in keinem größeren Garten fehlen. Für kleinere Gärten eignen sich dagegen insektenfreundliche Kletterpflanzen – diese können platzsparend am Gartenzaun oder der Hausmauer in die Höhe ranken und sehen dabei nicht nur schön aus, sondern sorgen auch für eine willkommene Nahrungsquelle für Insekten.

Biene labt sich an Lavendel
Lavendel ist eine sehr insektenfreundliche Pflanze [Foto: Liammedwards/ Shutterstock.com]

Tipp: Mit einer Insektensamen-Mischung wie dem Plantura Nützlingsmagnet ersparen Sie sich das Zusammenstellen von insektenfreundlichen Pflanzen in Ihrem Garten.

Plantura Nützlingsmagnet
Plantura Nützlingsmagnet
Ein- & mehrjährige Arten für Nützlinge
wie Vögel, Bienen & Co, pflegeleichter
Blütentraum in Beet, Topf & Balkonkasten

3. Bio statt Chemie: Richtig düngen und spritzen

Wenn Blattläuse am Gemüse knabbern oder ungeliebtes Unkraut in den Beeten sprießt, greifen viele Hobbygärtner zu Insektiziden oder Unkrautvernichtern. Doch damit vertreibt man nicht nur die lästigen Besucher – auch Nützlinge wie Bienen und Schmetterlinge können die Chemiekeulen oft nicht vertragen und werden zu ungewollten Opfern. Deshalb ist es sinnvoll, die Chemie wegzulassen – viele Schädlinge können auch mit allerlei Hausmitteln wie Brennnesseljauche oder durch die Wahl der richtigen Pflanzpartner vertrieben werden. Beim Unkraut lohnt sich manchmal sogar ein näherer Blick, denn viele Unkräuter sind nicht nur essbar, sondern sogar sehr lecker. Doch nicht nur beim Spritzen sollte man aufpassen: Mineralischen Kunstdüngern mangelt es nicht nur an einer nachhaltigen Wirkung, sie sind in vielen Fällen zudem noch giftig für Mensch und Tier. Die viel bessere Variante stellen Bio-Dünger wie unsere Plantura Dünger dar, die aufgrund ihrer Zusammensetzung eine Langzeitwirkung besitzen und keine Gefahr für Insekten darstellen.

Plantura Pflanzendünger
Unsere Plantura Bio-Dünger stellen für Insekten keine Gefahr dar
Plantura Bio-Blumendünger
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Effektive Langzeitwirkung, gut für den Boden, unbedenklich für Mensch, Tier & Natur

4. Insektenfreundliche Vielfalt

Ein englischer Rasen mag zwar gepflegt und ordentlich aussehen, ist für viele Insekten aber ein Graus: Auf solchen Monokulturen finden die Tiere oftmals nicht genug Nahrung, um zu überleben. Aber auch reichblühende Sommerwiesen können Biene, Hummel und Co nicht ausreichend versorgen: Zwar herrscht bei dieser Bepflanzung im Sommer ein Überfluss an Nahrungsquellen, im Frühling und Herbst gehen die kleinen Helfer aber vergeblich auf Nahrungssuche. Damit die Insekten das ganze Jahr über versorgt sind, lohnt es sich, eine möglichst vielfältige Bepflanzung zu wählen. Frühblüher wie der Frühlings-Krokus (Crocus vernus) oder die Traubenhyazinthe (Muscari armeniacum) sorgen bei den Insekten für einen guten Start ins Jahr. Im Spätsommer beginnen dagegen Herbst-Anemonen (Anemone hupehensis) oder der Efeu (Hedera helix) zu blühen und sorgen so für einen letzten Festschmaus vor dem Winter.

Optimal für einen insektenfreundlichen Garten sind deshalb Saatgutmischungen wie der Plantura Nützlingsmagnet geeignet: Durch die Vielzahl der verschiedenen heimischen Pflanzenarten, die in der Mischung enthalten sind, lockt diese nicht nur verschiedene Nützlinge an, sondern bietet über einen langen Zeitraum eine Nahrungsquelle für Insekten.

Biene labt sich an Traubenhyazinthe
Die Traubenhyazinthe spendet Nahrung im Frühjahr [Foto: onlyday/ Shutterstock.com]

5. Rückzugsmöglichkeiten für Insekten schaffen

Gestutzte Hecken und aufgeräumte Beete sind für viele Menschen eine Freude, für Insekten allerdings ein Albtraum: Die meisten von ihnen finden im Garten keine Rückzugsmöglichkeiten mehr, in denen sie ihre Nester bauen können. Abhilfe schaffen „Wilde Ecken“, wo möglichst wenig vom Gärtner verändert wird. Totholz, Laubhaufen und alte Stängel bieten für viele Insekten einen idealen Unterschlupf. Dank Wildkräuter und -stauden muss so eine Ecke aber gar nicht unordentlich aussehen, sondern versprüht ihren ganz eigenen Charme.

Eine andere tolle Möglichkeit für einen Rückzugsort für Insekten ist das Bepflanzen einer Trockenmauer beziehungsweise eines Steinhaufens – diese sonnigen Orte sind vor allem für wärmeliebende Insekten ideale Plätzchen und auch noch überaus pflegeleicht. Ein Teich sorgt im Sommer nicht nur für Abkühlung, sondern ist auch das Zuhause von zahlreichen Insektenarten wie der wunderschönen Libelle. Doch auch für kleinere Gärten gibt es tolle Alternativen: Insektenhotels brauchen nicht viel Platz, stellen aber trotzdem eine wunderbare Möglichkeit dar, Wildbiene und Co. zu helfen. Damit sich die Insekten in ihrem neuen Häuschen auch wohl fühlen, sollte man auf eine gute Verarbeitung des Insektenhotels achten. Auch der Standort ist entscheidend: Vollsonnig, aber witterungsgeschützt sind ideale Voraussetzungen, um die Tiere anzulocken. Stellt man das Insektenhotel zusätzlich in der Nähe von insektenfreundlichen Pflanzen aus, wimmelt es in der Unterkunft schon bald nur so von Nützlingen.

Insektenhotel mit Blüten im Vordergrund
Insektenhotels sorgen auch in kleineren Gärten für Rückzugsmöglichkeiten [Foto: DanyL/ Shutterstock.com]

6. Todesfallen entfernen

Mücken mag nun wirklich keiner – vor allem in lauen Sommernächten können die lästigen Blutsauger einem den Abend verderben. Kein Wunder also, dass viele Gartenbesitzer UV-Fallen aufbauen, die sie vor den Plagegeistern beschützen sollen. Aber auch Klebestreifen für Fliegen oder Fallen mit Duftköder trifft man immer wieder auf Terrassen an. Leider fangen diese Apparaturen nicht nur lästige Schädlinge, sondern auch zahlreiche nützliche Insekten und sind damit alles andere als insektenfreundlich. Setzen Sie lieber auf eine Mückenabwehr durch Pflanzen: Zitronenmelisse (Melissa officinalis), Rosmarin (Rosmarinus officinalis) oder Walnuss (Juglans regia) schrecken stechende Insekten ab und bieten gleichzeitig Nahrung für Nützlinge.

Insektenlampe
Solche Insektenfallen können auch für Nützlinge tödlich sein [Foto: TunedIn by Westend61/ Shutterstock.com]

Aber nicht nur die Mückenabwehr kann für Insekten zur Todesfalle werden: Nur wenige wissen, dass auch Lichtverschmutzung für viele Insekten schädlich ist. Da die Tiere wie magisch vom Licht angezogen werden, umkreisen sie oft bis zur völligen Erschöpfung die Gartenbeleuchtung oder krabbeln sogar in die Lampen hinein – ein Todesurteil. Verzichten Sie also wenn möglich auf eine dauerhafte Gartenbeleuchtung bei Nacht, indem Sie beispielsweise eine Zeitschaltuhr verwenden – so sparen Sie nicht nur Strom, sondern helfen gleichzeitig auch den Insekten.

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie Sie Ihren Garten in ein wahres Bienenparadies verwandeln können, dann schauen Sie doch hier vorbei.

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