skip to Main Content

Insektenfreundlicher Garten: Tipps für mehr Artenvielfalt

Insekten gehören zu einem gesunden Garten einfach dazu. Was Sie beachten müssen, um Ihren Garten insektenfreundlich zu gestalten, erfahren Sie hier.

Schmetterling auf lilaner Blume

Insekten gehören zu einem gesunden Garten dazu [Foto: Marek Mierzejewski/ Shutterstock.com]

Ob als Bestäuber für allerlei Pflanzen, als Nützlinge gegen ungeliebte Pflanzenfresser oder als Nahrung für Vögel und Igel – Insekten erfüllen eine Vielzahl von wichtigen Aufgaben in der Natur und natürlich auch in unseren Gärten. Doch leider haben es die kleinen Tiere immer schwerer: In den letzten Jahren ist die Anzahl vieler Insektenpopulationen dramatisch gesunken. Ein besonders prominentes Beispiel für die schwierige Lage der Insekten ist wohl das Bienensterben, aber auch andere Insektenarten wie Schmetterlinge oder Hummeln kämpfen um ihr Überleben. Glücklicherweise ist es jedoch gar nicht so schwer, den Insekten etwas Gutes zu tun: Wer den Tieren im eigenen Garten einen Rückzugsort bietet, hilft den kleinen Helfern enorm und kann so für eine größere Artenvielfalt sorgen. Wie Sie Ihren Garten besonders insektenfreundlich gestalten können, erfahren Sie in diesem Artikel.

Insektenfreundlicher Garten: Unsere Tipps

Für Leben im Garten sorgen Insekten allemal. Wer den schönen und faszinierenden Tieren den Rücken stärken will, sollte auf jeden Fall diese fünf Tipps beachten.

1. Ein Buffet für Insekten: Die richtige Pflanzenauswahl

Der Garten ist in voller Blüte – das muss doch ein Festessen für Insekten sein? Leider nicht, denn tatsächlich bestechen viele Pflanzen zwar durch ihre tollen Blüten, produzieren aber kaum Nektar. Bedauerlicherweise sind viele dieser Pflanzen bei vielen Gartenfreunden besonders beliebt: Geranien (Geranium), Pelargonien (Pelargonium) und Dahlien (Dahlia) sind zwar wahre Augenweiden, lassen nützliche Insekten aber leer ausgehen. Auch gefüllte Rosensorten (Rosa) oder Astern (Aster) sind für eine Insektenweide nicht optimal. Für Mensch und Tier nützlich sind dagegen allerlei Küchenkräuter: Lavendel (Lavandula angustifolia), Thymian (Thymus vulgaris) und Bohnenkraut (Satureja) schmecken beiden gleichermaßen. Auch allerlei Obstbäume sind bei den Insekten gefragte Nahrungsspender. Wer nicht auf spektakuläre Blüten verzichten will, muss sich trotzdem keine Sorgen machen: Sonnenblume (Helianthus annuus), Schmuckkörbchen (Cosmea) oder das Zwerg-Löwenmäulchen (Antirrhinum majus) tragen tollen Blütenschmuck und zählen zu den insektenfreundlichen Pflanzen.

Biene labt sich an Lavendel

Lavendel ist eine sehr insektenfreundliche Pflanze [Foto: Liammedwards/ Shutterstock.com]

2. Bio statt Chemie: Richtig düngen und spritzen

Wenn Blattläuse an den Tomaten (Solanum lycopersicum) knabbern oder ungeliebtes Unkraut in den Beeten sprießt, greifen viele Hobbygärtner zu Insektiziden oder Unkrautvernichtern. Doch damit vertreibt man nicht nur die lästigen Besucher – auch Nützlinge wie Bienen und Schmetterlinge können die Chemiekeulen oft nicht vertragen und werden zu ungewollten Opfern. Deshalb ist es sinnvoll, die Chemie wegzulassen – viele Schädlinge können auch mit allerlei Hausmitteln wie Brennnesseljauche oder durch die Wahl der richtigen Pflanzpartner vertrieben werden. Beim Unkraut lohnt sich manchmal sogar ein näherer Blick, denn viele Unkräuter sind nicht nur essbar, sondern sogar sehr lecker. Doch nicht nur beim Spritzen sollte man aufpassen: Mineralischen Kunstdüngern mangelt es nicht nur an einer nachhaltigen Wirkung, sie sind in vielen Fällen zudem noch giftig für Mensch und Tier. Die viel bessere Variante stellen Bio-Dünger wie unsere Plantura Dünger dar, die aufgrund ihrer Zusammensetzung eine Langzeitwirkung besitzen und keine Gefahr für Insekten darstellen.

Plantura Pflanzendünger

Unsere Plantura Bio-Dünger stellen für Insekten keine Gefahr dar

3. Insektenfreundliche Vielfalt

Ein englischer Rasen mag zwar gepflegt und ordentlich aussehen, ist für viele Insekten aber ein Graus: Auf solchen Monokulturen finden die Tiere oftmals nicht genug Nahrung, um zu überleben. Aber auch reichblühende Sommerwiesen können Biene, Hummel und Co nicht ausreichend versorgen: Zwar herrscht bei dieser Bepflanzung im Sommer ein Überfluss an Nahrungsquellen, im Frühling und Herbst gehen die kleinen Helfer aber vergeblich auf Nahrungssuche. Damit die Insekten das ganze Jahr über versorgt sind, lohnt es sich, eine möglichst vielfältige Bepflanzung zu wählen. Frühblüher wie der Frühlings-Krokus (Crocus vernus) oder die Traubenhyazinthe (Muscari armeniacum) sorgen bei den Insekten für einen guten Start ins Jahr. Im Spätsommer beginnen dagegen Herbst-Anemonen (Anemone hupehensis) oder der Efeu (Hedera helix) zu blühen und sorgen so für einen letzten Festschmaus vor dem Winter. Angenehmer Nebeneffekt: Durch die vielfältige Bepflanzung bleibt Ihr Garten das ganze Jahr über ein toller Blickfang.

Biene labt sich an Traubenhyazinthe

Die Traubenhyazinthe spendet Nahrung im Frühjahr [Foto: onlyday/ Shutterstock.com]

4. Rückzugsmöglichkeiten schaffen

Gestutzte Hecken und aufgeräumte Beete sind für viele Menschen eine Freude, für Insekten allerdings ein Albtraum: Die meisten von ihnen finden im Garten keine Rückzugsmöglichkeiten mehr, in denen sie ihre Nester bauen können. Abhilfe schaffen „Wilde Ecken“, wo möglichst wenig vom Gärtner verändert wird. Totholz, Laubhaufen und alte Stängel bieten für viele Insekten einen idealen Unterschlupf. Dank Wildkräuter und -stauden muss so eine Ecke aber gar nicht unordentlich aussehen, sondern versprüht ihren ganz eigenen Charme. Eine andere tolle Möglichkeit für einen Rückzugsort für Insekten ist das Anlegen einer Trockenmauer beziehungsweise eines Steinhaufens – diese sonnigen Orte sind vor allem für wärmeliebende Insekten ideale Plätzchen und auch noch überaus pflegeleicht. Ein Teich sorgt im Sommer nicht nur für Abkühlung, sondern ist auch das Zuhause von zahlreichen Insektenarten wie der wunderschönen Libelle. Doch auch für kleinere Gärten gibt es tolle Alternativen: Insektenhotels brauchen nicht viel Platz, stellen aber trotzdem eine wunderbare Möglichkeit dar, Wildbiene und Co. zu helfen.

Ein Insektenhotel vor einer Hecke

Ein Insektenhotel braucht nicht viel Platz [Foto: photolike/ Shutterstock.com]

5. Todesfallen entfernen

Mücken mag nun wirklich keiner – vor allem in lauen Sommernächten können die lästigen Blutsauger einem den Abend verderben. Kein Wunder also, dass viele Gartenbesitzer UV-Fallen aufbauen, die sie vor den Plagegeistern beschützen sollen. Aber auch Klebestreifen für Fliegen oder Fallen mit Duftköder trifft man immer wieder auf Terrassen an. Leider fangen diese Apparaturen nicht nur lästige Schädlinge, sondern auch zahlreiche nützliche Insekten und sind damit alles andere als insektenfreundlich. Setzen Sie lieber auf eine Mückenabwehr durch Pflanzen: Zitronenmelisse (Melissa officinalis), Rosmarin (Rosmarinus officinalis) oder Walnuss (Juglans regia) schrecken stechende Insekten ab und bieten gleichzeitig Nahrung für Nützlinge.

Insektenlampe

Solche Insektenfallen können auch für Nützlinge tödlich sein [Foto: TunedIn by Westend61/ Shutterstock.com]

Aber nicht nur die Mückenabwehr kann für Insekten zur Todesfalle werden: Nur wenige wissen, dass auch Lichtverschmutzung für viele Insekten schädlich ist. Da die Tiere wie magisch vom Licht angezogen werden, umkreisen sie oft bis zur völligen Erschöpfung die Gartenbeleuchtung oder krabbeln sogar in die Lampen hinein – ein Todesurteil. Verzichten Sie also wenn möglich auf eine dauerhafte Gartenbeleuchtung bei Nacht, indem Sie beispielsweise eine Zeitschaltuhr verwenden – so sparen Sie nicht nur Strom, sondern helfen gleichzeitig auch den Insekten.

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie Sie Ihren Garten in ein wahres Bienenparadies verwandeln können, dann schauen Sie doch hier vorbei.

Frederike

Ich bin Studentin der Agrarwissenschaften und ein richtiges Dorfkind. Zuhause habe ich einen kleinen Gemüsegarten, den ich hege und pflege, und verbringe die Zeit am liebsten draußen. Wenn ich nicht gerade im Freien bin, schreibe ich leidenschaftlich gerne. Meine Liebe gilt aber nicht nur Pflanzen und dem Schreiben, sondern auch ganz besonders der Tierwelt.

Lieblingsobst: Johannis- und Himbeeren.
Lieblingsgemüse: Schwarzwurzeln, Wirsing und Kartoffeln.

Back To Top