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Blumenkohl anbauen und aus dem eigenen Garten ernten

Blumenkohl ist eines der beliebtesten Gemüse. Der Anbau von Blumenkohl im eigenen Garten kann leicht gelingen, wenn ein paar Dinge beachtet werden.

Blumenkohl im eignen Garten anbauen

Die ersten fleischigen Blüten haben sich bereits entwickelt [Foto: Korye LoganCC BY-SA 2.0]

Blumenkohl (Brassica oleracea var. botrytis) ist ein Mitglied der Familie der Kohlgewächse und ähnelt in seinem Aussehen leicht dem Brokkoli. Er ist sehr bekömmlich, enthält viele wertvolle Nährstoffe und hat einen feinwürzigen Geschmack. Genau wie beim Brokkoli werden auch beim Blumenkohl die Blütenstände verzehrt. Wir erklären Ihnen, wie Sie Blumenkohl selbst pflanzen und ernten können, welche Blumenkohl-Sorten sich für Ihren Garten eignen und was Sie bei der Blumenkohl Pflege beachten sollten.

Blumenkohl anbauen: Standort und Ansprüche

Der Blumenkohl ist etwas anspruchsvoller als seine nahen Verwandten. Mit etwas Geduld und Fingerspitzengefühl gelingt es jedoch, den feinwürzigen Kreuzblütler selbst anzubauen.

Blumenkohl zählt zu den starkzehrenden Gemüsen. Es ist also wichtig, dass man ihm einen nährstoffreichen Standort bereitet und für genügend Wasserzufuhr sorgt. Lockern Sie das Beet vor dem Pflanzen des Blumenkohls tiefgründig auf und reichern Sie die Erde mit ausreichend Kompost an. Je nach Bodengüte können auch gerotteter Mist oder Hornspäne mit eingearbeitet werden. Der Blumenkohl bevorzugt vollsonnige Plätze, kann aber auch im Halbschatten gedeihen.

Blumenkohl pflanzen: Der richtige Zeitpunkt

Sie können Ihren Blumenkohl als Setzling kaufen oder ihn vom Samenstadium an begleiten. Entscheiden Sie sich für Blumenkohlpflanzen vom Fachhändler, dann können Sie die Setzlinge im April ins Beet setzen. Möchte Sie Ihre Blumenkohlpflanzen selbst anziehen, dann sollten Sie damit an einem warmen Ort im Februar beginnen.

Hinweis: Bei guten Außenbedingungen kann auch eine Direktsaat ab Mitte April stattfinden.

Blumenkohl anbauen: Aussäen oder Pflanzen kaufen

Wie bei vielen anderen Gemüsearten, stellt sich die Frage: Soll ich Blumenkohlsamen kaufen oder mich auf Setzlinge aus dem Fachhandel verlassen? Beide Möglichkeiten sind erfolgsversprechend. Wir erklären Vor- und Nachteile und verraten, worauf es beim Blumenkohlpflanzen Kauf zu achten gilt.

Blumenkohl vermehren: Samen aussäen

Mit dem Aussäen der Blumenkohlsamen kann im Februar begonnen werden. Hierzu eignen sich Setzplatten, die Sie am besten mit Anzuchterde befüllen. Die Samen sollten höchstens mit 5 mm Erde bedeckt sein. Nach dem Säen des Blumenkohls sollten Sie Ihre Pflanzplatten an einen warmen und lichten Ort stellen, vorzugsweise auf einen Heizkörper. Blumenkohlsamen gibt es ab 0,29 € im gut sortierten Fachhandel oder beim Online-Versand.

Tipp: Sie haben keine geeignete Fensterbank mit Heizkörper? Kein Problem! Heizmatten sind erschwinglich und können Ihre Setzlinge in der perfekten Temperaturzone halten. So fühlen sie sich besonders wohl! Heizmatten gibt es schon ab rund 25 € zu kaufen.

Blumenkohlpflanzen kaufen: Darauf ist zu achten

Es gibt mittlerweile eine große Auswahl an Blumenkohlarten, die man als Setzlinge kaufen kann. Eine Setzplatte mit 6 bis 8 Pflanzen ist dabei ab 1,79 € erhältlich. Je nachdem, wann Sie Ihren Blumenkohl ernten möchten und welche Ansprüche Sie an Geschmack, Farbe und Konsistenz stellen, sollten Sie sich vorher eingehend mit der Sortenwahl beschäftigen.

Tipp: Versuchen Sie doch vielleicht auch einmal Romanesco Kohl. Er ist dem Blumenkohl sehr ähnlich, jedoch etwas würziger im Geschmack.

Hinweis: Achten Sie beim Auspflanzen Ihrer Setzlinge darauf, dass Sie genügend Platz haben (40 bis 80 cm Reihenabstand), damit der Blumenkohl sich zu allen Seiten frei entfalten kann.

Vom Samen bis zur adulten Pflanze – das Wichtigste in Kürze:

  • Blumenkohl ab Mitte Februar auf Anzuchtplatten säen
  • Samen dabei nur leicht bedecken (max. 5 mm lockere Erdschicht)
  • Platten an einen warmen Ort stellen (ggf. Heizmatten)
  • Vorsichtig und gleichmäßig angießen (Staunässe vermeiden!)
  • Ab April können kleine Blumenkohl Setzlinge ins Beet gepflanzt werden

Blumenkohl pflegen

Der Blumenkohl verlangt etwas Aufmerksamkeit, wenn es um seine Pflege geht. Je besser Sie sich um Ihren Blumenkohl kümmern, mit umso größeren Erfolg werden Sie bei der Blumenkohl Ernte belohnt werden. Wir erklären nachfolgend die wichtigsten Schritte der Blumenkohl Pflege.

Blumenkohl richtig gießen und düngen

Da der Blumenkohl eine wüchsige und starkzehrende Gemüseart ist, ist es wichtig, ihn regelmäßig zu gießen. Dabei sollte die Erde stets feucht gehalten, jedoch Staunässe auf jeden Fall vermieden werden! In der Phase des größten Wachstums (Juni/Juli) können Sie Ihren Blumenkohl alle zwei Wochen mit etwas Stickstoff unterstützen.

Achtung: Beenden Sie die Düngung jedoch mindestens 3 Wochen vor der Blumenkohl Ernte, damit er ein besseres Aroma entwickeln kann. Es schadet nicht, den Boden zwischen den Reihen regelmäßig aufzulockern und das Unkraut zu entfernen. Die Mühen werden sich in größeren Köpfen niederschlagen!

Wir von Plantura empfehlen folgende Produkte:
  • Floragard Bio-Erde Lecker: Torffreie Bio-Spezialerde, geeignet für Tomaten, Zucchini, Auberginen und anderes Fruchtgemüse. Reiche und gesunde Ernte dank der veganen Dünger Flora-Veggie-Power.
  • Floragard Kompost-Erde: Spezialerde aus unkrautfreiem Edelkompost und ausgesuchten Torfqualitäten. Sie versorgt Ihre Pflanzen lang anhaltend und gleichmäßig mit allen wichtigen Nährstoffe und der hohe Humusgehalt macht leichte und schwere Böden.
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Blumenkohl anbauen: Weiße Köpfe vor Sonne schützen

Viel Sonneneinstrahlung unterstützt den Blumenkohl während der Wachstumsphase. Kurz vor der Ernte sollte man vor allem die weißen Köpfe aber vor zu hoher Sonneneinstrahlung schützen. Hierzu knickt man die umliegenden Laubblätter in die Mitte über den Blumenkohlkopf. Die Pflanze nimmt dabei nur minimal Schaden. Verzichtet man auf das sogenannte „Abdecken“ verfärben sich die Kohlköpfe je nach Sorte gelb bis lila, bleiben dabei jedoch vollkommen genießbar.

Blumenkohl vor Schädlingen schützen

Zu Beginn des Wachstums, sind vor allem die kleinen Blumenkohlpflanzen sehr anfällig gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Die typischen Fruchtfolgekrankheiten der Brassicacaen, wie z.B. Kohlhernie, können am besten durch eine längere Anbaupause (mindestens 2-3 Jahre) am jeweiligen Standort präventiv behandelt werden.

Gegen tierische Schädlinge, wie den Kohlweißling und die Kohlfliege, gibt es ein breites Angebot an biologischen Bekämpfungsmitteln. Es ist trotzdem wichtig, den Befall frühzeitig zu erkennen und Maßnahmen zu ergreifen, da sonst der Befallsdruck für eine völlige Genesung der Pflanze zu hoch sein könnte.

Blumenkohlsorten: Vielfalt in Geschmack und Aussehen

Farbige Sorten gibt es in grün, violett und orange. Diese sind auf Grund einer höheren Konzentration an Vitaminen und anderen Inhaltsstoffen ernährungsphysiologisch wertvoller. Jedoch tun sich Anbauer mit dem Absatz farbiger Sorten in Deutschland immer noch schwer. Während der Verbraucher in Süditalien gerne und bereitwillig zum farbigen Blumenkohl greift, verschmähen deutsche Kunden dieses Gemüse oftmals noch.  Bei den farbigen Sorten werden die Köpfe häufig nicht vollständig von den äußeren Blättern umschlossen. Die Sonneneinstrahlung sorgt dann für die Bildung der Farbpigmente. Üblicherweise haben farbige Sorten einen intensiveren Geschmack als der klassische weiße Blumenkohl.

Eine kleine Auswahl an bewährten Blumenkohlsorten:

Weiße Sorten:

  • Alpha: frühreife und geschmackvolle Sorte mit weißen Köpfen.
  • Igloory: bewährte Sorte für den Früh-, Sommer- und Herbstanbau mit großen und reinweißen Blumen; übersteht die ersten Nachtfröste meistens problemlos.
  • Walcheren Winter: winterharte Sorte, die erst im Juli gesät und im Folgejahr geerntet wird; ein Schutzvlies im Winter ist dennoch ratsam, da die Sorte meistens Temperaturen unter -12°C nicht verkraftet; wird im April des Folgejahres geerntet.
  • Erfurter Zwerg: besonders robuste Sorte, die bereits früh im Jahr angebaut werden kann; die Köpfe sind zwar etwas kleiner als bei modernen Sorten, jedoch stellt der Erfurter Zwerg bei der Kultur weniger Ansprüche.
  • Multi Head (F1): frühe Sorte, die neben der Hauptblume auch an den Seitentrieben Blumen ausbildet; wird die Hauptblume früh geerntet, fördert dies das Wachstum der Seitenblumen; Multi Head ist auf Grund ihres Wuchses eine außergewöhnliche Sorte, die ähnlich zu Brokkoli mehrfach beerntet werden kann.

Farbige Sorten:

  • Cheddar (F1): neuere Züchtung mit orangenen Blüten, die besonders reich an Betakarotin sein sollen.
  • Di Sicilia Violetto: italienische Sorte mit violetten Köpfen; in Italien besonders wegen ihres intensiven und aromatischen Geschmacks sehr beliebt.
  • Grafitti: violette Sorte, die sich sowohl für den Sommer, als auch den Winteranbau eignet; sehr aromatisch; verfärbt sich während des Kochens grün; wer die wertvollen Inhaltsstoffe der violetten Blumenkohlköpfe vollständig genießen will, kann die Blumen von Grafitti auch zerkleinern und Rohkost Salaten beigeben.
  • Rosalind: mittel- bis spätreife Sorten mit schöner Färbung und mittelgroßen Blumen; bei Reife sind die Köpfe von Rosalind rötlich (teilweise rot-violett) gefärbt; sehr reich an Vitamin C und A.

Wenn Sie Hilfe bei der Sortenauswahl brauchen, schauen Sie doch mal hier vorbei: Blumenkohl Sorten: die richtige Sorte zum Anbauen wählen.

Blumenkohl richtig ernten

Genau wie beim Blumenkohlanbau, sind bei der Blumenkohlernte einige Dinge zu beachten. Wir geben eine kurze Anleitung und zeigen, worauf es ankommt.

Blumenkohl Erntezeit

Blumenkohl kann 8 bis 12 Wochen nach dem Auspflanzen geerntet werden, also im Juli und frühen August. Dabei kann die Erntezeit jedoch stark variieren, je nachdem ob es sich um frühe oder späte Blumenkohlsorten handelt.

Blumenkohl: Vorgehen beim Ernten

Um den Blumenkohl zu ernten, schneiden Sie diesen einfach unterhalb des Blütenstandes am Strunk ab. Dabei sollte ein scharfes Messer verwendet werden, damit Sie Ihren Blumenkohlkopf so wenig wie möglich verletzen.

Tipp: Entfernen Sie nicht direkt die Laubblätter vom Blumenkohlkopf, so hält er sich länger frisch.

Blumenkohl einfrieren und lagern

Oftmals fällt die Blumenkohlernte sehr üppig aus, sodass man nicht direkt alle Kohlköpfe verbrauchen kann. Wir verraten Ihnen in Kürze, worauf es beim Lagern und haltbar machen ankommt.

Blumenkohl lagern: Blumenkohl richtig schneiden und putzen

Bei der Blumenkohlernte sollte immer ein scharfes Messer verwendet werden, um die Schnittstelle möglichst glatt und unverletzt zu hinterlassen. Vor dem Verzehr sollten Sie die Blumenkohlröschen auf jeden Fall putzen, damit es beim Essen nicht zwischen den Zähnen knirscht. Entfernen Sie dazu die äußeren Blätter, zerkleinern den Blumenkohl und halten ihn unter laufendes Wasser. Danach können Sie den gewaschenen Blumenkohl zum Abtropfen in ein Sieb geben. Alle Schmutzreste sollten jetzt beseitigt sein.

Blumenkohl einfrieren

Der Blumenkohl kann im Gegensatz zu einigen seiner Verwandten ohne vorheriges Blanchieren eingefroren werden. Zum Vorbereiten müssen Sie lediglich alle Blätter entfernen und den Kohl gründlich waschen. In die gewünschte Größe geschnitten, kann der Blumenkohl dann direkt eingefroren werden.

Blumenkohl einlegen

Eine Alternative zum Blumenkohleinfrieren ist das Einlegen. Hierbei gibt es natürlich viele Rezepte und Varianten, wobei sich das grundlegende Vorgehen jedoch nicht unterscheidet. Zunächst sollte der Blumenkohl geputzt und geschnitten werden. Danach garen Sie Ihren Blumenkohl bis er gerade bissfest ist. Bewahren Sie das Kochwasser auf und nutzen es, um alle anderen Zutaten darin noch einmal aufzukochen (Zwiebeln, Dill, Senf etc.). Geben Sie den dabei entstehenden Sud samt allen Zutaten über den Blumenkohl und lassen ihn dann abkühlen. Nach dem völligen Erkalten können Sie den Blumenkohl in Gläser füllen und verschließen.

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