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Fenchel: Herkunft, Ursprung und Synonyme

Fenchel wird seit Jahrhunderten angebaut. Wir informieren Sie über den Ursprung und die Geschichte dieses gesunden Gemüses.

Fenchel im eigenen Garten

So kann der Fenchel auch in Ihrem Garten aussehen [Foto: daniCC BY 2.0]

Fenchel ist im Mittelmeerraum seit Jahrhunderten eine traditionelle Gewürz- und Heilpflanze. Durch die Römer kam der Foeniculum vulgare auch in unsere Breiten, wurde allerdings zu Beginn nur in überschaubaren Mengen als Heilkraut und Gewürz verwendet. Im Mittelalter begann die Kultivierung in größerem Maße vor allem in den Gärten der Klöster. Die Wirkungskraft und vielfältigen Verwendungsoptionen brachten den Fenchel rasch ganz nach oben auf die Liste der beliebtesten Klosterpflanzen! Der exakte Ursprung des Fenchels ist bis heute nicht ganz geklärt. Jedoch liegt die Vermutung nahe, dass er im Mittelmeerraum und in Vorderasien beheimatet ist. Aus Überlieferungen ist bekannt, dass schon die alten Griechen den Fenchel als Gewürz und vor allem als Heilkraut verwendeten, häufig bei Problemen mit den Nieren oder der Blase. Auch in den arabischen Raum und bis nach China hat sich der Fenchel mit der Zeit verbreitet und wird auch dort heutzutage großflächig angebaut.

Fenchel und seine wachsende Beliebtheit

Die außergewöhnlich intensiv und gut schmeckende Fenchelpflanze hat seinen namentlichen Ursprung wahrscheinlich aufgrund seines Aromas.  Vermutlich lässt es sich vom lateinischen „foenum“, was „Heu“ bedeutet, ableiten. Denn in vielen Sprachen Europas ist dieser Wortstamm Hauptbestandteil in der Namensgebung des Fenchels. Der wohlduftende Doldenblütler, der auf Altdeutsch auch als Köppernickel bezeichnet wurde, schaffte es 2009, als Heilpflanze des Jahres gekürt zu werden. Durch die Rückbesinnung auf alte Sorten, aber auch neue, moderne Züchtungen ist die Vielfalt des Fenchels heute größer denn je.  Somit findet vermutlich jeder Hobbygärtner seinen Lieblingsfenchel, der den eigenen Garten mit aromatischem Duft und den Teller mit schmackhaften Knollen beschenkt.

Verwendung von Fenchel in Küche und als Heilmittel

Fenchel ist jedoch nicht nur ein leckeres Gemüse: Auch als Naturheilmittel wird er weltweit angewendet. Unter anderem wird ihm eine lindernde Wirkung bei Frauenbeschwerden, Atemproblemen, Nierensteinen, Gicht und Augenentzündungen zugeschrieben. Der Fenchel mit seinen geschmackvollen Knollen ist heute in drei gängigen Formen bekannt: So kann er als Gemüsefenchel, Süßfenchel oder wilder Fenchel gedeihen. Die wilden Sorten sind jedoch vor allem im Süden Frankreichs, Italien und Griechenland vorzufinden, wo hauptsächlich die intensiv schmeckenden Blätter zum Abschmecken von Speisen verwendet werden. Auch in allerlei anderen Speisen kommt der Fenchelgeschmack zum Einsatz: Hochprozentiger Absinth und Frankreichs Nationallikör Pastis verdanken ihren außergewöhnlichen Geschmack den Fenchelsamen. Allerdings passt das Fenchelaroma der Samen auch sehr gut zu eingelegtem Gemüse, zu Spreewald Gurken und auch beim Brotbacken geben sie eine besonders würzige Note.

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