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Rote Bete ernten und haltbar machen: Einfrieren, Einlegen & Co.

Rote Beten können gut und ertragreich selbst angebaut werden. Doch wie geht es nach der Ernte weiter? Wir haben Tipps für das Haltbarmachen der Roten Bete.

Wer freut sich nicht darüber, wenn er Gemüse, Salat oder Obst im eignen Garten ernten kann? Vielleicht steht in diesem Jahr ja bei Ihnen zum ersten Mal ein ganz besonderes Wurzelgemüse, zum Beispiel die Rote Bete, im Garten. Gern geben wir Ihnen Tipps, wann Sie ernten und wie Sie bei der Ernte vorgehen sollten. Auch über die vielfältigen Weiterverarbeitungsmöglichkeiten wollen wir hier ausführlich berichten.

Falls Sie noch überlegen, ob die Roten Bete in Ihrem Garten Einzug halten sollen, dann helfen Ihnen sicher unsere Ausführungen zum Anbauen von Rote Bete. Nur Mut: Die Kultivierung von Rote Bete benötigt nur wenig Pflege und ist auch für Neulinge im Gemüsegarten und Hochbeet gut geeignet.

Rote Bete richtig ernten: Zeitpunkt und Vorgehen

Von der Aussaat der Rote Bete-Samen bis zur Ernte vergehen drei bis vier Monate. Rote Bete sind, genauso wie Möhren oder Radieschen, unabhängig von der üblichen Erntezeit in fast jedem Wachstumsstadium genießbar.

Rote beete in Holzkiste

Bereits ab Ende Juli können die ersten Knollen geerntet werden [Foto: Ulada/ Shutterstock.com]

Da die Rote Bete schon ab den ersten frostfreien Tagen im April ins Freiland gesät werden kann, kann man auch bereits ab Ende Juli die Rüben ernten. Eine vollreife Knolle kann tennisballgroß werden. Möchte man besonders zartes und aromatisches Rote Bete-Gemüse, dann kann man auch schon vier Wochen früher die sogenannten „Baby Beets“ aus der Erde ziehen.

Rote Bete ernten: Richtigen Zeitpunkt zur Ernte erkennen

Rote Beten können von April bis Ende Juni ausgesät werden. Entsprechend verschiebt sich dann auch die Ernte der ausgereiften Knollen in den Spätsommer beziehungsweise Herbst hinein. Möchte man Knollen für den Winter einlagern, sollten sie im Juni ausgesät werden, damit man sie im Oktober ernten kann. Im Beet hält sich die Knolle am besten. Dort kann sie auch länger als die Reifezeit von drei bis vier Monaten bleiben. Grundsätzlich kann die Rote Bete bis zu einer Temperatur von maximal -3°C im Boden verweilen.

Man sollte bedenken, dass die Knolle mit zunehmendem Alter und Größe vermehrt Wasser ansammelt und an Aroma verliert.

Oftmals ragt die Knolle auch schon ein wenig aus der Erde heraus. So kann man entscheiden, ob man die jeweilige Fruchtgröße schon ernten möchte. Ist dies nicht deutlich zu sehen, kann man eine Pflanze zur Probe vorsichtig aus dem Boden heben und dann entscheiden, ob man weitererntet. Durch die Bekömmlichkeit der Rote Bete in jedem Wachstumsstadium ist dieses Vorgehen gut möglich und kein Gemüse wird verschwendet.

Ernten der Rote Beete mit Hand

Mit zunehmendem Alter verliert die Rote Bete an Aroma [Foto: Anatolii Mazhora/ Shutterstock.com]

Wer die Rote Bete ausreifen lassen möchte, der sollte darauf achten, wann die Blätter beginnen gelb zu werden: Ab jetzt kann geerntet werden. Zusammenfassend kann man sagen, dass Rote Beten vom Sommer bis weit in den Spätherbst hinein geerntet werden können.

Rote Bete ernten: Vorgehen

Wichtig ist es, die Wurzelknolle unverletzt aus der Erde zu heben. Dazu benutzt man vorsichtig eine Grabegabel und lockert so den Boden rund um die Rüben auf, um sie dann herauszuziehen. Der frühe Abend ist die ideale Tageszeit dazu. Die Stängel sollten, um eine Ausblutung zu vermeiden, abgedreht und nicht abgeschnitten werden. Lässt man ca. 3 cm vom Stängel an der Rübe, ist sie besser lagerfähig. Zur Einlagerung darf die Erde nicht abgewaschen, nur leicht mit der Hand abgeklopft werden.

Rote Bete ernten: Auch die Blätter sind schmackhaft

Doch nicht nur die Knollen, auch die jungen Blätter können gegessen werden. Sie enthalten ein Vielfaches mehr an Vitalstoffen als die Knollen. Bei einer Größe von 10 bis 12 cm sind sie am zartesten. Natürlich können nicht alle Blätter abgeschnitten werden, da die Knolle sonst nicht weiterwachsen kann. Die Herzblätter und einige andere sollten an der Pflanze verbleiben. Die Blätter kann man wie Spinat oder Mangold weiterverarbeiten.

Verzehrbare Blätter Rote Bete

Die Blätter enthalten ein Vielfaches mehr an Vitalstoffen als die Knollen [Foto: withGod/ Shutterstock.com]

Rote Bete einlagern: Im Keller, in einer Miete oder im Kühlschrank

Wer Rote Bete nicht gleich weiterverarbeiten oder anderweitig haltbar machen möchte, kann die Knollen ganz traditionell einlagern. In eine mit Plastikfolie ausgeschlagene Holzkiste wird circa 10 cm feuchter Sand eingefüllt. Darauf kommt eine Lage unbeschädigter Rote Bete Knollen. Diese sollten sich aber nicht berühren. Dann wieder eine Schicht mit Sand. Ist die Kiste hoch genug, können auch mehrere Lagen Knollen aufbewahrt werden. Am besten lagert die Kiste in einem dunklen, kühlen Keller mit hoher Luftfeuchtigkeit.

Eine weitere Möglichkeit ist eine „Miete“ im Garten. Dazu werden die Rote Bete, ähnlich wie bei der Kellereinlagerung, in eine sandgefüllte Kiste gelegt, die dann in ein passendes Erdloch im Garten gestellt wird. Vor Nagern sollten die Wände der Kiste durch engmaschigen Draht geschützt werden. Bevor die „Schatzkiste“ mit Erde bedeckt wird, sollte gegen größere Kälte noch eine dicke Schicht Stroh darauf geschichtet werden. Ist das Wetter frostfrei, sollte man die Miete gelegentlich öffnen und lüften.

In ein feuchtes Tuch eingeschlagen kann man die Rote Bete auch einige Wochen im Gemüsefach des Kühlschranks lagern.

Rote Beete auf Holztisch

Rote Bete kann auf verschiedene Arten gelagert werden [Foto: Anna_Pustynnikova/ Shutterstock.com]

Rote Bete haltbar machen: Verzehrfertig zubereiten

Wer greift nicht gern außerhalb der Erntezeit auf Vorräte aus dem eigenen Garten zurück? Gerade das saftig-aromatische Wurzelgemüse Rote Bete eignet sich hervorragend zum Haltbarmachen.

Grundsätzlich sollte man bei der Weiterverarbeitung nicht seine beste Kleidung und am besten Haushaltshandschuhe tragen, denn das in den Rote Bete-Knollen enthaltene Betanin ist sehr farbintensiv. Bei helleren Rote Bete-Sorten muss man nicht so achtsam vorgehen.

Rote Bete einlegen oder einkochen

Zum Einlegen sollten die Rote Beten vorsichtig gewaschen werden. Die Knolle wird in einen Topf gelegt und mit so viel Wasser aufgefüllt, bis sie vollständig bedeckt ist. Nun das Wasser zum Kochen bringen und circa dreißig bis vierzig Minuten garen. Dann die Knolle aus dem Topf nehmen und unter fließendem Wasser abpellen oder kurz abschrecken, erkalten lassen und dann abpellen.

Nun kann die Rübe in ganzer Größe oder aber in Scheiben oder Streifen geschnitten eingelegt werden. Dazu werden die vorbereiteten Teile in ein Glas mit anderen Zutaten, wie zum Beispiel Zwiebeln oder Ingwer, eingeschichtet und mit einem beliebigen Essig-Sud heiß übergossen. Sofort das Glas verschließen. So sind die Rote Bete kühl gelagert mehrere Monate haltbar.

Rote Beete im Einmachglas

Rote Bete kann wunderbar eingekocht werden [Foto: Shaiith/ Shutterstock.com]

Möchte man Rote Bete einkochen, geht man wie beim Einlegen vor. Die verschlossenen Gläser werden allerdings noch circa  dreißig Minuten bei 100 °C im Einkochtopf eingekocht. Auf diese Weise konserviert, sind sie noch länger als das eingelegte Gemüse haltbar.

Rote Bete einfrieren

Genau wie beim Einlegen oder Einkochen, wird die Rote Bete vorsichtig gesäubert und mit kaltem Wasser bedeckt aufgesetzt. Das Wasser wird zum Kochen gebracht und die Knolle je nach Größe dreißig bis vierzig Minuten gekocht. Danach wird sie herausgenommen,  abgeschreckt und gepellt. Wenn sie ganz erkaltet ist, wird sie in Streifen, Würfel oder Scheiben geschnitten oder als ganzes Stück in Beutel oder Dosen gefüllt und eingefroren. So ist das Gemüse lange haltbar. Je nach Bedarf kann man es dann zu einem späteren Zeitpunkt beliebig weiterverarbeiten.

Rote Bete frisch verwenden

In der Küche kann man Rote Bete auf vielfältige Weise verwenden. Das saftig aromatische Wurzelgemüse kann gedünstet, gebraten oder zu einer Suppe verarbeitet werden. Auch kann man Pommes oder knackige Chips daraus zaubern. Selbst als Rohkostsalat gewinnt sie immer mehr an Beliebtheit.

ote Beete auf Schneidebrett aufgeschnitten

Es gibt viele Verwendungsmöglichkeiten für Rote Bete [Foto: Ollinka/ Shutterstock.com]

Rote Bete Rezeptideen:

Rote Bete-Saft

Rote Bete-Saft gemischt mit Äpfeln, Möhren und Zitrone, ist eine sehr erfrischende und gesunde Köstlichkeit. Falls Sie im Besitz eines Entsafters sind, wagen Sie sich ruhig einmal an diesen besonderen Trank.

Rote Bete-Suppe

Auch bei einer Rote Bete-Suppe sind Äpfel, Möhren und Ingwer sehr harmonische Partner. Verfeinern kann man die gekochten und pürierten Zutaten mit Brühe, Sahne und Frischkäse.

Rote Bete-Chips

Hier wird die rohe Rote Bete gewaschen, geschält und anschließend in dünne Scheiben geschnitten oder gehobelt. Die Scheiben werden auf ein Backblech gelegt, mit Öl beträufelt und mit Salz bestreut. Bei 160 °C dauert es eine gute halbe Stunde, bis die Chips fertig zum Genießen sind.

Rote Bete-Salat

Egal, ob roh geraspelt (zuvor schälen) oder gekocht und zerkleinert, mit dem passenden Dressing wird aus jeder Rote Bete ein leckerer Salat. Ganz besonders wohlschmeckend dazu sind Apfelstückchen und Walnüsse und ein schönes Balsamico-Dressing.

Rote Bete-Pommes

Die geschälte Knolle wird, genau wie bei klassischen Kartoffelpommes auch, in pommesähnliche Stifte geschnitten und in heißem Frittieröl zubereitet. Anschließend mit Salz und Pfeffer würzen.

Rote Bete-Carpaccio

Rote Bete circa vierzig Minuten in heißem Wasser garen. Anschließend abschrecken und schälen. In feine Scheiben hobeln und zum Beispiel mit Feldsalat, Birnen und einem leichten Dressing servieren.

Wir empfehlen zur Ernte und optimalen Lagerung folgende Produkte:
  • Ernte- & Gartenkorb: Ideal für die Ernte, einen einfachen Transport und die Lagerung von Obst.
  • Gemüsekiste: Praktische Aufbewahrungskiste in verschiedenen Größen zur Lagerung von Gemüse.
  • Gemüsebox: Stapelbare Boxen mit Belüftungsschlitzen zur idealen Lagerung verschiedener Gemüsesorten.

Lukas

Ich studiere mit voller Überzeugung Agrarwissenschaften – für mich eine naheliegende Wahl, da ich auf dem landwirtschaftlichen Betrieb meiner Eltern groß geworden bin und früh gelernt habe, fürsorglich mit Pflanzen und Tieren umzugehen.
Lieblingsobst: Weintrauben, Mango und Bananen
Lieblingsgemüse: Rosenkohl, Spinat und Kartoffeln

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