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Heidelbeer-/Blaubeersorten: Die besten 35 Sorten für Ihren Garten

Die Sorten der Heidelbeere (auch Blaubeere) sind vielfältiger, als man denken mag. Wir stellen Ihnen die aromatischsten und ertragreichsten Sorten vor.

Nahaufnahme von Blaubeeren
Mittlerweile gibt es ein großes Sortiment an Blaubeeren [Foto: JoannaTkaczuk/ Shutterstock.com]

Heidelbeeren (Vaccinium) – oder manch einem besser als Blaubeeren bekannt – konnten lange Zeit nur mühsam im Wald gesammelt werden. Seit der Züchtung von großfruchtigeren Kulturheidelbeeren aber können die leckeren Früchte auch im eigenen Garten angebaut werden. Während die wesentlich aromatischeren Beeren aus dem Wald immer noch gerne gesammelt werden, erweitern die knackigeren Kulturheidelbeeren gut das Sortiment an heimischen Sommerfrüchten.

Heidelbeer-/Blaubeersorten: Herkunft und Geschichte

Die Züchtung von Kulturheidelbeeren startete zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Nordamerika, wo auch bereits die indigene Bevölkerung wilde Heidelbeeren sammelte. Aus diesem Grund stammen viele Kultursorten aus den USA sowie aus Australien und Neuseeland und sind deshalb nicht bedingt an das mitteleuropäische Klima angepasst. Doch auch hierzulande erwecken die Kulturheidelbeeren aufgrund des steigenden Interesses und des wachsenden Marktes immer mehr Aufmerksamkeit unter Pflanzenzüchtern. Da das Züchten und Zulassen einer Sorte aber langwierige Prozesse sind, wird es sicherlich noch einige Jahre dauern, bis sich eine gute Auswahl europäischer, an die heimischen Bedingungen angepasster Sorten im Handel etabliert.

Blaubeerstrauch mit Blaubeeren
Kulturheidelbeeren sind ertragreicher und haben größere, knackigere Früchte [Foto: spwidoff/ Shutterstock.com]

Übrigens sind alle Kulturheidelbeeren (Vaccinum corybosum) nordamerikanischen Ursprungs und stammen nicht von den in Europa heimischen Waldheidelbeeren (Vaccinium myrtillus) ab. Neben ihrer Größe und dem Aroma unterscheiden sich europäische Waldheidelbeeren und Kulturheidelbeeren auch in der Farbe des Fruchtfleischs. Während erstere mit ihrem dunklen Fruchtfleisch gerne Mund, Zähne oder auch die Hände färben, ist das Fruchtfleisch der Kulturheidelbeeren hell.

Die besten Heidelbeer-/Blaubeersorten

Die folgende Aufzählung beginnt mit den frühen, bereits Ende Juni reifenden Sorten und endet mit den späten, im August und September reifenden.

‚Earliblue‘: Sehr frühreife Sorte mit bereits Ende Juni reifenden, mittelgroßen Beeren; später reifende Früchte sind eher klein; mittelstarker, aufrechter Wuchs; feste, geschmackvolle Früchte

‚Poppins‘: Nach ihrem knackigen Biss (engl. „to pop“ = „knallen“) benannte Sorte; saftige, süß-aromatische Früchte; lange Reifezeit; relativ robust

‚Weymouth‘: Ertragreiche Sorte mit mittelgroßen, sehr festen, gut schmeckenden Beeren

‚Bluetta‘: Kompakte, schwachwüchsige Pflanze mit eher kleinen, dafür lecker schmeckenden Früchten; mittelmäßig ertragreich

‚Chippewa‘: Diese Sorte hat sich in Regionen mit raueren Wintern bewährt; mittelgroße, aromatische und bei Vollreife sehr süße Früchte

Blaubeeren werden vom Strauch gepflückt
‚Chandler‘ und ‚Earliblue‘ wachsen eher aufrecht [Foto: alicja neumiler/ Shutterstock.com]

‚Ivanhoe‘: Mittelgroße, mittelfeste, sehr dunkelblaue Beeren; guter Geschmack

‚Reka‘: Anfang Juli reifende, sehr ertragreiche Sorte aus Neuseeland; große, sehr feste Beeren mit leicht säuerlichem, gutem Geschmack

‚Duke‘: Sehr frostharte Sorte mit dichtem Wuchs; große, feste Früchte mit sehr gutem, aromatischem Geschmack; sehr reich tragend

‚Nui‘: Ertragreiche, neuseeländische Sorte mit sehr großen, festen Beeren; geschmacklich nicht schlecht, doch auch nicht herausragend

‚Spartan‘: Frühreifende Sorte mit sehr großen, außergewöhnlich guten Früchten; Beeren sind allerdings nur mittelmäßig fest und halten sich daher nicht so lange; etwas krankheitsanfällig

‚Ama‘: Starkwüchsige, robuste Sorte mit hellrosafarbenen Blüten; feste, süßsäuerliche Früchte; reich tragend

‚Patriot‘: Mittelfrüh (ab Mitte Juli) reifende Sorte mit sehr großen, festen Beeren; am Steilansatz sind die gut schmeckenden Früchte oft rötlich

‚Puru‘: Robuste, mittelmäßig ertragreiche Sorte mit großen, festen Beeren; guter, süßlicher Geschmack

Blaubeeren im Wald
Die Sorte ‚Jersey‘ wächst sehr buschig [Foto: Adam J/ Shutterstock.com]
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‚Top Hat‘: Nur bis zu 50 cm hoch wachsende Sorte, die sich ideal für Pflanztröge auf dem Balkon eignet; dunkle, süßsäuerliche Früchte

‚Bluecrop‘: Trotz der uneinheitlichen Abreife eine sehr verbreitete Sorte im weltweiten Erwerbsanbau; relativ helle Früchte; hohe Erträge an sehr großen, mittelmäßig festen Früchten mit gutem Geschmack; starke Neutriebbildung aus dem Wurzelstock und breiter Wuchs

‚Blueray‘: Verwandt mit ‚Bluecrop‘; die etwas säuerlichen Früchte stehen ‚Bluecrop‘ im Aroma jedoch nach; große Früchte; zur optimalen Befruchtung braucht diese Sorte noch eine weitere Sorte in der Umgebung

‚Denise Blue‘: Australische Sorte mit großen, festen, sehr geschmackvollen und aromatischen Früchten; mittelmäßig ertragreich, dafür schön wachsend – daher gut für Gärten, die auch optisch „schön“ sein sollen

‚Draper‘: Ersetzt im Erwerbsanbau aufgrund der äußerst guten Haltbarkeit und der gleichmäßigen Abreife immer häufiger ‚Bluecrop‘; mittelgroß bis große, feste Früchte mit gutem Geschmack

‚Toro‘: Ebenfalls mittelfrüh reifende, ertragreiche Sorte; sehr große, feste Früchte mit mittelmäßigem Geschmack

‚Berkeley‘: Mittelspät bis spätreifend (Ende Juli bis Anfang August); große Früchte, deren Geschmack ein wenig zu wünschen übrig lässt; teils auch sehr weiche Beeren; allerdings wächst diese Sorte optisch sehr schön – daher hoher Zierwert

‚Hardyblue‘: Gehört zu den Sorten, die auch ohne weitere Sorte gut befruchtet werden und reichlich tragen; mittelgroße, süßsäuerliche Früchte; schöne weiß-rosafarbene Blüten; relativ hoch wachsend; robust

Blaubeerstrauch mit Blaubeeren
‚Duke‘ ist eine sehr reich tragende Sorte mit ausgezeichneten Früchten [Foto: Vadim.Petrov/ Shutterstock.com]

‚Nelson‘: Absolut mittelmäßige Sorte; Festigkeit und Geschmack der Früchte sind mittelmäßig ausgeprägt; ebenso der Ertrag; große Beeren

‚Coville‘: Mäßig ertragreich; große, feste Früchte; Beeren schmecken gut, leicht säuerlich, aber nicht besonders aromatisch

‚Chandler‘: Für ihre großen Beeren bekannte Sorte mit sehr langer Erntezeit; süßsäuerlicher Geschmack; Wuchs ist nicht wie bei den meisten Sorten eher buschig, sondern etwas aufrechter

‚Ozarkblue‘: Diese sehr reich tragende Sorte zeichnet sich durch ihre gute Hitzetoleranz aus; sehr wohlschmeckende, große und knackige Früchte

‚Legacy‘: Mittelgroße, feste, sehr geschmackvolle Früchte; mittelmäßig ertragreich; resistent gegen Grauschimmel und Anthraknose-Fruchtfäule

‚Goldtraube‘: Starkwüchsige Sorte mit sehr großen Früchten; Geschmack aromatisch und leicht säuerlich; Befruchtung wird durch eine weitere Sorte in der Umgebung verbessert; robust und widerstandfähig gegen Trockenheit

‚Jersey‘: Großfruchtige Sorte; stark buschig wachsend; dunkelblaue, mittelfeste Früchte; aromatischer, süßer Geschmack; gute Kälte- und Frostresistenz

‚Blueroma‘: Eine – wie der Name schon andeutet – sehr aromatische Sorte; zu Beginn der Erntezeit sehr große, später etwas kleinere Früchte; reichtragend

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große Blaubeeren werden in Händen gehalten
Die Sorte ‚Chandler‘ ist durch ihre großen Früchte bekannt [Foto: Mostovyi Sergii Igorevich/ Shutterstock.com]

‚Darrow‘: Spätreifende (ab etwa Mitte August) Sorte mit sehr großen, festen Früchten; ausgesprochen guter, leicht säuerlicher Geschmack; großwüchsig

‚Liberty‘: Mittelgroße, sehr feste, äußerst geschmackvolle Früchte; gut lagerbar, daher im Erwerbsobstbau beliebt; um eine reiche Befruchtung sicherzustellen, sollte eine andere spätreifende Sorte daneben gepflanzt werden

‚Elizabeth‘ (auch ‚Elisabeth‘): Mäßig ertragreiche Sorte mit sehr großen, sehr festen Früchten; Geschmack mittelmäßig gut; eher nicht für kühlere Lagen geeignet

‚Lateblue‘: Ebenfalls sehr späte Sorte mit mittelgroßen Früchten; geschmacklich wenig beeindruckend

‚Elliot‘: Mittelmäßig ertragreiche Sorte mit mittelgroßen, sehr festen Früchte; Geschmack ist gut

‚Aurora‘: Relativ kurze Reifeperiode; feste, schmackhafte, süßsäuerliche Früchte; mittelgroße bis große Beeren; sehr winterhart

Tipp: Für eine reiche Blaubeerernte ist die Nährstoffversorgung eine wichtige Voraussetzung. Unser Plantura Bio-Universaldünger ist ein vornehmlich organischer Bio-Dünger und eignet sich hervorragend zur Düngung Ihrer Heidelbeeren.

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Waldblaubeeren: Die wilden Blaubeeren

Die wilden Blaubeeren sind für gewöhnlich deutlich kleiner als die meist im Garten gepflanzten Kulturheidelbeeren. Dennoch schmecken sie meist sehr intensiv. In gut sortierten Baumschulen kann man auch die in Europa beheimatete wilde Waldheidelbeere erwerben. Bestimmte Sorten, die gezielt gezüchtet wurden, sind in der Regel jedoch nicht zu finden. Waldblaubeeren werden stattdessen einfach unter ihrem botanischen Namen Vaccinium myrtillus gehandelt.

Drei Tipps zum Anbau und zur Auswahl der passenden Heidelbeer-/Blaubeersorte

Abschließend haben wir noch drei Tipps für Sie, damit der Kauf und Anbau Ihrer Heidelbeeren auch erfolgreich gelingt.

  1. Heidelbeeren/ Blaubeeren gehören auf saure Böden
    Beachten Sie, dass Heidelbeeren gerne sauren Boden mögen. An diesen haben sie sich im Laufe ihres Daseins im/ Wald gewöhnt. Mehr Tipps zur richtigen Erde für Heidelbeeren finden Sie hier.
    Blaubeere im Wald
    Blaubeeren wachsen in natürlicher Umgebung auf sauren Wald- oder Moorböden [Foto: Jan Toula/ Shutterstock.com]
  2. Verschiedene Heidelbeer-/Blaubeersorten gemeinsam pflanzen
    Außerdem empfehlen wir, bei der Pflanzung mehrerer Heidelbeersträucher verschiedene Sorten auszuwählen. Bei den meisten Heidelbeersorten fördert das die Befruchtung und somit den Ertrag. Für eine längere Ernteperiode ist man geneigt, früh- und spätreifende Sorten zu kombinieren. Allerdings müssen die Pflanzen zur gleichen Zeit blühen, wenn sie sich gegenseitig bei der Befruchtung zu Hilfe kommen sollen. Überprüfen Sie deshalb vor dem Kauf mehrerer Sorten, ob die Blüte zur gleichen Zeit stattfindet.
  3. Heidelbeeren/Blaubeeren bis zur Ernte schützen
    Wenn dann schließlich die ersten Früchte anfangen zu reifen, sollten Sie bedenken, dass Sie diese eventuell vor Vögeln verteidigen müssen.

Ausführlichere Informationen zum Anbau von Heidelbeeren finden Sie hier.

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