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Sonnenbraut: Sorten, Pflanzen & Schneiden von Helenium

Regina
Regina
Regina
Regina

Ich habe Gartenbauwissenschaften am WZW in Freising studiert und pflanze in meiner Freizeit auf einem Stück Acker alles an, was Wurzeln hat. Das Thema Selbstversorgung und saisonale Ernährung liegt mir dabei besonders am Herzen.

Lieblingsobst: Quitte, Kornelkirsche und Heidelbeere
Lieblingsgemüse: Erbsen, Tomaten und Knoblauch

Die Sonnenbraut ist eine schöne, lang blühende Sommer- und Herbststaude. Bei uns erfahren Sie alles zu den beliebtesten Sonnenbraut-Sorten, der Kultur und der Vermehrung.

Sonnenbraut in der Wiese
Die Sonnenbraut ist eine beliebte bienenfreundliche Blühstaude aus Amerika [Foto: Iva Vagnerova/ Shutterstock.com]

Eine Sonnenbraut (Helenium) bildet den Sommer über und bis in den Spätherbst hinein zahlreiche insektenfreundliche Blüten. Wir stellen die reichblühende Präriestaude vor und geben Tipps zur Sortenwahl, Pflanzung und Pflege der Sonnenbraut.

Sonnenbraut: Herkunft und Eigenschaften

Die ein- bis mehrjährige Sonnenbraut gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist beispielsweise mit Sonnenblume (Helianthus), Scheinsonnenhut (Echinacea) und Zinnie (Zinnia elegans) verwandt. In der Gattung Helenium finden sich etwa 40 Arten wieder, die ursprünglich in Amerika verbreitet sind.

Sonnenbrautpflanzen wachsen aufrecht, buschig und stark verzweigt. Sie erreichen je nach Art und Sorte eine Wuchshöhe von 40 bis 160 cm. Die meist rauen Blätter der Sonnenbraut sitzen wechselständig an kräftigen Stängeln. Sie sind ganzrandig bis leicht gezähnt und elliptisch bis lanzettlich geformt.

Wann blüht die Sonnenbraut? Zwischen Mai und Oktober liegt die Blütezeit der Sonnenbraut. Die endständigen Blütenköpfe bestehen aus einer rundlich bis knopfig aufgewölbten, meist dunkelbraunen Mitte mit zahlreichen kleinen Röhrenblüten und einem umgebenden Kranz aus farbigen Zungenblüten. Diese können gelb, orange, rot bis rotbraun gefärbt sein und sind häufig auffallend zwei- bis mehrfarbig.

Nach der Bestäubung bilden sich längliche, eingekerbte, hellbraune bis graubraune Samen aus, die sogenannten Achänen. Sie besitzen ein kleines Anhängsel aus borstigen Haaren, dem Pappus, welcher der Fortbewegung dient.

Biene auf Blüte der Sonnenbraut
Sonnenbraut wird gerne von Bienen und anderen Bestäubern besucht [Foto: Ollga P/ Shutterstock.com]

Ist die Sonnenbraut bienenfreundlich? Für zahlreiche Insekten wie Bienen sind Sonnenbraut-Blumen eine wichtige Nahrungsquelle von den Spätsommermonaten bis in den Spätherbst hinein. Die attraktiven Blüten bieten den emsigen Bestäubern große Mengen an Nektar und Pollen.

Die schönsten Sonnenbraut-Sorten

Einige Arten wie die Gewöhnliche Sonnenbraut (Helenium autumnale) und Hybriden (Helenium x cultorum) werden als zierende Stauden angepflanzt. Wir stellen die schönsten Helenium-Sorten und -Arten vor. Alle Sorten ohne eigene Artbezeichnung verstehen sich als Hybridzüchtungen.

  • ‘Baudirektor Linne‘: Diese Sonnenbraut-Hybride erreicht bis zu 100 cm Höhe und besitzt samtig rote Blüten mit braunem Zentrum. Ihre lange Blütezeit erstreckt sich von Juli bis September.
  • ‘Double Trouble‘: Hierbei handelt es sich um die erste halbgefüllte Helenium-Sorte mit kompaktem Wuchs und kräftigen Stängeln bis 70 – 90 cm Wuchshöhe. Die gelben Blüten öffnen sich zwischen Juli und September.
  • ‘Goldrausch‘: Die Sonnenbraut-Sorte hat eine Wuchshöhe bis 150 cm und goldgelbe Blütenblätter mit gelber Mitte. Sie blüht zwischen Juli und September.
  • ‘Indianersommer‘: Jene standfesten und reichblühenden Pflanzen werden bis zu 120 cm hoch. Die tief weinrote Blüte beginnt ab Juli und dauert bis in den September.
Sonnenbraut-Sorte ‘Goldrausch‘
Die Helenium-Sorte ‘Goldrausch‘ begeistert mit goldgelben Blüten [Foto: Olga Korica/ Shutterstock.com]
  • ‘Kanaria‘: Diese Helenium-Sorte leuchtet in Kanariengelb. Die Blüten der 100 – 120 cm hohen Stauden erscheinen zwischen Juli und August. Die Sonnenbraut ‘Kanaria‘ zählt zu den standfesten und reichblühenden Sorten.
  • ‘Loysder Wieck‘: Hier handelt es sich um eine Helenium-Hybride mit kupferroten und gelben, nach oben hin aufgerollten Blütenblättern. Die vergleichsweise kleinen Blüten erscheinen zwischen August und September an 90 cm hohen Pflanzen.
  • ‘Moerheim Beauty‘: Die Helenium mit bis zu 80 cm Wuchshöhe begeistert durch kupferrote Blüten mit dunklem Zentrum. Diese standfeste und locker erscheinende Sonnenbraut ‘Moerheims Beauty‘ blüht früh – von Juli bis August.
Helenium-Sorte ‘Moerheims Beauty‘
Eine rote Sonnenbraut ‘Moerheims Beauty‘ erreicht eine Wuchshöhe bis 80 cm [Foto: COULANGES/ Shutterstock.com]
  • ‘Rauchtopaz‘: Jene Sonnenbraut betört mit einer späten, reichen Blüte in Gelb mit rötlichen Streifen von Juli bis September. Die Blütenblätter sind stark gewellt und an der Unterseite bräunlich gefärbt. Diese Staude erreicht eine Wuchshöhe von 130 – 160 cm.
  • ‘Rubinzwerg‘: Dieses Helenium verzeichnet mit ihrem kompakten Wuchs 80 – 100 cm. Als standfeste Sorte eignet sie sich gut für die Kübelhaltung. Die Blütezeit der tiefroten Sonnenbraut ‘Rubinzwerg‘ liegt zwischen Juli und September.
  • ‘Waltraud‘: Orangegelbe Blüten mit braunen Streifen sind typisch für Helenium ‘Waltraud‘, die schon ab Juni und bis August blüht. Die Pflanzen erreichen eine Wuchshöhe zwischen 80 und 100 cm.
Blüten der Sonnenbraut-Sorte ‘Waltraut‘
Die zweifarbigen Blüten der Helenium ‘Waltraud‘ wirken dicht gepflanzt imposant [Foto: Alex Manders/ Shutterstock.com]
  • Bigelovs Sonnenbraut (Helenium bigelovii): Die bekannteste Sorte dieser aufrechten, wenig verzweigten Sonnenbraut mit großen, gelben Blüten und dunkler Mitte ist ‘The Bishop‘.
  • Bittere Sonnenbraut (Helenium amarum): Diese einjährige Sonnenbraut-Art mit kompaktem Wuchs und bis zu 40 cm Höhe wird oft breiter als hoch und ist damit ideal für Pflanztröge und Kübel geeignet. Die beliebteste Sorte dieser Art ist ‘Dakota Gold‘ mit sonnengelben Blüten.
  • Gummibärchenblume oder Goldköpfchen (Helenium aromaticum): Jene bei uns einjährige, chilenische Art verdankt ihren Namen den nach Apfel und Ananas duftenden Blättern. Sie erreicht eine Wuchshöhe von etwa 40 cm und bildet kugelige Blütenstände ohne Zungenblüten aus.
  • Hoopes Sonnenbraut (Helenium hoopesii): Die wilde Sonnenbraut-Art mit glattem Laub, buschig aufrechtem Wuchs bis 60 cm Höhe strahlt mit goldgelben, langzüngigen Blütenblättern um eine goldbraune Mitte.
Blüten der Helenium Aromaticum
Die einjährige Gummibärchenblume duftet und hat keine Zungenblüten [Foto: Julija Ogrodowski/ Shutterstock.com]

Sonnenbraut pflanzen: Standort, Aussaat und Co.

Der ideale Standort für Sonnenbraut-Stauden liegt sonnig auf frischen bis feuchten, lehmigen bis lehmig-humosen, nährstoffreichen Böden. Mehrjährige, frostharte Stauden werden klassischerweise in Beete gepflanzt, die kleineren einjährigen Arten oft in Töpfe und Kübel. Staunässe erträgt die Sonnenbraut nicht. Eine gute Drainage ist sowohl auf schweren Böden als auch bei Topfkultur notwendig.

Die Sonnenbraut kann aus Saatgut gezogen oder als sortenecht vermehrte Staude direkt ins Freie gepflanzt werden. Eine Aussaat von Sonnenbraut-Samen erfolgt zwischen Januar und April als Vorkultur auf einer hellen Fensterbank oder von Juni bis Juli direkt ins Freie. Früh gesäte Sonnenbraut-Pflanzen blühen bereits im selben, die spät gesäten meist erst im folgenden Jahr.

Helenium-Samen sind Lichtkeimer und werden nicht mit Erde bedeckt, sondern nur auf einer angefeuchteten, nährstoffarmen Anzuchterde ausgebracht, leicht angedrückt und vorsichtig gewässert. Für die Anzucht von Jungpflanzen, aber auch für Kräuter empfehlen wir unsere Plantura Bio-Kräuter- & Aussaaterde. Im Gegensatz zu handelsüblichen Anzuchtsubstraten kommt unsere Erde komplett ohne klimaschädlich abgebauten Torf aus und punktet ebenfalls in Fragen der Nachhaltigkeit. Das kompostreiche Substrat wird in Deutschland produziert und kommt in einer zu 80 % aus Recyclat bestehenden Verpackung zu Ihnen.

Bei Temperaturen von 20 bis 22 °C erfolgt die Keimung des Saatguts nach 2 bis 3 Wochen. Nach der Keimung stellt man die Pflänzchen kühler und kultiviert sie bei 10 bis 16 °C weiter. Bis zur Auspflanzung sollten die Sonnenbrautpflanzen pikiert, in nährstoffreichere Pflanzerde umgesetzt und im Freien abgehärtet werden.

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Sonnenbraut wird gern in kleinen Gruppen von 3 bis 10 Pflanzen gesetzt, sodass ein üppiges Blütenmeer entsteht. Der Pflanzabstand der Sonnenbraut zu anderen Stauden beträgt dabei je nach Wüchsigkeit der Sorte und Art 55 bis 70 cm. Vor der Pflanzung sollten Sie zunächst den Boden gut vorbereiten. Auf der künftigen Pflanzfläche werden unerwünschte Beikräuter und der Boden großflächig und etwa spatentief aufgelockert. Bei Bedarf kann in diesem Arbeitsschritt etwas reifer Kompost eingearbeitet werden.

Sonnenbraut-Pflanze im Topf
Eine Pflanzung von Helenium erfolgt im Herbst oder Frühjahr [Foto: M Gl/ Shutterstock.com]

Heben Sie nun ein Pflanzloch für die Sonnenbraut-Stauden aus, welches etwa 1,5-mal so groß wie der Wurzelballen ist. Die Staude sollte vorsichtig aus ihrem Topf befreit und der Wurzelballen mit den Fingern aufgelockert werden, bevor Sie die Sonnenbraut in die Erde setzten. Sie sollte auf demselben Erdniveau sitzen wie zuvor im Töpfchen. Füllen Sie das Pflanzloch nun mit Substrat auf, drücken Sie rundherum leicht an und wässern Sie ausgiebig. Ihre Sonnenbraut im Kübel oder Pflanztrog sollte ein mindestens 10 l Erdvolumen fassendes Pflanzgefäß mit gutem Wasserablauf erhalten. Ein nährstoffreiches Pflanzsubstrat wie unsere Plantura Bio-Blumenerde eignet sich ideal für die Pflanzung von Sonnenbraut im Topf. Eine Drainageschicht am Boden des Topfes aus Kies, Sand oder Blähton verhindert Staunässe.

Auf einen Blick: Aussaat und Pflanzen von Helenium

  • Voranzucht von Jungpflanzen ab Januar auf dem Fensterbrett
  • Direktsaat zwischen Juni und Juli direkt ins Beet
  • Helenium-Samen auf Anzuchterde ausbringen und wässern; Lichtkeimer nicht mit Erde bedecken
  • Keimung bei 20 – 22 °C nach 14 – 21 Tagen
  • Jungpflanzen kühler (bei 10 – 16 °C) weiterkultivieren, pikieren und in nährstoffreichere Pflanzerde umsetzen
  • Pflanzung von Stauden im Herbst oder zeitigen Frühjahr, Pflanzung der vorkultivierten Jungpflanzen im Sommer
  • Bodenvorbereitung: Entfernen von Beikräutern, Auflockern und bei Bedarf Einarbeiten von Kompost oder vorwiegend organischem Langzeitdünger
  • Pflanzabstand für Sonnenbraut: 55 – 70 cm; Topfgröße mindestens 10 l Volumen
  • Pflanzloch ausheben, Staude hineinsetzen und mit Substrat auffüllen, abschließend wässern
Kugeldistel neben Sonnenbraut
Die Kugeldistel lässt sich gut mit der Sonnenbraut kombinieren [Foto: Jurryt Zwerver/ Shutterstock.com]

Sonnenbraut kombinieren: Die winterharte Sonnenbraut wird mit Vorliebe zusammen mit anderen Sommer- oder Herbststauden gepflanzt. Kombinieren Sie Sonnenbraut mit Goldrute (Solidago), Flammenblume (Phlox), Indianernessel (Monarda), Kugeldistel (Echinops), Prachtkerze (Gaura) oder Rittersporn (Delphinium), um eine langanhaltende Blütenpracht zu gestalten. Auch mehrjährige Gräser wie Chinaschilf (Miscanthus), Federgras (Stipa) oder Rutenhirse (Panicum virgatum) ergänzen die attraktive Blühstaude optimal.

Die richtige Pflege

Die Sonnenbraut gilt grundsätzlich als wenig pflegeintensive Blühstaude. Einige wenige Maßnahmen sollten jedoch ergriffen werden, um die Pflanzen über Jahre hinweg so lange wie möglich blühfreudig, vital und gesund zu halten. Hohe Sonnenbraut-Sorten sollten im Sommer aufgebunden oder mit Stützstäben versehen werden, da sie bei Regen und Wind auseinanderfallen könnten.

Schnecken an der Sonnenbraut: Die Sonnenbraut ist nicht empfindlich gegenüber Schneckenfraß. Es kann allerdings vorkommen, dass der junge, frische Austrieb im Frühjahr angefressen wird. Hier hilft das frühmorgendliche Absammeln der Weichtiere. Sie können auch Lockfallen oder Schneckenkorn einsetzen.

Helenium gießen und düngen

Die Sonnenbraut gilt als durstige Staude. Daher sollte ab dem Frühsommer bei steigenden Temperaturen regelmäßig gewässert werden. Auf die Nährstoffversorgung muss ab dem Sommer ebenfalls geachtet werden, da die Pflanze nährstoffreiche Böden und Substrate benötigt, um eine reiche Blüte zu bilden. Ein vorwiegend organischer Langzeitdünger wie unser Plantura Bio-Blumendünger kann direkt zur Pflanzung, beim Umtopfen oder als Frühjahrsdüngung zum Austrieb um die Pflanze herum oberflächlich eingearbeitet werden. Über einen Zeitraum von etwa drei Monaten werden die enthaltenen Nährstoffe langsam und gleichmäßig freigesetzt. Dann erfolgt eine geringere Nachdüngung, die Ihre Sonnenbraut die restliche Saison über versorgt.

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Sonnenbraut schneiden

Das Schneiden der Sonnenbraut kann zu verschiedenen Entwicklungsstadien und Jahreszeiten stattfinden. Ein Pflegeschnitt im Mai führt zu buschigeren, standfesteren Pflanzen. Hierbei werden die Randtriebe um ein gutes Stück zurückgestutzt. Wenn Sie regelmäßig verblühte Blütenstände der Sonnenbraut zurückschneiden, wird die Staude zur weiteren Blütenbildung angeregt. Nach der Blüte der Sonnenbraut sollte die Staude gänzlich und bodeneben zurückgeschnitten werden. Dies fördert die Lebensdauer, Blühfreudigkeit und Winterhärte.

Frost auf Helenium
Alle oberirdischen Pflanzenteile sollten vor dem Winter abgeschnitten werden [Foto: Evannovostro/ Shutterstock.com]

Ist die Sonnenbraut winterhart?

Die Sonnenbraut ist winterhart bis unter -20 °C. Lediglich junge Pflanzen mit noch wenig ausgebildetem Wurzelsystem können Frostschäden erleiden. Eine Mulchschicht aus Laub schützt vor Frösten. Jede Sonnenbraut im Kübel sollte frostfrei überwintert oder der Topf mit einem guten Winterschutz aus Vlies oder Jute versehen werden, um ein Durchfrieren des Wurzelballens zu verhindern.

Vermehrung

Sonnenbraut kann aus Saatgut, über Stecklinge und Teilung vermehrt werden. Die meisten Gartenstauden sind jedoch unfruchtbare Hybriden und bilden kaum bis keine keimfähigen Samen aus. Bei reinen Arten ist die Chance deutlich größer. Um selbst Saatgut zu gewinnen, werden die verblühten Stauden nicht direkt zurückgeschnitten, sondern bis zur Samenreife etwa Ende Oktober stehen gelassen. Nun werden die Samenstände als Ganzes abgeschnitten und im Haus bei Zimmertemperatur einige Tage lang nachgetrocknet. Durch Schütteln und Aufschlagen lösen sich die Achänen dann meist von selbst aus den Blütenköpfen und können bis zur Aussaat trocken, kühl und dunkel aufbewahrt werden. Da es sich um Fremdbestäuber handelt, ist eine sortenreine Vermehrung allerdings nur über Sonnenbraut-Stecklinge und Teilung möglich.

Bildung der Samen der Sonnenbraut
Die Samen der Sonnenbraut bilden sich meist nur bei nicht-hybriden Sorten gut aus [Foto: Mari_Piman/ Shutterstock.com]

Als horstig wachsende Staude kann die Sonnenbraut über die Teilung des Wurzelstocks mit einem scharfen Spaten vermehrt werden. Der beste Zeitpunkt dafür liegt im Frühjahr nach dem Rückschnitt der oberirdischen Pflanzenteile und vor dem Neuaustrieb der Triebe. Das abgetrennte Teilstück wird anschließend an einem passenden Standort eingesetzt. Mindestens alle 4 bis 5 Jahre sollte eine Teilung erfolgen, da dies die Vitalität der Staude erhält und fördert. Alternativ können Sie Stecklinge von jungen Trieben schneiden, um die Sonnenbraut zu vermehren. Diese mindestens 10 cm langen Zweige werden bis auf die Triebspitze entblättert und in feuchtem Anzuchtsubstrat bei etwa 20 °C und hoher Luftfeuchte zum Bewurzeln gebracht.

Ist die Sonnenbraut giftig?

Die Sonnenbraut ist nicht giftig und stellt weder für Mensch noch Tier eine Gefahr dar. Bei empfindlicher Haut kann der Kontakt zu den rauen Blättern der Sonnenbraut einen allergischen Ausschlag verursachen. Tragen Sie daher besser Handschuhe, wenn Sie die Pflanze schneiden.

Eine weitere beliebte, gelbblühende Präriestaude ist der Echte Sonnenhut (Rudbeckia). Wir stellen die Rudbeckie im Steckbrief vor und geben Tipps zur Pflege und Überwinterung.