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Naturdünger: Anwendung & Vorteile von natürlichem Dünger

Immer mehr Leute verzichten auf die Chemiekeule im Garten und entscheiden sich für natürlichen Dünger. Wir erklären, was Naturdünger für Vorteile haben.

Naturdünger in der Hand
Naturdünger können auch Hausmittel sein, deren Potential vielleicht bisher übersehen wird [Foto: Singkham/ Shutterstock.com]

Manchmal ist der natürlichste Weg auch der beste: Immer mehr Menschen erkennen, dass die unnatürliche Nährstoffzufuhr über mineralische Dünger nicht nur der Umwelt, sondern auch ihrem eigenen Garten schadet. Wir verschaffen Ihnen einen kleinen Überblick über Hausmittel und andere natürliche Düngemittel, die – wie vorgesehen – den Nährstoffkreislauf zu schließen vermögen.

Naturdünger

Was Naturdünger sind, welche es gibt und wo ihre Stärken und Grenzen liegen, erfahren Sie in den folgenden Absätzen. Anschließend zeigen wir, was Sie beim Kauf und der Anwendung von Naturdüngern beachten sollten.

Was ist Naturdünger?

Kommt nicht im Grunde genommen alles aus der Natur – letztlich auch jeder Mikrochip, jedes Auto und jedes mineralische Düngekorn? Natürlich ist diese Annahme grundsätzlich richtig. Was jedoch unnatürlich ist, ist die veränderte Verteilung von Naturmaterialien. Stickstoff irgendwo aus der Luft zu entziehen, ihn im Haber-Bosch-Verfahren erst in Ammoniak und dann in Ammonium umzuwandeln, um ihn dann in großen Mengen in den Boden einzubringen – darauf war der Boden niemals ausgelegt. Das vorliegende Ökosystem gerät deshalb aus dem Gleichgewicht und funktioniert nicht mehr richtig. Naturdünger machen es anders: Sie geben Nährstoffe langsam und allmählich ab und liefern nicht nur Pflanzennährstoffe, sondern versorgen auch den Boden mit dem, was er zu seiner Gesundheit braucht. Das ist der natürliche Weg, Boden und Pflanzen zu düngen.

Was für Naturdünger gibt es?

Essen Sie gerne mal ein Frühstücks-Ei? Vielleicht sollten Sie die Schale von nun an besser aufbewahren – ebenso wie den Kaffeesatz, die Asche aus Ihrem Ofen und Ihre Fingernägel, die in ihrer Zusammensetzung den Horndüngern ähneln. Von der Verwendung Ihres Urins möchten wir allerdings eher abraten. Neben diesen eher ungewöhnlichen Beispielen erscheinen Pferdemist und Seevogel- oder Fledermauskot (Guano) beinahe völlig normal. Wir stellen die genannten Naturdünger vor.

Kaffeesatz als Dünger

Kaffee ist der beliebteste Wachmacher Deutschlands. Dementsprechend fallen in den meisten Haushalten große Mengen Kaffeesatz an. Nach dem Aufbrühen wird das feuchte Kaffeepulver dann meist in den Biomüll entsorgt. Doch Gartenfreunde sollten jetzt aufhorchen: Kaffeesatz enthält einige Inhaltsstoffe, die Ihren Pflanzen noch zugutekommen können. Viel organisches Strukturmaterial, ungefähr 2 % Stickstoff, 0,4 % Phosphor, 0,8 % Kalium, antivirale und antibakterielle Gerbsäuren und kleinste Mengen von Koffein verbleiben in dem ganz leicht sauren Kaffeesatz. Nichts spricht dagegen, diesen organischen Dünger in Töpfen und Beeten zu verteilen. Der Geruch von Kaffeesatz scheint sogar eine anziehende Wirkung auf die nützlichen Regenwürmer zu haben. Eine Überdüngung mit Kaffeesatz ist übrigens so gut wie unmöglich.

Kaffeesatz als Dünger
Kaffeesatz fällt in fast allen Haushalten an und kann den Boden verbessern und düngen [Foto: Monthira/ Shutterstock.com]

Wenn Sie Ihren Kaffeesatz verwenden wollen, muss dieser zunächst gründlich getrocknet werden. Ein Schimmelbefall sollte vermieden werden – hier ist die Gefahr bei Kaffeevollautomaten am höchsten. Das Trocknen gelingt am ehesten, wenn Sie das feuchte Pulver auf einer großen Fläche ausbreiten. Ist der Kaffeesatz getrocknet, können Sie ihn im Garten flach einarbeiten oder löffelweise an Topfpflanzen geben. Orchideen, Hortensien und Tomaten kommt zum Beispiel die leicht saure Reaktion des Kaffeesatzes zugute und sie profitieren von dem eingebrachten organischen Material.

Detaillierte Informationen zum Düngen mit Kaffeesatz finden Sie in diesem Spezialartikel.

Hornspäne und Hornmehl als Dünger

Horn und Hufe von Schlachttieren sind reich an Stickstoff, Phosphor und Calcium, weshalb die Verarbeitung zu Düngern nahe liegt. Kalium ist jedoch so gut wie gar nicht enthalten, weshalb eine ergänzende Düngung definitiv notwendig ist. Die Verarbeitung von Horndüngern ist nicht besonders aufwendig: Im Grunde werde nur drei verschiedene Körnungen hergestellt. Das feine Hornmehl, mittelfeiner Horngrieß und grobe Hornspäne. Doch allein durch den Mahlvorgang unterscheidet sich die Düngewirkung dieser Horndünger bereits:

  • Feines Hornmehl besitzt eine höhere Wirkgeschwindigkeit, doch eine kurze Wirkdauer. Es trägt wegen seiner schnelleren Umsetzung nur im geringen Maße zur Humusreproduktion bei.
  • Grobe Hornspäne haben eine geringe Wirkgeschwindigkeit, doch eine lange Wirkdauer. Sie tragen wegen der langsameren Wirkdauer etwas mehr zur Humusreproduktion bei.
  • Horngrieß bewegt sich mit seinen Eigenschaften zwischen Hornmehl und Hornspänen.

Alle Horndünger besitzen eine natürliche Langzeitwirkung, da die enthaltenen Nährstoffe erst von Boden-Mikroorganismen freigesetzt und mineralisiert werden müssen, um pflanzenverfügbar zu sein. Arbeiten Sie den Horndünger in die obere Bodenschicht ein oder geben Sie ihn bei Pflanzungen direkt ins Pflanzloch. Ein anschließendes Wässern hilft, die Umsetzung in Gang zu bringen und vertreibt den unangenehmen Geruch.

Detaillierte Informationen zum Düngen mit Hornmehl finden Sie hier, während sich dieser Spezial-Artikel mit den gröberen Hornspänen auseinandersetzt.

Kuh
Bei der Schlachtung von Rindern fällt Horn und Huf an, das reich an Stickstoff und Phosphat ist [Foto: JP WALLET/ Shutterstock.com]

Tipp: Die Zusammensetzung Ihrer Fuß- und Fingernägel entspricht ziemlich genau der von Rinderhufen. Aufbewahrt und fein gemahlen ergäben sie also auch einen passablen Dünger. Zumindest schadet es nicht, sie mit auf dem Komposthaufen zu geben.

Asche als Dünger

Die Verwendung von Asche als Dünger wird immer wieder von Gartenfreunden diskutiert. Um eines klarzustellen: Nicht jede Art von Asche ist als Dünger geeignet, somit ist es kein Wunder, dass über ihre Anwendung gestritten wird. Asche von unbehandeltem Holz, Stroh oder anderem Pflanzenmaterial sowie nicht glänzend bedrucktem Papier kann als Dünger verwendet werden. Wenn Ihnen solche Asche zur Verfügung steht, sollten Sie diese jedoch keinesfalls direkt großflächig auf und unter Ihren Pflanzen verteilen. Folgende Eigenschaften zeichnen Asche aus:

  • Ein extrem hoher pH- Wert von 10 bis 13
  • Sehr viel Calcium und viel Magnesium, Phosphor und Kalium, Spurennährelemente – doch keinerlei Stickstoff
  • Eine sehr schnelle Nährstoffverfügbarkeit und schnelle Wirkung auf den Boden-pH-Wert
  • Asche sollte nicht in Verbindung mit ammoniumhaltigem Dünger oder Phosphat-Dünger verteilt werden

Um kalkempfindliche Pflanzen nicht zu schädigen, sollten Sie bei der Anwendung also nur die kalktoleranten oder kalkliebenden Garten- und Topfbewohner versorgen. Weil die pH-verändernde Wirkung so schnell einsetzt, kann mit Asche auch ein schwerer Gartenboden in seinem pH-Wert verändert werden. Leichte Böden werden allerdings allzu leicht überkalkt, hier ist von der Ausbringung von Asche abzusehen. Torfsubstrate können sehr von Asche profitieren, denn sie sind extrem calciumarm. Zusammen mit Humus kann Asche durch das enthaltene Calcium die Bildung stabiler Bodenkrümel fördern, zudem ist es natürlich eines der essentiellen Pflanzennährelemente. Gerade wegen des fehlenden Stickstoffs, ist Asche aber auch für kalkliebende Pflanzen kein vollwertiger Dünger, eine Ergänzung mit einem organischen Langzeitdünger ist in jedem Fall nötig.

Geben Sie gut Acht, dass die Asche nicht unverdünnt auf Ihre Hände oder die Pflanzen gelangt, denn der hohe pH-Wert greift das Gewebe an. Spülen Sie Asche also bei der Verwendung sofort von Händen und Laub ab und tragen Sie möglichst Handschuhe.

Kalk als Dünger
Obstbäume können von Kalk profitieren, etwa durch eine Aschegabe bei der Pflanzung [Foto: Yunava1/ Shutterstock.com]

Detaillierte Informationen zum Düngen mit Asche finden Sie in diesem Spezial-Artikel.

Eierschalen als Dünger

Eierschalen bestehen fast vollständig aus Calciumcarbonat, das im Handel auch als „Kohlensaurer Kalk“ erhältlich ist. Da wäre es doch schade, Eierschalen ungenutzt zu entsorgen und im Baumarkt Kalk einzukaufen. Eierschalen sind also prinzipiell geeignet, den pH-Wert eines Bodens anzuheben oder zu stabilisieren. Ihre Wirkung ist dabei jedoch recht langsam. Aus diesem Grund können Eierschalen nur auf leichten, sandigen Böden und in kleinen Bodenvolumen einen Einfluss auf den pH-Wert haben, während schwerere und tonige Böden sich von ein paar Eierschalen kaum aus dem chemischen Gleichgewicht bringen lassen.

Wird die Eierschale mit bodeneigenen Säuren gelöst, steigt der pH-Wert und Calcium wird frei. Calcium ist nicht nur ein für Pflanzen bedeutsames Nährelemente, gemeinsam mit Humus sorgt es auch für eine gute Verkittung von Bodenkrümeln, steigert also die Bodenqualität. Neben Calcium sind auch Kalium, Phosphor und Magnesium in Eierschalen enthalten – jedoch in recht kleinen Mengen. Fein zerriebene Eierschalen, die in Verbindung mit Wasser ausgebracht werden, setzten ihre Wirkung am schnellsten um. Auch sollten Sie darauf achten, Eierschalen nie zusammen mit ammoniumhaltigen Düngern oder Phosphaten zu verteilen. In Verbindung mit Ammonium bildet sich sonst das stinkende, gasförmige Ammoniak und bei Kontakt mit Phosphaten entstehen schwer lösliche Calciumphosphate, die sowohl Calcium als auch Phosphat im Boden festlegen und für Pflanzen schwer erreichbar machen.

Eierschalen als Dünger
Eierschalen wirken langsam und nur bei kleinen Volumina oder leichten Böden [Foto: ThamKC/ Shutterstock.com]

Sie können Ihre Eierschalen auch auf dem eigenen Komposthaufen verwenden, fein gemahlen wirken sie schnell genug, um den pH-Wert von saurem Rottegut auszugleichen. Beispielsweise können Nadelholzspäne und -nadeln, Eichenlaub und Torf mit einer Schicht überpudert werden, um die Kompostierung zu beschleunigen.

Detailliertere Informationen zu Eierschalen als Dünger finden Sie in diesem Artikel.

Pferdemist als Dünger

Pferdemist, das ist ein Gemenge aus Pferdeäpfeln, Pferde-Urin und Einstreu. Neben den Hauptnährelementen Stickstoff, Phosphor und Kalium enthält Pferdemist noch Magnesium, viele Spurennährelemente und natürlich organisches Strukturmaterial. Im frischen Zustand liefert Pferdemist schnell große Mengen Nährstoffe, verbessert den Boden aber kaum. Nach längerer Lagerung und Kompostierung sinkt der Nährstoffgehalt jedoch und die bodenverbessernden Eigenschaften treten hervor. Ein hoher Anteil von Einstreumaterial – also Stroh, Späne oder Heu – sorgt von vorherein für eine verstärkte Humusbildung.

Gemüsepflanzen mit kurzer Kulturzeit – zum Beispiel Radieschen – sollten aus hygienischen Gründen besser nicht mit Pferdemist versorgt werden. Viele Pflanzen vertragen die sehr hohen Nährstoffgehalt von frischem Pferdemist nicht: Kräuter und Jungpflanzen etwa würden Ihnen diese Düngung eher übelnehmen. Lange gelagerter und kompostierter Pferdemist kann hingegen bedenkenlos im ganzen Garten als Dünger und Bodenverbesserer benutzt werden. Wenn Sie Pferdemist verwenden möchten, ist die lokale Beschaffung natürlich vorzuziehen: Vielleicht ist ein Pferdehalter in Ihrer Umgebung bereit, Pferdemist zu verschenken. Ansonsten bieten Düngemittelhersteller getrockneten und pelletierten Pferdemist an, der definierte Nährstoffgehalte hat, dafür aber natürlich um ein Vielfaches teurer ist.

Detailliertere Informationen zu Pferdemist als Dünger finden Sie hier.

Urin als Dünger

Der Urin von Säugetieren – auch der des Menschen – ist reich an Stickstoffverbindungen, Phosphaten, sowie Kalium- und Calcium-Verbindungen. Seine Eignung als Dünger gilt jedoch nur eingeschränkt und unter Beachtung einiger wichtiger Hinweise.

Zum einen ist Urin keinesfalls keimfrei, auch wenn sich dieses Gerücht hartnäckig hält. Die Anwendung an Gemüsepflanzen verbietet sich daher aus hygienischen Gründen. Da Urin unter anderem die Aufgabe hat, Abfallstoffe, Stoffwechselprodukte und überschüssiges Salz aus dem Körper zu transportieren, kann eine Düngung mit ihm zur Belastung des Bodens mit Salz und Medikamenten führen. Der pH-Wert von Urin kann stark schwanken und hängt auch davon ab, wie frisch er verwendet wird. Es ist durchaus möglich, eine empfindliche Pflanze zu töten, indem man sie mit frischem Urin „düngt“.

Rasen mit gelben Stellen
Urin von Säugetieren ist sehr stickstoff- und salzhaltig und kann pur zur Überdüngung führen [Foto: Adam Lu/ Shutterstock.com]

Eine verdünnte Anwendung wäre wohl möglich, wegen der starken Schwankung der Urin-Eigenschaften bewerten wir ihn jedoch nicht als passenden Dünger. Sicherlich hat er jedoch das Potential, nach einer chemischen Aufbereitung und Entsalzung einen guten Dünger abzugeben: Vielleich wäre das ein Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Pflanzendüngung in der Landwirtschaft.

Detailliertere Informationen zu Urin als Dünger finden Sie in diesem Spezial-Artikel.

Guano-Dünger

Nicht wenige Düngemittelhersteller benutzen den in ihren Produkten enthaltenen Guano als biologisches Verkaufsargument. Bevor Sie zum Guano-Dünger greifen, sollten Sie jedoch Folgendes über seine Herkunft wissen:

  • Die Umwelt in den Guano-Abbaugebieten wurde und wird stark geschädigt und die Lebensbedingungen der zugehörigen Seevögel beziehungsweise Fledermäuse verschlechtert
  • Der Abbau erfolgt oft auf menschenunwürdige Weise
  • Um den Rohstoff Guano wurden bereits zwei Kriege geführt
  • Abbau, Verarbeitung und Transport sind längst nicht so „biologisch“, wie es dem Konsumenten gern verkauft wird

Es stimmt aber natürlich, dass in Guano nur natürliche Rohstoffe enthalten sind. Falls Sie sich also dennoch für den Kauf eines Guano-Düngers entscheiden, können Sie zwischen rotem und weißem Guano entscheiden. Roter Guano enthält vor allem Phosphatverbindungen, er kommt fossil vor und wird auch im Biolandanbau verwendet. Weißer Guano ist nichts anderes als der tagtäglich von Seevögeln oder Fledermäusen produzierte Kot. Er enthält viel Stickstoff und Phosphat, außerdem etwas Kalium. Verschiedene Tierarten produzieren natürlich auch unterschiedlich zusammengesetzten Kot.

Detailliertere Informationen zu Guano-Dünger finden Sie hier in diesem Artikel.

Naturdünger kaufen oder selber herstellen

Naturdünger fallen nicht nur im Haushalt an, sie können auch käuflich erworben werden. Hierbei ist es wichtig, darauf zu achten, woher die verwendeten Rohstoffe überhaupt stammen: Sich aus ökologischen Gründen für Pferdemistpellets zu entscheiden, die womöglich einen langen Weg auf verschiedenen LKWs hinter sich haben, ist den Pferdeäpfeln des Nachbarn sicher nicht vorzuziehen. Wenn Sie keine unmittelbare Quelle für Naturdünger haben, könnten Sie mit dem Betreiben eines Bokashi, einer Wurmkiste oder eines eigenen Komposters Ihren eigenen Dünger sehr nachhaltig herstellen. Wer auch dafür keine Zeit oder Muße hat, für den sind vielleicht unsere Plantura Bio-Dünger der beste Weg, seine Pflanzen mit ökologisch ganz unbedenklichen Nährstoffen zu versorgen. Die organischen Rohstoffe für unsere Düngerproduktion sind rein pflanzlich und stammen aus biologisch wirtschaftenden Betrieben, die auch die Lebens- und Genussmittelindustrie beliefern. Durch das Recycling von in der Produktion anfallenden Nebenprodukten ist unser Plantura Bio-Dünger also auch ressourcenschonend. Die natürliche Langzeitwirkung versorgt Ihre Pflanzen langfristig und der hohe organische Anteil fördert die Bodenqualität. Ebenfalls eine Art Geheimtipp ist die Verwendung von Kompost aus regionalen Kompostierungsanlagen. Hier werden die in Biotonnen und bei der Grünflächenpflege anfallenden Rohstoffe kompostiert und häufig für wenig Geld verkauft. Hier können Sie mehr über das Kaufen von Kompost erfahren.

Kompost
Kompost eignet sich wunderbar als Naturdünger [Foto: JurateBuiviene/ Shutterstock.com]

Tipp: Woher auch immer Sie Ihren Dünger beziehen: Lassen Sie sich nicht von auffällig grünen Verpackungen und dem bloßen Wort „Bio“ überzeugen. Achten Sie auf das Kleingedruckte, denn natürlich versuchen viele Düngemittelproduzenten auf den Trend der Nachhaltigkeit aufzuspringen – auch ohne eine Änderung ihrer Produkte.

Vorteile von natürlichen Düngern

Natürliche Dünger, die im Haushalt oder Garten anfallen, haben entscheidende Vorteile: Sie müssen keine langen Transportwege zu uns zurücklegen, sind kostenlos und umweltschonend. Doch auch zugekaufte Dünger aus Naturmaterialien haben Vorteile: Bei der Produktion organischer Dünger wird viel weniger Energie verbraucht, als es bei mineralischen Düngern der Fall ist. Auch müssen dafür keine fossilen Lagerstätten ausgebeutet oder lange Transportwege bestritten werden, denn organische Abfälle fallen überall an, wo Menschen leben. Durch das Recycling von Nährstoffen schließen wir einen wichtigen natürlichen Kreislauf und tun dabei noch etwas für unseren Boden. Denn dieser ist nun wirklich nicht darauf ausgelegt, dass Nährstoffe in ihrer reinen Mineralform hineingelangen. Böden leiden durch hochkonzentrierte Düngemitteln eher, verlieren ihre gute Struktur und ihren Humusgehalt, Bodenorganismen finden keine Nahrung mehr und sterben lokal aus – nur mit natürlichen Düngern ist ein gesunder und nachhaltig fruchtbarer Boden überhaupt möglich. Schließlich ist Boden mehr als nur ein Schwamm, der Nährstoffe aufsaugt und dann wieder an Pflanzen abgibt: Er ist ein komplexes, lebendes Miteinander aus dem die ganze Kraft der Pflanzen kommt.

Anwendung von Naturdüngern

In den vorangegangenen Absätzen und den zugehörigen Spezial-Artikel konnten Sie die Zusammensetzung und Wirkung unterschiedlicher Hausmittel kennenlernen. Eine Kombination verschiedenster dieser daheim anfallenden Stoffe – etwa in Form eines Kompostes – kann durchaus eine ausgewogene Pflanzenernährung gewährleisten. Einzeln betrachtet bieten sie jedoch eine eher unausgewogene, zu gering dosierte oder nur kurz wirkende Ernährung. Dennoch sollten Sie die Wirkung von Hausmitteln so weit es geht ausnutzen, wenn Ihnen die Nachhaltigkeit Ihres Tuns am Herzen liegt – oder Sie einfach ungern etwas verkommen lassen.

Natur im Wald
In der Natur werden Nährstoffe jedes Jahr recycelt: Falllaub liefert Humus und Nährstoffe [Foto: Oxford_shot/ Shutterstock.com]

Wenn Sie keinen eigenen Kompost betreiben und Ihren Pflanzen laufend durch das Entfernen von Laub, Schnittgut, Obst oder Gemüse und Astschnitt Nährstoffe entziehen, ist die langfristige Versorgung mit externen Nährstoffen unvermeidbar. Diese sollten vorrangig in organischer Form angeboten werden, um die Qualität Ihres Bodens zu erhalten und zu fördern. Die langsame Freisetzung durch das aktive Bodenleben führt zu einer fließenden Freisetzung, die ein gleichmäßiges Pflanzenwachstum ermöglicht. Ein solcher organischer Langzeitdüngers ist einfach anzuwenden und birgt keine Gefahr für Boden und Umwelt. Auch wenn Sie ihn etwas großzügiger verteilen, ist eine Überdüngung mehr als unwahrscheinlich. Unsere Plantura Bio-Dünger gibt es passend zusammengesetzt für verschiedene Pflanzengruppen – für Rasen, Herbstrasen, Tomaten und Gemüse, Blumen und auch als Universaldünger.

Wir empfehlen unsere organischen Dünger:
  • Plantura Bio Universaldünger: 100% bio-zertifizierter und tierfreier Dünger für ein gesundes Bodenleben.
  • Plantura Bio Blumendünger: Bio-zertifizierter und organischer Langzeitdünger. Mit extra Kalium-Anteil für eine Verringerung der Frostempfindlichkeit von Blumen im Beet. Versorgt blühende Zierpflanzen optimal mit Nährstoffen und ist frei von tierischen Produkten.
  • Plantura Bio Tomatendünger: Ein hoher Kalium-Anteil sorgt für aromatisch duftende und schmackhafte Tomaten. Als organischer Dünger ist er für die langfristige Nährstoffversorgung von Tomaten und vielen anderen Gemüsearten hervorragend geeignet.

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