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Pflanzen schneiden: Hortensien, Obstbäume, Stauden und Co schneiden

Pflanzen sind meist gut in Form, wenn sie gekauft und gepflanzt werden. Doch was ist zu tun, damit dies so bleibt und der Wuchs nicht außer Kontrolle gerät?

Hortensien der Gattung H. macrophylla wachsen besonders buschig [Foto: mauroguanandiCC BY 2.0]

Manche Pflanzen sind auf unsere Unterstützung angewiesen und wollen gepflegt werden, damit sie dauerhaft in den Gärten schön bleiben. Leider kann beim Schnitt von Pflanzen viel falsch gemacht werden, was die Pflanze nachhaltig verübelt. Und eine Patentlösung für den richtigen Schnitt ist ebenfalls nicht bekannt. Deshalb gilt es, sich genau zu überlegen, wie man die Pflanze am besten schneidet. Wir unterscheiden nach Lebensformen der Pflanzen und geben Tipps für den richtigen Schnitt.

Pflanzen richtig schneiden – abhängig von der Lebensform

  • Krautige Stauden schneiden

Stauden sind so definiert, dass sie krautig also nicht mit verholzten Pflanzenteilen sind und mehrere Jahre überdauern können. Allerdings sterben die oberirdischen Pflanzenteile jährlich zum Winter hin ab. Das ist natürlich nicht schön und es liegt nahe, beim Winterfestmachen des Gartens das braune Kraut abzuschneiden. Doch die leblosen Pflanzenteile können die Staude wärmend vor frostigen Temperaturen schützen. Zudem könnten die Schnittstellen aus dem Schnitt im Herbst als Eintrittspforte des Frostes dienen und so Frostschäden oder sogar ganze Frostausfälle provozieren. Somit ist der beste Zeitpunkt, um mehrjährige krautige Pflanzen zu schneiden, das zeitige Frühjahr.

  • Gräser schneiden

Auch zierende Gräser verbraunen im Herbst und wirken leblos. Doch sollten auch sie nicht schon im Herbst weichen. Einerseits haben sie auch in ihrem Überwinterungszustand durchaus noch einen zierenden Wert im ansonsten kahlen, winterlichen Garten. Andererseits entscheiden auch hier wieder die frostigen Temperaturen über den Zeitpunkt des Stutzens. Schnittstellen erleichtern dem Frost nun einmal, in die Pflanze einzudringen und dort Schaden anzurichten. Gräser sollten jedoch in jedem Fall im Frühjahr zurückgeschnitten werden, damit sie möglichst gut und ungehindert wieder austreiben können.

  • Halbsträucher schneiden

Die Lebensform der Halbsträucher spielt im eigenen Garten eine zentrale Rolle. So sind viele Kräuter wie Lavendel, Rosmarin oder Salbei dazuzuzählen. Gerade diese Vertreter sind besonders anfällig für einen unschönen Wuchs, wenn sie nicht regelmäßig geschnitten werden. Die Triebe werden lang und wenig verzweigt, verholzen im unteren Teil zunehmend und tragen dort keine Blätter mehr – und auch das Blütenreichtum geht meist zurück. Ein Hingucker im Garten schaut anders aus. Vor eines jeden Neuaustriebes der Halbsträucher im zeitigen Frühjahr sollten diese deshalb je nach Verholzungsgrad um ein Drittel bis zwei Drittel zurückgeschnitten werden. Wichtig ist jedoch, dass nicht bis in den verholzten Teil zurückgeschnitten wird. In diesem Fall wäre der Neuaustrieb des Halbstrauches nämlich nicht mehr möglich oder zumindest deutlich erschwert.

  • Sträucher schneiden

Auch Sträucher wollen geschnitten werden, um in Form zu bleiben. Für den richtigen Schnitt sollte man wissen, ob und wann der Strauch blüht. Angehörige dieser Lebensform, die im Frühjahr blühen, können ohne Risiko und Verluste im Sommer geschnitten werden. Bei Sträuchern, die erst im Laufe des Sommers ihre schöne Blüte zeigen, wird mit dieser Pflegemaßnahme mindestens bis zum Herbst, besser bis zum zeitigen Frühjahr kurz vor dem Neuaustrieb gewartet.

  • Obstbäume und andere Gehölze schneiden

Auch die größten Vertreter im Garten, die Bäume, wollen beschnitten und in Form gehalten werden. Je nachdem, wie die gewünschte Form des Baumes aussieht, sind natürlich auch entsprechend die Schnitte zu setzen. Einerseits kann ein sogenannter Sommerschnitt vorgenommen werden. Gerade bei Obstgehölzen sollte jedoch auch klar sein, dass dadurch ein Teil der Ernte eingebüßt werden muss. Bäume können allerdings auch im Winter beziehungsweise kurz vor dem Austrieb in Form gebracht werden.

Der perfekte Pflanzenschnitt ist also der Lebensform der Pflanze anzupassen. Generell sind diese formgebenden Pflegemaßnahmen eher an trockenen aber nicht zu heißen Tagen vorzunehmen. Hohe Luftfeuchtigkeit oder sogar Regen begünstigt es nämlich, dass Pilze über die Schnittwunden eindringen und der Pflanze so gefährlich werden können.

Folgende Produkte haben sich bei uns im Garten bewährt:

  • Gardena Gartenschere: Gartenschere mit geschliffenen, antihaftbeschichteten Messer und ein Untermesser aus rostfreiem Edelstahl sowie ergonomisch geformte Griffe.
  • Gardena Heckenschere: Heckenschere mit robusten, langlebigen Messern und Astabschneider für einzelne dickere Äste.
  • Gardena Teleskoparm Schere: Praktische Gartenschere zum müheloses Schneiden von hohen Bäumen und dichten Sträuchern vom Boden aus.

Ein besonderer Dank an die Photographen: Swallowtail Garden Seeds, liz west, John Tann,Wanderbored, born1945, Mauroguanandi, Amaya & Laurent, Anna, Maja Dumat, Garden Grrrlgardener41, Leonora (Ellie) Enkingyves Tennevin und Jenn Wurzbacher.

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