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Spätkartoffeln: Sorten, Pflanzen & Ernte

Spätkartoffeln reifen lange und bilden mit ihrer Ernte zwischen September und Oktober das Ende der Kartoffelsaison. Wir stellen die besten späten Kartoffel-Sorten vor und geben Tipps zum Anbau von Spätkartoffeln.

Spätkartoffeln
Spätkartoffeln gibt es in den verschiedensten Farben und Formen [Foto: Cora Mueller/ Shutterstock.com]

Kartoffeln (Solanum tuberosum) unterscheiden sich neben dem Aussehen, Geschmack und den Kocheigenschaften auch in ihren Reifezeiten. Zudem läuten Spätkartoffeln mit ihrer späten Erntezeit den Abschluss der Kartoffelsaison ein.

Spätkartoffeln: Was ist das eigentlich?

Zu den Spätkattoffeln zählen alle Sorten, die eine Kulturzeit von mehr als 140 Tagen zwischen Pflanzung und Ernte brauchen. Sehr späte Sorten können bis zu 180 Tage Vegetationszeit benötigen und sollten daher früh genug gepflanzt und wenn möglich vorgetrieben werden.

Was ist der Unterschied zwischen Frühkartoffeln und Spätkartoffeln? Alle Sorten, die weniger als 140 Tage Kulturdauer benötigen, werden zu den Frühkartoffeln gezählt. Frühkartoffeln lassen sich bereits ab Juni ernten, während bei den Spätkartoffeln erst ab September mit der Ernte begonnen wird, wenn das Laub vollständig abgestorben ist. Während sich spätreifende Kartoffeln deutlich länger lagern lassen, scheinen die frühreifen Sorten weniger oft von Kartoffelkrankheiten, wie der Kraut- und Knollenfäule (Phytophthora infestans), betroffen zu sein.

Kartoffelsorte 'Bamberger Hörnchen'
Die alte Kartoffelsorte ‘Bamberger Hörnchen’ zählt aufgrund ihrer langen Kulturdauer zu den Spätkartoffeln [Foto: Cora Mueller/ Shutterstock.com]

Die leckersten Spätkartoffel-Sorten

Bei den späten Kartoffel-Sorten finden sich unterschiedlichste Formen und Farben. Wir geben einen Überblick über verschiedene Spätkartoffel-Sorten.

‘Agria’: Ertragreiche, vorwiegend festkochende Kartoffelsorte aus Deutschland aus dem Jahr 1985. Sie bildet große, runde bis langoval geformte Knollen mit tiefgelbem Fleisch und aromatischem Geschmack.

‘Bamberger Hörnchen’: Beliebte alte Kartoffelsorte aus dem Bamberger Raum, entstanden um 1870. Die länglichen Knollen mit dem tiefgelben, festkochenden Fleisch besitzen einen würzigen Geschmack und eignen sich ideal als Brat- und Pellkartoffel.

‘Blaue Anneliese’: Sehr späte, festkochende Kartoffelsorte mit tiefvioletten Knollen. Das Fleisch ist äußerst dunkel, die Schale wirkt beinahe schwarz. Der kräftige, würzige Geschmack kommt besonders in Kartoffelsalat oder als Brat- und Backkartoffel zur Geltung.

‘Carolus’:Mehligkochende, rundovale Kartoffeln mit auffallend roten Augen auf der beigen Schale. Die niederländische Sorte bringt einen hohen Ertrag und zeigt sich nur gering anfällig für die Kraut- und Knollenfäule.

Kartoffelsorte 'Sarpo Mira'
Die ungarische Sorte ‘Sarpo Mira’ bildet eine hellrote Schale über gelbem Fleisch aus [Foto: margouillat photo/ Shutterstock.com]

‘Granola’: Alte Kartoffelsorte mit würzigem Geschmack und klassisch gelbbrauner, rauer Schale und gelbem Fleisch. Die vorwiegend festkochende Sorte bildet große, rundlich-ovale Knollen aus.

‘Heiderot’: Langoval geformte rote Kartoffelsorte mit aromatischem und leicht buttrigem Geschmack. Die innen wie außen tiefrot gefärbten bis magentafarbenen Knollen sind festkochend und eignen sich ideal als Brat- und Pellkartoffel oder auch in buntem Kartoffelsalat.

‘Rosa Tannenzapfen’: Hörnchenförmige, festkochende Kartoffelsorte mit gutem, würzigem Geschmack. Die Schale ist rosa-braun gefärbt, das Fleisch hellgelb. Diese alte Sorte wurde bereits um 1850 in England gezüchtet.

‘Sarpo Mira’: Vorwiegend festkochende Kartoffelsorte aus Ungarn mit attraktiver, hellroter Schale und tiefgelbem Fleisch. Sie bildet zartrosa Blüten aus und besitzt einen etwas fruchtigen Geschmack.

‘Vitelotte’: Alte französische, leicht knubbelige Kartoffelsorte mit eher kleinen Knollen. Die Schale ist dunkelviolett, das Fleisch meist hellgelb und violett marmoriert.

Violette Spätkartoffeln
Die Kartoffelsorte ‘Vitelotte’ besitzt tiefviolettes Fleisch und eine leicht knubbelige Schale [Foto: PosiNote/ Shutterstock.com]

Spätkartoffeln pflanzen

Spätkartoffeln werden zwischen Ende März und Anfang Mai in die Erde gelegt. Beim Pflanzen von Kartoffeln sollte der Boden bereits 8 bis 10 °C warm sein. Möchten Sie Kartoffeln im Topf pflanzen, sollte das Pflanzgefäß mindestens 10 Liter Erdvolumen fassen. Eine nährstoffreiche Pflanzerde, wie unsere torffreie Plantura Bio-Tomaten- & Gemüseerde, bietet den Kartoffeln den nötigen Nährstoffvorrat für die ersten Wochen nach der Pflanzung. Der hohe Kompostgehalt unterstützt eine lockere, gut durchwurzelbare Erdstruktur und dient der Wasserspeicherung. Die Knollen werden in etwa 10 cm Tiefe gelegt und im Freien leicht angehäufelt. Wässern Sie einmal kräftig an, falls der Boden trocken sein sollte, und gießen Sie bei Topfkultur die Saison über regelmäßig.

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Spätkartoffeln ernten

Spätkartoffeln sind erntereif, sobald die Kartoffelpflanze oberirdisch komplett abgestorben ist. Dies geschieht zwischen September und Ende Oktober. Nun können die Knollen mithilfe einer Grabegabel von Erde befreit sowie trocken und kühl eingelagert werden. Eine genaue Anleitung für die Ernte von Kartoffeln finden Sie in unserem Spezialartikel.

Im Sommer legt die richtige Pflege der Kartoffel den Grundstein für einen guten Ertrag. Wir geben Tipps zum Wasser- und Düngebedarf sowie zu weiteren Pflegemaßnahmen.

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