Herbstputz im Garten: Unsere Top 10 Tipps

Frühlingsputz war gestern, heute ist der Herbstputz dran – wir zeigen Ihnen, was Sie erledigen sollten, um Ihren Garten auf den Winter vorzubereiten.

Mann sucht Laub zusammen im Garten

Jeder Garten muss auf den Winter vorbereitet werden [Foto: Photographee.eu/ Shutterstock.com]

Laub fegen, den Rasen in Form bringen oder die ersten Pflanzen für das Überwintern vorbereiten – im Herbst gibt es eine ganze Menge im Garten zu tun. Doch der Herbstputz sorgt nicht nur für ein ordentliches Aussehen, sondern bereitet den Garten auch für den strengen Winter vor. Damit Ihr Garten die kalten Temperaturen auch optimal übersteht, verraten wir Ihnen, welche zehn Arbeiten im Herbst unbedingt verrichtet werden sollten.

Herbstputz im Garten: Diese zehn Tipps sollten Sie beachten

Auch wenn der Garten jetzt vielleicht ein bisschen mehr Arbeit macht, im nächsten Frühjahr wird sich der Herbstputz gelohnt haben und Ihnen werden einige Arbeiten erspart bleiben.

10. Herbstputz-Tipp: Holzpflege

Wind und Wetter setzen unserem Holz das ganze Jahr über zu, doch besonders im Winter sind die Bedingungen dafür denkbar ungünstig. Damit Zäune, Möbel und Gartenhütten trotzdem Nässe und Frost überstehen, ist der Herbst genau der richtige Zeitpunkt für einen neuen Schutzanstrich. Lasuren, Lacke oder Pflegeöle geben dem Holz die nötige Widerstandskraft, um auch schlechte Witterung ohne Schäden zu überstehen. Achten Sie jedoch beim Streichen darauf, dass das Holz komplett trocken ist und befreien Sie das Holz vorher von Dreck sowie alten Lackresten oder Schmierfilmen. Ob mit Lacken, Lasuren oder Farben gearbeitet wird, ist in der Regel Geschmackssache, denn alle Materialien führen (bei richtiger Anwendung) zu einem ausreichenden Schutz. Nur der Pinsel ist ein Muss – da Holzobjekte im Garten meist eine gröbere Oberfläche haben, würde eine glatte Schaumstoffrolle die schützenden Substanzen nicht genug einarbeiten.

Gartenhaus spflegen im Herbs

Der Herbst ist der richtige Zeitpunkt für einen Schutzanstrich [Foto: Chutima Chaochaiya/ Shutterstock.com]

9. Herbstputz-Tipp: Rasenkanten abstechen

Bevor Ihr Rasen in die wohlverdiente Winterpause geht, sollte er noch einmal Ihre Aufmerksamkeit bekommen. Vor allem die Rasenkanten sollten nun abgestochen werden, ansonsten macht sich der Rasen schon bald auch in Blumenbeeten oder im Gemüsegarten breit. Am besten gelingt die „englische Rasenkante“ mit einem Kantenschneider, der mit einer scharfen Schneide ein schmales Stück des Rasens abtrennt. Dieses können Sie später mit einem Spaten aus dem Beet entfernen. Bei langen, geraden Stücken lohnt es sich, eine Schur zu spannen oder eine lange Latte als Schablone zu benutzen: So wird die Kante auch garantiert sauber und man ärgert sich nicht über Kurven und ungleichmäßige Abstände. Zum Schluss sollten die restlichen Wurzelausläufer mit einem Kultivator oder Grubber durchtrennt werden – so hat man bis zum Frühling erst mal seine Ruhe.

Mann steht auf Schaufel im Rasen zum Rasenkanten abstechen

Die Rasenkanten müssen abgestochen werden [Foto: Ingrid Balabanova/ Shutterstock.com]

8. Herbstputz-Tipp: Rasenpflege und -düngung

Doch nicht nur die Rasenkanten erfordern im Herbst besondere Pflege: Auch der Rest des Rasens möchte gut auf den Winter vorbereitet werden. Gerade nach heißen, trockenen Sommern hat der Rasen oft gelitten und zeigt sich verdorrt, braun und mit unschönen kahlen Stellen. Neben ausreichend viel Wasser sollte deshalb ein Herbstrasendünger eingesetzt werden, um den Rasen auf den kommenden Winter vorzubereiten. Die darin enthaltenen Nährstoffe versorgen den Rasen optimal und verhelfen ihm so zu seiner alten Stärke. Außerdem enthält Herbstrasendünger extrem viel Kalium, welcher wie ein natürliches Frostschutzmittel wirkt und somit beste Voraussetzungen für das Überwintern schafft. Auch Vertikutieren hilft dem Rasen, indem unliebsame Mitkonkurrenten wie Moose oder Unkraut entfernt werden. Kahle Stellen sollten neu eingesät werden, wer noch Stücke der Rasenkante besitzt, kann auch diese einsetzen und anwachsen lassen.

Mensch hält Herbstrasendünger in den Händen

Damit sich der Rasen von den Sommerschäden erholen kann, sollte ein Herbstrasendünger verwendet werden [Foto: Dean Clarke/ Shutterstock.com]

Folgende Herbstrasendünger haben sich bei uns im Garten bewährt:

7. Herbstputz-Tipp: Hecken in Form bringen

Hecken finden sich beinahe in jedem Garten, schließlich sehen sie nicht nur gut aus, sondern schützen uns auch vor neugierigen Blicken. Leider sehen viele Hecken schnell ungepflegt aus: Besondern sommergrüne, winterharte Laubgehölze wie Feld-Ahorn, Hainbuche oder Rotbuche legen im Spätsommer noch einmal ein enormes Wachstum an dem Tag. Zum Glück können Sie die Gehölze im Herbst aber noch einmal problemlos stutzen und so für mehr Ordnung in Ihrem Garten sorgen. Tatsächlich hat ein Herbstschnitt sogar einige Vorteile: Zum einen fällt durch die weniger belaubten Äste auch weniger Schnittgut an, zum anderen besteht nicht die Gefahr, dass man brütende Vögel von ihren Nistplätzen vertreibt. Wer einen radikalen Rückschnitt durchführen möchte, muss sowieso bis zum Oktober warten: Vorher ist der starke Rückschnitt zum Schutz der Tiere per Gesetz verboten. Damit die Pflanzen auch nach dem Schnitt gut weiterwachsen, sollte man sich jedoch auch nach dem Wetter richten – ideal sind trockene Tage mit bedecktem Himmel, es sollte aber nicht frieren.

Gartenschere zwickt Äste einer Hecke ab

Hecken können im Herbst problemlos gestutzt werden [Foto: IrinaKorsakova/ Shutterstock.com]

6. Herbstputz-Tipp: Rosenbeete vorbereiten

Auch die Königin der Blumen muss im Herbst zur Ordnung gerufen werden, denn über den Sommer bilden sich in dicht bepflanzten Rosenbeeten oft verschlungene Zweiggeflechte. Um diesem Chaos Einhalt zu gebieten, ist es bei der Rose sinnvoll, alle neue Triebe um etwa ein Drittel zu kürzen und abgefallene Blätter und Zweige aus dem Beet zu entfernen. Besonders bei einem Befall mit Sternrußtau sollte sorgsam auf die Entsorgung alter Blätter geachtet werden – ansonsten können die Pilzsporen auf den Blättern überwintern und im nächsten Jahr die neuen Blätter befallen. Auch Unkraut sollte aus dem Beet entfernt werden, um die Rosen optimal auf den Winter vorzubereiten. Mit einer Rosengabel oder einem Kultivator wird der Boden noch einmal gründlich gelockert und anschließend am Stängel der Rose angehäufelt. Dabei ist es wichtig, dass bei veredelten Rosen auch die Veredlungsstelle mit bedeckt wird, da diese sehr empfindlich ist. Zusätzlich kann man das Beet zum Schutz vor strengen Frösten noch mit Tannenreisig bedecken.

Rosentriebe werden gekürzt

Neue Triebe müssen gekürzt werden [Foto: photowind/ Shutterstock.com]

5. Herbstputz-Tipp: Empfindliche Pflanzen schützen

Im Herbst wird es Zeit, die empfindlichen Pflanzen vor den ersten strengen Frösten zu schützen. Manche Pflanzen, wie beispielsweise Geranien (Pelargonium) oder Zitruspflanzen (Citrus), können dem deutschen Winter gar nichts abgewinnen und sollten lieber im Haus überwintern. Andere Pflanzen wie beispielsweise Prachtkerzen (Gaura) halt die kalten Temperaturen aber tatsächlich gut aus, wenn sie ein bisschen Hilfe bekommen. Besonders feuchter Boden in Kombination mit starkem Frost machen der Pflanze zu schaffen. Zum Glück bekämpft eine Mulchschicht aus Laub gleich beide Probleme: Zum einen wird der Boden isoliert, zum anderen wird das Regenwasser von den Blättern nach außen abgeleitet. Auch winterharte Topfpflanzen wie Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) oder Buchsbaum (Buxus sempervirens) können draußen überwintern – nur ihr Topf sollte mit Vlies oder Styropor ummantelt werden, da er sonst zu schnell durchfriert.

Zitronenbaum im Wohnzimmer

Empfindliche Pflanzen müssen vor Frost geschützt werden [Foto: Maksim Fesenko/ Shutterstock.com]

4. Herbstputz-Tipp: Saubere Kieswege

Auch Kieswege bleiben im Herbst von Laub nicht verschont und müssen gesäubert werden. Aber die sorgsame Reinigung Ihres Weges bringt nicht nur Ordnung in den Garten – auch langfristig sorgt der Herbstputz für saubere Wege. Bleibt das Laub nämlich über dem Winter im Kies liegen, bildet sich langsam Humus zwischen Kies und Split, welcher ein idealer Nährboden für Unkräuter darstellt und nur schwer wieder aus dem Kies entfernt werden kann. Deshalb sollten auch professionell angelegte Kieswege im Herbst von Laub und Pflanzenresten befreit werden, um dauerhaft unkrautfrei zu bleiben. Am besten geschieht dieses bei trockener Witterung und mit einem Laubbläser: Die trockenen Blätter werden von der ausströmenden Luft zur Seite geweht und nur der saubere Kies bleibt zurück.

Belaubter Weg im Garten

Kieswege sollten von Laub befreit werden [Foto: Vpales/ Shutterstock.com]

3. Herbstputz-Tipp: Stauden auf Vordermann bringen

Im Staudenbeet ist immer was los: Die mehrjährigen Pflanzen entwickeln im Laufe des Jahres oft ein Eigenleben und einige breiten sich aus, während andere nach und nach verschwinden. Der Herbst ist deshalb genau die richtige Zeit, um einzugreifen und wieder Ordnung ins Bett zu bringen. Pflanzen, die stark gewuchert haben, können geteilt oder ganz entfernt und von weniger wuchsfreudigen Pflanzen ersetzt werden. Auch ältere Stauden können von einer Teilung profitieren und blühen im Frühling dann deutlich mehr und vitaler. Kranke Pflanzen sollten in jedem Fall sofort entfernt werden –würden sie über den Winter im Beet verbleiben, könnte die Krankheit auch auf andere Pflanze übergreifen und sie infizieren.

Mit Schaufel ausgegrabenens Erdloch in Beet

Im Beet muss für Ordnung gesorgt werden [Foto: PhotoFixPics/ SHutterstock.com]

2. Herbstputz-Tipp: Herbstlaub entfernen

Laub auf Rasen oder Beet sieht nicht nur unordentlich aus, sondern schädigt auch andere Pflanzen. Besonders wenn größere Mengen der bunten Blätter bis in den Frühling hinein auf Rasen oder Stauden bleiben, klauen sie den Pflanzen das so dringend benötigte Licht. Die Folge: Pflanzen kränkeln oder sterben ab und auf dem Rasen bilden sich hässliche gelbe Flecken. Deshalb ist es besonders wichtig, im Herbst das Laub regelmäßig zu entfernen. Neben dem klassischen Laub haben sich vor allem zwei weitere Methoden als besonders komfortabel herausgestellt: Mit dem Laubbläser kann man Blätter schnell und unkompliziert auch von größeren Flächen oder Beeten entfernen. Ein Rasenmäher mit Auffangkorb ist dagegen natürlich nur auf dem Rasen einsetzbar, zerkleinert das Laub aber sofort und mischt es mit nährstoffreichem Grünschnitt, was perfekte Voraussetzungen für die spätere Kompostierung schafft

1. Herbstputz- Tipp: Vom Laub zum Kompost

Gesammeltes Laub in Kompost

Aus Laub kann man wertvollen Hummus gewinnen [Foto: Stephen Farhall/ Shutterstock.com]

Im Herbst kann sich wohl kein Gartenbesitzer über zu wenig Laub beklagen. Doch die bunten Blätter sind nicht nur eine zusätzliche Arbeit, sondern können sogar richtig nützlich sein – aus ihnen kann man einfach und vor allem kostenlos wertvollen Humus gewinnen, der eine perfekte Nährstoffgrundlage für viele Pflanzen bietet. Da bei größeren Gärten der heimische Komposter für die Menge an Laub reicht, gibt es einen einfachen Trick, um sich seinen eigenen Kompostbehälter zu bauen. Dafür nehmen Sie einfach ein Stück rechteckigen Maschendraht und formen ihn zu einem Zylinder, indem Sie Anfang und Ende verbinden. Aufgestellt an einem schattigen Platz kann nun das Laub eingefüllt werden, Kompostbeschleuniger wird lagenweise untergemischt. Ohne weiteres Zutun wird in diesem Behälter innerhalb eines Jahres guter Laubkompost entstehen, der sich gut zur Bodenverbesserung eignet.

Frederike

Ich bin Studentin der Agrarwissenschaften und ein richtiges Dorfkind. Zuhause habe ich einen kleinen Gemüsegarten, den ich hege und pflege, und verbringe die Zeit am liebsten draußen. Wenn ich nicht gerade im Freien bin, schreibe ich leidenschaftlich gerne. Meine Liebe gilt aber nicht nur Pflanzen und dem Schreiben, sondern auch ganz besonders der Tierwelt.

Lieblingsobst: Johannis- und Himbeeren.
Lieblingsgemüse: Schwarzwurzeln, Wirsing und Kartoffeln.

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