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Kräuter trocknen, einlagern & Co: 8 Tipps zum Konservieren

Kräuter aus dem eigenen Garten sind immer noch am aromatischsten – wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Kräuter am besten trocknen und lagern können.

Kräuter und Öle auf Holztisch
Kräuter aus dem eigenen Garten lassen sich leicht konservieren [Foto: Valentina_G/ Shutterstock.com]

Thymian, Rosmarin und Basilikum – Kräuter gehören in jede gute Küche und verfeinern zahlreiche Gerichte. Besonders die Kräuter aus dem eigenen Garten mag man kaum missen, denn sie sind ein wahrer Gaumenschmaus. Doch im Winter sieht es im Kräuterbeet oft mager aus: Viele Kräuter sind leider nicht winterhart. Trotzdem braucht man auf die leckeren Gewürze nicht zu verzichten, denn sie lassen sich einfach und leicht konservieren. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Kräuter am besten trocknen, haltbar machen und lagern.

Wenn auch Sie im Winter nicht auf Kräuter verzichten wollen, finden Sie nachfolgend praktische Tipps, wie man Kräuter am besten trocknet, konserviert und lagert.

Welche Kräuter kann man trocknen?

Tatsächlich spielt der Zeitpunkt der Ernte der Kräuter für die Lagerung eine besonders wichtige Rolle. Der Grund: Um nach der Konservierung den vollen Geschmack zu behalten, sollten die Pflanzen auch bei der Ernte auf dem Höhepunkt ihres Aromas stehen. Viele Kräuter entwickeln vor ihrer eigentlichen Blütephase das beste Aroma und sollten dann rasch gepflückt werden – erreichen Pflanzen wie Dill, Oregano und Schnittlauch nämlich ihre Blüte, reduziert sich ihr Aroma schlagartig.

Rosmarin in der Sonne geerntet
An sonnigen Tagen haben die Kräuter ein intensiveres Aroma [Foto: Alexander Raths/ Shutterstock.com]

Aber auch Tageszeit und Wetter sollten für ein ideales Aroma perfekt sein. Am intensivsten ist dieses an einem sonnigen Vormittag, kurz nachdem der Tau abgetrocknet ist. Werden die Kräuter stattdessen an einem regnerischen Tag gepflückt, ist ihr Aroma nicht nur gemildert, sondern der Trocknungsprozess wird auch erschwert. Zusätzlich kann die richtige Pflege bei Kräutern zu einem gesteigerten Aroma führen: Werden die Kräuter optimal versorgt, beispielsweise durch die Verwendung einer guten Kräutererde wie unserer Plantura Bio-Kräuter- & Aussaaterde, können sie ihr Aroma bestmöglich entfalten.

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Wie trocknet man Kräuter?

Das Trocknen von Kräutern ist die bekannteste und beliebteste Art des Kräuterkonservierens. Kein Wunder, schließlich gilt diese Methode nicht nur als besonders einfach, sondern die getrockneten Kräuter lassen sich auch sehr gut in der Küche verwenden. So lassen sich die getrockneten Kräuter hervorragend als Gewürz verwenden. Doch auch das Kräuter trocknen für Tee ist eine tolle Methode, um die Kräuter aus dem Garten zu konservieren. Doch wie trocknet man Kräuter? Dafür gibt es verschiedene Methoden. Die gängigsten – das Kräutertrocknen in der Sonne, im Backofen, in der Dörrmaschine oder Mikrowelle haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Kräuter vor dem Trocknen nicht waschen

Ein häufig begangener Fehler unter Hobbygärtnern beim Trocknen von Kräutern ist, dass die Pflanzenteile noch einmal ordentlich gewaschen werden. Leider führt der Kontakt mit Wasser nicht nur dazu, dass die Trocknung deutlich länger dauert, sondern die Kräuter verlieren auch an Würze. Anstatt die Kräuter zu waschen, sollte man sie nur kräftig ausschütteln – auch so werden die Pflanzen von Staub und unliebsamen Krabbeltieren befreit. Sollte die Pflanze stärker verschmutzt sein, kommt man aber nicht um das Waschbecken herum. Versuchen Sie jedoch, die Pflanzen nur möglichst kurz und mit kaltem Wasser zu säubern, so wird das Aroma geschont. Nach dem Bad sollten Sie die Kräuter von überschüssigem Wasser befreien – am besten geht das durch vorsichtiges Trockentupfen mit Küchenpapier. Beim Einfrieren und Einlegen von Kräutern ist das Waschen dagegen ausdrücklich erlaubt, denn es hat keinen Einfluss auf die Konservierung.

Kräuter werden gewaschen
Die Kräuter vor dem Trocknen zu waschen, ist ein häufiger Fehler [Foto: Rawpixel.com/ Shutterstock.com]

Kräuter in der Sonne trocknen

Sie ist nicht nur die bekannteste, sondern auch schonendste Art zum Trocknen von Kräutern: Bei der Trocknung an der Luft werden die Kräuter meist zu lockeren Sträußen mit Garn oder einem Gummiband zusammengebunden und kopfüber aufgehängt. Große Blätter von Lorbeeren oder Salbei werden dagegen am besten einzeln auf einer Darre getrocknet. Ideal für die Trocknung ist ein windgeschützter, schattiger und warmer Platz, wobei besonderes Augenmerk auf die Temperatur gelegt werden muss. Ist es nämlich zu kalt, können die Kräuter nicht richtig trocknen und fangen im schlimmsten Fall an zu faulen. Ist es dagegen zu warm, besteht die Gefahr, dass sich die ätherischen Öle der Pflanzen verflüchtigen und die Pflanzen somit an Aroma verlieren. Deshalb sollten die Kräuter im Idealfall keinen Temperaturen höher als 35 °C, aber auch keiner Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Doch wie lange müssen Kräuter trocknen? Bei optimalen Bedingungen sind die Kräuter nach 3 bis 4 Tagen durchgetrocknet und können in einem aromadichten Behälter bis zu ihrem Einsatz aufbewahrt werden.

Kräuter zum Trocknen aufgehängt
Bei der Trocknung an der Luft werden die Kräuter kopfüber aufgehängt [Foto: angelakatharina/ Shutterstock.com]

Kräuter trocknen im Backofen

Zwar ist die Trocknung an der Luft einfach und altbewährt, jedoch auch sehr zeitaufwendig und braucht viel Platz. Wer nicht so lange warten will, kann auch auf moderne Hilfsmittel zurückgreifen: Das Kräutertrocknen im Backofen ist dabei besonders bekannt. Kein Wunder, schließlich findet sich in nahezu jedem Haushalt ein Backofen und die Trocknung kann durch den Backofen deutlich beschleunigt werden. Um Kräuter im Backofen zu trocknen, muss dieser zuerst vorgeheizt werden. Beim Trocknen von Kräutern im Backofen sollte die Temperatur möglichst geringgehalten werden, denn nur so bleiben möglichst viele Aromen erhalten. Anschließend werden die Kräuter zerkleinert auf einem Backblech mit Backpapier ausgebreitet. Damit die entstehende Feuchtigkeit entweichen kann, sollte die Tür des Backofens einen kleinen Spalt aufstehen – ein bewährter Trick ist das Klemmen eines Holzlöffels in die Ofentür. Nach etwa drei Stunden sind die Kräuter fertig getrocknet und können anschließend auskühlen und verstaut werden.

Kräuter im Backofen getrocknet
Kräuter kann man gut im Backofen trocknen [Foto: iva/ Shutterstock.com]

Kräuter trocknen in der Mikrowelle oder im Dörrautomat

Neben dem Backofen gibt es zwei weitere Küchengeräte, die gerne zum Trocknen von Kräutern eingesetzt werden: Die Mikrowelle und der Dörrautomat. Wer Kräuter besonders schonend trocknen möchte, sollte zu letzterem greifen. Vorteil des Dörrautomatens sind die geringen Temperaturen zwischen 30 und 70 °C (idealerweise nicht höher als 50 °C), mit denen den Kräutern schonend das Wasser entzogen wird – so bleibt Aromaverlust begrenzt. Wie lange das Trocknen von Kräutern im Dörrautomaten dauert, variiert je nach Modell, Temperatureinstellung und dem jeweiligen Kraut. Das Trocknen mit der Mikrowelle ist dagegen nicht zu empfehlen, da die Kräuter hier sehr viel Aroma verlieren. Sollte man die Mikrowelle trotzdem nutzen, ist es sinnvoll, eine möglichst geringe Wattzahl einzustellen und in mehreren Zyklen zu trocknen, die nicht länger als 30 bis 45 Sekunden dauern, um nicht zu viel Aroma zu verlieren. Zwischen den einzelnen Zyklen können die Kräuter umgeschichtet werden, um ein möglichst gleichmäßiges Trocknen zu erzielen.

Kräuter im Dörrautomat getrocknet
Eine besonders schonende Art zum Konservieren der Kräuter ist das Trocknen im Dörrautomat [Foto: mary_siba/ Shutterstock.com]

Kräuter einfrieren

Viele Kräuter lassen sich nicht nur wunderbar trocknen, sondern auch hervorragend einfrieren. Besonders Pflanzen mit weichem Blatt (zum Beispiel Schnittlauch, Basilikum und Petersilie) sind geradezu geschaffen für die Kühltruhe. Durch das Einfrieren werden die Inhaltsstoffe und ätherischen Öle nämlich besser konserviert als beim Trocknen der Kräuter und der Geschmack bleibt dadurch sehr intensiv. Zusätzlich ist diese Methode auch noch kinderleicht: Die Kräuter müssen nur zerkleinert, in einem geeigneten Behälter (beispielsweise einer Eiswürfelform) portioniert, mit Wasser übergossen und anschließend eingefroren werden. Hier sind sie bis zu zwölf Monate haltbar und können zum Kochen ganz einfach und portionsgerecht entnommen werden.

Eingefrorene Kräuter in Eiswürfelform
Viele Kräuter lassen sich auch hervorragend einfrieren [Foto: Ahanov Michael/ Shutterstock.com]

Kräuter in Öl einlegen

Eingelegte Kräuter haben für viele nur noch einen nostalgischen Charme – dabei ist diese Art der Konservierung gar nicht altmodisch und sogar noch sehr schonend für das Aroma der Kräuter. Besonders in der mediterranen Küche ist das Einlegen von Basilikum und Co. noch immer weit verbreitet und die eingelegten Kräuter gehören in jede gute Küche. Dazu werden die Kräuter gewaschen, geschnitten und in einem Gefäß mit Öl übergossen. Wichtig ist hierbei, dass es sich beim Öl um eine hochwertige Sorte handelt und alle Kräuter mit Öl bedeckt sind. Vorteil der Methode ist, dass man die Kräuter auch miteinander, aber auch mit Chili und Knoblauch mischen kann. Nach drei bis vier Wochen kann man das Öl schließlich abseihen und umfüllen: Es enthält nun den vollen aromatischen Geschmack der Kräuter. Nach dem gleichen Prinzip können die Kräuter übrigens auch in mildem Essig eingelegt werden.

Kräuter in Öl eingelegt
Besonders in der mediterranen Küche ist das Einlegen von Basilikum und Co. weit verbreitet [Foto: Africa Studio/ Shutterstock.com]

Welches Kraut für welche Methode?

Nicht jedes Kraut lässt sich mit jeder Methode ohne Probleme und Aromaverlust konservieren, weshalb man sich vorher über die passende Konservierung informieren sollte. Die meisten Kräuter lassen sich problemlos trocknen, besonders die mediterranen Kräuter (mit Ausnahme von Basilikum), aber auch Lavendel, Kamille, Bohnenkraut und Majoran sind hierfür gut geeignet. Basilikum, Blattkoriander und Kerbel vertragen das Trocknen dagegen gar nicht und sollten lieber eingelegt werden. Prädestiniert zum Einlegen ist außerdem der Dill, von dem sowohl die Dolden als auch die Blätter auf diese Weise konserviert werden können. Zum Einfrieren sind, wie oben bereits erwähnt, am besten die Kräuter mit weichen Blättern und Trieben geeignet. Basilikum stellt aber auch hier wieder eine Ausnahme dar: Im Eisschrank werden seine Blätter braun und matschig und verlieren beinahe ihr ganzes Aroma.

frisch geerntete Kräuter auf Holzbrett
Nicht jedes Kraut lässt sich mit jeder Methode problemlos konservieren [Foto: marcin jucha/ Shutterstock.com]

Getrocknete Kräuter aufbewahren

Wer lange Freude an seinen Kräutern haben will, ist nach dem Trocknen noch nicht fertig: Tatsächlich ist vor allem die Aufbewahrung der Kräuter nach dem Trocknen entscheidend für ihre Haltbarkeit. Ein häufiger Fehler, den viele beim Kräuter trocknen und lagern begehen, ist die Wahl des falschen Gefäßes: Dieses sollte im Optimalfall luft- und lichtgeschützt sein, um das Aroma der Kräuter zu bewahren. UV-Strahlung und hohe Luftfeuchtigkeit beeinflusst das Aroma und die Haltbarkeit der getrockneten Kräuter nämlich negativ. Wer aus optischen Gründen Weißglas oder durchsichtigen Kunststoffe als Material bevorzugt, sollte darauf achten, dass die Gewürze dunkel (beispielsweise in einem Küchenschrank) aufbewahrt werden, damit möglichst wenig schädliche UV-Strahlung an die Kräuter kommt.

Getrocknete Petersilie lichtgeschützt verpackt
Getrocknete Kräuter sollte man luft- und lichtgeschützt aufbewahren [Foto: Sylvie Bouchard/ Shutterstock.com]

Zudem ist stets darauf zu achten, dass die Kräuter absolut trocken sind, wenn sie gelagert werden – sonst besteht die Gefahr der Schimmelbildung. Doch nicht nur das Gefäß ist beim Aufbewahren getrockneter Kräuter wichtig, auch der Standort ist entscheidend. Dieser sollte möglichst trocken und dunkel sein. Besonders über dem Herd oder neben der Spüle sollten getrocknete Kräuter deshalb nicht gelagert werden: Die erhöhte Feuchtigkeit kann Aromaverlust oder sogar das Verderben der Kräuter bewirken.

Sie möchten Genuss und Naturschutz miteinander vereinen? Welche Kräuter nicht nur menschliche Gaumen erfreuen, sondern auch noch Insekten unterstützen erfahren Sie in unserem Artikel: „Bienenfreundliche Kräuter: Unsere Top 10“.

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