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Schmetterlingsfreundliche Pflanzen: Die 10 besten Arten

Was wäre ein Garten ohne Schmetterlinge? Wir zeigen Ihnen 10 schmetterlingsfreundliche Pflanzen, welche die bunten Falter auch in Ihren Garten locken.

Schmetterlinge auf pinker Blume
Schmetterlinge bereichern jeden Garten – nicht nur optisch [Foto: Kate Besler/ Shutterstock.com]

Ob Jung oder Alt, Schmetterlinge sorgen mit ihrem farbenfrohen Äußeren und ihrem spielend leichten Flug seit jeher für staunende Augen bei allen Generationen. Doch nicht nur wegen seiner Schönheit ist das bunte Insekt schützenswert. Was wenige wissen: Schmetterlinge gehören zu den wichtigsten Bestäubern im Garten und sind damit echte Nützlinge. Besonders Wildpflanzen sind häufig auf die Bestäubung von Schmetterlingen angewiesen, aber auch Nutzpflanzen werden von manchen Arten zuverlässig bestäubt. Der Raupenfraß, den viele Gärtner fürchten, stellt dagegen häufig kein Problem dar – tatsächlich bevorzugen auch Raupen Wildpflanzen wie Brennnessel (Urtica), Ampfer (Rumex) oder verschiedene Gräser. Befallen die Raupen doch einmal eine Gartenpflanze, verursachen sie zwar unschöne Fraßstellen, im Regelfall gehen die Pflanzen hiervon aber nicht ein. Lässt man die Raupen gewähren, erholen sich die meisten Pflanzen schnell und man wird mit farbenfrohen Gartenbewohnern belohnt.

Schmetterlingsfreundliche Pflanzen

Beim Anlegen eines schmetterlingsfreundlichen Gartens sollte man besonders die ausgewachsenen Falter und nicht die zierlichen Raupen im Sinn haben, denn es fehlen vor allem Nektarpflanzen für die adulten Tiere. Raupen hingegen finden dank Brennnesseln und Wildkräutern meist genügend Nahrungsquellen, sodass sie nicht auf extra angelegte Beete angewiesen sind. Über eine verwilderte Ecke im Garten, an der auch Wildpflanzen wachsen dürfen, freuen sich jedoch sowohl Schmetterling als auch Raupe. Wer lieber auf hübsche Blumen setzen möchte, findet hier die zehn besten schmetterlingsfreundlichen Pflanzen, welche die farbenfrohen Falter in den Garten locken.

10. Kugeldistel

Die Kugeldistel (Echinops ritro) hat mit ihren spektakulären Kugelblüten, die auf schmalen Stängeln hoch über dem Boden zu schweben scheinen, wirklich eine moderne, beinahe bizarre Optik. Landet jetzt auch noch ein Schmetterling auf dem extravaganten Blütenball, ist dieser Anblick kaum zu übertreffen. Tatsächlich gehört auch die apart wirkende Kugeldistel – wie beinahe alle Distelarten – zu den wichtigsten Nektarquellen für Schmetterlinge, insbesondere für die Gattung der Distelfalter.

Schmetterling auf Kugeldistel im Garten
Die aparte Kugeldistel wird mit Schmetterlingen darauf zum Hingucker [Foto: Kerrie W / Shutterstock.com]

9. Liguster

Der Liguster (Ligustrum vulgare) ist in vielen Gärten zu finden – kein Wunder, schließlich eignet sich die Pflanze ideal für Hecken und kann auch schön in Form geschnitten werden. Darüber hinaus gilt Liguster als überaus unkompliziert und robust. Doch die Pflanze kann noch mehr: Für viele Schmetterlingsarten, wie das große Ochsenauge oder der Kleine Fuchs, ist die Pflanze eine ideale Nahrungsquelle, denn ihre zierlichen weißen Blütenrispen spenden kostbaren Nektar. Dieses Zusammenspiel aus Optik, Robustheit und Schmetterlingsfreundlichkeit macht den Liguster zu einem Muss für jeden Garten.

Schmetterling auf Ligusterblüte
Der Liguster ist nicht nur eine Heckenpflanze, sondern auch ein Schmetterlingsmagnet [Foto: Lioneska/ Shutterstock.com]

8. Phlox

Für ein wahres Meer aus Blüten sorgt der Phlox (Phlox) und ist damit ein wahrer Magnet für Nützlinge wie Bienen und Schmetterlinge. Die auch unter dem Namen Flammenblume bekannte Pflanze sorgt dabei im Garten für ein Farbenfeuerwerk von Juni bis in den September und gehört somit zu den wichtigen Nahrungsspendern für Falter. Doch auch ihre pflegeleichte Art unterstützt die Popularität der schönen Blume.

Bunter Schmetterling auf Phlox
Der Phlox ist bei Nützlingen sehr beliebt [Foto: Christopher A. Salerno/ Shutterstock.com]

7. Blutweiderich

Keine Sorge – auch wenn sich der Name des Blutweiderichs (Lythrum salicaria) im ersten Augenblick etwas gruselig anhört, verbirgt sich dahinter eine äußerst attraktive Pflanze, die mit großen dunkelrosa Blütenkerzen zu beeindrucken weiß. Allenfalls durstige Schmetterlinge könnten den schaurigen Namen der Pflanze erklären: Diese fallen nämlich tatsächlich wie Vampire über die Pflanze her. Besonders C-Falter und der Kleine Fuchs bedienen sich gerne an dem reichlichen Nektarangebot der schönen Blume. Aber auch Nachtfalter sind auf die Pflanze angewiesen: Sie spielt eine wichtige Rolle als Futterpflanze für deren Raupen.

Zitronenfalter auf lila Blutweiderich
Auch der Zitronenfalter wird vom Blutweiderich angezogen [Foto: Bob Chappell/ Shutterstock.com]

6. Nachtkerze

Auch wenn wir bei Schmetterlingen meist an die farbenfrohen Tagfalter denken, gehören tatsächlich etwa 80 % aller Schmetterlinge zu den Nachtfaltern, werden also erst in den späten Abendstunden aktiv. Aus diesem Grund werden die Nachtfalter besonders von Pflanzen angezogen, die erst in der Dämmerung ihr volles Aroma entfalten. Die Nachtkerze (Oenothera) gehört zu diesen Pflanzen: Mit ihren strahlend schönen Blüten, die von Juni bis September blühen, ist die Pflanze ein Schmuck für jeden Garten und beweist sich als zuverlässiger Magnet für Schmetterlinge.

Gemusterter Schmetterling auf Nachtkerze
Die Nachtkerze ist besonders für Nachtfalter sehr interessant [Foto: Dora Zett/ Shutterstock.com]

5. Arznei-Baldrian

Arznei-Baldrian (Valeriana officinalis) ist den meisten wohl als beruhigende Heilpflanze gegen Angststörrungen und Schlaflosigkeit bekannt. Doch die Pflanze kann noch viel mehr: Baldrian überzeugt im Juni und Juli mit seinen großen weißen oder rosafarbenen Blütendolden, die noch dazu einen herrlichen Geruch verströmen. Doch nicht nur Menschen wissen die mehrjährige Staude zu schätzen: Schmetterlinge wie der Dickkopffalter suchen die Pflanze wegen ihres Nektars auf und auch die Raupen des Baldrian-Scheckenfalters nutzen die Pflanze als Nahrungsquelle. Außerdem ist die Pflanze auch bei Katzen sehr beliebt – sie reagieren auf sie ähnlich berauscht wie auf Katzenminze (Nepeta).

Monarchfalter auf blühendem Baldrian
Für den Monarchfalter ist der Baldrian eine willkommene Nahrungsquelle [Foto: Bjoern Buxbaum Conradi/ Shutterstock.com]

4. Lavendel

Mit seinem einmaligen Äußeren und dem unwiderstehlichen Geruch verwandelt der Lavendel (Lavandula) jeden Garten in eine mediterrane Oase. Dabei ist die Pflanze ein wahrer Tausendsassa: Nicht nur gilt die Pflege des Lavendels als äußerst leicht, sie glänzt auch mit ihren Heilkräften und essbaren Blüten. Sogar Mücken vertreibt der violette Lavendel – Nützlinge wie Schmetterlinge zieht er dagegen beinahe magisch an. Vom Weißling bis zum Kleinen Fuchs suchen beinahe alle Schmetterlingsarten die Pflanze früher oder später als Nahrungsquelle auf. Nur als Raupenfutter ist die Pflanze nicht sehr beliebt.

Schmetterling auf Lavendel nah
Lavendel ist ein wahrerer Tausendsassa und auch bei dem Kleinen Fuchs sehr beliebt [Foto: Stephan Morris/ Shutterstock.com]

3. Purpur-Fetthenne

Ein großes Problem für Schmetterlinge, die auch noch im Spätsommer fliegen, ist, dass viele Sommerblumen bereits verblüht sind. Abhilfe schafft zum Glück die Purpur-Fetthenne (Hylotelephium telephium): Ab Juli zeigt die Pflanze ihre großen, beinahe schirmartigen Blütenstände, welche sich oftmals bis in den Winter halten. So sorgt die Pflanze dafür, dass Tagpfauenauge und C-Falter auch im Herbst noch reichlich Nahrung finden. Für Gärtner ist die Pflanze besonders interessant, weil sie als Sukkulent nicht nur besonders schön, sondern auch sehr robust ist – Trockenheit, Hitze und Temperaturen bis -20 °C machen der Pflanze nichts aus.

Purpurfetthenne mit Schmetterling in Orange
Pflegeleicht und schmetterlingsfreundlich – die Purpurfetthenne [Foto: Sabiritip/ Shutterstock.com]

2. Schmetterlingsflieder

Der Name ist Programm – der Schmetterlingsflieder (Buddleja davidii), auch als Sommerflieder bekannt, gehört wohl zu den beliebtesten Pflanzen unter den Schmetterlingen, denn er zieht die bunten Falter nahezu magisch an. Durch ihre lange Blütezeit und ihre überaus ausdauernde Art ist die Pflanze deshalb eine wichtige Nahrungsquelle für Schmetterlinge. Besonders der Zitronenfalter, der Admiral und der Distelfalter sind nahezu verrückt nach den weißen, rosafarbenen oder violetten Blüten. Doch auch bei Menschen sorgt die Pflanze mit ihrem intensiven Duft und den unzähligen Blüten für Begeisterung.

Schmetterlingsflieder mit Schmetterlingen
Beim Schmetterlingsflieder ist der Name Programm [Foto: Aleksandra Duda/ Shutterstock.com]

1. Salbei

Als Heilpflanze und Gewürz ist Salbei (Salvia) wohl den meisten Menschen bekannt und bereits in vielen Gärten zu finden. Doch nicht nur ihr würziges Aroma und ihre anspruchslose Art machen die Pflanze bei Gärtnern so beliebt – auch ihre violetten Blüten, die sich von Juni bis August zeigen, machen die Pflanze zu einem echten Hingucker. Besonders Schmetterlinge sind von den kleinen Blüten angetan – dadurch, dass der Nektar tief im Inneren der Blüte verborgen ist, haben die langrüsseligen Insekten einen enormen Vorteil gegenüber anderen Bestäubern und sichern sich eine lukrative Nektarquelle. Besonders der Wiesen-Salbei (Salvia pratensis) ist bei Schmetterlingen wie dem Bläuling und dem berühmten Schwalbenschwanz eine gern genutzte Nahrungsquelle.

Schmetterling bei Salbeiblüten
Nicht nur beim Menschen ist der Salbei beliebt [Foto: NH/ Shutterstock.com]

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