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Chili pflanzen: Alles zu Standort, Zeitpunkt & Vorgehen

Auch bei uns kann der feurige Chili angebaut werden. Hier erfahren Sie alles Wichtige zum Standort, Zeitpunkt und Vorgehen beim Chili Pflanzen.

Junge Chilipflanzen in Anzuchttöpfchen
Wer Chilis aus Samen ziehen möchte, verwendet am besten passende Anzuchttöpfchen [Foto: Petra Schueller/ Shutterstock.com]

Die frischesten Chilis (Capsicum) kommen ohne Zweifel aus dem eigenen Garten. Mit ihren zarten, weißen Blüten und den farbenfrohen Schoten schmücken Chilipflanzen so manchen Garten oder Balkon. Chilis zählen zur Pflanzengattung Paprika (Capsicum) und gehören damit zur großen Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Innerhalb der Gattung Capsicum unterscheidet man zwischen fünf verschiedenen Arten, die sich in schätzungsweise 2.500 bis 3.000 Chilisorten aufteilen. Mit ihrer feurigen Schärfe und ihrer hohen Vielfalt sind sie schon lange ein fester Bestandteil der asiatischen und lateinamerikanischen Küche. Aber auch bei uns gewinnen mit Chili gewürzte Speisen immer mehr an Beliebtheit. Haben Sie auch Lust in Ihrem eigenen Garten Chilis anzupflanzen? In unserem Artikel erfahren Sie alles rund das Pflanzen von Chilis, inklusive dem richtigen Pflanzzeitpunkt, den Standort und der Aussaat der feurigen Schoten.

Chili pflanzen: Der perfekte Standort

Um die Ansprüche der Chili zu verstehen, muss man sich mit dem Ursprung der Pflanze auseinandersetzen: Forscher gehen davon aus, dass die Pflanzengattung Capsicum und damit auch die Vorfahren unserer heutigen Chilischoten aus dem mexikanischem Raum stammen – einer überaus warmen und sonnenreichen Region. Dies sollten Sie berücksichtigen, wenn Sie einen Standort für Ihre Chili-Pflanzen aussuchen: Ein heller, sonniger und luftiger Platz ist für sie perfekt. Alle Chilisorten können sowohl im Topf als auch im Gartenbeet kultiviert werden. Gerne findet Chili auch einen Platz im Gewächshaus oder an einer sonnigen Hauswand, damit die Pflanze es besonders warm hat.

Auch an das Substrat stellt Chili besondere Ansprüche. Doch welche Erde braucht die Chili-Pflanze? Grundsätzlich wird ein feuchtes, lockeres und nährstoffreichen Substrat von der Pflanze bevorzugt. Wer Chilis im Garten anpflanzen möchte, sollte darauf achten, dass der Boden im Idealfall einen neutralen bis leicht sauren pH-Wert hat. Zudem empfiehlt es sich, die Erde vor dem Anbau der Chilis gut mit Kompost zu düngen. So bekommt die starkzehrende Pflanze genug Nährstoffe für ihr Wachstum zur Verfügung gestellt. Alternativ bietet sich auch ein Dünger mit organischer Langzeitwirkung, wie unser Plantura Bio-Tomatendünger, zur Verbesserung des Nährstoffangebots in der Erde an.
Für das Anpflanzen von Chilis im Topf eignet sich am besten eine gute Tomaten- und Gemüseerde, wie die Plantura Bio-Tomaten- & Gemüseerde: Durch ihren erhöhten Kaliumgehalt verbessert die Erde die Zellwandstabilität der Chilis und sorgt dadurch für eine höhere Pflanzengesundheit, insbesondere die Widerstandskraft gegen pilzliche Krankheitserreger.

Plantura Bio-Tomatendünger für Chili
Unser Plantura Bio-Tomatendünger mit Langzeitwirkung sorgt für eine ausgewogene Nährstoffversorgung Ihrer Chili-Pflanzen

Der richtige Standort für Chilis zusammengefasst:

  • Sonnig und warm
  • Luftig
  • Feuchtes, nährstoffreiches Substrat
  • Neuraler bis leicht saurer pH-Wert
  • Der Erde beim Pflanzen Hornspäne und Kompost oder vornehmlich organischen Langzeitdünger beimischen

Tipp: Niedrig wachsende Chilisorten können Sie im Freiland sehr gut in Mischkultur anbauen. Gute Nachbarn für Chilis sind schnell wachsende Sommersalate wie Rucola (Eruca sativa), Radieschen (Raphanus sativus var. sativus) oder Petersilie (Petroselium crispum ssp. crispum). Im Gewächshaus teilen Chili-Pflanzen den Platz gerne mit niedrigen Kräutern wie Basilikum (Ocimum basilicum).

Wann sollte man Chilis pflanzen?

Chili-Pflanzen werden wegen ihrer langen Entwicklungszeit bereits ab Januar ausgesät und ab Mitte Mai ins Freiland gepflanzt. Pflanzen, die ins Gewächshaus oder Frühbeet gesetzt wurden, finden bereits ab Mitte April ihren Weg ins Freie. Auch vor dem Pflanztermin kann man die Pflanzen tagsüber schon in die Sonne stellen, damit sie sich an das Sonnenlicht gewöhnen. Zudem fördert das zusätzliche Licht die Entwicklung der Pflanzen.

Chilis selbst ziehen

Wer sich länger mit dem Anbau von Chilis im eigenen Garten beschäftigt, wird sich über kurz oder lang auch mit der Aussaat von Chilis befassen. Besonders exotische Chili-Sorten sind häufig nur als Saatgut, nicht aber als Jungpflanzen zu erhalten. Auch die Vermehrung der eigenen Chili-Pflanzen kann nur über das Saatgut erfolgen. Tatsächlich ist es gar nicht so schwer, Chilis selber zu ziehen. Allein die frühe Anzuchtzeit sollte stets beachtet werden: Viele Chili-Sorten brauchen von der Aussaat bis zur ersten Ernte weit über 100 Tage, weshalb man möglichst früh mit der Anzucht beginnen sollte. Je nach Sorte, sollte man die Chilis zwischen Mitte Januar und Anfang März säen.

Bevor man jedoch mit der Aussaat der Chilis anfängt, können die Samen bereits aus ihrem Winterschlaf geweckt werden: Dafür werden sie einige Stunden vor der Aussaat zum Quellen in handwarmes Wasser gelegt. Während des Quellens werden Stoffe aus der Samenschale gelöst, die durch ihre keimhemmende Wirkung das Aufgehen der Saat bremsen. Außerdem kann der Samen Wasser aufnehmen, welches er zum Durchbrechen der Samenschale benötigt.
In der Zwischenzeit kann man bereits die Töpfchen der Pflanze vorbereiten: Klassische Anzuchttöpfchen eignen sich hervorragend für die Anzucht der Chilis im Haus. Als Substrat empfiehlt sich für Aussaat der Chili eine gute Anzuchterde, wie unsere Plantura Bio-Kräuter- & Aussaaterde. Die luftig-lockere Struktur dieser Erde und der vergleichsweise niedrige Nährstoffgehalt wirken sich positiv auf das Wurzelwachstum der Pflanzen aus und unterstützen so nachhaltig die gesunde Entwicklung der Jungpflanzen.

Chili-Setzlinge
Man kann Chilis auch selbst aus Samen vorziehen [Foto: Gatis Grinbergs/ Shutterstock.com]

Nachdem die Samen einige Stunden im warmen Wasserbad verbracht haben, kann man drei bis vier Samen pro Anzuchttöpfchen in die Erde drücken. Da Chilis zu den Dunkelkeimern zählen, ist es wichtig darauf zu achten, dass jeder Samen sorgfältig mit Erde bedeckt wird. An einem mindestens 20 °C warmen, hellen Standort brauchen die Chilis etwa 10 bis 20 Tage um zu keimen. Während dieser Zeit sollte das Substrat durchgängig feucht bleiben – regelmäßiges Gießen ist daher wichtig. Ein Mini-Gewächshaus oder ein Anzuchtkasten helfen zusätzlich ideale Bedingungen für die Chili-Keimlinge zu schaffen. Allerdings sollten diese regelmäßig gelüftet werden.

Sobald sich das zweite Blattpaar an den Pflanzen zeigt, wird es Zeit die Chilis zu pikieren – sie also mithilfe eines Pikierstabes oder Holzstäbchens zu vereinzeln und in neue, nährstoffreichere Erde zu pflanzen. In einem größeren Topf mit einer hochwertigen Gemüseerde können die selbstgezogenen Chilis nun darauf warten, dass sie ihren endgültigen Platz im Beet oder Gewächshaus beziehen können. Auch in dieser Phase ist es wichtig, dass die Erde der Chilis dauerhaft feucht gehalten wird, ohne dass es zu Staunässe kommt.

Zusammenfassung Chilis selbst ziehen:

  • Aussaatzeit ist von Januar bis März.
  • Samen vor der Aussaat für mehrere Stunden in warmes Wasser legen, um Keimhemmung abzubauen.
  • Pro Anzuchttöpfchen können 3 bis 4 Samen in nährstoffarme Anzuchterde gesteckt werden.
  • Samen mit Erde bedecken.
  • Während der Keimung braucht es Temperaturen von mindestens 20 °C und einen hellen Standort.
  • Substrat wird dauerhaft feucht gehalten.
  • Gewächshaus sollte regelmäßig gelüftet werden.
  • Sobald das Vierblatt-Stadium erreicht ist, kann pikiert werden.

Tipp: Besonders einfach ist das Heranziehen von Chilis mit unserem Plantura Chili-Anzuchtset: Neben spannenden Chili-Sorten und dem nötigen Zubehör für die Anzucht, bieten wir Ihnen mit dem Set auch einen kostenlosen Online-Grundkurs an. Dieser Kurs leitet Sie durch alle wichtigen Schritte – von der Aussaat bis zur Ernte.

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Chilis auspflanzen

Ist der optimale Standort für die Chilis gefunden und sind die Temperaturen stabil warm, ist der Zeitpunkt des Einpflanzens gekommen. Vor dem Pflanzen können Sie den Boden gut auflockern und mit Kompost und einem organischen Langzeitdünger anreichern. In einem Abstand von mindestens 40 Zentimetern werden die Pflanzen nun in den Boden gesetzt, sodass der gesamte Wurzelballen darin eingebettet ist. Für den nötigen Halt sorgt am besten ein Pflanzstäbchen, an dem Sie die Chilipflanze befestigen. Zum Schluss gießen Sie die Jungpflanzen gut an.

Anleitung zum Vorgehen beim Chili Pflanzen:

  • Boden gut auflockern
  • Mit Kompost oder mit einem vornehmlich organischen Langzeitdünger, wie dem Plantura Bio-Tomatendünger, anreichern
  • 40 cm Pflanzabstand
  • Pflanze an Pflanzstäbchen befestigen
  • Gut angießen
Chili-Pflanzen im Beet
Beim Einpflanzen muss der Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen beachtet werden [Foto: OZMedia/ Shutterstock.com]

Tipp: Beim Pflanzen im Garten können Sie eine Mulchfolie verwenden. Diese unterdrückt das Unkraut sehr gut, schützt vor Verdunstung und der Boden wärmt sich schneller auf. Sie wird einfach ausgelegt und dort eingeschlitzt, wo die Pflanzen hineingesetzt werden sollen.

Sollte man Chilis im Gewächshaus oder im Freiland pflanzen?

Da Chilis besonders wärmeliebend sind und empfindlich auf Frost reagieren, bietet das Gewächshaus einige Vorteile. Vor allem beheizte Gewächshäuser schützen Chilis vor Spätfrösten im Frühjahr oder frühen Frösten im Herbst. Aber auch ein nicht beheiztes Gewächshaus eignet sich bis zu einem gewissen Grad sehr gut als Schutz vor Kälte und Witterung. Insbesondere in der Kombination mit der langen Wachstumszeit der Chili birgt dieser Witterungsschutz einen enormen Vorteil: Chilis können im Gewächshaus früher gepflanzt werden, da sie weniger abhängig von Temperaturen und Witterung sind. So wird die Gefahr minimiert, dass die Chilischoten bis zum Winter nicht reif werden.

Beim Anbau von Chilis im Gewächshaus ist eine regelmäßige Belüftung jedoch essentiell: Zum einen kann die Bestäubung bei einem geschlossenen Gewächshaus unzureichend ausfallen, da hierzu Insekten oder zumindest etwas Luftbewegung benötigt werden. Zum anderen entsteht in geschlossenen Gewächshäusern oft eine zu hohe Luftfeuchtigkeit, die Pilzkrankheiten Tür und Tor öffnet. Regelmäßiges Lüften ist daher Pflicht, um die Pflanzen gesund zu erhalten und einen hohen Ertrag zu erzielen. Im Sommer kann man die Fenster des Gewächshauses bei hohen Temperaturen oftmals sogar ganztägig geöffnet lassen.

Chili-Pflanzen im Gewächshaus
Chilis profitieren vom Anbau im Gewächshaus [Foto: Irina_Bender/ Shutterstock.com]

Zusammenfassung: Chilis im Gewächshaus oder Freiland pflanzen?

  • Die Pflanzung im Gewächshaus kann durch Wärme die Erträge erhöhen und sichert die Reife bis zum Ende des Sommers.
  • Regelmäßiges Lüften ist sehr wichtig, um die Bestäubung zu gewährleisten und Pilzerkrankungen vorzubeugen.

Chili im Topf pflanzen

Der Vorteil vom Anbau von Chilis im Topf ist, dass Sie die Pflanzen bei zu kaltem Wetter schnell ins Warme bringen können. Allerdings ist das Wachstum von Chilis im Topf begrenzt, sodass sich die Pflanzen meist etwas schlechter als im Gartenbeet entwickeln. Für das Pflanzen Ihrer Chilis im Topf benötigen Sie ein ausreichend großes Pflanzgefäß, das mindestens 6 Liter fassen kann. Außerdem sollte es unbedingt über ein Abflussloch und eine Drainageschicht verfügen.

Im Sommer können die Chilis im Topf dann auf der Terrasse oder an einem sonnigen, geschützten Ort im Garten stehen. Chilis lieben einen leicht sauren pH-Wert von 6,5. Als ideales Substrat für Chilis im Topf bietet sich eine hochwertige Gemüseerde – wie die torffreie Plantura Bio-Tomaten- & Gemüseerde – an.

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Chili auf dem Balkon anbauen

Chilis auf dem Balkon anbauen? Ja, das funktioniert: Tatsächlich lassen sich viele Chilisorten problemlos im Topf auf dem Balkon anbauen. Jedoch eignet sich nicht jeder Balkon zum Anbau von Chilis – die Ausrichtung des Balkons muss beachtet werden, wenn man dort Chilis anbauen möchte. Südbalkone sind für die wärmeliebende Pflanze optimal, denn hier können die Chilis am meisten Sonne tanken. Auch auf östlich oder westlich ausgerichteten Balkonen kann die Chili-Pflanze wachsen, wenn eine Sonneneinstrahlung von mindestens fünf Stunden gewährleistet ist. Ein Nordbalkon ist aufgrund der geringen Sonneneinstrahlung dagegen alles andere als ideal.

Die Wahl der richtigen Chilisorte ist für den Anbau auf dem Balkon ebenso wichtig: Besitzer von kleineren Balkonen sollten nach kleinbleibenden Chilisorten wie ‘Habanero White’ (Höhe etwa 50 cm) oder ‘Royal Black Chili’ (Höhe etwa 75 cm) Ausschau halten. Denn viele bekannte Chilisorten sind mit einer Größe von bis zu 1,60 m nur bedingt für kleine Balkone geeignet. Balkone im Halbschatten sollten dagegen nach Möglichkeit mit besonders schnellwachsenden und robusten Chilisorten wie ‘Sibirische Hauspaprika’ oder ‘NuMex Twilight’ bepflanzt werden – diese gedeihen auch bei nicht idealen Bedingungen zuverlässig.

Chilis auf dem Balkon
Chilis können auch auf dem Balkon problemlos angebaut werden [Foto: MisterFreshDude/ Shutterstock.com]

Besonderheiten beim Chili-Anbau auf dem Balkon:

  • Südbalkone sind am besten geeignet, aber auch Ost- oder Westbalkone sind möglich.
  • Möglichst kleinbleibende Chili-Arten sollten gewählt werden.
  • Bei Balkonen im Halbschatten sind robuste und schnellwachsende Sorten empfehlenswert.

Chili als Zimmerpflanze anbauen

Ein besonderer Hingucker ist es, wenn Chili-Pflanzen nicht im Garten stehen, sondern als Zimmerpflanze gehalten werden. Tatsächlich eignen sich alle Chili-Arten für den Anbau im Haus, obwohl kleinbleibende Sorten aus Platzgründen häufig bevorzugt werden. Tatsächlich ist der Anbau im Haus für Chili-Pflanzen sogar oft positiv, da die gleichbleibend warmen Temperaturen der wärmeliebenden Pflanze sehr entgegenkommen. Allerdings sollte man beim Anbau der Chili im Haus darauf achten, dass die Pflanze genügend Licht bekommt. Wer nicht mit großen Fenstern und hellen Räumen dienen kann, sollte auf jeden Fall auf ein Pflanzlicht zurückgreifen, um die sonnenhungrigen Chilis mit ausreichend Helligkeit zu versorgen. Zudem spielt die Luftfeuchtigkeit bei Chili-Pflanzen in der Wohnung eine große Rolle: Trockene Heizungsluft lässt sie schnell welk werden. Optimal sind Luftfeuchtigkeiten um 50 %, die man durch das regelmäßige Besprühen der Pflanze mit Wasser oder Wasserschalen in der Nähe der Heizkörper herstellen können.

Wer seine Pflanze ganzjährig drinnen halten möchte, muss zusätzlich beim Bestäuben nachhelfen, damit die Pflanze Früchte trägt. Da Bestäuberinsekten oder der nötige Windzug für eine Übertragung der Pollen im Haus häufig fehlen, müssen Sie die Chilis per Hand bestäuben. Dafür geht man mit einem Echthaar-Pinsel vorsichtig von Blüte zur Blüte um den Pollen aufzunehmen und zu verteilen.

Chilis werden mit Sprühflasche befeuchtet
Hohe Luftfeuchtigkeit ist für den Anbau von Chilis im Haus wichtig [Foto: Shokhina/ Shutterstock.com]

Besonderheiten beim Chilianbau im Haus:

  • Kleinbleibende Chilisorten nutzen
  • Hellen, sonnigen Platz wählen
  • Bei zu wenig Helligkeit Pflanzleuchte benutzen
  • Luftfeuchtigkeit bei mindestens 50 % halten
  • Blüten gegebenenfalls von Hand bestäuben, um Früchte zu erhalten

Chilibaum pflanzen

Beim Pflanzen der besonderen Baumchili (Capsicum pubescens) können Sie sowohl im Topf als auch im Beet ähnlich vorgehen, wie beim Einpflanzen von normalen Chilis. Den Baumchilis ist ein windgeschützter Standort besonders wichtig. Außerdem bevorzugen sie einen halbschattigen Standort anstatt eines vollsonnigen. Mit einem Stab bieten Sie der Pflanze mehr Stabilität.

Chilibaum
Anders als seine Verwandten fühlt sich der Chilibaum vor allem im Halbschatten wohl [Foto: Little Adventures/ Shutterstock.com]

Wichtige Tipps und Tricks rund um den Anbau von Baumchilis haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Chili nach dem Pflanzen pflegen

Die richtige Pflege ist ausschlaggebend für die Qualität der Chilis. Vor allem während des Fruchtansatzes muss der Chili ausreichend und regelmäßig gegossen werden. Chilis bevorzugen einen dauerhaft feuchten Boden, es sollte also regelmäßig, im Sommer täglich, gegossen werden.
Um eine reiche Ernte einfahren zu können, ist eine Düngung der Chilis mit einem Langzeitdünger zu empfehlen. Unser Plantura Bio-Tomatendünger mit organischer Langzeitwirkung liefert Ihren Chilis alle wichtigen Nährstoffe, indem er diese langfristig und bodenschonend an die Pflanzen abgibt. Ideal ist eine Langzeitdüngergabe beim Auspflanzen der Chilis. Zudem brauchen die Chili-Pflanzen besonders viele Nährstoffen beim Bilden ihrer Blüten, weshalb hier eine zusätzliche Düngung der Chilis grundsätzlich empfehlenswert ist.

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Wer viele Brennnesseln im Garten hat, kann eigenen, recht stickstoff- und kaliumreichen Dünger herstellen – die Brennnesseljauche. Eine solche flüssige, organische Düngung sollte aber nur ergänzend zur Grunddüngung erfolgen. Sie kann diese nicht vollständig ersetzen, ohne den Boden dauerhaft auszuzehren. Flüssigdüngergaben können besonders schnell akute Nährstoffmängel beheben und unterstützen den Chili kurz vor der Blüte- und Fruchtbildungsphase. Auch unser flüssiger Plantura Bio-Tomaten- & Gemüsedünger enthält vor allem Stickstoff und Kalium und ist eine schnellwirkende Alternative für alle, die keine Brennnesseln zum Herstellen einer Jauche zur Hand haben.

Während des gesamten Wachstums sollte das Beet der Chilis regelmäßig von Unkraut befreit werden, da dieses mit den Pflanzen um wichtige Nährstoffe konkurriert. Wichtig ist auch, dass beim Anbau im Gewächshaus eine Luftfeuchte von 75 % herrscht. Diese ist für die Chilis zum Wachsen optimal. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit befördert die Bildung von schädlichen Pilzen. Eine zu niedrige Luftfeuchte bedingt hingegen eine zu schnelle Verdunstung und Austrocknung und kann sogar zu ungenügendem Fruchtansatz durch vertrocknende Blütenorgane führen.

Tipp: Wer sich über eine besonders reiche Ernte freuen möchte, sollte die ersten Blütenknospen an der Pflanze ausbrechen. Dies sorgt für eine zusätzliche Verzweigung und dadurch zu einem höheren Blüten- und Fruchtansatz.

Was es mit der Schärfe der Chilis auf sich hat und wie Sie Ihre Chilis besonders scharf bekommen, erfahren Sie hier.

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