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Chili pflanzen: Alles zum Standort, Zeitpunkt & Vorgehen

Auch bei uns kann der feurige Chili angebaut werden. Hier erfahren Sie alles Wichtige zum Standort, Zeitpunkt und Vorgehen beim Chilipflanzen.

Rote Chilis an einer Pflanze
Die feurig scharfen Chilis lassen sich auch im eigenen Garten anbauen [Foto: Schlappy/ Shutterstock.com]

Die frischesten Chilis (Capsicum) kommen ohne Zweifel aus dem eigenen Garten. Mit ihren zarten, weißen Blüten und den farbenfrohen Schoten schmücken Chilipflanzen so manchen Garten oder Balkon. Chilis zählen zur Pflanzengattung Paprika (Capsicum) und gehören damit zur großen Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Mit ihrer feurigen Schärfe sind sie schon lange ein fester Bestandteil der asiatischen und lateinamerikanischen Küche. Aber auch bei uns erlangen scharfe, mit Chili gewürzte Speisen immer mehr an Beliebtheit. Wie die feurige Pflanze auch in Ihren Garten Einzug halten kann, verraten wir Ihnen in diesem Artikel. Hier erfahren Sie alles rund um den richtigen Pflanzzeitpunkt, den Standort und das Vorgehen beim Pflanzen von Chilis.

Chili pflanzen

Chilis gehören, wie die Paprika, zur Gattung Capsicum. Hierbei wird zwischen fünf verschiedenen Arten unterschieden: Capsicum annum, Capsicum chinese, Capsicum baccatum, Capsicum frutescens und Capsicum pubescens. Zu diesen fünf Chili-Arten gibt es insgesamt schätzungsweise 2500 bis 300 Chilisorten. Ob als Jungpflanze gekauft oder selbst aus Samen vorgezogen, irgendwann kommt der Zeitpunkt, die Chilis auszupflanzen. Ob Sie Ihre Chilis in den Garten, das Gewächshaus oder in den Topf pflanzen bleibt dabei Ihnen überlassen. Damit Sie später auch eine reiche Ernte erhalten, sollte beim Pflanzen von Chili jedoch richtig vorgegangen werden.

Chili-Setzlinge
Man kann Chilis auch selbst aus den Samen vorziehen [Foto: Gatis Grinbergs/ Shutterstock.com]

Der perfekte Standort für Chili

Ursprünglich kommt die Pflanzengattung der Paprika, zu der auch der Chili zählt, wohl aus Mexiko – also einer warmen Region mit viel Sonne. Das sollten Sie sich auch bei der Standortwahl für Ihre Chilipflanzen berücksichtigen: Ein heller, sonniger und luftiger Platz ist perfekt. Alle Chilisorten können sowohl im Topf als auch im Gartenbeet kultiviert werden. Gerne findet Chili auch einen Platz im Gewächshaus oder an einer sonnigen Hauswand, damit er es besonders warm hat.
Seine Wurzeln streckt der Chili am liebsten in feuchtem, nährstoffreichen Substrat aus. Der Boden im Garten sollte im Idealfall einen neutralen pH-Wert haben, leicht sauren Boden kann die Pflanze aber auch vertragen. Beim Pflanzen von Chili sollten Sie der Erde daher Hornspäne und Kompost hinzufügen. Alternativ bietet sich auch ein Dünger mit organischer Langzeitwirkung, wie unser Plantura Bio-Tomatendünger, an.

Unser Plantura Bio-Tomatendünger mit Langzeitwirkung und eine Chilipflanze
Unser Plantura Bio-Tomatendünger mit Langzeitwirkung sorgt für eine ausgewogene Nährstoffversorgung Ihres Chilis

Der richtige Standort für Chilis zusammengefasst:

  • Sonnig und warm
  • Luftig
  • Feuchtes, nährstoffreiches Substrat
  • Neuraler bis leicht saurer pH-Wert
  • Der Erde beim Pflanzen Hornspäne und Kompost oder organischen Langzeitdünger beimischen

Tipp: Niedrig wachsende Chilisorten können Sie im Freiland sehr gut in Mischkultur anbauen. Gute Nachbarn für Chilis sind schnell wachsende Sommersalate wie Rucola (Eruca sativa), Radieschen (Raphanus sativus var. sativus) oder Petersilie (Petroselium crispum ssp. crispum). Im Gewächshaus teilt Chili seinen Platz gerne mit niedrigen Kräutern wie Basilikum (Ocimum basilicum).

Wann Chili pflanzen?

Sobald es keinen Bodenfrost mehr gibt, können Sie die Chilis auspflanzen. Im Freiland ist eine gute Faustregel, mit dem Pflanzen bis nach den Eisheiligen Mitte Mai zu warten. Im Gewächshaus kann hingegen schon etwas früher ab Mitte bis Ende April gepflanzt werden. Da Chilis sehr frostempfindlich sind, sollten Sie sich lieber gedulden, damit Sie sie nicht zu früh nach draußen pflanzen.

Vorgehen beim Chilipflanzen

Ist der optimale Standort gefunden und sind die Temperaturen stabil warm, ist der Zeitpunkt des Einpflanzens gekommen. Vor dem Pflanzen können Sie den Boden gut auflockern und mit Kompost und einem organischen Langzeitdünger anreichern. In einem Abstand von mindestens 40 Zentimetern werden die Pflanzen nun in den Boden gesetzt, sodass der gesamte Wurzelballen darin eingebettet ist. Für den nötigen Halt sorgt am besten ein Pflanzstäbchen, an dem Sie die Chilipflanze befestigen. Zum Schluss gießen Sie die Jungpflanzen gut an. 

Chilipflanzen im Feld
Beim Einpflanzen muss der Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen beachtet werden [Foto: OZMedia/ Shutterstock.com]

Anleitung zum Vorgehen beim Chilipflanzen:

  • Boden gut auflockern
  • Mit Kompost oder mit organischem Langzeitdünger anreichern
  • 40 cm Pflanzabstand
  • Pflanze an Pflanzstäbchen befestigen
  • Gut angießen

Tipp: Beim Pflanzen im Garten können Sie eine Mulchfolie verwenden. Diese unterdrückt sehr gut das Unkraut, schützt vor Verdunstung und der Boden wärmt sich schneller auf.

Chili im Topf pflanzen

Der Vorteil vom Anbau von Chilis im Topf ist, dass Sie die Pflanzen bei zu kaltem Wetter schnell ins Warme bringen können. Allerdings ist das Wachstum von Chilis im Topf begrenzt, sodass sich die Pflanzen meist im Topf etwas schlechter als im Gartenbeet entwickeln. Für das Pflanzen Ihrer Chilis im Topf benötigen Sie ein ausreichend großes Pflanzgefäß, das mindestens 6 Liter fassen kann und unbedingt über ein Abflussloch und eine Drainageschicht verfügen sollte.

Im Sommer können die Chilis im Topf dann auf der Terrasse oder an einem sonnigen, geschützten Ort im Garten stehen. Chilis lieben einen leicht sauren pH-Wert von 6,5. Als ideales Substrat für Chilis im Topf bietet sich eine Mischung aus Tomatenerde, mit 10 % Kokosfasern und 10 % Perliten an.

Chilibaum pflanzen

Beim Pflanzen der besonderen Baum-Chili (Capsicum pubescens) können Sie sowohl im Topf als auch im Beet ähnlich vorgehen, wie beim Einpflanzen von normalen Chilis. Den Baumchilis ist ein windgeschützter Standort besonders wichtig. Außerdem bevorzugen sie lieber einen halbschattigen als einen vollsonnigen Standort. Um der Pflanze Stabilität zu geben, können Sie sie an einem Stab anbinden.

Ein Chilibaum
Anders als seine Verwandten fühlt sich der Chilibaum vor allem im Halbschatten wohl [Foto: Little Adventures/ Shutterstock.com]

Wichtige Tipps und Tricks rund um den Anbau von Baumchilis haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Chili nach dem Pflanzen pflegen

Die richtige Pflege ist ausschlaggebend für die Qualität der Chilis. Vor allem während des Fruchtansatzes muss der Chili ausreichend und regelmäßig gegossen werden. Um eine reiche Ernte einfahren zu können, sollten Sie Ihre Chilis mit organischem Langzeitdünger oder Brennnesseljauche versorgen. Unser Plantura Bio-Tomatendünger mit organischer Langzeitwirkung liefert Ihren Chilis alle wichtigen Nährstoffe, indem er diese langfristig und bodenschonend an die Pflanzen abgibt. Ideal ist eine Langzeitdüngergabe beim Auspflanzen der Chilis und eine weitere nach zwei Monaten. Damit ist Ihr Chili ausreichend mit Nährstoffen versorgt. Alles, was Sie über die Düngung von Chilis wissen müssen, haben wir in unserem Spezial-Artikel dazu zusammengetragen.

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Letztes Update am Februar 25, 2019 5:58 pm

Wichtig ist auch, dass beim Anbau im Gewächshaus eine Luftfeuchte von 75 % herrscht. Diese ist für die Chilis optimal zum Wachsen. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit befördert die Bildung von schädlichen Pilzen. Eine zu niedrige Luftfeuchte bedingt hingegen eine zu schnelle Verdunstung und Austrocknung.

Was es mit der Schärfe der Chilis auf sich hat und wie Sie Ihre Chilis besonders scharf bekommen, erfahren Sie hier.

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