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Spargel: Ernte und Lagerung des Edelgemüses

Sobald die Sonne wieder mehr Energie hat und der Boden sich erwärmt, naht die Spargelernte. Wir geben Tipps zur Erntedauer und dem richtigen Lagern.

Kiste voller Spargel

Viel Freude an Ihrer Ernte. [Foto: Südwestdeutsche Saatzucht]

Junge Spargelpflanzen müssen geschont werden

Hat man den Spargel erst frisch gepflanzt, muss man sich einige Zeit bis zur ersten Ernte gedulden. Folgende Erntedauer ist einzuhalten:

  • 3. Standjahr: 4 Wochen
  • Ab dem 4. Standjahr: 8-9 Wochen – Die Ernte muss eingestellt werden, wenn die Pflanze nur noch dünge Stangen hervorbringt, spätestens aber an Johanni (24. Juni).

Die restliche Zeit im Jahr benötigt die Spargelpflanze, um sich zu regenerieren. Je nach Standort und Jahr können 5 bis 10 Stangen pro Jahr geerntet werden. Kommt die Anlage in die Jahre, bemerkt man dies an einem stark abnehmenden Ertrag. Besonders der Durchmesser der Stangen wird zunehmend geringer. Meistens kann man nach 7-8 Jahren den Standort wechseln und neue Pflanzen setzen. Somit hat man 3 Jahre später, wenn der alte Bestand keine guten Erträge mehr liefert, direkt einen Ertrag an dem neuen Standort.

Spargel richtig lagern

Nachdem man den Spargel gestochen hat, sollte man die Stangen auch möglichst schnell zubereiten. Extrem frischer Spargel ist der tolle Vorteil von dem doch etwas mühsamen Anbau im eigenen Garten. Frischen Bleichspargel kann man in einem feuchten Küchentuch auch drei bis vier Tage im Kühlschrank aufbewahren. Grünspargel stellt man am besten stehend in ein Gefäß mit etwas Wasser.
Spargel kann zwar eingelegt werden, verliert aber so einiges an Aroma. Auch wenn man es ab und an hört: Spargel kann definitiv nicht wie Tomaten oder Knoblauch getrocknet werden. Die einzige Möglichkeit den Geschmack zu erhalten ist das Einfrieren. Hierzu wäscht und schält man die Stangen zuerst und friert diese in Gefrierbeuteln festverschlossen ein. So hält er sich bis zu einem Jahr. Den tiefgefrorenen Spargel gibt man am besten direkt ins kochende Wasser. Er sollte nicht erst langsam aufgetaut werden. Auch ganz interessant sind sauer und pikant eingekochte Spargelstangen (ähnlich wie Gewürzgurken).

Spargel kochen

Spargel lässt sich besonders gut kochen. [Foto: weisserstierCC BY 2.0]

Über den Gastautor:

Als Diplom-Ingenieur der Agrarwissenschaft ist Felix Grebhardt für den Vertrieb und das Marketing bei der Südwestdeutschen Saatzucht GmbH zuständig. Das Unternehmen ist ein familiengeführtes mittelständisches Pflanzenzüchtungsunternehmen mit Sitz in Rastatt. Die Spargelzüchtung hat in der Firma eine lange Tradition und lässt sich bis ins Jahr 1912 zurückverfolgen. Neben seinem Beruf baut Herr Grebhardt in seinem Garten verschiedene Kiwi-, Kaki- und Feigensorten mit großer Leidenschaft an.
Weiterführende Informationen: www.spargelsorten.de

Simon

Ich bin Student der Gartenbauwissenschaften und ein richtiges Dorfkind. Neben Kräutern- und Naschobst auf einem Balkon baue ich in meiner kleinen Parzelle am Ortsrand Gemüse an. Ich genieße die Zeit draußen in meinem Gemüsegarten, in dem ich ausschließlich biologische Dünge- und Pflanzenschutzmittel einsetze. Neben meiner Liebe zur Natur schreibe ich leidenschaftlich gerne und beschäftige mich auch mit Grundlagen der Psychologie und Ethik.

Lieblingsobst: Holunder und Himbeeren.
Lieblingsgemüse: Schwarzkohl, Artischocken und Spargel.

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