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Salbei ernten: Alles über das Trocknen, Einfrieren und Konservieren

Salbei gehört in jedes Kräuterbeet. Wir zeigen alles über das richtige Ernten, Lagern und weitere Konservierungsmethoden. So macht man Salbei haltbar!

Salbeitriebe mit Knospen kurz vor Blüte

Knospige Triebe kurz vor der Blüte. [Foto: Isaac Wedin]

Salbei zum richtigen Zeitpunkt ernten

Am besten ist der Geschmack des Salbeis vor der Blüte. Bildet die Pflanze die Knospen und Blüten aus, wendet die Pflanze einen Großteil ihrer Energie hierfür auf und büßt dadurch teilweise sein unverkennbares Aromas ein. Der Blütezeit kann man entgegenwirken, in dem man kontinuierlich die jungen Triebe erntet. Mit „No-Flower“ gibt es eine moderne Sorte, die nicht zur Blütenbildung neigt.

Besonders die jungen Blätter sind besonders zart in der Textur und am aromatischsten. Am besten erntet man die jungen Triebe in den Morgenstunden. Generell sollte man lediglich nur so viel ernten, wie auch direkt verbraucht werden kann.

Salbei konservieren

Besonders nach einem Formschnitt hat man meistens mehr Salbeiblätter zur Verfügung als man direkt verbrauchen kann. Im Kühlschrank lassen sich die Blätter etwa zwei Wochen lang lagern. Hierzu schlägt man den gesamten Salbeitrieb in ein feuchtes Küchentuch ein. Will man die Blätter für einen längeren Zeitraum haltbar machen, suchen viele verzweifelt nach Methoden die aromatischen Blätter möglichst schonend zu konservieren.

salbeiblätter trocknen auf Küchentuch

Zum kurzzeitigen frisch halten, werden die Blätter in ein feuchtes Küchentuch gewickelt [Foto: Wheeler CowperthwaiteCC BY 2.0]

Viele Hobbygärtner denken sofort an Trocknen. Generell ist dies in einem trockenen Raum oder im Ofen bei niedriger Temperatur (max. 60°, Kochlöffel zwischen Ofentürklemmen damit die Feuchtigkeit entweichen kann) möglich. Ein Grund, warum das Trocknen so beliebt ist, dürfte der getrocknete Salbei aus dem Supermarkt sein. Zwar lässt sich Salbei so sehr gut aufbewahren, jedoch verlieren die Blätter einen Großteil ihrer Aromen.

Eine viel bessere Möglichkeit stellt das Einfrieren dar. Besonders zum Anfertigen von Salbeibutter oder Olivenölsaucen bietet sich dies an. Die Blätter brauchen im Gefrierschrank nur wenig Platz und sind somit über ein Jahr haltbar. Kocht man ein Gericht, welches durch den unverkennbaren Salbeigeschmack verfeinert werden soll, kann man ein oder zwei Blätter entnehmen und im gefrorenen Zustand direkt in die Sauce „bröseln“.

Parmesan mit Kräutern und Salbei

Probieren Sie mal Parmesan mit Salbei und anderen Kräuter! [Foto: THORCC BY 2.0]

Auch kann man Salbei zu einer Kräuterbutter verarbeiten und diese anschließend einfrieren. Hierzu nimmt man auf 100g Blätter etwa 500g Butter. Diese wird auf dem Herd zusammen mit den zerkleinerten Blättern schonend erhitzt. Nach etwa 5 bis 10 Minuten auf mittlerer Stufe, lässt man das Gemisch abkühlen, portioniert es und friert es anschließend ein. Diese Salbeibutter lässt sich problemlos ein halbes Jahr lang im Gefrierschrank lagern.

Deko aus getrockneten Blumen und Kräutern

Salbei und andere Kräuter und Blumen sind getrocknet eine wunderschöne, langlebige Dekoration [Foto: Debra PrinzingCC BY 2.0]

Simon

Ich bin Student der Gartenbauwissenschaften und ein richtiges Dorfkind. Neben Kräutern- und Naschobst auf einem Balkon baue ich in meiner kleinen Parzelle am Ortsrand Gemüse an. Ich genieße die Zeit draußen in meinem Gemüsegarten, in dem ich ausschließlich biologische Dünge- und Pflanzenschutzmittel einsetze. Neben meiner Liebe zur Natur schreibe ich leidenschaftlich gerne und beschäftige mich auch mit Grundlagen der Psychologie und Ethik.

Lieblingsobst: Holunder und Himbeeren.
Lieblingsgemüse: Schwarzkohl, Artischocken und Spargel.

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