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Zimmerpflanzen düngen: Wann, wie oft & was ist der beste Dünger?

Nicht nur die Pflanzen draußen, auch unsere Zimmerpflanzen benötigen extra Nährstoffe. Wir zeigen, wie und womit man Zimmerpflanzen am besten düngt.

Zimmerpflanze in einem Topf am Fenster
Damit Zimmerpflanzen kräftig gedeihen können, sollten sie regelmäßig gedüngt werden [Foto: KhunYing/ Shutterstock.com]

Jede Pflanze, egal ob Garten- oder Zimmerpflanze, braucht Nährstoffe, um überleben zu können. Bei einer unzureichenden Versorgung mit Nährstoffen können Mangelerscheinungen auftreten und die Anfälligkeit gegenüber Krankheiten steigt deutlich an. Damit Ihre Zimmerpflanzen gut gedeihen und prächtig wachsen, sollten Sie sie daher mit regelmäßigen Düngergaben unterstützen. Stickstoff, Kalium und Phosphor sind dabei diejenigen Nährstoffe, welche die Pflanze im größten Umfang benötigt. Natürlich können wir Ihnen keine Pauschalanleitung für alle Pflanzen liefern, doch wir zeigen Ihnen, was bei der Düngung von Zimmerpflanzen allgemein zu beachten ist. Im Folgenden erklären wir Ihnen genauer, wann und wie oft Sie Ihre Zimmerpflanzen düngen sollten. Außerdem geben wir Ihnen Tipps, worauf es bei der Düngerwahl zu achten gilt und wie Sie bei der Düngung von Zimmerpflanzen am besten vorgehen.

Wann und wie oft sollte man Zimmerpflanzen düngen?

Wann und wie oft Zimmerpflanzen gedüngt werden, lässt sich pauschal nicht beantworten. Hierbei müsste man im Grunde stärker differenzieren, da die Gruppe der Zimmerpflanzen sehr divers ist. Grundsätzlich gilt aber: Da die Nährstoffe im Substrat irgendwann aufgebraucht sind, müssen sie in Topfkultivierung von Zeit zu Zeit ersetzt werden. Empfindliche und langsam wachsende Exemplare, wie zum Beispiel bestimmte Kakteen (Cactacea), benötigen nur seltene Düngergaben. Die meisten anderen Zimmerpflanzen sollten in der Wachstumsperiode hingegen regelmäßig gedüngt werden.

Kakteen auf dem Fensterbrett
Kakteen sind eigentlich robust – trotzdem sollten auch sie ab und zu gedüngt werden [Foto: Shannon West/ Shutterstock.com]

Sollte man Zimmerpflanzen im Winter düngen? Allerdings sollten Zimmerpflanzen nur während der Vegetationsperiode gedüngt werden, denn in der kalten Jahreszeit brauchen die Pflanzen eine Ruhepause. Lediglich Exemplare, die im Winter blühen, wie beispielsweise den Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima), sollten Sie in dieser Zeit mit Dünger versorgen. 

Zimmerpflanzen-Dünger: Was ist der beste Dünger?

Natürlich sollte man es mit der Düngung aber auch nicht übertreiben, denn sonst kann die Pflanze im schlimmsten Fall sogar eingehen. Weniger ist daher oft mehr. Versorgen Sie Ihre Zimmerpflanzen lieber öfter, dafür aber in kleineren Gaben mit Dünger. Für die Versorgung Ihrer Lieblinge stehen Ihnen ganz unterschiedliche Formen von Düngern zur Verfügung. So werden im Fachhandel verschiedene Flüssigdünger, Pulver, Granulate oder auch sogenannte Düngestäbchen angeboten. Meistens ist die Zusammensetzung der Dünger nicht nur für eine Pflanze, sondern für verschiedene geeignet. Halten Sie sich bei der Anwendung solcher Präparate am besten an die Ausbringungsempfehlungen und Anleitungen auf der Verpackung.

Zimmerpflanzen in Töpfen auf dem Fensterbrett
So unterschiedlich wie die Pflanzen selbst sind, ist auch ihr Düngebedarf [Foto: Nukul Chanada/ Shutterstock.com]

Je nach Pflanzenart ist der Düngebedarf sehr unterschiedlich. Informieren Sie sich daher möglichst vorab genau über die Ansprüche der einzelnen Pflanzen. Allgemein gilt die Regel: 
Zimmerpflanzen, die sich vor allem mit vielen großen Blättern schmücken und stark wachsen, benötigen mehr Stickstoff als Pflanzen, die viele Blüten und Früchte bilden und hierfür verstärkt Phosphor brauchen. Ausreichend Kalium ist vor allem für die Wurzelbildung und die Widerstandsfähigkeit der Zimmerpflanzen wichtig.
Doch Dünger ist nicht gleich Dünger. Wie erklären Ihnen nachfolgend, worauf es bei der Auswahl des richtigen Düngemittels ankommt.

Zimmerpflanzen organisch mit Bio-Düngern versorgen

Wegen ihrer Nachhaltigkeit, aber auch wegen des nachweislich positiven Einflusses auf das Pflanzenwachstum und der sicheren Anwendung sind organische Dünger den mineralischen Alternativen vorzuziehen. Hierzu zählen zum Beispiel natürliche Düngemittel wie Kompost oder Stallmist, welche gerne im Garten eingesetzt werden. Im Haus oder in der Wohnung wird man allerdings eher auf Produkte aus dem Fachhandel zurückgreifen.

Bio-Flüssigdünger für Zimmerpflanzen

Flüssigdünger haben den Vorteil, dass sie ganz leicht mit dem Gießwasser direkt ins Substrat gegeben werden können. Bei mineralischen Flüssigdüngern liegen die Nährstoffe als lösliche Salze vor, die direkt für Pflanzen verfügbar sind. Dies birgt allerdings die Gefahr einer Überdüngung, wenn nicht die richtige Dosierung gewählt wird.
Durch den hohen organischen Anteil in unseren biologischen Flüssigdüngern werden hingegen nicht alle Nährstoffe auf einen Schlag freigegeben und die Pflanze wird über einen längeren Zeitraum versorgt. Eine gute Wahl für Zimmerpflanzen ist zum Beispiel unser Plantura Bio-Zimmer- & Grünpflanzendünger, der sich für viele Pflanzen in der Wohnung eignet. Die essentiellen Nährelemente Stickstoff und Kalium sorgen für eine grüne Blätterpracht und kräftige Wurzeln. Die Basis unseres biologischen Flüssigdüngers bilden unter anderem Reste aus der Lebensmittelindustrie, was ihn zu einem besonders nachhaltigen und umweltschonenden Dünger macht. Er enthält zudem Mikroorganismen, die das Wachstum der Wurzeln unterstützen.

Gießen einer Zimmerpflanze mit Flüssigdünger
Flüssigdünger kann einfach über das Gießwasser verabreicht werden [Foto: fizkes/ Shutterstock.com]

Wenn Zimmerpflanzen nicht nur durch ihren Blattschmuck überzeugen, sondern auch zahlreiche oder große Blüten bilden, sollte man zu einem speziellen Blühpflanzendünger greifen. Blühpflanzendünger besitzen eine andere Nährstoffzusammensetzung als Grünpflanzendünger und unterstützen auf diese Weise die Blütenbildung Ihrer Pflanzen. Für blühende Zimmerpflanzen eignet sich zum Beispiel unser 100 % organischer Plantura Bio-Blumen- & Balkondünger, der die Pflanze optimal mit Nährstoffen versorgt. Da er aus rein natürlichen Inhaltsstoffen besteht, ist er besonders schonend zur Umwelt und auch für Haustiere unbedenklich.

Wichtig: Die Menge des benötigten Flüssigdüngers richtet sich nach der Pflanze. Einige Arten benötigen häufiger neue Nährstoffe als andere und müssen dementsprechend auch häufiger gedüngt werden. Auch die Wachstumsgeschwindigkeit gibt Aufschluss über den Nährstoffbedarf. Schnell wachsende Pflanzen brauchen häufigere Düngergaben als langsam wachsende. Grundsätzlich sollten Sie lieber regelmäßig und dafür in geringerer Konzentration düngen als selten in großen Mengen, denn ein Zuviel an Nährstoffen kann der Pflanze schaden. Informieren Sie sich deshalb vor der Düngung unbedingt über den Nährstoffbedarf Ihrer Pflanze und richten Sie sich bei der Dosierung nach der Anweisung, die auf dem Flüssigdünger angegeben ist.

Bio-Langzeitdünger für Zimmerpflanzen

Neben Flüssigdüngern gibt es auch biologische Dünger in fester Form. Solche organischen Langzeitdünger versorgen Ihre Pflanze über einen wesentlich längeren Zeitraum mit Nährstoffen als viele herkömmliche Mineraldünger. Die Nährstoffe werden dabei durch die Zersetzung über Mikroorganismen frei und stehen der Pflanze somit langfristig zur Verfügung. Einen nachhaltigen Langzeitdünger stellt zum Beispiel unser Plantura Bio-Universaldünger dar. Er besteht zu einem überwiegenden Anteil aus rein pflanzlichen, organischen Inhaltsstoffen und eignet sich aufgrund seiner Zusammensetzung ideal für jene Zimmerpflanzen, die eine stickstoffbetonte Düngung bevorzugen. Unser Plantura Bio-Universaldünger in Granulatform ist zudem leicht dosierbar und einfach in der Anwendung. Biologische Dünger unterstützen außerdem den Humusaufbau im Boden, was sich positiv auf den Wasserhaushalt auswirkt. Hier haben wir die wichtigsten Vorteile einer festen biologischen Düngung für Sie zusammengefasst:

  • Besonders schonend für Pflanzen, Tiere und Menschen, da auf Chemie verzichtet wird
  • Gut für das Bodenleben und die Bodenstruktur
  • Unterstützt den Humusaufbau und verbessert damit langfristig die Bodenqualität
  • Natürliche Langzeitwirkung
  • Keine Gefahr der Überdüngung
verschiedene Zimmerpflanzen auf einem Fensterbrett
Die richtige Menge an Düngemittel ist für die Nährstoffversorgung entscheidend [Foto: CLICKMANIS/ Shutterstock.com]

Damit Sie Ihre Zimmerpflanzen mit der richtigen Menge an Nährstoffen versorgen, haben wir für Sie eine genaue Düngeanleitung vorbereitet. Je nach Art der Zimmerpflanze kann selbstverständlich eine Anpassung der Düngermenge an die Anforderungen der Pflanze notwendig sein. Tasten Sie sich hierbei am besten vorsichtig heran und erhöhen Sie die Düngermenge sowie die Anzahl der Düngergaben nach und nach.

Organische Langzeitdüngung: Anleitung & Dosierungsmengen für Zimmerpflanzen

  1. Bei der Pflanzung: Arbeiten Sie etwa 3 – 5 g/l Topfvolumen (etwa 1 Teelöffel) unseres Plantura Bio-Universaldüngers in das Substrat ein.
  2. Wässern Sie das Substrat anschließend.
  3. Etwa alle drei Monate können Sie weitere 2 – 5 g/l Topfvolumen (etwa 1 Teelöffel) des Düngers in die oberen Substratschichten einarbeiten.

Tipp: Unsere Düngergranulate können auch für einige Stunden in Wasser eingeweicht und dann mit der Gießkanne ausgebracht werden – somit werden die Nährstoffe für Mikroorganismen etwas leichter zugänglich und die Wirkung setzt früher ein.

Einpflanzen einer Pflanze in einen Blumentopf
Die Düngergranulate werden beim Einpflanzen in das Substrat eingearbeitet [Foto: santypan/ Shutterstock.com]

Zimmerpflanzen mit Hausmitteln düngen

Wer nicht auf Handelsdünger zurückgreifen möchte, wird vielleicht sogar schon im eigenen Haushalt fündig. Auch eine Düngung mit KaffeesatzEierschalen und Holzasche eignet sich nämlich für einige Zimmerpflanzen.

Getrockneter Kaffeesatz kann ganz einfach in die obersten Bodenschichten eingearbeitet werden. Er enthält Stickstoff, Phosphor und Kalium und wirkt schwach sauer. Das Gegenteil bewirken Sie mit zerkleinerten Eierschalen. Diese sind reich an Kalk und anderen Mineralstoffen. Sie eignen sich also vor allem für die Düngung von Pflanzen, die einen Boden mit einem höheren pH-Wert bevorzugen. Wer einen Kaminofen sein Eigen nennt, kann auch Holzasche als Dünger einsetzen. Diese ist allerdings stark alkalisch und bietet sich deshalb nicht für alle Zimmerpflanzen an. Sie ist sehr kaliumhaltig, enthält aber zugleich Kalk und Spurenelemente. Zudem hilft Asche dabei, Pilzerkrankungen und Fäulnis entgegenzuwirken.

Düngen einer Zimmerpflanze
Auch Kaffeesatz kann als Dünger verwendet werden [Foto: Monthira/ Shutterstock.com]

Zimmerpflanzen mineralisch düngen: Blaukorn und Co.

Mineralische Dünger werden gerne verwendet, weil sie meist Nährstoffe in hohen Konzentrationen enthalten. Einige Pflanzen – wie zum Beispiel Orchideen (Orchidaceae) oder Sukkulenten – können damit aber rasch überdüngt werden, da sie nur einen geringen Nährstoffbedarf haben. Zudem sind mineralische Dünger alles andere als umweltfreundlich in der Herstellung. Bei der Verwendung von organischen Düngern ist die Gefahr einer Überdüngung hingegen wesentlich geringer, da diese langsam zersetzt und die Nährstoffe der Pflanze erst nach und nach verfügbar gemacht werden.

Zur Pflege von Zimmerpflanzen gehört in den meisten Fällen auch regelmäßiges Umtopfen. Wir haben alles Wissenswerte zum Zimmerpflanzen-Umtopfen für Sie zusammengestellt.

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