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Ontarioapfel: Geschmack, Beschreibung & Verwendung

Seine späte Ernte und lange Lagerfähigkeit machen den Ontarioapfel zu einem perfekten Vitaminlieferanten für die kalte Jahreszeit. Wir verraten Ihnen das Wichtigste, was Sie über die Apfelsorte wissen sollten.

Ontarioapfel am Apfelbaum
Der Ontarioapfel kommt ursprünglich aus Kanada [Foto: guentermanaus/ Shutterstock.com]

Seit seiner Entdeckung hat sich der Tafelapfel ‘Ontario’ weit verbreitet und ist heutzutage in vielen Gärten und auf zahlreichen Streuobstwiesen zu finden. Und das aus gutem Grund. Der wohlschmeckende Winterapfel besitzt viele gute Eigenschaften und ist recht anspruchslos.

Ontarioapfel: Herkunft und Geschichte

Im Späten neunzehnten Jahrhundert entstand in Kanada, im Bundesstaat Ontario, der Ontarioapfel. Aus sorgfältiger Auslese konnte diese Sorte aus den beiden Apfelsorten ‘Wagner’ und ‘Northern Spy’ gezüchtet werden. Es dauerte nicht lang und die Nordamerikanische Neuheit begann ihren Siegeszug auch in Europa, wo sie noch heute weit verbreitet ist.

Eigenschaften und Geschmack des Ontarioapfels

Ontarioäpfel gehören zu den Schwergewichten. Sie bringen bis zu 200 Gramm auf die Waage und sind entsprechend groß. Ihre Farbe ist gelblich grün, wobei die Sonnenseite gern verwaschen rötlich leuchtet. Ein Biss in einen der Äpfel ist ein saftig-säuerliches Geschmackserlebnis. Gesund ist er obendrein, denn die Früchte dieser Apfelsorte sind reich an Vitamin C. Das grünweißliche Fruchtfleisch ist hart und die Form des Apfels leicht abgeflacht.

Besonderheiten beim Anbau

Ontarioapfelbäume weisen einen mittelstarken Wuchs auf und haben wenig Anspruch an Lage und Boden. Durch die gute Frosttoleranz der Blüten ist ein Baum dieser Sorte bestens für Spätfrostlagen geeignet, da er auch bei späten Kälteeinbrüchen noch reichlich trägt. Regionen mit extremem Frost im Winter allerdings sind eher nicht so sein Fall, denn das Holz des Baumes ist recht frostempfindlich.

Ontarioäpfel hängen am Apfelbaum
Ontarioäpfel gehören zu den größten und schwersten Apfelsorten [Foto: guentermanaus/ Shutterstock.com]

Besonders an diesem Apfelbaum ist seine vielfältige Gestalt. Sie können Ontarioapfelbäume sowohl als Hochstamm als auch als Halbstamm oder Buschbaum ziehen. Seine kräftigen und relativ kurzen Triebe tragen in allen Varianten nahezu alljährlich reichlich Früchte. Aufgrund des frostempfindlichen Holzes empfiehlt es sich allerdings, Hochstämme auf eine andere Apfelsorte aufzupfropfen.

Generell sind Ontarioapfelbäume recht widerstandsfähig gegen Krankheiten. Lediglich in trockenen Lagen befällt ab und an Apfelmehltau (Podosphaera leucotricha) den Baum. Obstbaumkrebs (Neonectria ditissima) kann allerdings zum Problem werden.

Mehr allgemeine Informationen zum Thema Apfelbaum pflanzen finden Sie in diesem Artikel.

Erntezeit und Verwendung des Ontarioapfels

Sie können die Äpfel ab Ende Oktober bis in den November hinein pflücken. Genussreif ist dieser typische Winterapfel jedoch erst ab Dezember bis in den Mai hinein. So ist der Ontarioapfel eine der wenigen Früchte, die auch zu dieser Jahreszeit volle Saison haben. Lagern Sie die Äpfel stets kühl und an einem luftfeuchten Ort, so werden sie sich über Monate halten. Beachten Sie allerdings, dass der Apfel recht druckempfindlich ist.

Ontarioapfel als Bratapfel
Als Winterapfel eignet sich der Ontarioapfel hervorragend für die Zubereitung von Bratäpfeln [Foto: koss13/ Shutterstock.com]

Verwenden können Sie den Ontarioapfel dann sehr vielfältig. Sie können den Tafelapfel direkt genießen, er ist jedoch auch zur Herstellung von Mus oder Saft bestens geeignet. Auch als Bratapfel ist der Ontarioapfel ein wahrer Genuss. Weitere interessante Apfelsorten finden Sie in diesem Artikel.

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