banner

Pflanzen, Saatgut, Dünger, Pflanzenschutz & mehr!

Wellant-Apfel: Anbau, Geschmack, Lagerung & Verwendung

Emile
Emile
Emile
Emile

Ich habe Gartenbauwissenschaften im Bachelor studiert und spezialisiere mich in meinem Master auf Prozess- und Qualitätsmanagement in Landwirtschaft und Gartenbau. Ganz besonders interessiere ich mich für moderne und nachhaltige Ansätze beim Anbau von Obst und Gemüse. Meine Faszination für Obst und Gemüse stammt von meiner Leidenschaft fürs Kochen. In meiner Freizeit bin ich am liebsten draußen, egal ob zu Hause oder auf Reisen. Besuche in Parks und botanischen Gärten sowie Naturspaziergänge auf dem Land sind für mich ein wahrer Genuss.

Lieblingsobst: Erdbeere, Pfirsich und Nektarine
Lieblingsgemüse: Tomate, Pak Choi und grüner Spargel

Der Wellant-Apfel ist bei Allergikern aufgrund seiner guten Verträglichkeit bekannt. Wir stellen den Apfel und seine Eigenschaften hier vor.

Apfelsorte ‘Wellant‘
Der Wellant-Apfel fällt durch seine rustikales Aussehen auf [Foto: Bernd Schmidt/ Shutterstock.com]

Die Apfelsorte ‘Wellant‘ (Malus ‘Wellant‘), auch unter den Namen ‘Fresco‘ oder Fresco-Apfel bekannt, ist eine 1987 gezüchtete, neuere Apfelsorte, die durch ihr rustikales Aussehen an eine alte Apfelsorte erinnert. Mit seinem süßen aromatischen Geschmack und seiner guten Verträglichkeit für Allergiker ist der Apfel ‘Wellant‘ für manche ein absoluter Favorit unter den Apfelsorten.

Wellant-Apfel: Steckbrief

Synonyme‘Fresco’, Fresco-Apfel
FruchtMittelgroß bis groß, hochgebaut, gelbgrün, sonnenseitig dunkelrot gefärbt
GeschmackSüß, aromatisch, intensiv, fruchtbetont, angenehme Säure
ErtragWenig anfällig für Alternanz; regelmäßige und hohe Erträge
ErntezeitAb Mitte September
GenussreifeEtwa vier Wochen nach der Ernte
LagerfähigkeitGut; im Kühllager bis März lagerbar
WuchsMittelstark bis starker Wuchs; Buschobst
KlimaWinterhart; sonnige bis halbschattige Standorte
Krankheiten und SchädlingeAnfällig für Mehltau, Schorf und Obstbaumkrebs

Geschichte und Herkunft

Die Apfelsorte ‘Wellant‘ wurde im Jahr 1987 in den Niederlanden von Plant Research International Wageningen durch eine Kreuzung aus der Sorte ‘Elisa‘ und einer bisher unbenannten Sorte gezüchtet. Die Apfelsorte ist auch unter dem Namen ‘Fresco‘ bekannt, der Markenname ‘Wellant‘ wurde erst im Jahr 2006 eingetragen. Seit 2008 existiert für diese Apfelsorte der Sortenschutz, heutzutage ist der Apfel als Clubsorte im Handel verfügbar.

Bio-Apfelbaum 'Wellant'® Winterapfel
Bio-Apfelbaum 'Wellant'® Winterapfel
star-placeholder star-placeholder star-placeholder star-placeholder star-placeholder
star-rating star-rating star-rating star-rating star-rating
(4.6/5)
  • Allergikerfreundlicher Winterapfel mit intensivem & ausgewogenem Geschmack
  • Mittelgroße Früchte mit saftigem Fruchtfleisch
  • Gute Lagerfähigkeit: Bis März genießbar
59,99 €

Wellant-Apfel: Geschmack und Eigenschaften

Mit seiner dunkelroten Färbung ist der mittelgroße bis große Wellant-Apfel ein echter Hingucker. Die hochgebaute Frucht fällt mit ihrem rustikalen Erscheinungsbild auf. Sie wiegt im Durchschnitt um die 210 Gramm. Der Apfel hat einen süßen Geschmack mit einer intensiven fruchtbetonten und aromatischen Note. Aufgrund ihres hohen Gehaltes an gesundem Polyphenol weist die Apfelsorte ‘Wellant‘ eine angenehme Säure vor, gleichzeitig ist das Fruchtfleisch besonders saftig und knackig. Der Wellant-Apfel ist dank seinem hohen Gehalt an Ballaststoffen wie Pektin und Vitamin C gesund sowie ausgewogen. Er hinterlässt durch seinen Wasser- und Kaliumgehalt ein angenehmes Sättigungsgefühl.

Ist der Wellant-Apfel für Allergiker geeignet? Der Wellant-Apfel ist bei einer Allergie oftmals willkommen. Die Sorte ‘Wellant‘ gilt für Allergiker als eine Apfelsorte, die man gut verträgt. Dies lässt sich vor allem auf den hohen Polyphenol-Gehalt zurückführen, welcher den ‘Wellant‘ zu einen der idealen Äpfel für Allergiker krönt.

Besonderheiten in Anbau und Pflege

Für den Anbau bevorzugt der Wellant-Baum einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit nährstoffreichem und durchlässigem Boden, der regelmäßig gegossen wird. Hierbei bietet es sich bei der Pflanzung an, den Boden mit unserer torffreien Plantura Bio-Tomaten- & Gemüseerde aufzuwerten, um dem Baum eine gesunde Grundlage an Nährstoffen zu bieten. Er wächst von Natur aus als Buschobst und hat eine aufrechte, breitbuschige Wuchsform. Aufgrund seines mittelstarken bis starken Wuchses eignet er sich jedoch bei einer Veredelung auf einer mittelstarken Unterlage als Halbstamm.

Die Blütezeit des Wellant-Apfels reicht von April bis Mai. Geeignete Befruchter für den Wellant-Baum sind unter anderem Sorten wie ‘Granny Smith‘, ‘Elstar‘, ‘Cox‘, ‘Braeburn‘ und ‘Gala‘. Der Apfelbaum ist zwar winterhart, aber etwas blütenfrostempfindlich und anfällig für Krankheiten wie Mehltau, Schorf sowie Obstbaumkrebs. Einer Neigung zur Verkahlung des Baumes kann durch Anschnitt junger Triebe verhindert werden. Mehr zum Thema Apfelbaum schneiden finden Sie in unserem Spezialartikel.

Reife Wellant-Äpfel
Dank des hohen Polyphenol-Gehalts ist die Apfelsorte für Allergiker gut verträglich [Foto: Ralf Liebhold/ Shutterstock.com]

Ernte und Lagerung

Die Apfelsorte ‘Wellant‘ erfreut mit einer guten, gleichmäßigen Ernte. Der Wellant-Baum liefert aufgrund seiner geringen Alternanz-Anfälligkeit, regelmäßige und hohe Erträge. Die Ernte des Apfels findet ab Mitte September statt, die Genussreife ist dann weitere vier Wochen nach der Ernte erreicht. Allgemein lässt sich der Wellant-Apfel danach gut lagern. Im Kühllager in der Dunkelheit bei 3 bis 4 °C und hoher Luftfeuchte ist er bis März lagerbar.

Verwendung der Apfelsorte ‘Wellant’

Gerne wird der Wellant-Apfel in seiner puren Form als Tafelapfel verzehrt. Er eignet sich jedoch ebenfalls, als Saft oder zum Backen. Dank seiner angenehmen Säure kann er sehr gut zum Ausgleich der Süße eines Kuchens verwendet werden. Außerdem passt der Apfel ‘Wellant‘ wunderbar in einen Obstsalat oder kann – mit einer Prise Zimt – als warmes Apfelmus verspeist werden.

Ein weiterer Apfel, welcher den ‘Wellant‘ gut ergänzt, ist die Apfelsorte ‘Boskoop‘. Diese ist auch eine allergikerfreundliche Sorte und lässt sich über die Wintermonate sowohl frisch als auch beim Backen genießen.