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Rasen düngen im Sommer: Ist das sinnvoll?

Rasen sollte im Frühjahr und Sommer gedüngt werden. Wir erklären Ihnen, wie und wann die Düngung im Sommer durchgeführt wird.

Grünes Gras
Auch wenn es warm und sonnig ist, kann eine Rasendüngung sinnvoll sein [Foto: kzww/ Shutterstock.com]

In den warmen Sommermonaten läuft das Rasenwachstum bei ausreichender Feuchte auf Hochtouren. Bei der Rasendüngung im Sommer sollten Sie jedoch ein paar wichtige Aspekte beachten. Mit unseren Tipps erhält Ihr Rasen auch im Sommer die bestmögliche Nährstoffversorgung.

Rasen düngen im Sommer

In welchem Fall und zu welchem Zeitpunkt eine Rasendüngung im Sommer durchgeführt werden sollte, erfahren Sie im Folgenden. Anschließend geben wir Ihnen Tipps zur Düngerwahl für die heiße Jahreszeit.

Wann sollte man den Rasen im Sommer düngen?

In den Köpfen vieler Rasenbesitzer spukt der Gedanke herum, dass ein Rasen im Frühjahr und Herbst gedüngt werden muss. Allerdings ist eine letztmögliche Düngung im Oktober nur für stark belastete Rasenflächen empfehlenswert – gemeint sind Sportplätze für Fußball oder Polo sowie feinste englische Zierrasenflächen. Für den normalen und auch gehobenen Rasen des Hausgartens wird empfohlen, die letzte Düngung im August/September durchzuführen.

Wichtig ist, dass Sie einen Rasen noch unbedingt im Sommer düngen sollten. Die Düngung im Herbst stellt eher einen Ausweichtermin dar. Mit organischen Düngern können Sie diese recht sorglos durchführen, da organisch gebundene Nährstoffe weder zur Überdüngung noch zur Auswaschung neigen. Teilweise oder reine mineralische Dünger sollten Sie nicht mehr nach dem August verteilen. Der Düngeplan für einen Rasen kann ganz unterschiedlich gestaltet sein und natürlich bestimmen die Art Ihres Bodens, der verwendete Dünger und der Zeitpunkt der letzten Düngung, wie im Sommer gedüngt wird.

BodenartDüngerartEmpfohlene Düngung im FrühjahrEmpfohlene Düngung im Sommer
Leichter SandbodenOrganisch-mineralischMärz bis April
ca. 80 g/m²
Juni
ca. 80 g/m²
August
ca. 50 g/m²
(kaliumbetonte Herbstrasendüngung)
Mittelschwerer BodenOrganisch-mineralischApril bis Mai
ca. 80 g/m²
Juni
ca. 80 g/m²
August
ca. 50 g/m²
(kaliumbetonte Herbstrasendüngung)
Schwerer TonbodenOrganisch-mineralischMai bis Juni
ca. 120 g/m²
August
ca. 60 g/m²
(kaliumbetonte Herbstrasendüngung)
Leichter SandbodenOrganischFebruar bis März
ca. 60 g/m²
Juni
ca. 40 g/m²
August bis Mitte Oktober
ca. 70 g/m²
(kaliumbetonte Herbstrasendüngung)
Mittelschwerer BodenOrganischMärz bis April
ca. 60 g/m²
Juni
ca. 40 g/m²
August bis Mitte Oktober
ca. 70 g/m²
(kaliumbetonte Herbstrasendüngung)
Schwerer TonbodenOrganischApril bis Mai
ca. 60 g/m²
Juni
ca. 30 g/m²
August bis Mitte Oktober
ca. 80 g/m²
(kaliumbetonte Herbstrasendüngung)

Hinweis: Die genannten Dosierungen sind Beispiele. Die Angaben zu organisch-mineralischem Dünger beziehen sich auf einen Dünger der Zusammensetzung 10:4:6:2. Die Angaben zu dem organischen Dünger beziehen sich auf unseren Plantura Bio-Rasendünger sowie unseren Plantura Bio-Herbstrasendünger. Die richtigen Dosierungen können für Ihren Rasen abweichen. Für eine bedarfsgerechte Düngung empfehlen wir, im Abstand weniger Jahre Bodenanalysen durchzuführen.

Mann gräbt ein Loch
Zu welchem Zeitpunkt gedüngt wird, hängt auch von der vorliegenden Bodenart ab [Foto: Microgen/ Shutterstock.com]

Rasen im Sommer düngen: Zeitpunkt

Wie Ihnen bei Betrachten der obenstehenden Tabelle vielleicht aufgefallen ist, wird der Juli als durchschnittlich heißester und trockenster Sommermonat bei der Düngung ausgelassen. Gerade bei hoher Sonneneinstrahlung und Trockenheit sollte keine Düngung erfolgen. Nicht nur ist die Wirkgeschwindigkeit bei Trockenheit herabgesetzt, es kann auch durch das schnelle Verdunsten von Gießwasser nach der Düngung zu schädlichen Nährstoffkonzentrationen an den Rasenwurzeln kommen – dies gilt natürlich nur für mineralische Düngemittel. Für jede Düngung im Sommer gilt: Die Witterung sollte möglichst feucht und die Einstrahlung möglichst gering sein. Die kühleren Abendstunden bieten sich am ehesten an und auf das Ausbringen des Düngers sollte ein gründliches Wässern folgen.

Womit düngt man den Rasen im Sommer?

Sicher haben Sie bemerkt, dass wir die mineralischen Rasendünger in unserem exemplarischen Düngeplan ausgelassen haben. Als Kompromiss haben wir Daten zu einem organisch-mineralischen Dünger angegeben. Rein mineralische Dünger haben allgemein sehr viele Nachteile für den Anwender. Einerseits erfordert das Ausbringen hohe Genauigkeit, Düngetermine sollten möglichst eingehalten werden und eine Fehldüngung führt schnell zu Schäden am Rasen. Andererseits führt die alleinige Anwendung mineralischer Dünger nachweislich zu einem Verlust an Humus und Bodenqualität. Weil beides für Ihren Rasen überhaupt nicht wünschenswert ist, empfehlen wir Ihnen, die mineralischen Dünger besser links liegen zu lassen.

Organische Rasendünger haben durch ihre langsame und witterungsabhängige Umsetzung den Vorteil, dass das Zeitfenster zur Anwendung sehr lang sowie die mögliche Ausbringungsmenge sehr hoch ist. Natürlich ist es sinnvoll, sich an die oben genannten Termine und Dosierungen zu halten. Doch sollten Sie einmal einen Termin nicht wahrnehmen können, führt ein anderer Zeitpunkt nicht sofort zur Überdüngung des Rasens oder zu einem Verlust durch Auswaschung. Abgesehen von diesen offensichtlichen Vorteilen bieten organische Dünger aber noch viele weitere: Der Eintrag von organischem Strukturmaterial ernährt das Bodenleben und fördert die Bodenqualität. Das hat zur Folge, dass Ihr Rasen in lockerem Untergrund wachsen darf und dass die Verfilzung der Grasnarbe effektiv von nützlichen Bodenorganismen verhindert wird. Hierdurch sinkt die Notwendigkeit des Vertikutierens.

Unser Plantura Bio-Rasendünger und Bio-Herbstrasendünger
Unsere Plantura Bio-Rasendünger sorgen für einen widerstandsfähigen und pflegeleichten Rasen

Weil wir von den Vorteilen vornehmlich organischer Dünger überzeugt sind, haben wir unseren Plantura Bio-Rasendünger und den Plantura Bio-Herbstrasendünger entwickelt. Diese bringen alle Qualitäten eines organischen Düngers mit und sind vollkommen tierfrei produziert. Damit sind sie für die Anwendung durch Rasenbesitzer perfekt geeignet.

Folgende Produkte haben sich bei uns im Garten bewährt:
  • Plantura Bio-Rasendünger: BIO-Rasendünger mit Langzeitwirkung (3 Monate) für einen dichten und tiefgrünen Rasen ohne Unkraut und Moos.
  • Floragard Rasensand: Verbessert die Wasserdurchlässigkeit und erhöht die Belastbarkeit der Rasenfläche.
  • Plantura Bio-Herbstrasendünger: Organischer Dünger zur optimalen Nährstoffversorgung. Fördert einen robusten und dicht wachsenden Rasen.
 

Zusammenfassung: Womit Rasen im Sommer düngen?

  • Mineralischer Rasendünger ist möglich, hat jedoch viele Nachteile für den Anwender
  • Vornehmlich organischer Rasendünger ist anwenderfreundlich und sorgt langfristig für einen widerstandsfähigeren und einfacher zu pflegenden Rasen
  • Achten Sie auf Bio-Qualität, dann können Sie und Ihre Haustiere direkt nach der Düngung wieder auf den Rasen

Hier können Sie sich über die erste Düngung des Jahres informieren, während sich dieser Spezial-Artikel mit der letzten Düngung im Spätsommer oder Herbst beschäftigt.

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