Bohnen düngen: Wann, wie & der richtige Dünger

Elisabetta
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Durch mein Studium der Agrarwissenschaften in Hohenheim konnte ich meine Begeisterung für Pflanzen vertiefen und viel faszinierendes Wissen über die Pflanzenwelt gewinnen. Meine Freizeit verbringe ich gerne in der Natur, denn dort fühle ich mich am wohlsten und komme zur Ruhe. Aus diesem Grund gedeihen auf meinem Balkon neben einer Weinrebe auch viele Sommerblumen und verschiedene Kräuter, an denen ich meine Pflanzenliebe ausleben kann.

Lieblingsobst: Heidelbeere
Lieblingsgemüse: Spinat, Tomaten

Die richtige Düngung ist eine wichtige Voraussetzung, um das leckere Gemüse reichlich ernten zu können. Dabei unterscheiden sich die Nährstoffansprüche je nach Bohnenart.

Bohnen-Anbau
Für eine gute Ernte spielt die Nährstoffversorgung eine wichtige Rolle

Ob Stangenbohnen (Phaseolus vulgaris var. vulgaris), Ackerbohnen (Vicia faba), auch Dicke Bohnen genannt, oder Gartenbohnen (Phaseolus vulgaris) – Bohnen sollten eigentlich in keinem Garten fehlen. Dabei gibt es für jeden Geschmack die passende Bohnensorte. Sie liefern wertvolles pflanzliches Eiweiß und sind gut für den Gartenboden. Sonnig und warm mögen sie es im Garten und bevorzugen einen humusreichen und tiefgründigen Untergrund. Wenn Sie darauf achten, sollte Ihnen eine reiche Bohnen-Ernte gewiss sein. Doch neben dem richtigen Standort und dem idealen Boden spielt auch eine gute Nährstoffversorgung für den Ertrag eine entscheidende Rolle, denn nicht alle Bohnen haben die gleichen Nährstoffansprüche. Und manche Arten benötigen fast gar keine Düngung.

Muss man Bohnen also überhaupt düngen? Und wann düngt man sie? Welche Dünger sind geeignet und wie gehen Sie am besten vor? Diese Fragen haben wir in diesem Artikel für Sie beantwortet.

Muss man Bohnen düngen?

Bohnen gehören zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und sind Leguminosen. Diese haben die wunderbare Eigenschaft, eine Symbiose mit Knöllchenbakterien einzugehen, die in der Lage sind, Luftstickstoff zu fixieren und der Pflanze zugänglich zu machen. Das bedeutet, dass stickstoffarme Böden verbessert werden und somit die Bodenfruchtbarkeit erhalten bleibt. Muss man Bohnen dann überhaupt noch düngen?

Knollenbakterien an der Bohnen-Wurzel
Die Symbiose von Bohnen mit Knöllchenbakterien erhält die Bodenfruchtbarkeit [Foto: Tomasz Klejdysz/ Shutterstock.com]

Durch den Stickstoffvorrat als Keimling und die Eigenschaft, mit Hilfe von Knöllchenbakterien Stickstoff an den Wurzeln fixieren zu können, benötigt die Bohne keine zusätzliche Stickstoffdüngung. Wenn überhaupt, benötigen Bohnen im Dünger andere wichtige Nährstoffe zum Wachsen, so zum Beispiel Phosphor und Kalium. Daher kann eine Düngung durchaus sinnvoll sein.

Hinzu kommt, dass nicht alle Bohnen gleich sind, was ihre Ansprüche betrifft. Die niedrig wachsende Buschbohne (Phaseolus vulgaris var. nanus) ist ein Schwachzehrer und daher sehr genügsam. Sie benötigt nach dem Pflanzen keinen Dünger mehr. Die rankende und hoch nach oben wachsende Stangenbohne oder auch die Feuerbohne (Phaseolus coccineus) zählen hingegen zu den Mittelzehrern und sind schon etwas anspruchsvoller. Sie wollen auch in der Wachstumsperiode etwas gedüngt werden und bescheren Ihnen dann eine reiche Ernte.

Der optimale Zeitpunkt

Bohnen können sowohl im Freiland als auch im Gewächshaus oder im Topf angebaut werden. Bereits beim Pflanzen der Bohnen sollten Sie darauf achten, die Erde mit ausreichend Nährstoffen anzureichern. An einem Standort mit magerem Boden können Sie die Erde zuvor mit reifem Kompost oder einem vorwiegend organischen Langzeitdünger anreichern.

Buschbohnen und Ackerbohnen benötigen danach keine Düngung mehr. Nun sind die stickstofffixierenden Bakterien aktiv und versorgen die Pflanzen mit Nährstoffen. Anders sieht es bei Stangenbohnen aus. Sie freuen sich über zusätzliche Düngergaben während der Wachstumsperiode. Hier können Sie bei der ersten Blüte erneut düngen. Nach Bedarf wird dann bis zur Ernte noch einmal nachgedüngt.

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Wann werden Bohnen gedüngt?

  • Alle Bohnen bei nährstoffarmen Böden: Grunddüngung im Frühjahr beim Einpflanzen in den Garten
  • Busch- und Ackerbohnen: Keine weitere Düngung
  • Stangenbohnen und Feuerbohnen: Nach der Blüte und je nach Bedarf bis zur Ernte noch einmal

Bohnen düngen: So geht man vor

Nicht nur die Bohnenart bestimmt die Düngung – je nachdem, ob die Bohne im Beet oder Topf kultiviert wird, muss ein anderer Aspekt beachtet werden. Im Folgenden zeigen wir Ihnen, wie und wann Sie Ihre Bohnen je nach Standort am besten düngen.

Ernte von Stangenbohnen
Eine optimale Düngung führt zu einer reichen Bohnenernte [Foto: Brent Hofacker/ Shutterstock.com]

Bohnen im Beet düngen

Ab Mitte Mai, nach den Eisheiligen, können Sie die frostempfindlichen Bohnen ins Gartenbeet pflanzen. Im Gewächshaus fühlen sich Bohnen bereits ab Mitte April wohl. Auch wenn Buschbohnen und Ackerbohnen wenig Nährstoffe brauchen, gehört eine Grunddüngung vor dem Pflanzen für sie dazu. Für die Stangenbohnen ist diese unbedingt notwendig. Um den Stickstoff gut fixieren zu können, benötigen die Knöllchenbakterien ausreichend Phosphor. Dieser wird ihnen durch die Grunddüngung bei der Einpflanzung in den Garten bereitgestellt.

Bereiten Sie den Boden, bevor Sie die Bohnen pflanzen, also gut vor. Geben Sie etwas Dünger in Granulatform – beispielsweise unseren Plantura Bio-Tomatendünger – in das Pflanzloch und vergessen Sie nicht, ausreichend anzugießen. Die Nährstoffe im Granulat unserer Plantura-Dünger werden durch die Zugabe von Wasser beim Gießen schneller freigesetzt und dann von fleißigen Mikroorganismen im Boden zersetzt. Besonders magere oder strukturarme Substrate können Sie zusätzlich noch mit etwas Kompost anreichern. Diese natürlichen Dünger versorgen nicht nur Ihre Bohnen mit wertvollen Nährstoffen, sondern tragen auch zur Verbesserung der Bodenstruktur und somit auch zur Wasserhaltefähigkeit und Wärmespeicherung des Bodens bei.

Acker- und Buschbohnen brauchen von nun an keine weitere Düngung mehr. Stangenbohnen und Feuerbohnen düngen Sie nach der Blüte nochmals. Je nach Bedarf können die Stangenbohnen dann noch einmal nach circa 6 bis 8 Wochen mit einer kleinen Menge Dünger versorgt werden.

Zusammenfassung: Wie werden Bohnen im Beet gedüngt?

  • Beim Auspflanzen die Bohnen mit Dünger mit organischer Langzeitwirkung versorgen
  • Bei mageren, strukturarmen Böden etwas Kompost einarbeiten
  • Gut angießen, damit die Nährstoffe schneller freigesetzt werden
  • Stangenbohnen nach der Blüte mit wenig Dünger nachdüngen
  • Nach Bedarf eine weitere Düngergabe nach 6 – 8 Wochen
Grüne Bohnen im Topf
Vor der Pflanzung im Topf sollte etwas Dünger hinzugegeben werden [Foto: imagefingerprint/ Shutterstock.com]

Bohnen im Topf düngen

Wenn das Substrat, das Sie im Topf oder Balkonkasten verwenden, nicht ohnehin schon vorgedüngt ist, erweist es sich als sinnvoll, es vor dem Pflanzen oder Aussäen mit Nährstoffen anzureichern. Arbeiten Sie hierzu einfach einen Langzeitdünger in die Erde ein. Nach dem Pflanzen oder Säen gießen Sie gut an, damit sich die Pflänzchen gut entwickeln können.

Auch im Topf begnügen sich Buschbohnen und Ackerbohnen mit der Grunddüngung und wachsen auch ohne weitere Gaben sehr gut. Wie im Beet wollen Stangenbohnen im Topf durch die Wachstumsperiode hindurch gedüngt werden. Nach der Blüte erfolgt die erste Düngergabe. Je nachdem, für welche Art von Dünger Sie sich entscheiden, variieren die Abstände der Düngung. Bei einem mineralischen Flüssigdünger sind die Abstände kürzer – damit sollte alle 3 bis 5 Wochen erneut gedüngt werden.

Zusammenfassung: Wie werden Bohnen im Topf gedüngt?

  • Beim Einpflanzen etwas Langzeitdünger einarbeiten
  • Substrat feucht halten, damit sich das Granulat lösen kann
  • Buschbohnen und Dicke Bohnen nicht mehr düngen
  • Stangenbohnen alle 5 – 7 Wochen mit Dünger mit organischer Langzeitwirkung unterstützen
  • Alternativ nach 3 – 5 Wochen mit einem mineralischen Flüssigdünger nachdüngen
Bohnen-Blüten
Eine Düngung unterstützt Bohnen bei der Blüte und Fruchtbildung

Der richtige Dünger für Bohnen

Bevor Sie einen Dünger anwenden, ist es ratsam, eine Bodenanalyse durchzuführen, um festzustellen, zu welcher Bodenart Ihr Boden gehört und welche Nährstoffe darin bereits enthalten sind. Welcher Dünger für Ihre Bohnen zum Einsatz kommt, bleibt Ihnen natürlich selbst überlassen. Schließlich gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, wie Sie Ihre Bohnen optimal versorgen können. Um Ihnen eine Entscheidungshilfe zu bieten, haben wir nachfolgend einige Aspekte für Sie zusammengefasst, die Sie bei der Düngerwahl beachten sollten.

Bohnen vornehmlich organisch düngen

Werden Stangenbohnen zu wenig gedüngt, wirkt sich das negativ auf die Ernte aus. Eine Überdüngung oder eine unausgewogene und falsche Nährstoffversorgung schadet sowohl der Pflanze als auch der Umwelt. Außerdem benötigen die Knöllchenbakterien an den Wurzeln aller Bohnenarten ausreichend Nährstoffe, um genügend Stickstoff fixieren zu können. Phosphor sollte zu diesem Zweck für möglichst lange Zeit – auch nach der Düngung – zur Verfügung stehen. Ein Dünger mit organischer Langzeitwirkung bietet hinsichtlich dieser Aspekte einen großen Vorteil. Er lässt sich dank der Granulatform gut dosieren und reduziert so die Gefahr einer Überdüngung. Durch die Langzeitwirkung werden der Phosphor und die anderen Nährstoffe nach und nach freigesetzt und stehen sowohl der Pflanze als auch den Bakterien länger zur Verfügung. Die Zugabe von Kompost und kompostierten Stallmist ist ebenfalls sinnvoll, da diese wertvolle Mikronährstoffe, Phosphor und Kalium liefern.

Weitere Vorteile von Dünger mit organischer Langzeitwirkung:

  • Aktivierung des Bodenlebens und nachhaltige Verbesserung der Bodenstruktur
  • Besonders schonend für die Umwelt durch den Verzicht auf Chemie
  • Oft ebenfalls Nachlieferung von Mikronährstoffen wie Schwefel, Magnesium etc.

Unser vorwiegend organischer Plantura Bio-Tomatendünger erfüllt all diese Kriterien und bietet so die ideale Nährstoffversorgung für Ihre Bohnen. Er enthält neben Stickstoff auch ausreichend Kalium und Phosphor. Diese sind für eine gute Wurzelbildung und die Widerstandsfähigkeit der Bohnen zuständig. Zudem ist der Dünger ressourcenschonend und nachhaltig dank der Verwendung von Reststoffen aus der Lebens-, Genuss- und Futtermittelindustrie. Durch den Verzicht auf synthetische Inhaltsstoffe ist der Dünger außerdem klimafreundlich.

Plantura Bio Tomatendünger
Unser Plantura Bio-Tomatendünger bietet Ihren Bohnen eine ideale Nährstoffversorgung

Düngung mit organischer Langzeitwirkung: Anleitung und Dosierungsmengen für Bohnen:

  1. Vor der Pflanzung: 15 – 35 g/m², also 1 – 3 Esslöffel, in die obersten Bodenschichten einarbeiten oder bei Topfkultur etwa 1 g/l, etwa 1/4 Teelöffel, in das Substrat mischen
  2. Boden nach dem Einsetzen gut angießen, damit sich das Granulat löst
  3. Bei Stangenbohnen nach der Blütenbildung nochmals 10 – 30 g/m², also 1 – 2 gehäufte Esslöffel, bzw. etwa 1 g/l bei einer Topfkultur düngen
  4. Diese Düngergaben im Gartenbeet nach 6 – 8 Monaten, im Topf nach 5 – 7 Wochen wiederholen

Bohnen mineralisch düngen

Blaukorn ist wohl einer der bekanntesten NPK-Dünger. Dieser und andere Vertreter der mineralischen Dünger bieten zwar den Vorteil, dass die Nährstoffe aus dem Dünger sofort für die Pflanzen verfügbar sind und nicht erst durch Bakterien umgewandelt werden müssen. Meistens enthalten sie viel zu viel Stickstoff, den die Bohnen gar nicht brauchen. Die Anwendung ist oft schwieriger, denn die Dosierung muss sehr genau sein, um eine Überdüngung zu vermeiden. Die überflüssigen Nährstoffe können nicht aufgenommen werden und belasten den Boden und das Wasser. Das schadet letztendlich auch der Pflanze, da die freigesetzten Salze die Wurzeln angreifen können. Die Witterung kann dazu beitragen, dass ein Großteil des Düngers ausgewaschen wird und die Herstellung mineralischer Dünger ist meistens sehr energie- und ressourcenintensiv. Organische Dünger mit Langzeitwirkung versorgen Bohnen hingegen über einen längeren Zeitraum hinweg mit allen wichtigen Nährstoffen und sind deutlich schonender für Tiere, Menschen und die Umwelt.

Bohnen mit Hausmitteln düngen

Hausmittel zum Düngen von Bohnen sind leider meist eher ungeeignet. Frischer Mist oder Brennnesseljauche sind nicht gut für Bohnen geeignet, da diese zu viel Stickstoff enthalten, den die Pflanzen nicht benötigen. Passender ist da gut verrotteter Kompost oder kompostierter Stallmist. Dieser enthält nicht nur wichtige Nährstoffe für Ihre Bohnen, sondern sorgt auch noch für eine bessere Bodenstruktur und ein aktives Bodenleben.

Bevor Sie Ihre Bohnen düngen können, müssen sie natürlich erst einmal eingepflanzt werden. Wie das geht und worauf dabei zu achten ist, erfahren Sie in unserem Spezialartikel Bohnen pflanzen.

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